Digital Independence Day: Alternativen zu Microsoft 365

Ab Juli 2026 steigen die Preise für Microsoft 365 um bis zu 16,7 % (siehe Microsoft 365: Preise steigen 2026, KI sei Dank). Andererseits ist da der ständige Ruf nach digitaler Souveränität in der EU. Da stellt sich die Frage an Alternativen zu Microsoft 365.

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Digitale Souveränität und Microsoft Office-Exit

In 2025 wurde in der EU der Ruf nach digitaler Souveränität laut – nicht mehr alles von US-Konzernen und  aus der Cloud beziehen, sondern auf Alternativen setzen. Im Dezember 2025 hatte ich berichtet, dass das Bundesland Schleswig-Holstein auf dem Weg in Richtung digitaler Souveränität bzw. Microsoft Office ist (siehe Schleswig-Holstein: Schon 80 % der Arbeitsplätze auf LibreOffice umgestellt). Auch Österreichs Heer geht diesen Weg (siehe Österreich: Bundesheer geht Open Source (LibreOffice)).

Es gibt also Alternativen zu Microsoft 365. Kurz vor Weihnachten habe ich beim britischen Medium The Register den Beitrag Europe gets serious about cutting digital umbilical cord with Uncle Sam's big tech gelesen. Die Botschaft: Europa meint es Ernst mit der Abkehr von den Abhängigkeiten von den großen US-Techkonzernen.

Der Digital Independence Day

Ende Dezember 2025 fand der 39C3-Kongress des Chaos Computer Club (CCC) statt.  Dort hat der CCC den "Digital Independence Day" ausgerufen. An jedem ersten Sonntag im Monat sollen Wechselpartys in den verschiedenen Hackerspaces des CCC sowie bei weiteren Unterstützern der Initiative stattfinden heise hatte am 28. Dezember 2025 im Beitrag 39C3: „Digital Independence Day" gegen Tech-Monopole über die Initiative berichtet. Zudem gibt es ein Interview mit dem CCC-Sprecher Linus Neumann zum Thema, was im Beitrag 39C3: Digital Independence Day – CCC-Sprecher über Weg raus aus Big Tech nachgelesen werden kann.

Tuta zu Alternativen zu Microsoft 365

Ich selbst werde zwar keine Wechselpartys veranstalten, aber auf das Thema bzw. Alternativen hinweisen. Die ab Juli 2026 steigenden die Preise für Microsoft 365 hat der Anbieter Tuta zum Anlass genommen, die Tage auf X die nachfolgende Aufstellung zu veröffentlichen.

Alternativen zu Microsoft 365

Im Poster "Digitale Souveränität als Retter in der Not" werden Alternativen zu den einzelnen Anwendungen von Microsoft 365 genannt.

  • Statt Outlook ließe sich Tuta Mail oder Mailbox.org verwenden. Abseits dessen gibt es den Mozilla Thunderbird samt Clones und viele Mail-Clients, die unabhängig von US-Techfirmen sind.
  •  Statt des Microsoft Edge werden der Mozilla Firefox oder dessen Derivate vorgeschlagen.
  • Microsoft Teams könnte durch Jitsi Meet, Wire, NextCloud Talk und weitere Produkte ersetzt werden.
  • Zu Microsoft Office stehen das oben genannte LibreOffice, OnlyOffice, Nextcloud Office – und aus meiner Sicht auch das deutsche Softmaker Office als Alternativen bereit.

Die obige Grafik nennt für jede der in Microsoft 365 vorhandenen Funktionen Alternativen. Es gibt einen deutschsprachigen Tuta-Blog-Beitrag Preisschock bei Microsoft 365: Befreien Sie sich jetzt vom Vendor-Lockin!, der näher auf dieses Thema eingeht.

Groupware-Alternativen zu Microsoft Exchange

Bei den Kollegen von administrator.de gibt es seit Dezember 2025 den Thread Groupware – Alternativen zu Exchange – Die Suche, der sich mit der Ablösung von Microsoft Exchange befasst. Ich selbst hatte das Thema bereits 2024 im Beitrag Gibt es Alternativen zu Exchange und Outlook? aufgegriffen.

Nicht jeder wird sofort auf diese Alternativen aufspringen können oder wollen. Aber es ist hilfreich, im privaten Umfeld und auch bei Firmen von Fall zu Fall zu prüfen, ob es unbedingt Microsoft 365 sowie Microsoft Exchange SE oder Microsoft Exchange Online sein muss.

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67 Antworten zu Digital Independence Day: Alternativen zu Microsoft 365

  1. R.S. sagt:

    Das Problem ist die Kompatibilität der Lösungen untereinander.
    Beispielsweise bei Alternativen zu Microsoft Teams muss gewährleistet sein, das jede Alternative mit allen anderen Alternativen kompatibel ist, d.h. ich z.B. Brave Talk nutzen kann und mein Partner z.B. Teams oder Wire.
    Dokumente, die ich in Libre Office schreibe, müssen z.B. in OnlyOffice, 100% identisch ausssehen.
    Oder wenn ich in einer Tabelle diverse Funktionen drin habe, müssen diese Funktionen in allen Alterantiven auch exakt gleich funktionieren.
    etc.

    Bei Suchmaschinen z.B. müsste man wissen, welche Engine dahinter steckt.
    DuckDuckGo nutzt z.B. teilweise die Engine von Microsoft Bing.
    Da bringt einem der Umstiegt von Bing auf DuckDuckGo in diesem Aspekt wenig.

