IDC-Warnung: RAM-Preissteigerung führt zu schrumpfendem PC- und Mobilgeräte-Markt

Der Mangel an Arbeitsspeicher (RAM) sowie die exorbitant gestiegenen Preise werden Auswirkungen auf den Markt für PCs und Mobilgeräte haben. IDC warnt, dass der Markt für PCs und Mobilgeräte in 2026 schrumpfen werde.

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Die Folgen des AI-Hypes

Aktuell explodieren die Preise für RAM-Bausteine oder andere Komponenten wie SSDs etc. am Markt. Grund ist der KI-Hype, der dazu führt, dass RAM-Bausteine von den Betreibern großer AI-Rechenzentren aufgekauft und in diesen Rechenzentren verwendet werden.

Im Artikel OVH-CEO rechnet 2026 mit Kostensteigerungen in der Cloud von 5-10 % hatte ich das Thema angesprochen Der Chef des Cloud-Anbieters OVH rechnet 2026 damit, dass die Preise für Cloud-Leistungen um 5-10% anziehen müssen. Der Grund ist die Nachfrage im KI-Bereich. Die gesamte weltweite Produktionskapazität verlagert sich auf die sehr rentablen Speicher, die in GPUs für KI-Anwendungen verwendet werden. Die Speicherhersteller haben ihre Produktion bereits auf HBM-Speicher für GPUs umgestellt.

Diese Umstellung bedeutet, dass weniger Fabriken andere Speicherformen produzieren. Daher geht die Produktionskapazität für den Rest des Marktes zurück. Dies erhöht den Preisdruck auf alle Arten von RAM- und NVME-Festplattenkomponenten. Bei OVHcloud schätzt man, dass derselbe Server, der im Dezember 2025 gekauft wurde, im Dezember 2026 bei der Beschaffung zwischen 15 % und 35 % teurer sein wird.

RAM-Engpässe und -Preise wirken auf den Markt

Im Beitrag Exorbitante Preissteigerung bei RAMs etc., wie geht ihr damit um? hatte ich nach den Implikationen für das Tagesgeschäft der Blog-Leserschaft gefragt. Nun liegt mir eine andere Einschätzung zu den Auswirkungen von explodierenden Preisen und Engpässen bei RAMs vor. Denn IDC hat bereits zum 18. Dezember 2025 die Analyse Global Memory Shortage Crisis: Market Analysis and the Potential Impact on the Smartphone and PC Markets in 202 dazu veröffentlicht. Bei tom's Hardware gibt es diesen Artikel mit einer Zusammenfassung.

Seit Ende 2025 sehen die Analysten von IDC einen beispiellosen Mangel an Speicherchips. Dies könnte sich nach Einschätzung von IDC bis weit ins Jahr 2027 auf Gerätehersteller und Endverbraucher auswirken. Die DRAM-Preise sind deutlich gestiegen, da die Nachfrage von KI-Rechenzentren weiterhin das Angebot übersteigt und ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entsteht. Die Gründe hatte ich bereits im Artikel OVH-CEO rechnet 2026 mit Kostensteigerungen in der Cloud von 5-10 % aufgeschlüsselt: Große Nachfrage der KI-Rechenzentrumsbetreiber sowie eine Umverteilung der Produktionskapazitäten von Unterhaltungselektronik hin zu margenstarken Speicherlösungen zur Unterstützung der KI.

IDC hat sich in einer Analyse auf Smartphones und PCs beschränkt und skizzierte diverse Szenarien für die Entwicklung der Verkäufe in diesen Segmenten.

Auswirkungen auf den Smartphone-Markt

Für den globalen Smartphone-Markt, insbesondere die Android-Hersteller, sieht IDC im Jahr 2026 dunkle Wolken in Bezug auf Absatzmengen heraufziehen. Die Kostenstruktur eines Smartphones hängt stark vom verwendeten Speicher ab.

Bei einem Gerät der Mittelklasse kann der Speicher 15 bis 20 % der gesamten Materialkosten (BOM) ausmachen, während er bei einem High-End-Flaggschiffgerät etwa 10 bis 15 % ausmacht. Da die Speicherpreise weiter steigen, werden die OEMs wahrscheinlich die Preise deutlich erhöhen, die Spezifikationen reduzieren oder beides tun müssen, schreibt IDC.

