Erstes Foto vom kaputten Marshubschrauber Ingenuity

Der Mars-Rover Perserverance hat ein erstes Foto des kleinen Marshubschraubers Ingenuity zur Erde gefunkt, der bei seinem 72. Flug kaputt gegangen ist. Auf dem Foto ist nichts von der Beschädigung der Tragflügel zu erkennen, es zeigt aber, dass der Hubschrauber stehend gelandet ist.


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Ingenuity ist kaputt gegangen

Ingenuity ist ein kleiner Mars-Hubschrauber, der in der extrem dünnen Luft auf dem Mars fliegen kann. Die Marsatmosphäre besitzt nur etwa ein Prozent der Dichte der Erde. Das entspricht auf der Erde einem Flug in 30.480 Meter Höhe. Allerdings herrscht auf dem Mars nur 1/3 der Schwerkraft der Erdoberfläche.

Ingenuity auf dem Mars, Flug 71

Der kleine Mars-Hubschrauber Ingenuity war mit dem Mars-Rover Perserverance im Jezero-Krater gelandet. Vor über einem Jahr, am 19. April 2021, hatte der mit elektrischen Solarzellen mit Strom versorgte Mars-Hubschrauber seinen Erstflug (Hubschraubers auf einem fremden Planeten). Das Projekt ist eine Erfolgsgeschichte (geplant war nur 30 Tage lang zu testen), denn eigentlich sollte die Maschine nur demonstrieren, dass man auf dem Mars in der dünnen Luft fliegen kann.

Aber beim 72. Flug riss die Funkverbindung einen Meter über dem Boden ab. Später wurde klar, dass die Drehflügel der Hubschraubers bei diesem Vorfall beschädigt wurden. Das Gerät wird nie wieder fliegen können, so viel ist klar (siehe Mars-Hubschrauber Ingenuity fliegt nicht mehr).

Ingenuity steht aufrecht

Nun hat die NASA den Mars-Rover Perserverance veranlasst, ein Foto der Gegend, wo der Hubschrauber gelandet ist, zur Erde zu senden. Man erkennt eine Steinlandschaft mit einer Sanddüne, auf der Ingenuity aufrecht stehend gelandet ist.

Marsfoto mit IngenuityIngenuity auf einer Sanddüne (Quelle: NASA/JPL-Caltech/ASU)

Auf obigem Bild sieht man oben links in den Sanddünen einen kleinen Fleck – das ist Ingenuity. Der Rover soll später noch weitere Fotos schicken, aber nicht zum Hubschrauber fahren, um die Schäden an den Rotoren genauer zu untersuchen. Man hofft, über Fotos und Videoaufnahmen (bei denen der Hubschrauber die Rotoren drehen soll), mehr über den Status zu erfahren. Die Kollegen von heise haben diesen Artikel mit mehr Details zum Thema veröffentlicht.


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