    Was mir noch einfällt und wohl rel. unbekannt sein dürfte:
    Auch über Teamviewer kann man das Gleiche machen wie mit Microsoft Teams.
    Teamviewer habe ich mal vor einigen Jahren mit einer größeren Gruppe von Bekannten für einen Videochat genutzt.
    Und Teamviewer kommt aus Deutschland.

    Als Backuplösung Acronis nutzen, kommt auch aus Deutschland.
    Als Mediaplayer z.B. den VLC nutzen, etc.
    Auch für den SQL-Server gibt es viele Alternativen.

    • Alter Sack sagt:

      Zitat: "Als Backuplösung Acronis nutzen, kommt auch aus Deutschland."
      Unsinn: Der Gründer kommt aus Russland, ist jetzt Staatsbürger von Singapur, Firmensitz ist in der Schweiz und Singapur.
      Dazu: Acronis war mal Kaufsoftware und hat jetzt ein Abo-Modell. Benutze selbst noch die letzte Kaufversion und ich weiß daher, dass der Kundendienst eine Katastrophe ist.
      Wenn schon ein Wechsel der Backuplösung: Duplicati eine Chance geben!

      • rpr sagt:

        Für kleine Lösungen nutze icb Veeam -CE Version oder bei Bedarf die günstige 50er Lizenz. Ja , ein Abo aber der Preis ist fair.
        Synology Active-Backup ist auch ok aber wenn die Hardware zu alt wird ist man den Updates raus was ggf. ein Problem werden kann.
        Tatsächlich versuche ich immer Server als VM zu betreiben. Sicherung und Restore sind dann auch für unerfahrene Kunden machbar.

      • Junger Sack sagt:

        Gibt es auch wieder als "Kaufsoftware".
        Einfach einmal nach "Acronis True Image 2025 Dauerlizenz" suchen.

      • xx sagt:

        Duplicati ist halt CPU bound, und etwas das viele immer vergessen.
        Niemand will Backups. Jeder will nur funktionierendes Restore.
        Es geht im Grunde fast nur darum, _schnell_ und zuverlässig Daten wiederherstellen zu können. Und das heißt meist in modernen Umgebungen eine ganze VM. Für einzelne Files, kann man ja unter Windows auch die Schattenkopien verwenden.

        Duplicati und viele andere Linux Backup Tools scheitern schon daran, dass sie keine atomaren Backups schaffen. (also nicht ohne die Hilfe von Filesystemen wie ZFS/BTRFS die aber leider für SQL Datenbanken enorm ungünstig sind)

    • Luzifer sagt:

      ********************************************
      Dokumente, die ich in Libre Office schreibe, müssen z.B. in OnlyOffice, 100% identisch ausssehen.
      ********************************************
      Müssen sie? Tun sie doch heute auch schon nicht (nicht mal die unterschiedlichen MS Office Versionen)… die müssen sich alle nur an die offenen Formate halten! PDF muss überall gleich aussehen, dafür wurde dies ja geschaffen!
      Also da bin ich mal dabei, anders als Windows selbst lässt sich die Microsoft 365 durchaus ersetzen.
      Anders sieht es wiederum aus wenn es unbedingt aus Deutschland oder der EU sein soll… da hast du nicht wirklich ne große Auswahl.

      • Martin S. sagt:

        "Also da bin ich mal dabei, anders als Windows selbst lässt sich die Microsoft 365 durchaus ersetzen."
        Das sehe ich anders herum, die Applikationen sind entscheidend für Workflow und Akzeptanz beim User. Wenn da alles Wichtige durch eine Alternative ersetzt ist, die auch unter Linux läuft, kann man als letzten Schritt Windows rauskicken. Was dann aber in der Umsetzung relativ einfach ist.

      • Peter Vorstatt sagt:

        Betr. "Müssen sie? Tun sie doch heute auch schon nicht (nicht mal die unterschiedlichen MS Office Versionen)":

        Danke! Mir ist über der grundfalschen Aussage von R.S. ("Dokumente … müssen … identisch ausssehen") das Messer im Sack aufgegangen. Wenn man schon für sich reklamiert, jahrzehntelange EDV-Erfahrung zu besitzen, dann sollten auch die Kommentare sachlich zutreffen – umsomehr wenn es um gesellschaftlich-politische Implikationen geht! Ein Word-Dokument kann realistischerweise beim Empfänger nie layoutgetreu dargestellt werden (schon auf dem Bildschirm nicht!), da bei diesem andere, das Aussehen entscheidend steuernde Ausgabegeräte installiert/zugewiesen sind. Übrigens ist Word ja schon sich selbst nicht gleich (1).
        _
        (1) https://support.microsoft.com/en-us/office/word-features-comparison-web-vs-desktop-3e863ce3-e82c-4211-8f97-5b33c36c55f8

        • Me sagt:

          Nahe alle exchange Kunden können mit minimalen Migrationsaufwand zu grommunio wechseln

        • Tom sagt:

          Die Aussage ist nicht grundsätzlich falsch.

          Wir nutzen hier in der Firma Google Sheets als Alternative für MS Excel. Wenn die Anwender eine Tabelle an einen externen Partner schicken, und der da was eintragen soll, fällt ein PDF schon mal raus.

          Man könnte jetzt das Sheets Dokument freigeben, damit der externe Partner direkt darin arbeiten kann. Ist aus Security Gründen aber nicht immer möglich, oder scheitert aus Akzeptanzgründen. Also wird das Sheets Dokument in ein XLSX Dokument konvertiert. Da kann es dann schon mal sein, dass aus einer ROT markierten Zelle eine ROSA oder PINK markierte Zelle wird.

