Frühling: Der März 2021 verabschiedet sich freundlich

Frühling 2021Einige Tage frühlingshafte Temperaturen mit etwas Sonne haben Wunder bewirkt. Bei einer Fahrt vor einer Woche in Richtung Eifel kam ich an Koblenz vorbei. Der warme Rheingraben hatte dort dafür gesorgt, dass wilde Pflaumenbäume bereits in voller weißer Blüte standen. Bei uns im Taunus und in der Eifel ist das Wetter rauer, da waren nur einzelne weiße Knospen und geöffnete Blüten zu sehen (siehe Frühling 2021: Azaleen, Pflaumenblüte, Weidenkätzchen). Freitag, Samstag, Sonntag und Montag war ich auf einigen Spaziergängen im Taunus unterwegs und wurde mit einem Frühlingserwachen der Natur konfrontiert. Alles grünt, alles blüht und man will nur noch raus.


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Das Artikelbild bzw. das nachfolgende Foto mit dem satten Grün der Wiese, dem blauen Himmel und dem weiß blühenden wilden Pflaumenbaum habe ich am 29. März 2021 auf einem Spaziergang geschossen. In diesem Bereich gibt es viele verbuschte ehemalige Obstwiesen, wo Kerne von Mirabellenbäumen ausgetrieben sind und sich die zum Pfropfen verwendeten wilden Pflaumenbäume ausgebreitet haben. Da diese Ecke recht sonnig ist, stehen dort die Büsche und Bäume in voller Blüte. Einfach Hammer, wenn man diese Farbkombinationen so sieht.

Blühender Pflaumenbaum (29. März 2021)
Blühender Pflaumenbaum (29. März 2021)

Am 30. März 2021 bin ich an dieser Stelle wieder vorbei gekommen – der Baum war schneeweiß mit Blüten obersäht – und überall blühten die wilden Pflaumenbüsche. Der Frühling ist nach 2 Tagen warm einfach da.

Nachfolgendes „Osternest“ ist mir am Freitag, den 26. März 2021 in einer Nebenstraße untergekommen. Da komme ich normalerweise nicht vorbei – aber Freitag hatte ich beschlossen, mit meiner Frau zu Fuß zum Einkaufen in den nächsten Stadtteil zu laufen. Auf dem Hinweg ging es in der Sonne durch ein Naturschutzgebiet bis zur Bebauungsgrenze und dann in den naheliegenden Bio-Supermarkt. Den Rückweg habe ich so gelegt, dass wir an aufgelassenen Gärten und an Streuobstwiesen vorbei kamen. Dadurch musste ich am Dorfrand durch Straßen, die nicht auf dem täglichen Spazierweg liegen. Der blühende Krokusstreifen in einer Nebenstraße hatte meinen Blick eingefangen – so dass ich einen Schlenker gemacht habe. Zu den Krokussen kommen noch die Narzissen (Osterglocken) im Hintergrund dazu, unter dem Thuja-Baum und vorne rechts sind Schneeglöckchen zu erkennen. Der Besitzer oder die Besitzerin des Grundstücks ist nebenbei steinreich, wie man nachdrücklich demonstriert – trotzdem fand ich das schön.

Im eigenen Garten blühen ebenfalls Narzissen (Osterglocken), Krokusse, Primeln, Hyazinthen und eine vorwitzige rote Tulpe, wie man in nachfolgenden Bildern erkennen kann.

Osterglocke (Narzisse)
Osterglocke (Narzisse) 28.3.2021


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Die blau blühende Iris vermag mich jedes Mal mit ihren Zeichnungen in der Blüte mit diesen weißen und gelben Mustern zu begeistern – leider ist die Aufnahme mit dem Smartphone nicht so sonderlich gut geworden (um eine Kamera zu schnappen, war ich dann doch zu faul).

Iris 28.3.2021
Iris 28.3.2021

Nachfolgendes Foto einer Iris vor gelb blühenden Krokussen ist von der Schärfe etwas besser gelungen – die Zeichnungen im Blütenkelch kommen gut zur Geltung.

