TÜV-Report 2022: Die unzuverlässigsten Autos 2021

VW-KäferHeilig's Blechle. Haben Sie ein Auto? Ist die Karre häufig zur Reparatur in der Werkstatt? Der jährliche TÜV-Report gibt Auskunft, welche Fahrzeuge bei der Hauptuntersuchung besonders wenig Mängel aufweisen und welche Fahrzeugmarken da negativ durch Mängel auffallen. Der TÜV-Report 2022 ist bereits im November 2021 erschienen und führt PKW-Besitzern erneut vor Augen, ob man mit seinem Modell zu den Gewinnern oder Verlierern in Sachen Zuverlässigkeit gehört.


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Gut, im Einzelfall muss der TÜV-Report nichts aussagen, jeder kennt den Begriff des "Montagsautos", welches zuverlässig jeden Montag-Morgen muckt. Mir persönlich ist aus der Lehrlingszeit von 1969 bis 1973 ein blauer Ford Transit diesbezüglich im Gedächtnis geblieben. Samstags musste ich als Lehrling nicht nur gelegentlich den Hühnerstall des Cheffe ausmisten, sondern auch die dessen Firmenwagen (samt privatem BMW) auf dem Hof der Elektrofirma waschen. Und Montagmorgen, wenn der Ford Transit für die Baustelle beladen werden sollte, sprang die Karre nicht an. Meist hieß es, den Zündverteiler abziehen, mit einem Lappen auswischen und hoffen, dass die Störung behoben war. Lang ist's her – nach der Lehre habe ich schnell den Exit gemacht und hatte meine eigenen Autos – die dann aber auch mit Macken und Durchrostung auffielen (Meine "Schrauberjahre"-Teil 3: Ein Auto wird gebraucht …) – bis ich dann 1980 auf Nissan umgestiegen bin.

Der TÜV legt die Mängel offen

Der TÜV-Report wird jedes Jahr vom TÜV-Verband veröffentlicht und gilt als einer der wichtigsten unabhängigen Ratgeber für Autofahrer und Gebrauchtwagenkäufer. In den TÜV-Report 2022 fließen die Hauptuntersuchungsergebnisse aller TÜV-Gesellschaften in Deutschland ein – aktuell mehr als 9,6 Millionen Hauptuntersuchungen (HU) zwischen Juli 2020 und Juni 2021. Als größter Fahrzeug-TÜV hat TÜV SÜD beinahe 50 Prozent der Datensätze bereitgestellt.

"Mehr Hauptuntersuchungen, weniger erhebliche Mängel – das ist zusammengefasst das Ergebnis des neuen TÜV-Reports. Eine positive Sicherheitsbilanz, für die Haupt- und Abgasuntersuchung die Grundlage bilden", sagt Jürgen Wolz, Leiter Service Line Retail und Amtliche Tätigkeiten Deutschland bei der Division Mobility TÜV SÜD. Einen wichtigen Grund für sinkende Mängelquoten sehen die Fachleute von TÜV SÜD auch in dem sich wandelnden Mobilitätsverhalten. Car-Sharing, Abo-Fahrzeuge oder Dauervermietung – für solche Fahrzeuge gibt es Wartungsverträge. Ein weiterer Grund ist eine pandemiebedingt reduzierte Laufleistung der meisten Fahrzeuge. „Mehr Wartung und geringere Laufleistungen in der Gesamtflotte haben zur Verbesserung der Mängelquote beigetragen", resümiert Wolz.

Insgesamt liegt die durchschnittliche Quote der erheblichen Mängel aktuell bei 17,9 Prozent. Das sind 2,0 Prozentpunkte weniger als beim TÜV-Report 2021 und davon betroffen sind knapp 1,75 Millionen Fahrzeuge. Ganz ohne Mängel passieren knapp 73 Prozent der Fahrzeuge die Prüfgassen – das entspricht gut 7 Millionen Autos. Die Quote der geringen Mängel liegt aktuell bei 9,1 Prozent.

Der TÜV-Report 2022 ist ab Freitag, 12. November 2021, zum Preis von 5,40 Euro in den TÜV SÜD Service-Centern und im Handel erhältlich. Der ADAC hat hier eine Zusammenfassung mit mehr Details dieses TÜV-Reports 2022 veröffentlicht. Und auch in diesem Artikel der Autozeitung kann man einige Details nachlesen. So heißt es dort zu den Verlierern des TÜV-Mängelreports 2022:

So fährt der Dacia Logan bei den Zwei- bis Dreijährigen bereits eine Mängelquote von 11,6 Prozent ein, der BMW 5er liegt mit 16,8 Prozent bei den Vier- bis Fünfjährigen ganz vorne. Bei den bis Sechs- bis Siebenjährigen schneidet der Fiat Punto am schlechtesten ab.

In den beiden verlinkten Artikels des ADAC und der Autozeitung kann man dann auch nachlesen, ob man mit seinem Modell besonders gut oder besonders schlecht abgeschnitten hat. Obwohl: Man weiß ja selbst am besten, wie reparaturanfällig oder zuverlässig das eigene Auto ist.

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