Gurkenwasser, Hilfe beim Wadenkrampf

GesundheitEs trifft viele Menschen, oft im Schlaf, manchmal aber auch beim Sport: Ein Muskel verkrampft und will nicht mehr los lassen. Meist ist es ja die Wade, deren Muskel krampft. Statt Magnesium sollte man Gurkenwasser trinken, um die Krampfdauer zu reduzieren. Diese und weitere Informationen finden sich in nachfolgendem Text.


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Ich selbst hatte eine Zeit lang nächtliche Wadenkrämpfe, wenn das Bein kalt wurde. Dann hieß es, sich im Bett aufsetzen und den Fuß an den Zehen zum Körper ziehen, um den Wadenmuskel anzuspannen. Hilft dies nicht, gilt es aus dem Bett zu springen und den Fuß mit der krampfenden Wade so zu belasten, dass der Muskel auf Zug kommt. Millionen Menschen sind von Wadenkrämpfen geplagt.

Falls der Arzt helfen soll

Beim Portal Feierabend.de empfiehlt man Menschen, die häufig unter heftigen Wadenkrämpfen leiden, ein ‘Schmerztagebuch’ zu führen. Darin hält man täglich die auftretenden Wadenkrämpfe fest:

  • Anzahl und Dauer der Wadenkrämpfe
  • Schmerzintensität und Schlafqualität

Zudem sollte man notieren, ob man Magnesium genommen hat. Persönlich empfehle ich auch aufzuschreiben, ob man am Abend vor dem Schlafengehen Alkohol oder Kaffee getrunken hat. Bei meiner verstorbenen Mutter war ein Schluck Sekt bereits der Auslöser für nächtliche Wadenkrämpfe. Auf dieser Feierabendseite finden sich weitere Erläuterungen und auch eine Vorlage für ein Schmerztagebuch, welches man dem Arzt vorlegen kann.

Arzt
(Quelle: Pexels/Pixabay CC0 Lizenz)

Gurkenwasser statt Magnesium

Viele Leute schlucken Magnesium, um Wadenkrämpfen vorzubeugen. Dann sollte man auch Kalium zur Kompensation nehmen, sagt meine Schwester als Heilpraktikerin. Aber es gibt viele Fälle, wo Magnesium nicht hilft. Manchen Therapeuten sagen, es hilft nie und birgt Gefahren.  Ich selbst bin von einer Wirbelsäulenverletzung betroffen und die nach dem Sportunfall im ersten Jahr auftretenden Spasmen ließen sich durch Magnesium nicht beeinflussen. Neurologen haben aber die Möglichkeit, medikamentös (z.B. mit Baclofen) einzugreifen. Habe ich über Jahre genommen. Da galt es aber auch, jegliche Überanspruchung der Muskeln zu vermeiden.

Wer von normalen Wadenkrämpfen betroffen ist, kann mit einfachen Tipps gegen diese Beschwerden angehen. Dehnen der Muskulatur hilft immer, den Krampf aufzulösen. Man kann aber die Muskeln auch vorbeugend dehnen. Weiterhin gilt es, das Bein im Bett warm zu halten – ich bekomme die Krämpfe immer, wenn das Bein unter der Bettdecke herauslugt und kalt wird. Ich werde wach und versuche das kalte Bein unter die Decke zu ziehen. Die Muskelanspannung reicht, um den Krampf in der Wade auszulösen. Ich ziehe jetzt eine Pyjama-Hose an, was das Auskühlen und den Krampf verhindert.

Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Gurkenwasser (von Gewürzgurken) trinken gegen die Krämpfe helfe – hat man in einer amerikanischen Studie herausgefunden. Ich habe beim Schreiben des Beitrags kurz recherchiert. In diesem Artikel bei Thieme erkärt der Physiotherapeut André Wolter,  die Zusammenhänge, warum Magnesium Unsinn ist, und was man sonst noch tun kann. Gurkenwasser verkürzte die Krampfdauer um die Hälfte. Details sind dem Artikel zu entnehmen.


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