Clawdbot: Ein OpenSource KI-Assistent

CopilotBisher dominierten AI-Dienste wie ChatGPT, Gemini etc. den Bereich der LLMs – und Bots setzen auf diesen LLMs auf. Peter Steinberger hat mit seinem Team einen OpenSource Bot, Clawdbot, gebaut, der lokal läuft, Schnittstellen zu diversen Diensten und Modellen bietet und aktuell für etwas Furore sorgt.

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Ein Open-Source-Projekt schlägt Wellen

Peter Steinberger hat vor einigen Tagen einen Post auf LinkedIn online gestellt, in dem Clawdbot von einem Nutzer kurz vorgestellt wurde. Er nutzt das Projekt ist seit Anfang Januar 2026 und der ClawdBot macht gerade in der Szene Furore, weil er auf einem Mac Mini läuft (aber man kann auch Linux oder Windows mit WSL nutzen).

Steinberger Ankündigung zu ClawdBot

ClawdBot ist ein von Peter Steinberger entwickelter Open Source KI-Assistent zum Selbsthosten. Der Bot ist in Messaging-Apps (Telegram, WhatsApp, Slack) integriert und hat ein persistentes Gedächtnis (der Bot erinnert sich tatsächlich daran, was man ihm  bereits gesagt hat). Der Bot soll im im Internet surfen, E-Mails abrufen, Code ausführen und Aufgaben automatisieren können. Er sei proaktiv und sendet morgendliche Briefings, Aufgaben-Erinnerungen und Benachrichtigungen und habe vollen Zugriff auf den Computer (wird nicht jeder wollen). Das Ganze läuft rund um die Uhr auf einem Server für 5 $/Monat, heißt es.

ClawdBot

Ich habe das Thema heute über obige Posts auf Techmeme und BlueSky mitbekommen. Paul Rietschka rantet, "Seht mal alle her, ein Albtraum für die Privatsphäre mit vielen Tentakeln! Erlaubt all euren bevorzugten SAAS-LLM-Anbietern, euch Geld zu berechnen, während sie mehrere psychografische Profile von euch erstellen, die ihnen gehören!". Da hat er sicher nicht ganz unrecht. Seit Clawdbot 2026.1.24 veröffentlicht wurde, haben sich eine Menge "Vibe-Coder" und Enthusiasten auf das Projekt gestürzt und experimentieren damit. Auf reddit.com heißt es hier "Ein neues Open-Source-Projekt von Peter Steinberger namens Clawdbot ist in den letzten Wochen total abgegangen. Es ist in weniger als zwei Tagen von ~5.000 auf ~20.000 Sterne hochgeschnellt. Der Discord hat auch Tausende von Mitgliedern dazugewonnen." Peter Steinberger wurde in GitHubs Open Source Friday Livestream interviewt. Die Codebasis wachse in wahnsinnigem Tempo, weil viele Beiträge von der KI selbst geleistet werden, schreibt der reddit-Poster.

Clawdbot auf Mac Stories

So einen richtigen Schub hat das Projekt erhalten, nachdem Clawdbot auf Mac Stories im Beitrag Clawdbot Showed Me What the Future of Personal AI Assistants Looks Like vorgestellt wurde. Der Autor hat einen Mac Mini für seine Zwecke aufgesetzt und mit Clawdbot experimentiert. Seitdem gibt es einen regelrechten Hype und es werden Mac Minis gekauft. Aber der Bot läuft auch auf Linux-Maschinen sowie in Windows im Windows Subsystem for Linux (WSL) mit Ubuntu, wie ich gesehen habe.

Ein weiterer Artikel What is Clawdbot? How a Local First Agent Stack Turns Chats into Real Automations ist gerade auf marktechpost.com erschienen. Im deutschsprachigen Bereich gibt es den aktuellen Artikel Clawdbot: Peter Steinberger sorgt mit KI-Assistenten, der auf eigener Hardware läuft, für Aufsehen mit einem schnellen Überblick.