          Also ja, die Aussage es sollte überall gleich aussehen ist im Grundsatz schon nicht so verkehrt und da haben wir über verlorengegangene Formeln usw. noch gar nicht gesprochen.

          Also in der Theorie ist das plattformübergreifende Zusammenarbeiten sicher einfacher als in der Praxis.

    • Nordnavigator sagt:

      Zum Thema "Backuplösung Acronis": Die haben sich in den letzten Jahren konsequent von "pfiffiger kleiner Laden" zu "Heuschrecken-Abo-Klitsche" enshitifiziert. Sofern es nur um relativ kleine zu sichernde Umgebungen geht, fällt mir da viel eher Drive Snapshot ein. Das stammt wirklich aus DE ;-), ist klein, zuverlässig, sauschnell, günstig, ohne Abo (dafür 5 Jahre kostenlose Upgrades), ohne Installation, mit tollem Support. GUI und Webseite sehen aus wie anno '95, also so, wie es der Admin mag. ;-) Den vollen Funktionsumfang bekommt man eh nur über die Kommandozeile.
      Mein ewiger Geheimtip.

      • R.S. sagt:

        Ich meine schon professionelle Backup-Software, d.H., das die auch VMs granular sichern kann, Exchange, SQL, etc.
        Bei professioneller Backup-Software kann ich auch einzelne Emails aus Exchange wieder herstellen oder einzelne Datensätze aus einer Datenbank.
        Und Acronis hat da auch was im Programm.
        Das ist nicht True Image, sondern "Cyber Protect".
        Und das gab es nie als Free-Version.

      • L.S. sagt:

        DriveSnapshot ist schon ein echter Geheimtip. Nicht Datei-basiert, sondern Sektor-basiert, trotzdem konsistent und atomar (ja, das geht). Habe ich zu meiner Windwos-Zeit gerne benutzt, auch z.B. zum Rechner-Umzug. Bin aber jetzt 100% bei Linux.

    • Adi sagt:

      TeamViewer ist eine Fernwartungsoftware für Fernzugriffe. Teams eine Kommunikationssoftware. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

      • R.S. sagt:

        Jein.
        Früher konnte man TeamViewer auch als Kommunikationssoftware nutzen, auch wenn es explizit nicht dafür vorgesehen ist.
        Wie geschrieben:
        Ich habe Teamviewer sogar selbst schon so genutzt für eine Videokonferenz mit mehreren Teilnehmern.

    • Peter Vorstatt sagt:

      Betr. "Als Backuplösung Acronis nutzen, kommt auch aus Deutschland.":

      Falsch! Korrekt ist vielmehr (1): "Acronis is a Swiss company, founded in Singapore.". Die Acronis Germany GmbH, München, ist eine der erwähnten 45 Landesgesellschaften resp. Niederlassungen, die im wesentlichen nur Vertrieb (teils auch Support) erledigen. Zu bedenken: Die Schweiz ist eigener Rechtsraum, Nicht-EU-Ausland und den USA in fast blindem Gehorsam verpflichtet (2). Die Älteren werden sich noch an den Fall Crypto AG (1) erinnern, wo fast die ganze Welt glaubte, aus der Schweiz stammende Chriffriergeräte seien sicher – in Wahrheit waren sie manipuliert.

      (1) https://history.acronis.com/#history/2023
      (2) https://insideparadeplatz.ch/2025/12/14/tanzt-die-eth-nach-us-pfeife/
      (3) https://de.wikipedia.org/wiki/Crypto_AG

  2. Liebhaber sagt:

    LibreOffice, Thunderbird und Tuta sind richtig geil. Vielen Dank!

    • Froschkönig sagt:

      Nein, geil ist da nix. Ich z.B. habe seit Monaten ziemliche Probleme mit Thunderbird. Das Ding soll Mails abrufen und ich soll sie lesen und beantworten können. Das ist der Zweck. Thunderbird entwickelt aber immer mehr ein Eigenleben. Ständig ist es dabei, Mailordner zu komprinmieren und kann dann keine Mails abrufen. POP Mail Accounts soll es alle 30 Minuten abrufen, macht es aber oft auch nach Stunden nicht. Erst ein Neustart von TB hilft. Aber wenn man TB neu starten will, entschließt es sich, erst noch alle IMAP-Konten abzufragen und beendet sich erst wenn es das erledigt hat. Bei jedem Start werden erstmal noch die Feiertage der nächsten X Jahre neu syncronisiert, als ob sich da seit gestern was geändert hätte… Und wenn es dann Mails abruft, fängt es gleichgzeitig an, die Ordner zu komprimieren und man darf bei jeder einzelnen Mail bestätigen, dass sie gerade nicht in den Zielordner gefiltert werden kann, weil da gerade kein Zugriff möglich ist. Wenn man Mails schreiben oder beantworten will, hängt es in der Texteingabe, es gehen ganze Wörter, die man getippt hat, verloren, insbesondere wenn man auf längere Konversationen antwortet, die unter der Antwort stehen. Und vieles weitere.

      Eigentlich will ich nur noch weg von TB. Aber ich kenne keine gute Alternative, die es auch ermöglicht, meinen Mailbestand der letzten über 20 Jahre inklusive der gesammelten Adressen, Ordnerstrukturen und Mailfilter-Regeln nahtlos mit zu nehmen.

      • User007 sagt:

        Sorry, aber die beschriebenen Probleme hast offenbar leider Du ziemlich exklusiv – ich hab' im Umgang mit TB seit fast 15 Jahren niemals solche Schwierigkeiten erlebt. 🤷‍♂️
        Vermutl. ist leider durch Individualisierung etwas "beschädigt" – evtl. sind eben auch mitgeschleppte "Altlasten" dafür verantwortlich.
        Schonmal zum Gegentesten auf dem betreffenden Endgerät den TB-Portable mit einem sauberen Profil probiert?

