Windows 11: Microsoft setzt auf Mopia und beendet Unterstützung für Legacy-Drucker

WindowsIch ziehe mal ein Thema in einen separaten Blog-Beitrag heraus, welches Windows 11-Nutzer mit älteren Druckern bald tangieren dürfte. Microsoft hat damit begonnen, die Unterstützung älterer Druckertreiber in Windows 11 24H2/25H2 zu entfernen. Mit dem Preview Update KB5074105 können keine älteren Druckertreiber mehr installiert werden – Microsoft setzt künftig voll auf Mopia.

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Erste Hinweise auf auslaufenden Drucker-Support

Microsoft hat zum 29. Januar 2026 das Preview Update KB5074105 für Windows 11 24H2 – 25H2 veröffentlich. Ich hatte im Beitrag Windows 11 24H2 – 25H2: Preview Update KB5074105 (29. Jan. 2026) darüber berichtet. In den Hinweisen, was sich ändert, war mir nichts aufgefallen.

Windows 11 Druckerunterstützung für Mopia

Mir sind die Tage dann aber Meldungen untergekommen, dass Microsoft bei Windows 11 die Treiberunterstützung für ältere, sogenannte "Legacy-Printer" einstellen werde. Windows Central hat es in diesem Artikel aufgegriffen. Dort heißt es, dass Microsoft die seit langem geplante Bereinigung des Windows 11-Druckstacks vorantreibe. Beginnend mit dem im Preview-Update vom Januar 2026 unterstützt Windows 11 in den Versionen 24H2 und 25H2 keine älteren V3- und V4-Druckertreiber mehr.

Diskussion hier im Blog

Ich habe im Supportbeitrag zum Preview Update KB5074105 für Windows 11 24H2 – 25H2 vom 29. Januar 2026 nachgeschaut und dort keinen Hinweis auf die entfernte Druckerunterstützung gefunden. Blog-Leser Bolko hat aber in diesem Kommentar zum Blog-Beitrag Windows 11 24H2 – 25H2: Preview Update KB5074105 (29. Jan. 2026) darauf hingewiesen, dass das Update KB5074105 die Installation und Betrieb von älteren V3- und V4-Druckertreibern verhindert. Dürfte aber so zu lesen sein, dass keine neuen Drucker, die ausschließlich V3- und V4-Druckertreiber bereitstellen, installiert werden können.

Es sollen nur noch die neuen universellen IPP-Druckertreiber, die für Mopia zertifiziert sind, funktionieren. Ältere Drucker unterstützen das Internet Printing Protocol (IPP) nicht mehr. IPP ist ein standardisiertes Netzwerk-Protokoll, welches Computern die Kommunikation mit Drucker lokal oder per Internet ermöglicht, ohne dass spezifische Treiber benötigt werden. Das bedeutet, dass Drucker, die kein IPP unterstützen, nicht mehr kompatibel mit Windows 11 sind.

Abkündigung bereits im September 2023

Ich habe mal hier im Blog gesucht und bin auf den Beitrag Windows: Microsoft setzt auf Mopria-Support; neue Drittanbieter-Druckertreiber (ab 2025) nicht mehr per Windows Update aktualisierbar vom 8. September 2023 gestoßen. Damals hatte Microsoft bereits bekannt gegeben, dass die Verteilung von älteren Druckertreibern über Windows Update auslaufen soll.

Mopia-Standard und IPP Class-Driver

Microsoft hat bereits seit Windows 10 21H2 die Unterstützung für Mopria-konforme Druckergeräte, die über Netzwerk- und USB-Schnittstellen angeschlossen sind, durch Microsoft IPP Class Driver integriert. Dazu müssen die Hersteller einen Microsoft IPP Class Driver bereitstellen, der dann von Microsoft für Windows zur Installation bereitgestellt wird. Das erspart den Herstellern von Druckgeräten (und Scannern) eigenen Installationsprogramme, Treiber, Dienstprogramme usw. mehr bereitzustellen. Neuinstallation und Treiber-Updates werden so vereinfacht.

Mopria ist ein Standard, der eine einfache und nahtlose Möglichkeit zum Drucken oder Scannen auf jedem von Mopria zertifizierten Drucker ermöglichen soll. Das betrifft nicht nur Windows sondern auch Android oder Chromebooks. Definiert wird der Standard von der Mopria Alliance, das ist ein Zusammenschluss von Drucker- und Scannerherstellern sowie Produzenten zugehöriger Software, der "universelle Standards und Lösungen für Scan und Druck" entwickelt. Die Allianz wurde im September 2013 von Canon, HP, Samsung und Xerox gegründet.

Aktueller Zeitplan zur IPP-Umstellung

Im, zum 6. September 2023 aktualisierten, Support-Beitrag End of servicing plan for third-party printer drivers on Windows findet sich der Fahrplan für das Auslaufen des Supports für die alten Druckertreiber. Ich habe gerade mal nachgeschaut, Microsoft hat gemäß nachfolgender Tabelle die Termine leicht angepasst.

