Dänemark: Sondengänger findet 1.500 Jahre alten Goldschatz

Es ist einer der größten und schönsten Goldschätze in der dänischen Geschichte, der von einem Sondengänger in der Nähe von Jelling auf Jütland (Dänemark) gefunden wurde. Der Fund von fast 1 kg Gold, darunter riesige Medaillons in der Größe von Untertassen, wird auf ein alter von 1500 Jahren taxiert.


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Der Museumsverband Vejlemuseerne hat diese Meldung zum Fund herausgegeben. Es war ein Zufallsfund, wie man ihn nur einmal im Leben machen dürfte. Ole Ginnerup Schytz hatte sich gerade einen Metalldetektor zugelegt, um damit auf Schatzsuche zu gehen. Er durfte dem Grundstück seines alten Klassenkameraden den Metalldetektor ausprobieren. Nach einigen Stunden fand er einen der qualitativ größten Goldfunde in der dänischen Geschichte.

Die Archäologen wissen jetzt, dass der Schatz in einem Langhaus in einem Dorf vor etwa 1500 Jahren vergraben wurde. Die Untersuchungen und die zahlreichen Proben und Daten, die gesammelt werden, liefern unschätzbare Erkenntnisse über die Zusammenhänge und Umstände, die dazu führten, dass der Schatz in der Eisenzeit von einem Magnaten vergraben wurde.

Der Fund der enormen Goldmengen zeigt, dass der Ort in der späten Eisenzeit ein Machtzentrum war. „Nur ein Mitglied der absoluten Spitze der Gesellschaft kann einen Schatz wie den hier gefundenen gesammelt haben“, erklärt der Forschungsleiter von Vejlemuseerne, Mads Ravn, und fährt fort: „Obwohl der Name der Stadt, in der der Schatz gefunden wurde, mit der Völkerwanderungszeit in Verbindung gebracht werden kann, gibt es nichts, was uns zu der Annahme veranlasst, dass ein bisher unbekannter Kriegsherr oder Magnat hier lebte, lange bevor das Königreich Dänemark in den folgenden Jahrhunderten entstand.“

Ein Video der Grabungsstelle lässt sich hier abrufen. Fotos des Goldschatzes finden sich in diesem dänischsprachigen Artikel sowie in der Meldung des Museums. Ein deutschsprachiger Artikel zu diesem Fund lässt sich in der Nord-Schlewiger oder auf SPON nachlesen.


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