Hat ein Asteroiden-Crash das irdische Leben befeuert?

Es ist eine interessante Theorie, die von einer neuen Studie aufgestellt wird. In der Frühzeit der Erde, als es bereits erstes Leben gab, führten Asteroiden-Einschläge dazu, dass das irdische Leben erst richtig erblühen konnte.


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In den letzten Jahrzehnten begannen die Forscher zu verstehen, dass die Evolution des Lebens auf der Erde auch von astronomischen Ereignissen abhängt. Ein Beispiel dafür ist der Einschlag eines 10 km großen Asteroiden vor 65 Millionen Jahren in Mexiko, der die Dinosaurier ausgelöscht hat. Erstmals können Wissenschaftler nun ein weiteres Beispiel dafür präsentieren, wie ein außerirdisches Ereignis das Leben auf der Erde geprägt hat.

Das Drama begann vor ca. 470 Millionen Jahren, als im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter bei einer Kollision zweier Astroiden ein 150 Kilometer großer Körper zerschlagen wurde. Die Trümmerteile verteilten sich als Staub im gesamten inneren Sonnensystem und schwächten die Sonnenstrahlen.

Illustration of asteroid breaking up
(Illustration: Don Davis, Source Lund-University, Schweden)

In der Folge kam es auf der Erde zu einer Eiszeit, in deren Folge sich das Leben quasi explosionsartig differenzierte. Denn das Klima wechselte von mehr oder weniger homogen Temperaturen zu einer Aufteilung in Klimazonen – von arktischen Bedingungen an den Polen bis hin zu tropischen Bedingungen am Äquator.

Eine wichtige Methode, die zur Entdeckung dieses Sachverhalts führte, waren die Messungen von außerirdischem Helium, das in den versteinerten Sedimenten des Meeresbodens in Kinnekulle in Südschweden enthalten ist. Auf dem Weg zur Erde wurde der Staub mit Helium angereichert, als er vom Sonnenwind bombardiert wurde. Eine Gruppe um Birger Schmitz von der Universität Lund in Schweden hatte extraterrestrisches Material in Kalkstein aus Kinnekulle in Südschweden und dem russischen Fluss Lynna nahe St. Petersburg identifiziert und untersucht.

Die Studie, die hier als Pressemitteilung in Englisch publiziert wurde, nennt mehr Details. Die hohe Vielfalt unter den Wirbellosen vor ca. 470 Millionen Jahren war die Antwort durch Anpassung an das neue Klima, was durch die Asteroidenkollision ausgelöst wurde. Die Wissenschaftler glauben, dass die Erkenntnisse auch dazu beitragen könnten, Strategien gegen die Klimaerwärmung besser einzuschätzen. Ein deutschsprachiger Beitrag mit einigen Informationen findet sich hier.


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