Clawdbot auf Github

Wer sich mit dem Thema befassen möchte, findet das komplette Projekt clawdbot auf Github. Dort heißt es "Clawdbot was built for Clawd, a space lobster AI assistant. By Peter Steinberger and the community." Dort findet sich auch eine Grafik, die die oben erwähnte "Sterne-Historie" verdeutlicht – im November 2025 wurde das Projekt wohl auf GitHub eingestellt, in die letzten Tage sind die "Sterne" exponentiell angestiegen.

Clawdbot GitHub-Projekt

Das Projekt ist derzeit stark Mac-lastig, da bestimmte Apps und nodes für diese Plattform bereitstehen. Es gibt aber wohl auch eine Android-App. Die Dokumentationsseite von Clawdbot ist hier zu finden. Auf der GitHub-Seite Clawdbot on DigitalOcean wird die Installation als Droplet unter Ubuntu beschrieben. Und auf implicator.ai findet sich der Beitrag Clawbot: How to Build Your Own AI Assistant for Five Dollars a Month mit einem Tutorial. Ein 5-Minuten-Anfänger-Leitfaden findet sich hier, wo auch klar wird, dass Clawdbot als "Gateway für große Sprachmodelle" fungiert.

 

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5 Antworten zu Clawdbot: Ein OpenSource KI-Assistent

  1. Bernd Bachmann sagt:

    So spannend das klingt, auch nach Lektüre des verlinkten Artikels von Federico Viticci ist mir der Nutzen eines solchen „Agenten" nach wie vor nicht klar. Ein kompliziertes Tool, um einen Zoo von komplizierten Tools etwas weniger kompliziert zu machen?

    Auch die Screenshots finde ich wenig überzeugend. Da sind mein guter alter Papier-Kalender (ja, wirklich) und Nixnote2 (früher OneNote) für To-do-Listen, Entwürfe, Notizen usw. um Welten übersichtlicher.

    Natürlich… „Clawdbot, hier ist das Verzeichnis mit allen meinen Bankunterlagen. Mache mir meine Steuererklärungen; stelle die Anträge für Steuer-Rückerstattungen in allen relevanten Ländern und sage mir, falls noch irgendwelche Dokumente fehlen" — das wäre schon etwas. Kostet mich jedes Jahr zwei komplette Wochenenden. Aber will ich ernsthaft allen KIs dieser Welt diese Daten (indirekt) mitteilen?

  2. Luzifer sagt:

    Naja ich bin nicht prüde, gehe auch gerne mal Beschäftigungen nach bei denen man von Natur aus nackig ist, auch am FKK Strand hab ich keine Probleme, da gibt es nix wofür ich mich schämen bräuchte… Aber am Rechner und mit Bots ist nix mit nackisch! Vollkommen egal ob von ner Firma oder Open Source…

    Schon geil die Menschheit, da gibts nen Aufschrei weil MS den Key an Strafverfolgungsbehörden aushändigt (wohlgemerkt nur mit Beschluß, auch nicht an den Dorfsheriff, sondern die Bundesbehörde, die nicht nach kleinen Fischen angelt), aber da machen sich alle nackisch… und jubeln.

    Einfach nur pervers krank diese Welt!

  3. Blacky Forest sagt:

    :-) Das Artikelfoto ist ziemlich verwirrend… Wollte den Artikel schon "verwerfen"
    Gut, dass ich doch nochmal den Teaser gelesen habe…

    • Günter Born sagt:

      Der Bot meinte "da soll so – erst mal die Leute verwirren – nannte sich früher Elchtest und prüfen, wer noch lesen oder nur Bildchen kucken kann." – als Elchtest bestanden ;-).

      Spaß beiseite – die Erklärung: Ich definierte nicht für jeden Artikel ein Logo oder Aufmacherbild, sondern habe einen Fundus an Kategorie-Icons – das muss reichen. Wird sonst für mich beim Erstellen zu aufwändig, da ich die Aufmacherbilder per Template generiere (und da bin ich schon ständig am Suchen "welches Schweinerl nehmen wir denn heut").

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