Google arbeitet weiter am Umbau von GMail. Im 1. Quartal 2026 verlieren neue Benutzer den Zugriff bei GMail per POP auf Drittkonten – bestehende Nutzer trifft es im 2. Quartal. Zudem wird Gmailify komplett eingestellt.
Gmailify wird eingestellt
Gmailify war eine Funktion von Google, mit dem sich ein SPAM-Schutz oder die Organisation eines GMail-Postfachs vornehmen ließ. Ich hatte bereits Anfang Januar 2026 im Beitrag GMail: E-Mail-Adresse änderbar, aber POP3-Mail-Fetch verschwindet über diesen Sachverhalt berichtet.
Als Workaround zur Kompensation der im GMail-Dienst entfallenden Funktionen können Nutzer, laut Google, auf einen E-Mail-Client wie Thunderbird etc. ausweichen und die gewünschten Drittanbieter-Postfächer per IMAP oder POP3 (sofern vom Anbieter unterstützt) einbinden. Dann holt der E-Mail-Client die Mails entsprechend ab.
POP-Unterstützung für Fremdkonten endet in GMail
Weiterhin stellt Google in GMail den POP-Support zum Abrufen von Fremd-Email-Konten ein, wie ich hier gelesen habe. Es heißt: "Gmail unterstützt das Abrufen von E‑Mails aus Drittanbieterkonten über POP nicht mehr."
Die Unterstützung für neue Nutzer wird im ersten Quartal 2026 eingestellt. Nutzer, die die Funktion bereits verwendet haben, können sie noch bis zur Einstellung im Laufe des Jahres 2026 nutzen. Weitere Details lassen sich dem GMail-Supportbeitrag entnehmen.



MVP: 2013 – 2016





"Gmail unterstützt das Abrufen von E‑Mails aus Drittanbieterkonten über POP nicht mehr."
Das ist der POP3-Sammeldienst. Ich denke "POP3-Zugriff auf Gmail" wird weiter möglich sein.
Ja, geht aus dem Text auch so hervor – wer Gmail sammeln ließ, verliert diese Funktion. Aber das sollte man eh nicht genutzt haben.
Die Überschrift ist etwas irreführend. Google beendet NICHT(!) den Zugriff AUF GMail per POP3 von Mailclients aus.
Sondern die Funktion daß Google VON GMail AUS selbständig Emails von FREMDEN Mailkonten per POP3 ins GMail-Postfach abholen/einsammeln kann. Keine Ahnung ob das viele genutzt haben, ich kenne jedenfalls niemanden.
Zumal man dann Google vollen Zugriff auf dieses andere Konto geben muss :|
Ich finde es schade. Schon seit über einem Jahrzehnt nutze ich keinen E-Mail Client mehr. Irgendwann bekam ich von einem Verein eine Vereinsadresse. Diese habe ich damit immer abgerufen. Nun muss ich schauen, wie ich es löse.
Eine reine Weiterleitung geht nicht, weil ich auch den SMTP benötige.
Gibts da kein Webmail?
Leider nicht. Am PC wäre das auch kein Problem. Aber wenn ich unterwegs bin, nutze ich die Gmail App. Dann müsste ich für die Vereinsmail eine alternative app nutzen.
Was bitte hat denn die (jeweilige) E-Mail-Client-App mit der Abrufmethode POP/IMAP zu tun?
G* beschränkt ja nun – vermutl. aus Securitygründen – bewußt die Abrufmethode und nichts anderes! 🤷♂️
Evtl. verwechselst du da was.
In der GMail-App kannst du doch beliebige andere POP3- (oder IMAP-) Konten hinzufügen. Die GMail-App ruft die direkt ab und zeigt die an. 2 oder mehr separate Mailkonten. Und du kannst auf die Vereins-Emails direkt mit dem SMTP des Nicht-GMail-Kontos antworten. Vermutlich funktioniert das bei dir ja derzeit genau so? Das bleibt bestehen.
Was NICHT mehr gehen wird ist, daß der GMail-Server (nicht die App) die fremden Mails automatisiert abholt und in dein GMail-Postfach kopiert und mit den regulären GMail-Emails mischt. Du rufst dann in der App nur noch das GMail-Konto ab mit Mails beider Konten. Und mußt nicht das Vereinskonto abrufen. Beim Antworten auf so eine abgeholte Mail würdest du so mit dem GMail-Konto antworten, nicht mit dem Vereinskonto.
Ah, ok. Bis dato hat dies der Server getan. Das dies auch die Gmail App kann wusste ich nicht. Da drängt sich mir die Frage auf, wenn die gmail app diese abruft, sind sie dann dennoch oder auch im Webmail von Google zu sehen? Oder werden sie nur auf meinem Mobilen Gerät verwaltet.
DAS ist ja ein entscheidender Vorteil von IMAP – die E-Mails bleiben – i. d. R. – auf dem Server des Mailproviders und sind somit permanent für alle Endgeräte gleichermaßen verfügbar.
Btw.:
Die Apps der Anbieter sind eigtl. auch nur eine nutzerfreundlicher bzw. "bequemlicher" für Mobilgeräte gestaltete Frontendversion von den Webportalseiten der Anbieter – im Grunde "tun" die das Gleiche.
Und wenn der Server des IMPA Mailproviders eines Tages nicht (mehr) funktioniert, dann hat man nur noch das, was der Client vielleicht mal runtergeladen hat.
Ja, und?
Für solche "eines Tages"-Konstellationen gibt's doch ebenso Sicherungsmöglichkeiten, die man doch gleichermaßen auch für seine lokal gespeicherten Daten benötigt bzw. betreiben sollte.
Vorsorgeverantwortlich ist doch erstmal jeder für sich selbst, und nicht andere! 🤷♂️
Ja, und: Das ist eben kein entscheidender Vorteil von IMAP, ganz im Gegenteil.
@Anonym 23:53 Uhr:
Joa, mein' Du mal – ich glaub' viel eher, dass die meisten Leute, die um die "Mehrnutzermöglichkeit" mit dieser Abrufmethode wissen, sie genau auch aus diesem Grund als vorteilhaft zuordnen.
Und bspw. ich hab' auch noch niemanden kennen gelernt, der nach Information über diese Option sich bewußt doch für das POP-Abrufverfahren entschieden hat. 🤷♂️
Wenn man das Konto in der mobilen GMail App als 2. Adresse einrichtet statt den bald eingestellten POP3-Sammeldienst zu nutzen sind die Mails nicht mehr im Webmail-Interface von Google zu sehen, nur in der App. Und dort nicht "gemischt", man kann umschalten zwischen den beiden Mailkonten.
Was ist das denn für ein Provider für die Vereinsadresse der kein Web-Interface anbietet? Möglicherweise gibt es ja doch eines, vielleicht kannst du ja die Domain-Adresse hinter dem "@" hier posten falls die nicht geheim ist ;-)
Ja, Google schottet immer stärker sein Ökosystem ab.
Und wird dann von der EU gezwungen, es wieder zu öffnen.