Hersteller, deren Geschäft hauptsächlich im unteren Preissegment angesiedelt ist, dürften erheblich darunter leiden. Die Geschäftsmodelle von Anbietern wie TCL, Transsion, Realme, Xiaomi, Lenovo, Oppo, Vivo, Honor oder Huawei basieren auf geringen Margen. Dieser Kostenanstieg wird ihre Margen erheblich beeinträchtigen, und sie werden keine andere Wahl haben, als die Kosten (oder einen Teil davon) an die Endverbraucher weiterzugeben, ist sich IDC sicher.

Besser aufgestellt sind Hersteller im Hochpreissegment, wobei aber auch Apple und Samsung unter Druck stehen.  Dank langfristigen Lieferverträge können die Hersteller sich Speicherlieferungen 12 bis 24 Monate im Voraus sichern. Im Jahr 2026 werden die neuen Flaggschiff-Modelle, so die IDC-Einschätzung, wahrscheinlich keine RAM-Upgrades erhalten. Die Pro-Modelle dürften bei 12 GB bleiben und nicht auf 16 GB aufgestockt werden. Es ist auch unwahrscheinlich, dass die aktuellen Modelle denselben Preisverfall erleben werden, der nach der Einführung des neuesten Modells zu beobachten war.

Absatz SmartphonesVorhersage Smartphone-Absatz, Quelle IDC

Gemäß obiger Grafik sieht IDC im moderaten Szenario einen Rückgang der Absätze von 2,9% in 2026. Im pessimistischsten Szenario werden 5,2 % weniger Smartphones abgesetzt. Die Preise für Smartphones dürften um 3% bis 5% (moderates Scenario) oder um 6% bis 8% im pessimistischen Szenario ansteigen.

Auswirkungen auf den PC-Markt

Den PC-Markt sieht IDC vor großen Umbrüchen, denn die Speicherkrise trifft den Markt zum ungünstigsten Zeitpunkt. Denn das Ende des Lebenszyklus von Microsoft Windows 10 fällt mit der Vermarktung von KI-PCs mit dem speicherhungrigeren Windows 11 zusammen.

PC-Anbieter signalisieren laut IDC, auf Grund des Kostendrucks bis zum zweiten Halbjahr 2026, allgemeine Preiserhöhungen. Lenovo, Dell, HP, Acer und ASUS haben ihre Kunden vor schwierigeren Bedingungen gewarnt und bestätigen Preiserhöhungen von 15 bis 20 % sowie Vertragsneufassungen als branchenweite Reaktion. Insbesondere Noname- und kleinere Anbieter werden "leiden".

Der RAM-Mangel droht das Wachstum der Branche im Bereich der KI-PCs zu beeinträchtigen. Das sind PCs mit einer NPU, die mehr RAM-Ausbau verlangen (die Copilot+-PCs von Microsoft erfordern mindestens 16 GB). Viele High-End-Systeme müssen sogar auf 32 GB oder mehr umgestellt werden. Der Bedarf an mehr RAM stößt derzeit (selbst bei ausreichender Verfügbarkeit) auf unerschwingliche Preise. Dies werde zu höheren Preisen, geringeren Margen oder einer möglichen Verringerung der RAM-Kapazität in neuen Systemen führen.

PC-Absatz 2026

PC-Absatz 2026, Quelle: IDC

IDC prognostizierte bereites im November 2025 einen Einbruch der PC-Absätze von 2,4 %. Nun geht man von Rückgängen von 4,9 % im moderaten und 8,9 % im pessimistischen Szenario für den PC-Absatz aus. Dabei werden die durchschnittlichen Verkaufspreise für PCs wahrscheinlich steigen, und zwar um 4 % bis 6 % in einem moderaten Szenario und um 6 % bis 8 % in einem pessimistischen Szenario, so die IDC-Annahme. Welches Szenario eintritt, hängt weitgehend davon ab, wie lange die derzeitigen Lieferengpässe bis 2026 anhalten werden.