        • Elon sagt:

          dem kann ich nur beipflichten, ansonsten den em Client nutzen, kostet halt einmalig bzw. als Abomodell

        • Gänseblümchen sagt:

          Ich kann diese Probleme größtenteils bestätigen, mir geht es im Prinzip genauso. Und ich kann noch Punkte hinzufügen. Ich mache nämlich zum Beispiel regelmäßig ein Backup per Robocopy (/mir) meines Thunderbird-Profils auf meinen Heimserver. In meinem TB-Profil mit mehreren Mailaccounts gibts in den jeweiligen Eingangsordner jahresweise Archiv-Ordner, wo ich ältere Mails hin schiebe, damit die Ordnergröße von 65535 Mails nicht überschritten wird, denn TB hat die Angewohnheit, dann keine Mails mehr abrufen zu wollen. (Ich hoffe mal, Froschi hat diese Fehlerursache schon in Betracht gezogen! Der Gesendet-Ordner ist davon übrigens auch betroffen, ihr könnt euch denken, was das für Auswirkungen haben kann!). In diesen Unterordnern (z.B. "Archiv 2023") ändert sich nichts mehr, da kommen keine neuen Mails mehr dazu. Trotzdem findet Robocopy beim Backup in diesen Unterordnern, die sich im TB-Profil in Form von gleichnamigen Unterordnern abbilden, regelmäßig Änderungen die neu auf das Zielverzeichnis kopiert werden. Warum? Und ich erwische TB auch dabei, jene Archiv-Ordner immer wieder neu zu komprimieren. Gelegentlich sehe ich auch, dass auf einmal ein zweiter "Archiv 2023-1" von TB angelegt wurde und entweder ein Teil des originalen Ordners nun dort zu finden ist, und/oder in beiden Ordnern teilweise die gleichen Mails liegen. Man kann die Mails dann wieder in den Original-Ordner rüberschieben, manche bis alle sind dann doppelt und darin wieder Aufräumen ist des Wahnsinns fette Beute (auch weil es kein Addon mehr gibt, welches solche Dubletten autoamtisch finden und bereinigen kann).

          Nebenbei glaube ich auch, dass TB Mails verliert, die sind nicht mehr auffindbar. Aber dazu habe ich noch nicht näher geforscht und noch kann ich meinen Verdacht nicht erhärten.

          TB ist manchmal wirklich zum Haare raufen! Aber auch ich habe noch keine sinnvolle Alternative gefunden. Hab schonmal drüber nachgedacht, auf Outlook-Classic zu schwenken, aber dessen Support läuft ja auch 2029 aus.

          Ps: Die in TB integrierte Archiv-Funktion nutze ich nicht, denn da liegt der ganze Kram dann ziemlich unstrukturiert drin. Ich mache das daher lieber manuell, einmal am Jahresende oder im Neujahr ist nicht viel Aufwand.

          • Elon sagt:

            Bist du der kleine Bruder vom Froschkönig?

            Wenn ich so viel Zeit hätte, meine Probleme über Software xy in einem Blog kund zu tun, würde ich mich eher nach Alternativen umsehen…

            Komisch, dass scheinbar nur zwei User mit "lustigen" Nicknames mit TB so viele Probleme haben;)

            Seid ihr spezielle Poweruser?
            Ansonsten müssten doch Reddit und Co. voll von sein, oder?

  3. Happy2026 sagt:

    "Im Poster "Digitale Souveränität als Retter in der Not" werden Alternativen zu den einzelnen Anwendungen von Microsoft 365 genannt."

    Es ist grotesk eine Information über die Optionen einer möglichen Alternative ausgerechnet auf "X" aka "Twitter" vorzustellen.

    Es gab mal Zeiten, da war die eigene "Homepage" dazu da Informationen zu veröffentlichen.

    Genauso finde ich es falsch, dass deutsche Institutionen (Politik bis TV Sender) Infos auf "X", "Facebook" etc. veröffentlichen und dann noch über z.B. die Tagesschau dafür Werbung gemacht wird, dass man dort doch mal reinschauen soll.

    Kostenlose Werbung für private Konzerne.

    Es gäbe noch viel mehr diesbezüglich zu kritisieren und damit zu verbessern.

    • Günter Born sagt:

      Ich bin da arg pragmatisch: Tun statt die moralische Keule zu schwingen und Hinweise dort posten, wo sie die Leute erreichen – nur als Anmerkung. Von daher finde ich die Aktion von Tuta recht positiv – ohne hätte ich es nicht mitbekommen.

      • Happy2026 sagt:

        bei allem Respekt … ist es nicht genau dieser Pragmatismus, der diese Konzerne an "der [digitalen] Macht" halten?

        Ist es nicht die "Friß ***! Millionen von Fliegen können nicht irren!" Haltung, an der ein jeglicher Änderungsversuch scheitert?

        Kein X, kein Facebook, kein Insta, kein WA…. so halte ich es.

        RSS Feeds der Seiten, die mich interessieren (wie dieser Blog oder der Tagesschau etc.), Signal und gut ist.

        Aber ok – das ist wohl eine Utopie für die Mehrheit.
        Dann aber auch nicht über die Fremdbestimmung der großen Konzerne beschweren.

