Die Amazonen, kein historischer Mythos

Vase mit AmazonendarstellungIn der griechischen Mythologie kamen kriegerische Frauen, die sogenannten Amazonen, vor, die in den Kampf zogen. Diese Amazonen haben Generationen von Menschen bewegt, man tat sie aber als Mythos ab. Neueste Funde deuten darauf hin, dass es diese Amazonen wirklich gegeben hat. 


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Die Amazonen in der Mythologie

Die Wikipedia hat hier eine gute Übersicht über den Begriff der Amazonen. Als Amazonen (Amazónes) werden in griechischen Mythen und Sagen einige Völker bezeichnet, bei denen Frauen „männergleich“ in den Kampf zogen. Die Autoren der Antike geben an, dass die Amazonen-Völker in verschiedene Regionen am Schwarzen Meer, im oder nördlich des Kaukasusgebiets, vor allem aber im nordanatolischen Teil des Pontosgebiets, lebten. Deren Hauptstadt Themiskyra soll am Thermodon gelegen haben soll. Auch in Karien und Lykien sowie in Libyen lebten laut griechischen Mythen Amazonen. Es gibt in den Mythen und Sagen Amazonenköniginnen und Stadtgründerinnen, wobei die Amazonen Normalsterbliche gewesen sein sollen (also keine Götter).

Vase mit Amazonendarstellung
(Vase mit Amazonendarstellung, Quelle: Wikipedia)

Funde scheinen den Mythos zu belegen

Die Wikipedia schreibt, dass Amazonen in Kämpfen besiegt wurden und in den Sagen werden stellenweise ihre Grabstätten genannt. Lange gab es Mutmaßungen, ob es Amazonen gegeben hat und welche Völker das gewesen sein könnten.

1927 wurde in Semo-Awtschala, nahe Tiflis in Georgien, das Grab einer 30 bis 40 Jahre alten Frau entdeckt. Bei den Grabbeigaben fanden sich auch ein bronzenes Schwert, eine Speerspitze aus Eisen sowie Überreste eines Pferdekopfs. Zudem wies der Schädel der Frau Spuren einer schweren Hieb- oder Stichverletzung auf, die sie sogar überlebt hat. Man interpretiert dies so, dass die Frau eine Reiterkriegerin war.

Archäologen konnten belegen, dass es zwischen dem 6. und 3. Jahrhundert v. Chr. in Südrussland, der Ukraine und in Kasachstan Völker gab, bei denen Frauen eine gesellschaftlich hohe Stellung einnahmen und mit Waffen kämpften. Sie fanden in Südrussland und der Ukraine zahlreiche Kurgane (Grabhügel) skythischer und sarmatischer Frauen, die mit Waffen und Rüstungen begraben wurden.

Ich bin Anfang Januar 2020 über obigen Tweet auf einen aktuellen Artikel im US-Magazin CNET gestoßen, der dieses Thema aufgegriffen hat. Im englischsprachigen Artikel werden einige archäologischen Funde der letzten Jahre grob thematisiert. Bei Interesse am Thema bietet der deutschsprachige Wikipedia-Artikel im betreffenden Abschnitt zu archäologischen Funden aber mehr Details.


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