Das sind alles keine guten Aussichten für die Hersteller von Smartphones und Windows-PCs, und auch keine guten Nachrichten für die Käufer und Käuferinnen solcher Geräte. Jemand hat dies auf X vor einigen Tagen mit folgendem Tweet auf den Punkt gebracht: "RAM kostet jetzt 400 Dollar, weil die Leute so einen Blödsinn machen."

KI-Video-Blösinn

Im Tweet ist ein KI-generiertes Video zu sehen, wo jemand in China riesige Insekten als Mahlzeit zubereitet. Bleibt nur zu hoffen, dass unsere alte Hardware möglichst lange hält, bis der Hype vorbei ist und der Markt sich beruhigt hat.

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32 Antworten zu IDC-Warnung: RAM-Preissteigerung führt zu schrumpfendem PC- und Mobilgeräte-Markt

  1. Frank sagt:

    Zu dem KI-generierten Video: Das ist kein Insekt, das ist ein Alien! (siehe Alien-Filmreihe)

    • Luzifer sagt:

      GG wäre das echt würde nicht der Chinese das Essen machen ;-P er wär das Essen!
      Blutig frisch.
      Wundert mich aber das das so getreu dargestellt wird. normalerweise kannst dir durch KI nen "Alien" rendern lassen aber aus Copyrightgründen eben nicht in Orginal"! Fake?

    • ThBock sagt:

      Im Post selber:
      "show this to the 'AI is useless' clowns and shut them up"
      Prust!
      Natürlich ist das nutzlos!
      Nicht gerade das beste Beispiel…

    • Erlenbein sagt:

      Dachte ich auch, sieht eher wie ein Xenomorph aus. ;)

    • M.D. sagt:

      Stimmt, und somit wäre das zubereitete Essen ungenießbar. Eine Gemüsesuppe mit reichlich Essigessenz wäre harmlos dagegen.

      Zum eigentlichen Problem: Wenn die KI-Blase nicht vorzeitig platzt, werden das viele lokale PC-Händler nicht überleben. Deren Marge ist ohnehin eher gering und bei der jetzt drohenden Kaufzurückhaltung steht das Geschäftsmodell in Frage.

      https://www.computeruniverse.net/de/c/hardware-komponenten/ddr5-ram

      Da sind einzelne 64GB Kits dabei, deren Preise mit größer 3 k€ weit jenseits von Gut und Böse sind.

      Bis sich das wieder beruhigt, müssten weitere RAM-Produktionskapazitäten geschaffen werden, die benötigen dann auch wieder weitere Energie, die ohnehin knapp ist, weil die KI-Rechenzentren selber wiederum einen kaum zu stillenden Energiehunger haben und die notwendigen Kraftwerkskapazitäten auch erst noch geschaffen werden müssen. Es dreht sich qausi alles im Kreis.

      Im Prinzip müsste man sich genüsslich zurücklehnen und auf das Platzen der Blase warten. Ärgerlicherweise wird dann genau dieses Platzen massive gesellschaftliche Verwerfungen hervorrufen. Es ist ja jetzt schon so, dass viele Berufszweige in ungeahnter Weise Arbeitsplätze abbauen, weil das alles die KI erledigen soll. Wenn das in dem Tempo weiter geht und erst Millionen Arbeitslose produziert werden, die etwaige Sozialsysteme noch weiter unter Druck setzen und anschließend ein massiver Börsencrash dazu kommt, na dann aber gute Nacht.

      • Luzifer sagt:

        Das ist aber leider genau das was wir brauchen, um dann neu aufzbauen.
        Haben früher die Kriege erledigt… haben wir aber keine Großen mehr die eine Neuaufbau notwendig machten… lediglich "Geplänkel" hier und da.
        Der Mensch ist nunmal dann am Besten wenn er alles zerstört und von Neu aufbaut.
        Makaber und nicht schön… aber schau in die Geschichtsbücher! Jede große Epoche hat so begonnen und endete damit. Das Alpha und das Omega.

