Quelle für schnelle Radio-Bursts ermittelt

Eines der Rätsel, welches die Radio-Astronomie das letzte Jahrzehnt beschäftigt hat, ist jetzt wohl aufgeklärt. Die Quelle für schnelle Radio-Bursts (Radio-Blitze) konnte im Zentrum unserer Galaxie ermittelt werden.


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Arstechnica berichtet hier (Englisch), dass Forscher eine der Fragen gelöst haben, die sie im letzten Jahrzehnt beschäftigt hat: Was genau erzeugt die seltsamen Phänomene, die als schnelle Radio-Bursts (FRBs) bekannt sind? Es handelt sich um einen plötzlichen Ausbruch hochfrequenter Strahlung, der nur wenige Mikrosekunden andauert. Die FRBs wurden 2007 entdeckt, und seither haben sind Hunderte von Quellen katalogisiert. Einige Quellen senden wiederholt Radio-Bursts, während andere nur einmal zu bersten scheinen und verstummen.

Einen solchen plötzlichen Energieschub kann man erzeugen, indem man etwas zerstört. Die Existenz von sich wiederholenden FRBs bei einigen Quellen lässt vermuten, dass diese von einem Objekt erzeugt werden, das das Ereignis überlebt. Die Forscher konzentrierten sich auf kompakte Objekte wie Neutronensterne und Schwarze Löcher, wobei eine Klasse von Neutronensternen, die Magnetare genannt werden, betrachtet wurde.

Der Verdacht, dass Magnetare dahinter stecken, hat sich nun bestätigt. Astronomen haben beobachtet, wie ein Magnetar in unserer eigenen Galaxie einen FRB aussandte, der gleichzeitig Impulse hochenergetischer Gammastrahlen aussandte. Dies beantwortet nicht alle Fragen der Forscher, da sich diese immer noch nicht sicher sind, wie die FRBs erzeugt werden oder warum nur einige der Gammastrahlenausbrüche dieses Magnetars mit FRBs in Verbindung gebracht werden. Aber die Bestätigung des Zusammenhangs eröffnet die Chance, die extreme Physik der Magnetare genauer zu untersuchen, um zu verstehen, was hier vor sich geht. Details lassen sich im Arstechnica-Beitrag nachlesen.


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