        • Günter Born sagt:

          Kann man alles so halten, habe ich keine Probleme mit. Bzgl. X werden hier seit Jahren nur Screenshots eingebettet und meist direkt auf die Originalartikel verlinkt. Nur sehe ich es pragmatisch, die meisten Informationen bekomme ich nun mal nicht auf Mastodon oder BlueSky, sondern leider auf X. Und wenn ich mit einem Facebook Post in einer deutschen IT-Gruppe mehrere Tausend potentielle Leser mit meiner Message erreichen kann, wäre ich mit dem Klammerbeutel gepudert, das aus vermeintlich ethischen Erwägungen zu unterlassen. Das ist das, was ich mit Pragmatismus meine. Ich bin seit Jahren auf Mewe, Mastodon, BlueSky, aber mit arg begrenztem Impakt. Das ist die schnöde Wirklichkeit, durch die ich mich laviere.

      • Peter Vorstatt sagt:

        Betr. "Tun statt die moralische Keule zu schwingen und Hinweise dort posten, wo sie die Leute erreichen":

        Oops, das war jetzt aber ein schneller Gesinnungswandel; vergl. (1).
        _
        (1) https://borncity.com/blog/2025/12/26/im-switching-back-to-old-tech-bewegung-teil-1
        Günter Born: "Also die, mutmaßlich junge, englische Dame, die der neuen Technikwelt adieu sagen will und sich in digitalem Detoxing ausprobiert, musste diesen Entschluss natürlich der Welt mitteilen. Was tut ein junger Mensch, der beschließt, in seinem Universum dem Social Media-Konsum zu entsagen, und das kund tun will? Ava, so heißt die Dame, hat sich mal schnell einen TikTok Account @vioiliet_ zugelegt, auf dem sie ihr krasses Vorhaben ankündigt."

        • Günter Born sagt:

          Hm, den Kommentar verstehe ich definitiv nicht. Was hat die junge, englische Dame mit Namen Ava mit einen Posts in Facebook-Gruppen zu tun? Soll da was konstruiert werden?

          • Peter Vorstatt sagt:

            Ich versuche zu antworten:

            Wenn ich der Abkehr von Microsoft 365 den Boden bereiten will, indem ich Listen von Alternativen publiziere, dann sollte ich diese Listen der Glaubwürdigkeit halber nicht auf Medien wie X/Twitter veröffentlichen, da die Abkehr von diesen Medien ebenso dringend geboten ist. Sie argumentieren jedoch – überspitzt formuliert – 'der Zweck heiligt die Mittel' im Sinne von 'man darf mit dem verpönten X/Twitter durchaus gegen das ebenso in Ungnade gefallene Microsoft 365 angehen'.

            Wenn ich für die Abkehr von Smartphones (als Werkzeuge und Sinnbilder krankmachender Digitalisierung) kämpfe, sollte ich dies – wie es die junge englische Dame Ava tat – nicht mittels eines Kanals auf TikTok, das ja selbst die Verkörperung toxischer Digitalisierung darstellt, tun. Hier aber wollten Sie – Herr Born – in ihrem damaligen Artikel nicht die Logik 'der Zweck heiligt die Mittel' gelten lassen.

            Ist aber auch nicht so wichtig; ich will weder moralisieren noch beckmessern.

            • Gustav sagt:

              Wenn man die Menschen betreffend ihre eigene digitale Abhängigkeit sensibilisieren und zur Befreiung von derselben ermuntern will, muss man diese Menschen dort ansprechen, wo sie zu erreichen sind – und das ist VOR der Befreiung eben nicht dort, wo sich nur die schon digital Befreiten befinden.

              Vielen ist ja ihre eigene Abhängigkeit noch nicht einmal bewusst.

    • Wolf789 sagt:

      Hatte mich vor Jahren mal beim ZDF über die Nutzung, den Verweis, auf Facebook pp in WISO (Verbraucherschutzsendung!) beschwert. War aber ohne Wirkung – der öffentl. rechtl. Rundfunk/TV hat ja auch seinen eigenen Datenschutzbeauftragten, höhöhö.
      Die haben m.M. keinen Plan/Ahnung, sieht man ja auch an der Aufmachung ihrer Websites.

    • Peter Vorstatt sagt:

      Betr. "Genauso finde ich es falsch, dass deutsche Institutionen (Politik bis TV Sender) Infos auf "X", "Facebook" etc. veröffentlichen und dann noch über z.B. die Tagesschau dafür Werbung gemacht wird, dass man dort doch mal reinschauen soll.":

      Zustimmung! Mit der selben Logik stopfe ich übrigens den Herrschaften an AfD-Ständen das M … . Wobei die wenigsten davon die Flughöhe haben, um erkennen zu können, welchen Bärendienst sie der digitalen Souveränität Deutschlands mit Auftritten auf Meta-Portalen erweisen.

  4. Gabriel sagt:

    Wie Jan in den Kommentaren im verlinkten Beitrag im ersten Absatz bereits informiert hat, sinken die Preise aufgrund Währungskorrekturen im Februar erstmal.
    https://news.microsoft.com/source/2025/12/11/local-currency-price-adjustments-for-microsofts-commercial-cloud-2/

  5. Tomas Jakobs sagt:

    Mangels Microsoft-Software (seit 2007 keine Software von denen produktiv mehr im Einsatz) habe ich heute meinen Amazon Audible Premium-Account gelöscht:

    https://blog.jakobs.systems/micro/20260104-did/

    Alternative für mich ist die eigene Nextcloud Musik/Audio App mit einer wohlsortierten MP3 Sammlung auch mit Audiobooks.

