Zum Tode von Mr. Easy Rider, Peter Fonda

Die separate Musik zum Sonntag fällt heute aus – stattdessen habe ich, zu Ehren des verstorbenen Peter Fonda, ‘Born to be wild’ von Steppenwolf mitgebracht. Denn der US-Schauspieler und Regisseur Peter Fonda ist am 16. August 2019 im Alter von 79 Jahren an den Folgen seines Krebsleidens verstorben. Der Name Peter Fonda stand für viele meiner Generation synonym für das Road Movie Easy Rider und den Titel ‘Born to be wild’.


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Peter Fonda wurde am 23. Februar 1940 in New York geboren und verstarb am 16. August 2019 in Los Angeles, Kalifornien. Sein Vater war der bekannte Schauspieler Henry Fonda. Seine Schwester Jane und Fondas Tochter Bridget wurden ebenfalls als Schauspielerinnen bekannt. Tragik im Leben von Peter Fonda: Seine Mutter beging Suizid.

Fonda begann seine Karriere 1960 beim Theater, wie der Vater. Der Durchbruch für Peter Fonda kam mit dem Roadmovie Easy Rider. Dort spielte er die Hauptrolle des Captain America (Wyatt). Mitte der 90er Jahr gelang Fonda ein Comback mit dem Film Ulee’s. Ein Abriss seines Lebens ist auf Wikipedia zu finden. Spiegel Online hat hier aktuell einen Nachruf auf Fonda veröffentlicht.

Mr. Easy Rider

Aber Peter Fonda, Dennis Hopper und Easy Rider sind die Begriffe, die wohl viele Menschen mit Fonda verbinden. Gedreht wurde Easy Rider im Jahr 1969 – die Dialoge sind spärlich und nichtssagend – vieles bleibt im ungefähren. Zwei Motorbiker fahren durch Amerika, finden dieses aber nicht. Die Hintergründe zu Easy Rider lassen sich in der Wikipedia nachlesen. 

Als der Film am 8. Mai 1969 in Cannes vorgestellt wurde, feierte ich auf den Tag genau den 14. Geburtstag – da war nix mit Motorrad durch Amerika fahren – zwei Monate später stand ‘eine Lehre’ an. Aber zwei Jahre später, als ein Kleinkraftrad den Mobilitätsradius des 16-Jährigen erweiterte, war auch Easy Rider als Inbegriff der grenzenlosen Freiheit allgegenwärtig. In Deutschland gab es zwar keine Chopper, aber das Feeling war da – später siegte dann die Bequemlichkeit eines bei Regen trockenen und bei Kälte und Schnee warmen Autoinnenraums in Form eines Renault R4.

Aber Easy Rider begleitete mich trotzdem als Synonym für die unendlichen Weiten Amerikas und der damit verbundenen Freiheit (alles ein Nimbus, ich weiß) ein Leben lang. Etwas tragisch – ich hatte das Thema Easy Rider bereits seit Wochen auf dem Radar für einen Blog-Beitrag, bin aber nicht dazu gekommen, den Text zu schreiben. Denn Mitte Juli 2019 bin ich auf diesen Spiegel Online-Artikel gestoßen, der die Hintergründe zum Film und die damaligen Umstände sehr schön thematisiert.

Was der Spiegel nicht verrät – die dort im Artikel eingebundene Schlussszene am Lagerfeuer fand ohne die Motorräder statt. Peter Fonda hatte vier gebrauchte Harley Davidson-Motorräder der US-Polizei aus den 50er Jahren auf einer Auktion ersteigert. Diese wurden als Chopper umgebaut und entsprechend lackiert. Drei der Motorräder wurden vor dem Drehende gestohlen, die vierte Maschine war für das finale Ende bereits zerlegt.

Born to be wild

Der Titel Born to be wild wurde von Peter Fonda als Titelmusik für sein Road Movie ausgewählt. Es stammt aus dem Jahr 1968 von der Rockband Steppenwolf und passt eigentlich perfekt zum Film. Geschrieben wurde Born to Be Wild von Mars Bonfire, ein Bruder des Schlagzeugers bei Steppenwolf. Der Titel erreichte die vorderen Plätze der Hitlisten, legendär wurde er aber erst mit dem Film Easy Rider.


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Hier das betreffende Video, welches mich jetzt fast ein Leben lang begleitet – und mir speziell in dieser schwierigen Situation die Kraft gab, die ‘lange Treppe’ zurück ins Leben zu krabbeln.

(Quelle: YouTube)

Nun ja, ich krabbele noch immer – und Peter Fonda hat leider seinen Kampf gegen den Lungenkrebs verloren. Trotzdem viel Spaß beim Anhören des Titels – vielleicht kommt ein Stück der Jugend zurück. Schönen Sonntag.

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