Wenn Kinder Dinoknochen finden ….

Die Tage sind mir gleich zwei Meldungen untergekommen, wo Kinder mit ihren Vätern nach Fossilien gesucht und dabei aufsehenerregende Funde gemacht haben. Ein Elefant in Bayern und ein Meeressaurier in England.


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Bayerische Ur-Elefanten von Erding

Es ist ein Glücksfund: Peter Kapustin ist eigentlich Betriebswirt, sammelt und sucht aber seit 30 Jahren nach Fossilien. Er ist Leiter und Gründer des Urzeitmuseums in Taufkirchen an der Vils.

Im Jahr 2004 war bei Langenpreising der Schädel eines Deinotheriums entdeckt worden. Diese Seite berichtet über Funde von Ur-Elefanten-Knochen in Bayern. Peter Kapustin sagte dazu: "20 Jahre lang bin ich immer wieder an die Stelle gepilgert und hab gedacht: Vielleicht kommt da noch irgendwas – leider war es immer ergebnislos."

Am 13. April 2023 war er mit seinen neun und zehn Jahre alten Söhnen Constantin und Alexander wieder an der alten Fundstelle unterwegs, um Fossilien zu suchen. An einem Fuchsbau entdeckten die Kinder einen aus einer Wand herausragenden Knochen, wie RND hier meldet.

Danach begann eine monatelange Suche mit ehrenamtlichen Helfern, bei der neben drei Ur-Elefanten-Skeletten auch Knochen einer Raubkatze und eines Urnashorns zutage gefördert wurden. Der Fund umfasst 120 Knochen, darunter Schädel und Stoßzähne eines Jungtieres, das zu 70 Prozent erhalten ist. "Er ist spektakulär. Dass diese Ur-Elefanten hier lebten, wissen wir. Aber relativ vollständige Skelette sind selten", sagte Gertrud Rößner, Oberkonservatorin für fossile Säugetiere an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, die in die Bewertung des Fundes eingebunden war. Auch der BR hat einen Artikel zum Fund veröffentlicht.

Meeressaurier in Großbritannien

Ruby Reynolds, ein 11 jähriges Mädchen war 2020 mit ihrem Vater Justin am Strand von Blue Anchor in Somerset unterwegs, um nach Fossilien zu suchen. Das Kind stieß laut dieser Meldung auf Fragmente eines Kieferknochens, der der Beschreibung eines Funds aus dem Jahr 2018 ähnelte.

Das Fragment gehörte zum Unterkieferknochen eines Ichthyosauriers und diese waren vermutlich mehr als zwei Meter lang. Das gesamte Tier war womöglich mehr als 25 Meter lang, wie ein Forschungsteam im Fachjournal «PLOS One» berichtet. Neben dieser dieser Meldung findet sich auch auf Spiegel Online dieser Beitrag zum Fund.


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