  2. Triceratops sagt:

    Im PC bereich wird das nicht nur Hersteller und Verbraucher zu schaffen machen, der Preiswahnsinn bei Speicher. Auch Hardwarehändler wie z.B. Alternate, Mindfactory etc könnten finaziell ins wanken geraten, wenn die Verkäufe wegen der hohen preise einbrechen, und die dann auf der Teuer eingekauften Speicher Ware sitzen bleiben und kaum noch los werden. Ich hab zum glück den Ram in meinem System 2024 aufgerüstet mit 32 GB DDR4 für damals 87,90 Eur (Kostet heute Januar 2026: 263 Eur). Kann man nur Hoffen das dieser Preiswahnsinn nicht all zu lange anhält, denn ansonsten werden nicht nur PC hersteller und Verbraucher das nachsehen haben, sondern auch Händler die überwiegend PC Komponenten verkaufen. Ich halte es für möglich das der PC und Smartphone markt stärker einbrechen wird 2026 als IDC prognostiziert .

    • McAlex777 sagt:

      Ich vermute eher das die Preise weiter explodieren …
      SSDs und GPUs werden möglicherweise folgen.
      Wenn wir pech haben, wird AI auch noch die Stromkosten explodieren lassen.
      Das alles wird wiederum die Inflation aller Produkte ankurbeln.
      Zugleich werden wir in 2-3Jahren sehen wie die Arbeitslosigkeit signifikant steigt.

      • Singlethreaded sagt:

        Anzunehmen, dass die Preise weiter steigen werden. Auf Golem.de gab es die Tage einen Artikel, dass die RTX-5090 von NVIDIA auf 5.000$ klettern könnte.

        https://www.golem.de/news/grafikkarten-geforce-rtx-5090-soll-richtung-5-000-us-dollar-klettern-2601-203716.html

        Da werden die Wenigsten mitziehen wollen. Vielleicht hat es aber auch den positiven Effekt, dass neue Games auch ältere Hardware noch supporten, wenn auch mit reduzierten Details. Wenn die Minimalanforderungen zu hoch liegen, könnte das den Absatz negativ beeinflussen, weil zu wenige Spieler die notwendige Grundlage in Form von Hardware haben.

        Ich sage mal so: GTA 6 kaufen ist das eine, einen neuen PC für 2.500 € dazu, um es überhaupt ans laufen zu kriegen, etwas anderes. Ich schreibe von einem Notebook, welches knapp sieben Jahre alt ist und bin gespannt ob es noch reichen wird:

        Intel i7-9750H
        32 GB DDR-4 RAM
        NVIDIA RTX 2080

        Ich werde versuchen die aktuelle Lage auszusitzen. Wenn neue Spiele dann nicht mehr gehen, dann ist das eben so. Für den "normalen Kram" komme ich sicherlich noch 2-3 Jahre hin. Mal sehen, ob die Blase dann schon geplatzt ist.

        Alles weitere ist schwer vorherzusagen. Viel KI-Nutzung ist derzeit "gedaddel", welches wenig produktiven Nutzen bringt. Auf YouTube sollen 30% der Einhalte schon KI-Müll sein:

        https://www.heise.de/hintergrund/AI-Slop-KI-Bilder-als-Problem-fuer-Youtube-Instagram-und-das-Internet-11127098.html

        Ich bezweifele, dass derzeit ein signifikanter Anteil der Rechenleistung wirklich in Applikationen fließt, welche bereits einen hohen praktischen Nutzwert aufweisen und nachweißlich gute Resultate liefern. Insofern bleibt abzuwarten wie die Wirkung auf den Arbeitsmarkt sein wird. Veränderungen wird es sicherlich geben.

        Zwar halte ich KI derzeit für eine Blase mit zu viel Hype, ich glaube aber auch nicht, dass dieses Thema wieder komplett verschwindet wie z.B. Blockchain-Anwendungen, welche nur in Nischen angewendet werden.

  3. Luzifer sagt:

    Wers braucht kauft… Ist Luxus eben wieder Luxus!

  4. Froschkönig sagt:

    Das ist noch "harmlos". Schaut mal, was im Grafikkartenbereich sehr bald passieren wird! Die beste Erklärung dafür findet sich allerdings unten im Kommentarbereich, verfasst von einem Freund.

    https://www.drwindows.de/news/bericht-nvidia-und-amd-planen-extreme-preiserhoehungen-fuer-grafikkarten

  5. Anonym sagt:

    Und gleichzeitig steigen die Hardware-Anforderungen für ein"Hallo Welt" mit jeder neuen Version dieses Programms…
    16GB vor 5 Jahren reichten üppigst für Office, bisschen browsen und Mails lesen, mittlerweile scheint das gefühlt recht knapp – für die gleiche Funktionalität.

