Schwarzes Loch vagabundiert in der Milchstraße

In unserer Heimatgalaxie gibt es nicht nur ein großes schwarzes Loch im Zentrum (Schwarzes Loch in Milchstraße erstmals fotografiert). Sondern mindestens ein zweites schwarzes Loch fliegt vagabundierend durch die Milchstraße. Entdeckt wurde es durch seinen Gravitationslinseneffekt, der dahinter liegende Sterne plötzlich heller erschienen ließ.


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Im Jahr 2011 fiel ein Stern auf, dessen Helligkeit sich plötzlich für einen längeren Zeitraum erhöhte. Damals begannen zwei Teams mit der Beobachtung dieses, vom Weltraumteleskop Hubble fotografierten, Phänomens. Inzwischen gehen die Teams davon aus, dass der Gravitationslinseneffekt des schwarzen Lochs für die Aufhellung verantwortlich ist. Das Objekt soll etwa 1,6- bis 4,4-Sonnenmassen umfassen und ist rund 5.100 Lichtjahre von uns entfernt.

Helligkeitsschwankung Stern
Helligkeitsschwankung Stern, Quelle NASA, ESA, K. Sahu (STScI), J. DePasquale (STScI)

Im Februar 2022 war erstmals von einem Team über diese Annahme berichtet worden (siehe diesen heise-Beitrag). Jetzt gibt es eine neue Analyse der Universität Berkley, die in diesem Beitrag von heise und in diesem Artikel auf scinexx.de beschrieben wird.

Schwarze Löcher entstehen, wenn ein massereicher Stern in einer Supernova explodiert und dessen Kern dann kollabiert. Der Stern muss aber eine bestimmte Masse besitzen. Astronomen gehen davon aus, dass es Millionen solcher Schwarzer Löcher in der Milchstraße gibt.

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