Riskant: Keyless-Systeme und der Autoklau

Die von der Automobilindustrie propagierten Keyless Go-Systeme sind ein Sicherheitsrisiko par excellence. Ein Auto ist mit einfachen Mitteln binnen Sekunden geklaut.


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Die Autoindustrie drückt die Funktion in ihre Fahrzeuge: Keyless Go-Systeme. Sprich: Kommt der Schlüssel in die Nähe des Fahrzeugs, wird dieses automatisch entriegelt und lässt sich auch starten. Das nützen Autodiebe, indem sie das Signal der Keyless Go-Systeme mit Reichweitenverlängern (Range Extender) über größere Entfernungen überbrücken.

(Quelle: YouTube)

Ein Empfänger wird in der Nähe des Orts, wo der Autoschlüssel mit dem Keyless Go-System aufbewahrt wird, positioniert. Ein Empfänger kann mehrere hundert Meter entfernt neben dem Fahrzeug positioniert werden. Schon lässt sich das Fahrzeug öffnen und auch starten. Das Fahrzeug kann dann weggefahren werden – solange der Motor läuft, wird dieses nicht gesperrt.

Warnung in den Medien

Der ADAC warnt in diesem Artikel vor diesem Risiko, da die benötigten Geräte mit geringem Aufwand selbst gebaut werden können. Der ADAC weist noch auf das Risiko hin, dass die Bestohlenen in Verdacht des Versicherungsbetrugs kommen können. Nämlich in Fällen, wo das Fahrzeug aus gestohlen gemeldet später ohne Einbruchspuren aufgefunden wird. Auch Plusminus hat hier einen Beitrag und der NDR hier zu diesem Thema veröffentlicht.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle auch auf diesen Beitrag eines Sicherheitsunternehmens hinweisen, der das Ganze doch etwas relativiert. Der potentielle Dieb muss sich in Nähe des Schlüssels (ca. 1,5 Meter Abstand) befinden und einen Komplizen haben. Aber es scheint die Fälle gegeben zu haben, wie das nachfolgende Video der Polizei zeigt.

Einfacher Schutz ist möglich

Um sich vor solchem Diebstahl zu schützen, kann man die Keyless Go-Fahrzeugschlüssel in speziellen Hüllen in der Tasche oder im Haus bzw. in der Wohnung aufbewahren. Die Hüllen verhindern, dass das Funksignal nach außen dringt und abgefangen werden kann. Im Handel werden solche Hüllen oder Mäppchen mit RFID-Schutz angeboten.

(Quelle; YouTube)


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Auch der ADAC ‘bietet’ ein solches Paket zum Preis von  ca. 25 Euro an. Wir haben das etwas einfacher gelöst. Der Ersatzschlüssel wird in einer Metalldose aufbewahrt – so dringt kein Signal nach außen. Und der zweite Schlüssel wird mit Alufolie umwickelt aufbewahrt – hilft auch.


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1 Antwort zu Riskant: Keyless-Systeme und der Autoklau

  1. Blupp sagt:

    Man kann auch seine alte Mikrowelle als Aufbewahrungsort missbrauchen, funktioniert ebenfalls. Nur einschalten sollte man die dann nicht.

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