Mit Tabakpflanzen gegen das Coronavirus

Es ist eine faszinierende Vorstellung: Tabakpflanzen, die einen Impfstoff gegen das momentan weltweit grassierende Coronavirus produziert. Das ist kein April-Scherz, sondern Tabakkonzerne arbeiten an diesem Plan.


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Noch liegt kein Impfstoff gegen das Coronavirus Covid-19 vor. Aber wenn dieser gefunden wäre, gibt es noch ein Problem: Wie produziert man schnell und kostengünstig Milliarden Impfstoffdosen weltweit.

Gentechnik und Tabakpflanzen

Mittels der Gentechnik können Forscher inzwischen Pflanzen maßgeschneidert bestimmte Stoffe produzieren lassen. Die Tabakindustrie hat mehrere Gentechnik-Labore, in denen sie an allerlei Vorhaben forscht. So ist es Forschern kürzlich gelungen, den Ertrag von Tabakpflanzen um 40 % mehr Biomasse zu steigern. Und 2013 hatte die Deutsche Welle diesen Bericht über eine ewig junge Tabakpflanze, die Genforscher gezüchtet haben.

Tabakpflanze
(Tabakpflanze, Quelle: Joachim Müllerchen, CC 3.0 Lizenz)

1997 berichtete Focus in diesem Beitrag, dass Forscher Tabakpflanzen zur Herstellung von rotem Blutfarbstoff einsetzen wollen. Der Bericht handelt davon, dass genetisch veränderte Tabakpflanzen Wirkstoffe für Medikamente erzeugen könnten. Auch dieser ältere Stern-Artikel widmet sich der Frage, wie man mit Tabakpflanzen Krebsimpfstoffe herstellen könnte. Selbst Tabakpflanzen, die verlegte Landminen anzeigen können, sind gezüchtet worden.

Bereits Anfang März 2020, als Corona hierzulande noch nicht sehr ernst genommen wurde, bin ich auf diesen Artikel von Welt Online gestoßen. Die Idee einiger Wissenschaftler aus der Tabakindustrie ist, mit Hilfe von genmanipulierten Tabakpflanzen Impfstoffe gegen das Coronavirus zu produzieren. Die Idee zur Herstellung von Medikamenten per Tabakpflanze ist recht alt. Bleibt die Frage, ob man dieses Mal wirklich Erfolg haben wird. Spannend ist das Vorhaben aber schon.


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