  6. Gustav sagt:

    Übrigens – als Hinweis in einer Nebensache:
    "Independence" schreibt man mit E an 4.letzter Stelle, so wie in den beiden Links zu Artikeln auf heise.de.

    Falsche Schreibweise ist für Techniker wahrscheinlich Analogiebildung zu Dingen wie "impedance".

  7. Manfred Von Brickofen sagt:

    The realities of Windows and Updates now uncannily brings up an unpleaseant metaphor:

    The concept of using a fresh turd to polish an old one with..

    The result might be a bit Shinier, but is still fundamentally the same stuff, and because of it's freshness the end result will STINK EVEN MORE!

    How do we leave this Road To Nowhere?

    • Visitator sagt:

      "How do we leave this Road To Nowhere?"

      Assuming your "turd" is of animal origin. Change your diet: become vegan, then you won't have any animals producing manure. -> Use Linux and open source.

      Unfortunately, I love eating meat. Even though there are delicious vegan dishes.

  8. MicroSlop sagt:

    Alternativen zu Microsoft 365.. gibt es bald nicht mehr!

    AI ist ein MicroSlop Plan zu einer Win-Win-Situation für sich und die Branche. Der massive weltweite Ausbau von AI-Infrastruktur benötigt riesige Mengen an Speicherchips, ergo erfolgen bald (als Erstes) überhaupt keine Lieferungen mehr für den Consumer-Markt (Arbeitsspeicher, Grafikkarten, et cetera) und alle Consumer müssen bald (exempli gratia) zum Windows 365 (DaaS)-Dienst switchen. Others also call it Windows 12 (DaaS)-Dienst :)

    • User007 sagt:

      Als Konsument "muß" man GAR NICHTS – man kann das auch einfach boykottieren und sich von dem ganzen Bequemlichkeitswahn verabschieden! 🤷‍♂️

      • MicroSlop sagt:

        "muß" man, oder nicht -es ist immer so eine Sache..

        ab (DE 25H2 26200.7462)
        Barrierfreiheit > Sprachausgabe

        Natürliche Stimmen hinzufügen

        Microsoft Conrad (Natural)

        und schon hast du sofort etwas vom "nächsten Windows", nur dort sprichst du dann mit der AI (Conrad) in der Zukunft und der mit dir.

        -oder halt boykottieren, falls nicht unmöglich es ist! *gg

  9. Ein Nuuurleser ? sagt:

    Zitiete : " In 2025 wurde in der EU der Ruf nach digitaler Souveränität laut – nicht mehr alles von US-Konzernen und aus der Cloud beziehen, sondern auf Alternativen setzen ! "

    Komme aus der Stadt die sich auch das Tor zum Sauerland schimpft !

    Wer sich etwas auskennt, weiß was sich hier als Einziges in Deutschland befindet !

    Und hat dieses Einzigartiges seine eigenen Server usw. bereits aufgelöst und stieg voll auf Microsofts Software um ? Wohlbemerkt, es ist nur eine Frage !

  10. Clemens sagt:

    Zitat: [Die obige Grafik nennt für jede der in Microsoft 365 vorhandenen Funktionen Alternativen. ]

    so ein Blödsinn, Tuta listet hier 5 MS365 Anwendungen auf, was ist mit den dutzend anderen die in MS365 inkludiert sind? Da reden wir ja noch nicht einmal von Integration zwischen den einzelnen Anwendungen.

    Das ist ein reiner Marketingpost seitens Tuta, wo wohl nicht einmal (wie ja heute üblich) richtig recherchiert wurde… Man ignoriert einfach was unpassend ist und erwähnt nur das was einem in den Kram passt.

    • Günter Born sagt:

      Sieh es mal so: Der Blog-Beitrag war ein Anstoß an geneigte Leser, das für eigene Überlegungen zu nutzen. Wer aber so in seinen Kommentaren aufschlägt, ist wohl eher nicht so der Adressat für diesen Blog-Beitrag. Übrigens gilt das auch für Leute, die hier aufschlagen "Microsoft 365 ist alternativlos …". Ich muss niemanden überzeugen, und dass Tuta nicht alle Optionen auflistet, sehe ich nicht als Problem. Die haben in den letzten Tagen zig Posts zu diesem Thema veröffentlicht, von denen ich einen aufgegriffen habe.

      Und zu deinem "Marketingpost" – zumindest mich überzeugt Tuta durch diverse Produkte, die ich gelegentlich nutze, sowie durch gepostete Anregungen, mal über den Schlüsselrand hinaus zu denken. Steht in steilem Gegensatz zu Produkten eines anderen Unternehmens, welches aggressives Marketing betreibt, ohne mich aber wirklich zu erreichen (mir wird sogar was kostenlos auf deren Webseiten oder sonst wo offeriert, oder regelrecht aufgedrängt, und ich muss teilweise höllisch aufpassen, dass mir nicht durch einen falschen Klick was ungewolltes installiert wird – ist mir bei Tuta noch nie passiert). Wahrscheinlich habe ich nicht richtig recherchiert und nur das erwähnt, was mir in den Kram passt. Aber manches von Tuta bereitgestelltes und erwähntes an Produkten passt mir ganz gut in den Kram.

      • Clemens sagt:

        Du hast natürlich recht das man sich hierzu sehr wohl Überlegungen machen soll und viele ja auch wechseln wollen. (Ist nur schlichtweg nicht so einfach wie von manchen Firmen das immer gern dargestellt wird)
        Vor allem wenn wir von Firmenumgebungen sprechen und nicht von 1-2 Mailpostfächer die bei MS liegen.

        Übrigens war das "Marketingpost" und der Hinweis auf Recherche an Tuta gerichtet (die das Bild ja auch gepostet haben) und nicht an dich.

