Skurril: Der krumme Wald in Polen

Es gibt einen Wald in Polen, direkt an der Grenze zu Deutschland, wo die Bäume sehr merkwürdig geformte Stämme haben – niemand weiß, was die Ursache ist.


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Ich bin vor einiger Zeit auf Twitter über dieses Thema gestolpert – nachfolgendes Thema zeigt, worum es beim Krzywy Las (krummer Wald) geht.

Krummer Wald in Polen

Der Krumme Wald (polnisch: Krzywy Las) ist ein Hain aus seltsam geformten Kiefern im Dorf Nowe Czarnowo in der Nähe der Stadt Gryfino, Westpommern, im Nordwesten Polens.

Der betreffende Hain besteht aus 400 Kiefern, die um 1930 gepflanzt wurden. Jede Kiefer biegt knapp über dem Boden scharf nach Norden ab und richtet sich dann nach einer seitlichen Auslenkung von einem bis drei Metern wieder auf. Die gebogenen Kiefern sind von einem Wald aus geraden Kiefern umgeben.

Das Ganze ist eine Touristen-Attraktion und ein geschütztes Naturdenkmal in Polen. Die Ursache für diese Wachstumform ist nicht wirklich bekannt. Eine Vermutung geht dahin, dass die Bäume nach dem Pflanzen von Menschen so verformt wurden, um natürlich gebogenes Holz für den Möbel- oder Bootsbau zu erzeugen.

Weitere Erklärungen gibt es in diesem National Geographics-Artikel: wie zum Beispiel ein Förster, der "nachwachsende Tannenbäume" züchten wollte – bin da aber skeptisch. Andere Erklärungen sind Schneebruch oder Kriegsschäden.

Das Ganze liegt beim Dorf Gryfino (südlich von Stadt Stettin, mit dem Zug knapp 30 Minuten) und nordöstlich von Berlin (mit dem Auto knapp 90 Minuten). Auf Wikipedia findet sich eine Karte, in der die Lage eingezeichnet ist.


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Eine Antwort zu Skurril: Der krumme Wald in Polen

  1. Charlie sagt:

    Die Ursache waren die deutschen Panzer im zweiten Weltkrieg.

    Die Bäume waren jung und klein und wurden platt gefahren, haben jedoch überlebt und sind weiter gewachsen.
    Am Anfang noch kurz waagerecht, dank der Panzer, danach wieder gen Himmel.

    Es ist schon faszinierend, wozu die Natur fähig ist.

    Die Quelle muss ich nochmal nachschlagen, ich habe die Infos aus einer Dokumentation.

    Auch in Tschernobyl leben trotz der Strahlung immer noch Tierarten.

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