An Grippeschutzimpfung denken

GesundheitBevor ich es vergesse: Im Winter werden uns wohl wieder Grippewellen heimsuchen. Da wäre es gut, wenn man geimpft wäre. Ich selbst habe kommende Woche meinen Arzttermin – so sich die beginnende Erkältung nicht verschlimmert.


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Impfung ist ein wichtiger Baustein

Der wichtigste vorbeugende Baustein zur Vermeidung einer Grippe ist die jährliche Grippeschutzimpfung. Ich hatte vor längerer Zeit auf den Sachverhalt im Blog-Beitrag Tipp: Grippe-Impfung nicht vergessen hingewiesen.

Allerdings ist der Impfschutz einer Grippeschutzimpfung deutlich deutlich geringer ist, als bei vielen anderen Impfungen. Der Grund: Die Grippeviren wandeln sich, und der einmal jährlich neu zusammengestellte Impfstoff wirkt nicht gegen die bei der Grippewelle auftretenden Erreger-Typen. Dies war speziell in 2018 der Fall, da lange Zeit mit einem Impfstoff gegen drei Virentypen geimpft wurde. Es trat aber verstärkt ein vierter Erregertyp auf, der erst in den neueren Vierfach-Impfstoffen berücksichtigt ist (siehe mein Blog-Beitrag: Grippe: Impfung dieses Jahr wirkungslos, was hilft?).

Arzt
(Quelle: Pexels/Pixabay CC0 Lizenz)

Inzwischen ist es ja so, dass die Krankenkassen auch die Impfung mit einem Vierfach-Grippe-Impfstoff bezahlen (siehe Linkliste am Artikelende). Ältere Personen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten sich auf jeden Fall impfen lassen. Hier noch einige wissenswerte Informationen rund um die diesjährigen Impfstoffe.

17 Millionen Impfdosen freigegeben

Mit Beginn der Impfsaison gegen die echte Virusgrippe im Oktober hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, 17 Millionen Dosen Grippeimpfstoff (Stand 04.10.2019) freigegeben. Das sind bereits jetzt 1,3 Millionen Dosen mehr als in der gesamten Grippesaison des Vorjahres.

Für die Saison 2019/2020 hat das PEI für eine ganze Reihe von Grippeimpfstoff-Produkten die Stammanpassung genehmigt. Diese Impfstoffe dürfen nun nach Chargenfreigabe durch das PEI verkauft und angewendet werden. Bei den freigegebenen Impfstoffchargen handelt es sich bisher ausnahmslos um tetravalente Grippeimpfstoffe: Diese entsprechen der von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Stammzusammensetzung für die diesjährigen Grippeimpfstoffe und enthalten Komponenten von vier Virusstämmen, die laut WHO-Vorhersage in der nördliche Hemisphäre kursieren werden. Die tetravalenten Grippeimpfstoffe sind daran zu erkennen, dass der Name des Impfstoffs die Ergänzungen „tetra“ sowie die Jahreszahl „2019/2020“ enthält. Grippeimpfstoffe sind mit der genehmigten Stammanpassung immer nur für eine Saison gültig.

Inaktivierte Impfstoffe

Bei der Mehrzahl dieser Grippeimpfstoffe handelt es sich um inaktivierte Impfstoffe, die nur die für einen Schutz vor der Virusgrippe notwendigen Komponenten von vier Virusstämmen enthalten. Daneben steht ein Lebendimpfstoff mit abgeschwächten Impfviren aller vier Stämme zur Verfügung. Die Influenzaimpfstoffe unterscheiden sich im Hinblick auf die Darreichungsform sowie die Altersgruppe, für die sie zugelassen sind.


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Inaktivierte Impfstoffe werden per Spritze verabreicht, der abgeschwächte Lebendimpfstoff als Nasenspray. Der Lebendimpfstoff ist nur für Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis einschließlich 17 Jahren zugelassen.

Impfstoff in Zellkulturen vermehrt

In dieser Saison steht außerdem ein Grippeimpfstoff zur Verfügung, für den die Virusstämme in Zellkulturen und nicht in Hühnereiern vermehrt werden, bevor sie inaktiviert und aufgereinigt als Impfstoffkomponenten eingesetzt werden. Er ist insbesondere auch für Personen mit schwerer Hühnereiweißallergie geeignet. Personen, die nur mit leichten Symptomen auf den Konsum von Hühnereiweiß reagieren, können dagegen mit allen zugelassenen Influenza-Impfstoffen geimpft werden.

WHO gibt Empfehlung einen Monat verspätet

In diesem Jahr hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen einer Unklarheit bei einem der vier Virusstämme die empfohlene Zusammensetzung der Grippeimpfstoffe einen Monat später als bisher üblich bekannt gegeben. Diese zeitliche Verzögerung haben die Hersteller und das PEI aufgeholt. „Wir haben im Paul-Ehrlich-Institut die diesjährige Anpassung der Impfstoffe an die Influenza-Virusstämme, die wahrscheinlich kursieren werden, unmittelbar nach deren Einreichung bearbeitet und genehmigt. Die Hersteller haben direkt mit der Impfstoffherstellung begonnen. Daher konnten wir auch zu einem frühen Zeitpunkt mit der Chargenfreigabe beginnen, sodass dem Markt jetzt schon große Mengen an Impfstoffen zur Verfügung stehen“, so Prof. Klaus Cichutek, Präsident des PEI.

Aktuelle Informationen zu den verschiedenen Grippeimpfstoffen, wie beispielsweise die Namen der Grippeimpfstoff-Produkte mit genehmigter Stammanpassung, deren Altersindikationen, die Impfstoffzusammensetzung in dieser Grippesaison sowie zur Anzahl der vom PEI freigegebenen Impfstoffdosen bietet das PEI unter www.pei.de/influenza-impfstoffe an.

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1 Antwort zu An Grippeschutzimpfung denken

  1. Georg S. sagt:

    Schon am 18. September erledigt!

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