    Dann kommt halt Swappen wieder in Mode, wir haben ja die Zeit, weil die "KI" alles für uns macht ;)

    • Daniel sagt:

      Kommt aufs Betriebssystem an. Ich schreib das hier auf einem Debianderivat locker flockig mit 4GB RAM.

      • Anonym sagt:

        Ich bin da bei Dir, meine Familie verwendet derzeit zufrieden Mint.

        Aber ehrlich: wir sind nicht die Mehrheit. Und gestern erst hier im Blog gelesen bzgl Win10 LT: "und 2031 wechsle ich dann auf Linux".
        Dann hoffen wir mal, dass es dann noch Linux für solche Leute gibt, die jetzt noch zu faul(?) sind, umzusteigen. Ich hoffe zumindest, dass ich auch weiterhin mit bash arbeiten darf ;)

    • Kai sagt:

      Bei Windows ja des braucht zu viel Ram für des System…
      Andere Systeme brauchen dies nicht da reicht des sogar fürs Spielen noch…

    • Peter Vorstatt sagt:

      Betr. "Dann kommt halt Swappen wieder in Mode, wir haben ja die Zeit, weil die "KI" alles für uns macht":

      Nein, die KI macht eben nicht alles für Dich.
      Nachlesen weshalb 'Swappen' nie ausser Mode kam und pagefile.sys auch unter Windows Server 2025 und Windows 11 – unabhängig vom Hauptspeicherausbau – unverzichtbar ist, muss Du schon selbst.

      • R.S. sagt:

        Naja, mit Windows 8.1 kam aber neben der pagefile.sys auch noch die swapfile.sys hinzu.
        Die hat den gleichen Zweck wie die pagefile.sys, allerdings nur für System-Apps und Apps aus dem Microsoft-Store.
        Warum Microsoft dafür eine zweite Swapfile eingeführt hat, wissen wohl nur die Leute bei Microsoft.

  6. Mira Bellenbaum sagt:

    Für mich recht einfach!
    Rechner wird weiter genutzt, bis es eben nicht mehr geht!
    Smartphone wird auch kein neues gekauft, so lange wie ich mit dem Teil telefonieren kann.

    • Günter Born sagt:

      Ich sehe halt die Probleme: DATEV unterstützt nur Windows 11; Banken verlangen bei Online-Banking-Apps bestimmte OS-Versionen; das Gleiche habe ich für Krankenkassen-Apps gesehen (ePA-Verwaltung erfordert so was). Daher versuche ich nach Möglichkeit, so was zu vermeiden – immer gelingt es nicht.

      • R.S. sagt:

        Online-Banking mache ich per Browser, ePA habe ich nicht, DATEV haben wir in der Firma nicht, etc. etc.
        Ja, ich besitze nicht einmal ein Smartphone und das aus voller Absicht!
        etc.
        Irgendwelche Einschränkungen kann ich nicht feststellen.

        Steigende Hardwarepreise kümmern mich derzeit auch nicht.
        Mein PC reicht noch viele Jahre aus.

        • User007 sagt:

          Ja, gut, und auch wenn's bei mir ein ähnliches Konstellationsszenario gibt, gilt das doch eben eher nur individuell für einige Nutzer und weniger für die Masse, weil die eben die Anwendungsbequemlichkeit priorisiert und es wird ihnen ja auch mit tagtäglicher Indoktrinierung leicht gemacht.
          Wer bringt da gern die aufwändig mühselige Energie auf aus diesem Kreis auszubrechen und sich wohlmöglich als "Sonderling" abseits des Mainstream selbst zu markieren?

