Guillain-Barré-Syndrom nach Impfung mit Johnson & Johnson

Gesundheit (Pexels, frei verwendbar)Die amerikanische Food and Drug Association (FDA), entspricht hier der Arzneimittelbehörde, hat den COVID-19-Impfstoff von Johnson & Johnson für Personen ab 18 Jahren freigegeben. Nun hat die FDA ihre Warnhinweise in Bezug auf eine COVD-19-Impfung gerade im Hinblick auf Nebenwirkungen aktualisiert. Am häufigsten treten Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Übelkeit so 1 – 2 Tage nach der Impfung auf. In einem neuen Warnhinweis gibt die FDA an, dass nach der Impfung in sehr seltenen Fällen eine Nervenkrankheit, das Guillain-Barré-Syndrom, auftreten kann.


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Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine Form einer Polyneuropatie, also eine neuronale Erkrankung. Durch überschießende Reaktionen des Immunsystems kommt es zu entzündlichen (inflammatorischen) Veränderungen des peripheren Nervensystems. Die Nerven können Signale nicht mehr so gut leiten und es kommt zu einer auftretenden Muskelschwäche, die meist in den Beinen beginnt.

Ist jedenfalls ein sehr unschönes Krankheitsbild, welches ich auf Grund einer Rückenmarksverletzung über einen Zeitraum von fast 2 Jahren in leichterer Form durchlitten habe. Da ging das aber von selbst durch die Heilung des Körpers wieder weg.

Durch eine intravenöse Gabe von Immunglobulin und Plasmaaustausch kann eine schnelle Heilung beim Guillain-Barré-Syndrom angestrebt werden. Etwa ein Fünftel aller Patienten behält Funktionsausfälle zurück, die Sterblichkeit beträgt etwa 5 %.

Medizin
(Quelle: Pexels/Pixabay CC0 Lizenz)

In den USA gibt es Berichte von etwa 100 Personen, die nach einer Impfung mit Johnson & Johnson das Guillain-Barré-Syndrom bekamen. 95 dieser Personen mussten in einer Klinik behandelt werden. Laut FDA ist eine Person in den USA nach der Impfung an dieser Erkrankung gestorben. Allerdings ist aktuell noch unklar, ob diese Erkrankung eindeutig auf diese Impfung zurück geht. Denn in den USA kommt es jährlich zu 3.000 bis 6.000 Erkrankungen, die durch Infektionen (u.a. mit Grippeviren) ausgelöst werden.

Für die USA wird daher eine entsprechende Information in die Infoblätter zur Impfung mit diesem Impfstoff aufgenommen. Personen mit entsprechenden Symptomen sollten sofort einen Arzt aufsuchen. Bei 13 Millionen Amerikanern, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden, sind die 100 Verdachtsfälle ein sehr niedriger Wert. Betroffen waren Männern auf, wobei viele über 50 Jahre alt waren.

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland hat diesem Artikel zum Thema publiziert. Laut ZDF verzichtet Dänemark auf die Verabreichung dieses Impfstoffs, weil das Risiko als zu hoch eingeschätzt wird, obwohl die Risiken in den USA als gering eingestuft werden.

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1 Antwort zu Guillain-Barré-Syndrom nach Impfung mit Johnson & Johnson

  1. Michael sagt:

    Als ein Betroffener kann ich bestätigen: Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine sehr heimtückische und schwere Erkrankung, die auch die Atmung bis hin zum Ersticken betreffen kann, und irreparable Schäden (Lähmungen) hinterlässt / hinterlassen kann.

    Ich habe nur durch dreimalige Infusionen von Immunglobulinen und zusätzlichem Plasmaaustausch überlebt, vier Finger der linken und zwei der rechten Hand bleiben gelähmt zurück, dauernde Schmerzen darin brauchen täglich spezielle Schmerzmittel, manchmal auch BTM (Morphin).

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