  11. Froschkönig sagt:

    Solange solche Erkenntnisse auf "X" veröffentlicht werden, wird das mit digitaler Unabhängigkeit nichts. Es wäre bereits höchste Zeit, dass sich unsere Politik, öffentliche Einrichtungen, die Leitmedien usw. sich gerade von dieser Plattform zurück gezogen hätten.

    • Hansi Meier sagt:

      Wo willst das sonst machen damits überhaupt jemand mitbekommt? Flugblätter verschicken? Wer bezahlt das?

    • Ronald sagt:

      Bloß weil ihm der Eigentümer nicht passt, möchte er sein Wunschdenken nun anderen aufdrücken.

      Nur Getöse aber keine Alternative aufzeigen, typisch;)

      • Günter Born sagt:

        Lassen wir den Diskussionsfaden einfach auslaufen – ich hatte meine Sichtweise dargestellt – muss nicht jeder mitgehen. Der Beitrag ist eine Anregung zum Nachdenken, kein Zwang, dass jetzt jeder hüpfen muss.

        Aber die Kommentarlage lässt mich schon sehr nachdenklich zurück. Ich kann verstehen, wenn jemand für sich beschließt: "Aus diesen und jenen Gründen geht das nicht" – ist in Ordnung, solange es nicht ultimativ für andere und alle Anwendungsfälle postuliert wird. Was mich aber verblüfft hat: Ein Teil der Kommentare verbeißt sich an Nebenkriegsschauplätzen und der Frage, ob die Botschaft auf rosa oder weißem Papier daher kommen darf. So wird das nix mit der Digitalisierung in Deutschland – und das ist glaube ich, die größte Hürde.

        • Gänseblümchen sagt:

          Es wäre an der Zeit, statt das Geld in "X" zu pulvern, damit man da schreiben und Reichweite erzeugen kann, dass das Geld in eine unabhängige europäische Alternative fließen würde!

          • Günter Born sagt:

            Das "man" empfinde ich als schwierig, es bleibt im Ungefähren. Und für Dritte wie Behörden oder Unternehmen kann ich nicht sprechen.

            Für meine Wenigkeit gilt, dass ich mich nicht von großen Follower-Zahlen auf Social Media abhängig mache – das AI gesteuerte Aus meiner Facebook-Seite (dreistellige Follower-Zahl) hat mir das eindrücklich vor Augen geführt. Meine Social Media Follower-Zahlen liegen im sehr niedrigen 4 stelligen Bereich.

            Aber nochmals: So mancher Kanal trended für mich als Info-Quelle – dummerweise gehört X wieder oder immer noch dazu. Es sind handverlesene Quellen und darauf wohl aufbauend auch der X Algorithmus, der mir Infos in meine Timeline spült, die mich oft Stunden bevor das größer wird, informiert. Und manchmal erreichen mich dort auch private Nachrichten mit einem Tipp "schau mal da drauf". Manchmal fehlt mir die Zeit, das zeitnah aufzubereiten. Aber warum soll ich mich auf "die Information habe ich jetzt nicht gesehen, weil auf falschem 'Papier'" kaprizieren?

            Und "Europäische Alternative" – der größte Teil meiner Informationsquellen (und Netzwerke mit Kollegen) sind international – meist USA, manchmal Asien – da hilft mir kein noch so feines europäische Netzwerk, wenn die Informationen nicht kommen. Ich weiß, wovon ich schreibe und warum ich X sowie Facebook nicht aufgegeben habe – obwohl ich seit Jahren bei Mewe, bei BlueSky und Mastodon unterwegs bin und dort auch alles, was auf FB und X einläuft, poste. Xing hatte ich mal, WkW – alles aber tot – daher habe ich mich bei Xing abgemeldet – LinkedIn habe ich nie genutzt (war da nur Beutefang mit einem Account nach einer Übernahme). Das ist die schnöde Realität, der ich mich, bis ich hier den Griffel weitgehend zur Seite lege, täglich stellen muss.

          • Elon sagt:

            Dann mach(t) doch mal konkrete Vorschläge, anstatt immer nur zu fordern, zu jammern, oder vorhandenes aufgrund der "falschen" Leute zu verteufeln!

            Günter hat es schon gut erkannt, das wird nix mehr mit Digitalisierung in Deutschland oder Europa, hier steht man sich selbst im Weg…

            Oft genug beschrieben, aber man wurde ja nicht gehört bzw. diffamiert .

          • User007 sagt:

            Sorry, aber welches "Geld" wird denn "in X" gepulvert, wenn da auf der Plattform ein Info-Beitrag postuliert wird?

  12. Froschkönig sagt:

    "Microsoft Teams könnte durch Jitsi Meet, Wire, NextCloud Talk und weitere Produkte ersetzt werden."

    Kann man machen. Wäre wie wenn jedes Land, oder jede Stadt ihr eigenes zu den Anderen inkompatibles Telefonsystem hätte, so dass man da nicht mal eben einfach anrufen kann. Für den Kontakt zur einen Firma brauche ich Jitsi, zur nächsten Wire, dann noch Nextcloud, usw. Und zwar mit den ganzen Implikationen dabei, einschließlich Phishing, Identitätsmissbrauch und Teilnahme von Fremden an TKs.

    Teams hat sich zu einem globalen Standard entwickelt, das ging sehr schnell, aber dadurch dass sehr viele Firmen usw. M365 verwenden, kam das mehr oder weniger automatisch. Eigentlich müsste man den Betrieb von Teams der Internationalen Fernmeldeunion (ITU, mit Sitz in der Schweiz) übergeben.