          • red++ sagt:

            Ich Glaube auch nicht, dass irgendein User DATEV Privat nutzt, das ist hauptsächlich eine Software für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte, aber auch für deren Mandanten, wie mittelständische Unternehmen, Kommunen, Vereine und Institutionen. "Der Schwerpunkt liegt im Steuerberatermarkt…"
            Das Bemängeln ich schon seit Jahren das es DATEV nur für Windows gibt, wenn einer ein für Linux Kompatibles Programm für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Programmieren würde, würde er sich eine Goldene Nase Verdienen.
            Nun Ja das wird leider sobald nicht passieren.

      • Hannes Peter sagt:

        naja, man kriegt doch jedes moderne Windows relativ easy sparsam hin. Auch W11. Problematischer sind moderne Programme, insbesondere Browser.

        Unnötige Autologgers, Services, Tasks etc. abdrehen und sehr viele iops, cpu cycles sowie der ram bedarf fallen drastisch. Dann noch AppX inkl. teile der GUI (komforteinbusse) und es fliegt. Übeltäter finder man z.b mit dem Performance Monitor. VDA Guidelines können eine Einstiegshilfe sein. 😉

    • Visitator sagt:

      Genau, und solange MS mir nicht den Rechner sperrt, juckt mich auch das Ende von ESU nicht, da alle Maschinen (ab BJ 2012) mit Tricks auch unter Windows 11 laufen (Multiboot), manche halt etwas langsamer. Ich brauche aber keine Workstation-Power. Und dann gibt es noch Linux, solange die Hardware nicht abraucht.
      Mein Handy-Hersteller hat mir damals 5 Jahre Updates versprochen, mal sehen, was Anfang 27 passiert …

  7. Georg sagt:

    1. Ich hab' vorgestern mal spaßeshalber ein Windows 11 25H2 mit Rufus 4.11 (und einem lokalen Account) auf einem Haswell-Rechner mit 8GB installiert. Also gehen tut das noch und wenn man Win11Debloat drauf loslässt, sinkt die latente Allokation von 4 auf 3 GB. Also da ist eigentlich kein Alarm angesagt.
    Ich kann das nicht wirklich empfehlen, weil's nur schön läuft, solange es neu ist – aber es zeigt schon, dass man mit einem 6-8-Kern-Prozessor der letzten 5 Jahre und 16 GB absolut vor nichts Angst haben muss – und das waren die Kisten, die bis neulich für 400 Euro zu haben waren.
    Ich sehe das Problem eher bei den Browsern und deren Nutzung: Auf den Kunden-Termninalservern geht – meiner Beobachtung nach – mittlerweile die Hälfte des Speichers nur für Browser-Tabs drauf…

    2. Das Problem, dass ich sehe, ist, dass bei den KMUs nur so eine Notversorgung mit IT-Dienstleistungen stattfindet – und die kaufen seit dem Herbst in Panik neue Rechner wegen des W10-Supportendes. Und bei den Sub-10-Angestellten-Butzen reisst das jetzt spürbare Löcher in die Budgets…
    Unsere Kunden laufen 100-Euro-Einsparungen hinterher… Das ist das Niveau, auf dem vermutlich 30% der deutschen Wirtschaft läuft.

    3. Speziell wg. Datev: Die sollte wirklich der Blitz beim Schei*en treffen – wie die die KMUs ausplündern in Komplizenschaft mit unfähigen Steuerberatern, das ist eigentlich kriminell.

    • red++ sagt:

      Ja sicher geht das, die Frage bleibt nur wie schaut es beim nächst größeren Update oder Upgrade aus, wird da der ganze Bloat Rotz wieder zurück installiert oder bleibst du davon verschont?
      Und wie lange möchtest du das noch mitmachen, ich habe meine Ganzen Rechner auf Linux umgestellt und zwei davon mit einem Multiboot mit Linux/Windows 10/11 versehen, es war ein bisschen Tricky wegen der mehr als drei Basispartitionen, aber es hat letztendlich doch funktioniert.
      Mit der Zeit werde ich eben die inkompatiblen Programme nach und nach aussondern und mich von Windows Lösen.

  8. Ede sagt:

    So eine RAM-Preis-Explosion .. der Wahnsinn, innerhalb von gut 3 Monaten seit ungefähr Anfang Okt.2025 ver-DREI-facht bis ver-VIER-facht.
    Sowas würgt m.M.n. den Nachrüst-/Umrüstmarkt quasi ab.

