Frankfurter Forscher, Metallica und ein Tiefseekrebs

Was kann das arme Tierchen, dafür, dass es jetzt Metallicola genannt wird? Es geht um einen kleinen Tiefseekrebs aus dem Nordpazifik, der in mehreren Tausend Meter Tief auf Manganknollen lebt.


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Das Rätsel ist schnell aufgeklärt: Der Name Metallicola bedeutet so viel wie "Metall-Bewohnerin". Den Namen hat das Tierchen von dem Frankfurter Forscher Torben Riehl verpasst bekommen. Der hatte das 6,5 Millimeter große Tier gemeinsam mit einem belgischen Kollegen beschrieben, wie das Senkenberg-Institut hier mitteilt.

Der Name ist der Band Metallica entlehnt, deren Fan Dr. Torben Riehl ist. Metallica ist eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Sie hat weltweit bislang über 125 Millionen Alben verkauft und füllt seit den 80ern große Stadien mit musikalischer Energie und ihren Fans – nun trägt ein neu entdeckter Tiefsee-Krebs ihren Namen. „Mit ihrer beeindruckenden Musik hat mich die Heavy-Metal-Band den Großteil meines Lebens begleitet. Lieder wie ‚Master of Puppets' oder ‚One' sind Meisterwerke der Rockmusik und es begeistert mich daher riesig, die Band mit der Benennung einer neuen Art zu ehren", erklärt Riehl.

Die neu beschriebene, wurmartige Krebsart Macrostylis metallicola stammt aus einem Gebiet zwischen Mexiko und Hawaii, der Clarion-Clipperton-Zone. Perfekt an die großen Tiefen von 4.132 bis 5.055 Metern und einem Druck von über 400 Atmosphären angepasst, lebt der nur bis zu 6,5 Millimeter lange Krebs unter Extrembedingungen, ohne Augen und Farbpigmente in absoluter Dunkelheit. Der Lebensraum der Tiere ist durch Manganknollen geprägt – diese vor Jahrmillionen ausgebildeten, bis zu orangengroßen Konkretionen enthalten neben den Hauptbestandteilen Mangan und Eisen auch wertvolle Elemente, wie Kupfer, Kobalt und Nickel sowie seltene Erden.


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