    • Peter Vorstatt sagt:

      + Betr. "Eigentlich müsste man den Betrieb von Teams der Internationalen Fernmeldeunion (ITU, mit Sitz in der Schweiz) übergeben.":

      Mich würde schon mal interessieren wie alt Du bist. Die Verwegenheit Deiner Kommentare erinnert mich streckenweise an Halbstarkenkrawalle der späten Fünfzigerjahre. Immer schön was Steiles raushauen, keine Provokation scheuen und nicht an morgen denken ;-)

      Im Ernst: Die ITU betreibt garnichts. Im wesentlichen koordiniert und veröffentlicht sie: Studien, Empfehlungen, Standards.

      Im Bereich moderne Daten- und Arbeitsplatzkommunikation ist sie in ihrer Bedeutung längst hinter IETF, W3C, OASIS, ISO u. a. zurückgetreten.

      + Betr. "Für den Kontakt zur einen Firma brauche ich Jitsi, zur nächsten Wire, dann noch Nextcloud, usw. …":

      Ich glaube Du hast Bedeutung, Rolle und Perspektive von Kommunikations-Referenzmodellen wie u. a. dem DoD Internet Architecture Model oder dem Open Systems Interconnection model (ISO/OSI) nicht im Ansatz verstanden.

      Was wir brauchen, ist nicht ohnmächtiges Kleben an proprietären De-facto-Standards bis hin zur Kapitulation, sondern radikale Betonung technischer Offenheit und Interoperabilität.

      • Gänseblümchen sagt:

        Eine Kompetenzerweiterung ist manchmal ganz toll. Wenn ITU das übernehmen würde, könnte dann bald jede Messengerplattform mit jeder Anderen kommunizieren und man bräuchte nicht mehr zig Accounts auf zig Plattformen.

        Ich glaube übrigens, dass der Froschi mehr und längere IT-Erfahrung hat, wie viele andere hier.

  13. 12gang sagt:

    Definiere "Digitale Souveränität".
    Wenn ich darunter verstehe, dass ich 1. meine Daten (=alles, was ich mit M365 erstellen kann) nicht in der Cloud haben 2. meine Daten (siehe oben) nicht mit einen Produkt von Microsoft erzeugen will, dann passt das mit alternativen onPrem Lösungen. Wenn auch zusammengestückelt und nur in Teilen kompatibel – und mit einem anderen Look and Feel.
    Abstrahiere ich den Begriff aber weiter, da es ja neben M365 oder Office generell erzeugten Daten auch andere Daten/Dateien gibt und ziele ich generell gegen den Einsatz von Produkten von US-amerikanischen (oder generell) Großkonzernen ab, dann wird es schwierig.
    Begonnen bei der Server-Hardware, auf der eben jedwedes OS und später die Anwendungssoftware laufen soll.
    Bei Einsatz von Virtualisierung dann noch Storage, in jedem Fall aber auch Netzwerkkomponenten, die zum Einsatz kommen müssen.
    D.h. Verzicht auf Dell, HP(E), Cisco, Lenovo, Supermicro, von Huawai ganz zu schweigen. Bei den Endgeräten, vor allem den mobilen von den Techgiganten, die alle toll finden, sieht es ja noch schwieriger aus.
    Wenn man die Digitale Souveränität umfänglich denkt, dann wird man schnell merken, dass das mit einem Einsatz von Produkten, die aus der eigenen Region kommen, bis auf Weiteres wohl einfach nicht machbar ist.
    Da kann man noch so sehr MS ausbooten, wenn man weiterhin auf Apple und Cisco und Dell setzt.

  14. Jürgen sagt:

    Nachdem ich in meiner IT Karriere verfolgt habe, wie wir in Deutschland mit lokalen Anbietern umgehen… aber auch mit den großen.
    Ich glaube wir können das vergessen.
    T-Systems war mal auf dem besten Weg ein Cloud Provider zu werden, dann starb Konrad Reiss. Vorbei.
    Nixdorf/Siemens->Fujitsu – haben wir auch weitestgehend verloren.
    Es gab viele mehr.
    Wir haben einfach zu viele BWLer ausgebildet, die können prima Excel und lieben das… und wenden immer nur die kurzfristigste Denke an.

    Das ist jetzt alles sehr negativ für das neue Jahr.

    Es gibt aber Hoffnung.

    Wir können maschninelles lernen – wir haben Industriesteuerungen in Europa, wir können das Thema KI neu aufrollen.

    Windows? Schrumpft. PCs sterben aus.
    Linux – war da nicht was mit Android. Worauf laufen große Infrastrukturen?
    Apple – ja, immer gern. Wird es auch weiterhin geben, vermute ich.

    Office ist in ein paar Jahren langweilig.

    Wo wir wirklich aufpassen müssen… wer entwickelt den Code der souveränen Lösungen? Sind da vielleicht viele Menschen aus Ländern beteiligt, die gar nicht so EU-kompatibel seind?
    Sind wir bereit zu investieren diesen Code anzuschauen, Code weiterzuentwickeln?
    Arbeiten vielleicht bei der NATO demnächst viele Menschen, die Code review machen?
    Welchen Code wollen wir sehen?
    Hardware? UEFI? Software? Peripherie?

    Es wird nicht ohne kosten gehen.
    OSS ist auch nicht gratis.

    Wenn wir uns da eigenständig etwas aufbauen wollen, dann müssen wir etwas neues bauen. Nachbauen vom Alten ist teuer.
    WINE und OpenOffice ist für mich "Alt".

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