Die Formel für das perfekte Frühstücksei

Ich gestehe, ich bin beim Kochen der Frühstückeier irgendwie eine Niete. Irgendwie spuckt im Hinterkopf immer noch das 3-Minuten-Ei herum – aber dann wird das Ergebnis schlabberig. Gehe ich nach "komm, ein bisserl warten geht noch", kommen die Eier hart heraus. Und dann will meine Frau einen weichen Dotter, während ich harte Eidotter bevorzuge …


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Daher habe ich mir natürlich das in nachfolgendem Tweet eingebettete kleine Video sofort angesehen, verspricht dieses doch die Lösung aller meiner Probleme (zumindest beim Eierkochen). Dann man kann die Kochzeit anhand einer Formel, die Forscher entwickelt haben, selbst berechnen. Gebraucht werden: Eine Schieblehre, ein Thermometer und ggf. ein Taschenrechner.

Die Formel für das perfekte Frühstücksei

Die Formel für das perfekte Frühstücksei

Die obige Formel ergibt dann Kochzeiten zwischen 5,3 bis 7 Minuten – das 3-Minuten-Ei ist einfach zu glibberig. Alles klar? Nun ja, wenn ich mal den Ingenieur beiseite schiebe und den Handwerker als Praktiker aus meinem "Ausbildungskeller" nach oben hole, wäre eine Faustformel besser. Die folgende Tabelle hilft vielleicht eher:

Größe S

Größe M

weich 3-4 Min 4-5 Min.
wachsweich 5-6 Min. 6-7 Min.
hart 8-9 Min. 9-10 Min.

Und nun sinniere ich darüber, was wohl wachsweich bedeutet? Ich glaube, ich entscheide mich doch für die harte Variante und koche mein Ei der Größe M für so gut 7-8 Minuten – das Ei für meine Frau nehme ich eine Minute früher raus. Oder ich entscheide mich für Rührei oder Spiegelei – in der Familie von meinen Kindern als "Zauberei" bezeichnet, weil ich immer viel Zwiebeln, Speck und Kräuter in das Rührei gegeben habe. Ich glaube, der Nachfolger von Paul Bocuse werde ich eher nicht.


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3 Antworten zu Die Formel für das perfekte Frühstücksei

  1. Blupp sagt:

    Eier zu kochen ist hoch wissenschaftlich, wie Fußball in den 1970'ern als die Ecke nach Pythagoras vermessen wurde.
    https://www.youtube.com/watch?v=swDlyOigKyQ

  2. Ralf Brodersen sagt:

    Wunderbar! Darauf habe ich gewartet. Die Formel deckt sich in etwa mit meinen üblichen Kochzeiten für ein weich gekochtes Ei der Klasse M (5:41 – 5:55 Min).
    Leider gibt es keine Erklärung dafür, dass bei einem so gekochten, vollständig von Wasser bedeckten Ei oft auf einer Seite das Eiweiß noch leicht labbrig und auf der anderen Seite Eiweiß fest und Eigelb leicht gestockt ist…

  3. chw9999 sagt:

    Meine Frau hält es eher mit Loriot und kocht die Eier "nach Gefühl" – mir immer zu hart ;)

    "20 Jahre sind wir verheiratet, und PÖTZLICH stimmt was mit meinen Gefühlen nicht??"

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