    Bloß gut, da ich mich privat in Q1/Q2-2025 bereits mit SSDs und RAM für damals geplante (aber immer noch nicht stattgefundene) Auf-/Umrüstungen eingedeckt habe (4 SSDs Samsung 1, 2 & 4 TB) sowie SODIMM RAM DDR5-5600-CL40 (Kit 2×16 GB für 120 €, aktuell um 450 bis 500€).

    RAM-seitig sind ALLE meinen privaten PCs/Notebooks bereits seit 2015 mit 16 und seit ca. 2018 mit 32 GB RAM ausgerüstet.
    Kommt man gut, performant und RAM-effizient mit einem per O&O-Shutup und o&O-App-Buster getunten W10 hin.
    MS Defender unter W10 bekommt nach wie vor seine Udpates, also wozu auf W11 upgraden?

    Win11 ? nee nee . meine Brechreiz-Brems-Tabletten sind aufgebraucht … reicht schon zu, wenn ich auf Arbeit damit arbeiten MUSS (!!).

    Und Linux Mint läuft auch mit 8 GB RAM sehr effizient und performant, wie ich auf einem Test-Notebook erleben durfte.
    16 GB ist aber auch hier MEINE Norm, zumindest bei meinen "privaten Kunden", die dafür auch techn. Verständnis haben und meine Empfehlungen auch annehmen (wollen).

    Gibt aber leider auch Leute, die meinen, ein 17"-HP-Notebook mit 4-Kern-Celeron-CPU, 8GB RAM (hat nur einen RAM-Slot!) und HDD (der 350€-Klasse) reicht für Videoschnitt … und wollen/wollten keinen Cent für eine Auf-/Umrüstung in die Hand nehmen. Aktuell wäre das auch ziemlich teuer …
    Und da gleich recht nicht … Naja, dem Menschen Wille ist sein Himmelreich (auch wenn man KEIN EDV-techn. Verständnis/AHNUNG hat).

    Bis Ende Sept.2025 wäre das quasi noch für Peanuts zu haben gewesen (1x 16GB SODIMM DDR4 + SSD)

    • Christian Krause sagt:

      ich habe mich 2024/2025 von 25% meiner Kunden dauerhaft getrennt. weitere 25% hat der Neffe übernommen.
      ich hatte einfach keine Lust mehr auf Kunden, die kein Geld bei mir lassen und trotzdem nur am jammern sind.
      jetzt hab ich nur noch die, deren Anteil großer Projekte gross ggü. dem abgeladenen Kleinkram ist. meine Arbeitsbelastung ist erheblich kleiner geworden (die war ohnehin zu hoch) und die Einnahmen sind kaum niedriger – der ganze Kleinkram hat ohnehin nichts abgeworfen.

      Kunden wie du sie beschreibst gehören in die Klasse "nicht Mal was für den Neffen".

  9. Peter Vorstatt sagt:

    Betr. "RAM kostet jetzt 400 Dollar, weil die Leute so einen Blödsinn machen.":

    Und als E-Sport verbrämtes Elektrodaddeln ist weniger Blödsinn? Wohl kaum. RAM ist vor allem deshalb teurer geworden, weil es andernorts nutzbringender eingesetzt werden kann als in irgendwelchen Hobbyisten-PCs.

  10. JG sagt:

    Das werden teure Jahre für dem Endverbraucher werden. Hinzu kommen wahrscheinlich noch die Scalper und andere Risiken.

    Spiele spiele ich schon lange nicht mehr, aber ärgerlich ist es trotzdem. Eine günstige 1 TB SSD von Intenso die ich mir mal vor einigen Monaten gekauft habe kostet jetzt das doppelte beim selben Händler.

  11. xx sagt:

    5% von 100EUR -> 5 EUR.
    5% von 300 EUR -> 15EUR.
    ist gut für die Marge.

  12. Sebastian sagt:

    Jetzt müssen entwickler mal wieder effizientere Codes schreiben und mehr auf den RAM-Hunger achten … Vielleicht hat es auch mal wieder was gutes.

    ja die preise sind trotzdem unter aller sau.

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