Bankkarten: Geldklau per NFC-Übertragung?

Inzwischen werden ja Giro- und Kreditkarten mit sogenannten NFC-Chips ausgestattet. Dies ermöglicht das kontaktlose Bezahlen an entsprechenden Terminals – Karte dran halten und Beträge bis 50 Euro (Kreditkarte) bzw. 25 Euro (Girocard) ohne PIN und Unterschrift zahlen. Die Horrorvorstellung: Betrüger gehen an einem vorbei und lesen die NFC-Daten der EC-/Kreditkarte aus, um damit auf Einkaufstour zu gehen. Hier einige Informationen.


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Der Beitrag liegt schon einige Tage bei mir auf Halde und harrt der Veröffentlichung. Voriges Jahr bin ich auf den nachfolgenden Tweet gestoßen, der das Szenario des Geldklaus zeigt.

Sieht alles so einfach aus, mit einem Lesegerät an die Gesäßtasche des Opfers gehen, und schon halt man Geld abgebucht. Das geht, ohne Zweifel – und so hat sich ein Markt für NFC-Schutzhüllen für Bankkarten gebildet.

Wie realistisch ist das Ganze?

Ich habe mal für diesen Beitrag kurz recherchiert, was im Internet dazu zu finden ist. Die Süddeutsche Zeitung hat sich hier der Schutzhülle für EC- und Kreditkarten angenommen. Das Fazit: Theoretisch lässt sich ein Betrag von 25 Euro kontaktlos und unbemerkt vom Besitzer von einer EC- oder Kreditkarte per NFC abbuchen. Aber damit wird der Empfänger der Zahlung (im obigen Tweet ist das der Besitzer eines Ladens) offenbart. Das Abziehen der Kartendaten, um damit in einem Online-Shop einzukaufen, ist nicht möglich.

Praktisch scheitert das Auslesen der NFC-Daten der Karten aber auch daran, dass in einem Geldbeutel oft noch Münzen enthalten sind. Diese Münzen oder mehrere EC- und Kreditkarten wirken wie Störer, so dass das Auslesen nicht klappt. Ähnliche die die Süddeutsche Zeitung sieht es auch dieser Artikel – es sind eigentlich keine Fälle in der Praxis bekannt, wo Karten über NFC unbemerkt vom Empfänger mit Buchungen für Fremdeinkäufe belastet worden.

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