Noch eine kurze Meldung zum Wochenende. Ältere Blog-Leser wird der Name Sun und Solaris-Betriebssystem noch etwas sagen. Wie es ausschaut, beerdigt Oracle, die mal vor langer Zeit Sun aufgekauft haben, jetzt die Entwicklung des Solaris-Betriebssystems. 50 % der Entwickler sind wohl gekündigt (Quelle mit interessanten Diskussionen). Die Hardware-Entwickler wurden angewiesen, nichts mehr zu entwickeln – und die Leute haben wohl von der Rechtsabteilung einen Maulkorb verpasst bekommen. Es wird wohl kein Solaris 12 mehr geben, die Entwicklung bleibt bei Solaris 11.4 stehen. Irgend jemand, der noch mit Solaris arbeitet?
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Was haben wir Anfang bis Mitte der 90er Jahre neidisch auf die Kollegen geschaut, die eine Sun Sparc mit Farbmonitor in 1152×864 hatten…
Bei uns gab es gerade einemal 80386er und 80486er Rechner.
Doch der grosse Borg ist leider mächtiger als alle…
Da nun auch OpenSolaris 2010 beerdigt wurde, kann man mal einen Blick auf OpenIndiana werfen.
Gut das es einige BSD Alternativen gibt.
Ich arbeite zwar nicht damit, hatte vor vielen Jahren mal eine Schulung gehabt. Finde es aber immer schade wenn ein System nicht mehr weiterentwickelt wird.
Diese Entwicklung ist nicht überraschend für mich, ich hatte eigentlich schon nach der Übernahme von Sun Microsystems durch ORACLE damit gerechnet. Die Unternehmen, die basierend auf System V eigene Ableger entwickelt haben, existieren entweder nicht mehr oder haben die Weiterentwicklung aufgegeben. So leid es mir auch um die Entwickler tut, aber die Dominanz im Server- und Workstation-Bereich ist eindeutig.
Sun hatte mal vieles entwickeln lassen, was später Eingang sowohl in Linux/BSD-Derivate als auch in Windows fand, z. B. die RPC-Schnittstelle, die von Microsoft nach wie vor vielfach genutzt wird.
Bei uns wird HP-UX auch nur noch auf Kundenwunsch mit Itanium betrieben (Bereich der Banken). Nach Solaris bleibt dann noch AIX auf Power Systemen oder RHEL auf x86.