CrowdFarming: Mangos lokal, Patenschaft für einen Orangenbaum …

Lebensmittel direkt beim Erzeuger kaufen und diesen stützen? Ist für viele Menschen erstrebenswert. Aber geht das auch für Orangen oder Mangos? Die kommen doch um die halbe Welt geflogen?


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Es war eine kleine Anzeige von CrowdFarming, die mir die Tage auf Twitter unter die Augen kam. Dort ging es um die Frage dass tropische Früchte zwar wunderbar schmecken. Aber der umweltbewusste Mensch fühlst sich schlecht bei ihrem Einkauf, da sie einen großen CO2-Fußabdruck haben. Geworben wurde für das Projekt Tropiterranean (tropische Früchte, die an der Mittelmeerküste wachsen).

CrowdFarming

Fand ich eine spannende Sache. Ich habe mir dann mal die Seite von CrowdFarming angesehen (die Facebook-Seite mit vielen aktuellen Nachrichten befindet sich hier). Die Idee des Projekts ist, dass Kaufentscheidungen des Verbrauchers direkt eine Wirkung haben sollen. Es geht darum, Lebensmittel direkt beim Erzeuger zu kaufen, um eine positive soziale und umweltfreundliche Wirkung zu erzielen. Gut, machen wir durch lokale Einkäufe auf dem Wochenmarkt sowie im Hofladen eines Bauern in der Nähe.

Aber es gibt ja durchaus auch Lebensmittel, die mal von ‘nicht gerade um die Ecke’ herkommen. Olivenöl aus Südeuropa, Orangen aus Spanien oder eben Mangos sowie Granatäpfel aus Südeuropa. Genau dort setzt die Plattform CrowdFarming an. Sie will Verbraucher direkt mit europäischen Landwirten in Verbindung bringen. Im einfachsten Fall wird eine Kiste mit den gekauften Orangen, Mangos etc. oder Olivenöl vom Anbieter zum Käufer geliefert. Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine Patenschaft zu übernehmen. Man adoptiert dann eine Kuh, einen Orangenbaum oder die Ernte eines Olivenbaums in Form von Olivenöl.

Ein ähnliches Konzept verfolgt die Plattform Kauf ne Kuh, wo man Fleisch direkt vom Erzeuger bestellen kann. Das Tier wird erst geschlachtet, wenn dessen Fleisch komplett verkauft ist. Damit soll der Lebensmittelverschwendung und der Preisdrückerei der großen Discounter entgegen gewirkt werden.

Ich selbst habe keine Erfahrung mit dieser Plattform – mein Bio-Olivenöl bestelle ich seit Jahren in 15 Liter-Mengen direkt bei Bläuel in Griechenland. Aber eine erste Recherche förderte keine Negativ-Rezensionen im Internet zutage. Das ZDF hat 2019 diesen Artikel mit einigen Videos zum Thema CrowdFarming veröffentlicht. Auch Utopia hat einen Beitrag dazu gemacht. Ich finde es einen spannenden Ansatz – vielleicht für jemanden von euch interessant.


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