Auslaufen Legacy Drucker-Support in Windows 11

Was bereits 2025 umgesetzt werden sollte, gereift erst zum 15. Januar 2026. Ab diesem Zeitpunkt sollen keine neuen Druckertreiber mehr über Windows Update bereitgestellt werden. Vorhandene Druckertreiber werden noch fallweise über Windows Update aktualisiert.

Ab Juli 2026 bevorzugt Windows die IPP-Treiber bei der Druckerinstallation, und ab dem 1. Juli 2027 soll die Installation der Druckertreiber von Drittanbietern nicht mehr zugelassen werden.

Was bedeutet das konkret?

Mit dem Hinweis, dass bereits mit dem Preview Update KB5074105 vom 29. Januar 2026 die Neuinstallation von V3- und V4-Druckertreibern unter Windows 11 24H2 – 25H2 verhindert wird, ist also das Ende aller Drucker eingeleitet, für die die Hersteller nur V3- und V4-Druckertreiber bereitstellen und die kein IPP unterstützen und nicht Mopia-kompatibel sind. Microsoft gibt im Support-Beitrag End of servicing plan for third-party printer drivers on Windows in einer FAQ den Hinweis, dass diese Umstellung nur wenige Geräte betreffe. Nutzer sollen sich an die Druckerhersteller wenden und IPP-Treiber anfordern. Nur wenn es keine IPP-Druckertreiber gebe, müsse das Gerät ausgetauscht werden.

Ich kann aktuell nicht so richtig abschätzen, wie groß die Menge betroffener Drucker  ist. Fakt ist, dass die Inhalte des Preview Update KB5074105 vom 29. Januar 2026 zum 10. Februar 2026 im Rahmen des Patchday auf alle Maschinen mit Windows 11 24H2 – 25H2 verteilt werden. Dort werden Drucker mit älteren V3- und V4-Druckertreiber zwar weiter funktionieren. Aber Probleme, dass die Drucker sich bei Neuinstallationen nicht mehr ab Windows 11 24H2 in Betrieb nehmen lassen, sind vorprogrammiert.

Ähnliche Artikel: 
Windows 11 24H2 – 25H2: Preview Update KB5074105 (29. Jan. 2026)
Windows 11 24H2 – 25H2: Probleme mit Preview Update KB5074105 (29.1.2026)

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5 Antworten zu Windows 11: Microsoft setzt auf Mopia und beendet Unterstützung für Legacy-Drucker

  1. Anonym sagt:

    Wann hören die Leute auf, dem ständigen Windows Update hinterherzurennen und nutzen nachhaltig einfach weiter ihre Hardware?

  2. Christian sagt:

    mopria, nicht mopia.
    dieser Kommentar kann weg

  3. Christian Krause sagt:

    Klingt für mich als kann man weiterhin einen TCP/ip Druckerport (jetdirect, LPR oder eben ipp/http) erstellen und dann einen Treiber des Herstellers einbinden. Das war ja ohnehin immer die sauberste Lösung, einen Netzwerkdrucker langfristig stabil zu betreiben, wenn man smb/cifs (Druckerfreigabe) vermeiden wollte, wofür es aus meiner Sicht bei kleinen Unternehmen gute Gründe gibt.

  4. ks sagt:

    Erkenne nur ich Widersprüche zwischen obigem Artikel und Microsofts "End of servicing plan for third-party printer drivers on Windows"?

    "July 1, 2027 …
    Existing third-party printer drivers can be installed from Windows Update or users can install printer drivers by using an installation package provided by the print device manufacturer."

    "Q: Will Windows prevent installation of new printer drivers?
    A: Windows will continue to allow vendor-supplied printer drivers to be installed via separate installation packages."
    "Q: Will installation of Microsoft-signed printer drivers already released to the market be prevented from installing on Windows?
    A: Existing printer drivers can be installed on Windows PCs, even after the end of servicing."
    "Q: Does Microsoft have plans to remove existing features supported by v3 and v4 printer drivers as part of the end of servicing plan?
    A: There are no plans to disable print features specifically related to the legacy printer driver platform."

    Basiert der Artikel wirklich auf dem Kommentar eines Benutzers, der eine Quelle (Winfuture) zitiert, die eine Quelle (Windows Central) zitiert, die Microsoft falsch zitiert?

    • ks sagt:

      [Zu spät korrigiertes Ende:]
      Basiert der Artikel wirklich auf dem Kommentar eines Lesers, der sich auf eine Quelle (Winfuture) bezieht, die sich auf eine Quelle (Windows Central) bezieht, die die (Ur-)Quelle Microsoft falsch zitiert?
      (Meiner Erfahrung nach darf man allerdings auch bei Microsofts Angaben weder Konsistenz noch dauerhafte Stabilität erwarten.)

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