Krokus und Iris 28.3.2021
Krokus und Iris 28.3.2021

Blau/violett blühende Krokusse gibt es natürlich auch im Frühlingsgarten. Immer wieder spannend, zu beobachten, wie sich die am frühen Morgen geschlossenen Blütenkelche zur Mittagszeit in der Sonne geöffnet haben.

Krokus 28.3.2021
Krokus 28.3.2021

Die nachfolgend sichtbare Primel hat ihrem Namen keine Ehre gemacht und ist nicht eingegangen, sondern wächst unter meiner Forsythie und begeistert mich durch die Farbzeichnung im Blütenkelch. Natur halt eben.

Primel 28.3.2021
Primel 28.3.2021

Da wollen die Stiefmütterchen, die meine Frau in diversen Töpfen vor dem Haus und auf der Terrasse stehen hat, nicht zurückstehen. Hat das nachfolgende Exemplar nicht eine prächtige Zeichnung der Blüte?

Stiefmütterchen 28.3.2021
Stiefmütterchen 28.3.2021

Nachfolgende Blumen müssten Hyazinthen sein, die in meinen Beet, abseits des kürzlich geteilten Rhabarbers, wachsen und auch schon zu blühen beginnen. Das Exemplar im Hintergrund ist nicht mehr grün, sondern schon gelb in den Blüten.

Hyazinthen 28.3.2021
Hyazinthen 28.3.2021

Und eine vorwitzige Tulpe hat sich neben der Forsythie auch dazu aufgerafft, ihren roten Blütenkelch in die Mittagssonne zu strecken. Aber bis die vielen Tulpenzwiebeln hier in den Vorgärten richtig aufgehen, dauert es noch ein paar Tage.

Tulpen 28.3.2021
Tulpen 28.3.2021

Im Hintergrund erkennt man übrigens Bärlauch, der an der Mauer zum Nachbargrundstück wächst (siehe auch Bärlauch, wild oder aus dem Garten). Ein paar Meter weiter gibt es größere Mengen davon und ich werde in den kommenden Wochen sicher einiges davon ernten. Letzten Samstag gab es ersten Bärlauch-Pesto zur Pasta – und die erste grüne Soße hatten wir Freitag. Aber die Kräuter für die Frankfurter grüne Soße kamen nicht aus dem eigenen Garten – Kerbel und Sauerampfer wären gegangen, und Kresse ziehe ich in der Küche. Schnittlauch und Petersilie sind jedoch noch arg knapp – immerhin haben meine Winterheckenzwiebeln das Graben und den Winter überstanden (passen aber nicht in Frankfurter grüne Soße). Aber die restlichen Kräuter wie Pimpinelle habe ich nicht mehr oder Boretsch habe ich noch nicht im Garten. Aber es ist Frühling halt eben und man kann sich trotz fehlender Zutaten für grüne Soße aus dem eigenen Garten an Vielem erfreuen.

In diesem Sinne: Ich wünsche euch eine gute Zeit – macht (trotz Corona) das Beste draus – das Leben ist so kurz und kann plötzlich eine schlimme Wendung nehmen. Sonntag musste eine Familienangehörige nach einem Sturz im Pflegeheim mit Oberschenkelhalsbruch in die Klinik – OP ist gestern gut verlaufen, aber das zeigt mir wieder, wie schnell so was gehen kann. Und Ostern 2015 lag ich mit operiertem Bruch der Halswirbelsäule und inkompletter Querschnittssymptomatik in der Klinik. Da habe ich vom Frühling auch wenig mitbekommen, sondern eher überlegt, ob ich jemals wieder richtig laufen und meine Arme heben bzw. benutzen kann (habe es nach vielen Monaten wieder hinbekommen, laboriere aber immer noch an Nervenschmerzen). Deshalb sauge ich jedes Jahr, das mir noch bleibt, die Frühlingsimpressionen wie einen Schwamm auf.

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