Homebanking-Programme: Lohnt sich das?

Am Markt werden eine Reihe an sogenannten Homebanking-Programmen angeboten. Mit diesen lassen sich Bankkonten und Wertpapier-Depots am Computer verwalten. Das IT-Magazin ct hat jetzt sechs Homebanking-Programme getestet.


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Mit der Freigabe der Zahlungsdienstrichtlinie (PSD) mussten Banken den Zugriff auf die Bankkonten für Drittanbieter öffnen. Dies ermöglicht Finanzdienstleistern und Homebanking-Programmen den Zugriff auf die Bankdaten. Mit sogenannten Homebanking-Anwendungen lassen sich Bankkonten und Finanzen datenschutzfreundlich vom PC aus verwalten. Gute Programme nehmen Arbeit ab und ermöglichen, die Entwicklung von Einnahmen und Ausgaben mit wenigen Klicks im Blick zu behalten.

Braucht man wirklich ein Homebanking-Programm?

Ich selbst bin mit dem Thema „Ich lasse Fremde auf meine Bankkonten zugreifen“ äußerst vorsichtig – das darf nur meine Frau. Homebanking erledige ich schlicht im Browser am Computer und gut ist. Europas größtes IT- und Tech-Magazin, c’t, sieht das übrigens ähnlich. Die Redaktion schreibt: Wer am PC nur bei einer Bank Überweisungen tätigen und Umsätze kontrollieren will, benötigt keine Homebanking-Anwendung. Hier empfiehlt es sich, beim browserbasierten Zugang des Kreditinstituts zu bleiben. Das geht auch bei Konten bei mehreren Banken, wenn nicht viele Bewegungen zu verfolgen sind. Denn Homebanking-Programme sind kostenpflichtig.

Homebanking-Programme für mehr Komfort

Einen Mehrwert bekommt eine kostenpflichtige Homebanking-Anwendung, wenn man mehrere Konten übersichtlich an einem Ort verwalten will oder tiefer in seine Finanzen einsteigen muss, etwa für die Steuererklärung. „Aber die Software hilft auch, wenn man einen guten Überblick über seine Finanzen benötigt oder einfach Spaß an Auswertungen und Prognosen hat. Wenn die Programme wirklich die Arbeit erleichtern sollen, muss man zudem bereit sein, vor allem zu Beginn viel Zeit in die Kategorien- und Regelwerke zu investieren“, sagt c’t-Redakteur Markus Montz.

c't 6/2021

Programme im c’t-Test

Europas größtes IT- und Tech-Magazin c’t hat in seiner aktuellen Ausgabe 6/21 sechs kostenpflichtige Programme für Windows unter die Lupe genommen und zieht ein gemischtes Fazit. Während alle Programme mit vielen Funktionen punkten, gab es bei dreien Schwächen in der Bedienung.

  • Zuverlässiges Multibanking ohne große Extras kann man etwa mit Banking4 bekommen – schreiben die Tester. Mit einmalig 30 Euro für beliebig viele Installationen sei diese Software preiswert, so die Einstufung.
  • Will man umfangreiche Auswertungs- und Planungsmöglichkeiten haben und zusätzlich seine kompletten Finanzen inklusive Versicherungen und Vermögenswerten sowie zugehörigen Dokumenten an einem Ort bündeln, lohnt sich beispielsweise ein Blick auf WISO Mein Geld Professional 365. Jährlich knapp 35 Euro sind dafür bei bis zu drei Installationen angemessen.
  • Die Software ALF BanCo Profi gefiel der c’t-Redaktion vor allem beim Preis/Leistungs-Verhältnis: Zwei Installationen kosten 37 Euro, hier bekommt man ein sehr solides Paket, dessen kommende Version 8 bei Neukäufen bereits enthalten ist, so die Redakteure.
  • Ausgerechnet das mit 140 Euro teuerste Programm im Testfeld, Moneyplex 20 Business, konnte nicht überzeugen. Hier waren sowohl die Nutzerführung als auch die Konteneinbindung etwas altbacken und umständlich.

Für alle getesteten Anwendungen haben die Anbieter darüber hinaus Varianten im Angebot, mit abgespecktem und/oder größerem Funktionsumfang. „Der Vergleich kann sich durchaus lohnen: Wer beispielsweise keine Wertpapierverwaltung braucht, zahlt bei geringen weiteren Abstrichen meistens weniger für die Software“, rät c’t-Experte Montz. Details sind dem Artikel in der c’t 6/2021 zu entnehmen – das Heft gibt es im Handel.


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