Microsoft will "Vertrauen in Windows 11" zurückgewinnen – Änderungen in der Entwicklung

WindowsDie Qualitätsprobleme mit Windows 11 und die Weigerung vieler Windows 10-Nutzer auf das neue Betriebssystem umzusteigen, scheint auch im Management der Windows-Entwicklung angekommen zu sein. Man will Entwicklerteams umschichten, um die Qualität zu verbessern. Ob es hilft oder nur "weiße Salbe" bleibt, muss man abwarten.

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Im Beitrag Windows 10 Nutzung bei ~ 50% (1 Milliarde Systeme); fährt Windows 11 gegen die Wand? hatte ich berichtet, dass Windows 11 zwar 1 Milliarde Nutzer hat. Aber der gleiche Anteil scheint weiterhin bei Windows 10 bleiben zu wollen. Weniger Bugs, keine Gängelei mit neuen Gimmicks oder AI-Features und im ESU-Programm weiterhin Sicherheitsupdates. Windows 11 scheint bei den Nutzern einfach keinen Lauf zu bekommen, was ich angesichts der ständigen Probleme nachvollziehen kann. Nun will Microsoft Konsequenzen ziehen.

Neuer Fokus auf Zuverlässigkeit und Performance?

Es hat etwas von "flöten im Wald": Tom Warren von The Verge hat für seinen Newsletter einige Aussagen aus dem Microsoft Umfeld, unter anderem von Pavan Davuluri, Präsident von Windows und Geräte, verarbeitet und in diesem Artikel zusammen getragen (den Kollegen von Dr. Windows ist es hier aufgefallen).

Windows am Wendepunkt?

Tom Warren merkt an, dass Windows eine "wechselvolle" Historie mit einigen Tiefschlägen habe. Aber Windows 11 sei ein neuer Tiefpunkt und stelle die Geduld seiner Nutzer auf eine harte Probe. Hartnäckige Fehler, Leistungsprobleme, aufdringliche Eingabeaufforderungen, Werbung und Bloatware hätten den Ruf von Windows 11 beeinträchtigt. Die Entscheidungen zu den hohen Systemanforderungen sowie der aggressive KI-Kurs hätten das Vertrauen der treuesten Windows 11-Nutzer beschädigt.

Warren schreibt von "einer Erosion" und sieht Windows an einem Wendepunkt, wobei Microsoft sich dessen inzwischen bewusst sei. Tom Warren zitiert ungenannte Quellen, die mit den Plänen des Unternehmens vertraut sind. Diese hätten ihm berichtet, die Windows Entwickler sich nun darauf konzentrieren, die Kernprobleme von Windows 11 in den kommenden Monaten in einem als "Swarming" bezeichneten Prozess zu beheben.

Kurskorrektur bei der Entwicklung?

Das Microsoft Management habe seine Entwickler angewiesen, die Leistungs- und Zuverlässigkeitsprobleme von Windows 11 dringend zu beheben, "um den Tod des Betriebssystems durch tausend Schnitte zu verhindern", wie Warren es umschreibt. The Verge zitiert Entwicklungsleiter Pavan Davuluri aus einer Stellungnahme:

Das Feedback, das wir von unserer Community begeisterter Kunden und Windows Insidern erhalten, ist eindeutig. Wir müssen Windows auf eine Weise verbessern, die für die Menschen sinnvoll ist. In diesem Jahr werden wir uns darauf konzentrieren, die Probleme anzugehen, die uns von Kunden immer wieder genannt werden: die Verbesserung der Systemleistung, der Zuverlässigkeit und der allgemeinen Benutzererfahrung von Windows.

Intern hat Microsoft wohl Entwickler aus dem AI-Bereich abgezogen und in Teams versetzt, die sich um die Verbesserung der Systemleistung, der Zuverlässigkeit und der allgemeinen Benutzererfahrung von Windows 11 kümmern sollen. Geht man den Artikel von Tom Warren durch, liest man von vielen Baustellen, die in den letzten Monaten aufgepoppt sind.

Weiße Salbe oder echte Korrektur?

Ich stelle mir aber die Frage, ob diese angekündigte "Kurskorrektur" nicht einfach nur "weiße Salbe" bleiben muss. Denn unter dem Strich bleiben die Hardware-Anforderungen, der zunehmende Online-Zwang bei vielen Features, sowie die massive Fokussierung  auf AI-Lösungen wie Copilot. Ob Redmond Ende 2026 wirklich Fans von Windows 11 zurück gewonnen hat, wird man sehen müssen. Für mich spricht derzeit nichts dafür, den "Schalmeien-Klängen aus Redmond" zu folgen oder irgend etwas da drauf zu geben.

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