Google will mit Chrome ab Sept. 2026 zum 2-Wochen-Release-Zyklus

Bisher galt beim Google Chromium-Projekt bzw. beim Google Chrome-Browser ein vierwöchiger Release-Zyklus, zu dem neue Builds veröffentlicht wurden. Nun haben die Google-Entwickler angekündigt, bald zu einem zweiwöchentlichen Release-Zyklus überzugehen. Das soll den Nutzern schneller neue Features und Bug-Fixes bringen, dürfte aber "Nebenwirkungen" haben.

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Das Google-Entwicklerteam hat zum 3. März 2026 den Blog-Beitrag Get features faster with Chrome's two-week release cycle mit Details veröffentlicht. Meine Erinnerung war zutreffend: Seit 2021 veröffentlichten die Chrome-Entwickler alle vier Wochen ein neues Milestone-Update. Seit 2023 gibt es dann noch die wöchentlichen Sicherheitsupdates, mit denen auf Schwachstellen reagiert wird.

Das sich die Webplattform sich ständig weiter entwickelt, argumentieren die Chrome-Browser-Macher, sei es ihr neues Ziel, Entwicklern und Nutzern sofortigen Zugriff auf die neuesten Leistungsverbesserungen, Fehlerbehebungen und neuen Funktionen zu ermöglichen.

Daher stellt man künftig alles beim beim Chrome-Browser auf einen zweiwöchigen Release-Zyklus um. Das Team argumentiert, dass es häufiger Releases geben, aber der "geringe Änderungsumfang" würde Störungen minimieren und die Fehlerbehebung nach der Veröffentlichung vereinfachen. Man zeigt sich dank der jüngsten Prozessverbesserungen zuversichtlich, dass diese Umstellung "den eigenen hohen Standards für Stabilität aufrechterhalten werde".

Der neue Release-Zyklus bedeutet, dass alle zwei Wochen eine neue Beta- und stabile Version von Chrome veröffentlicht wird. Das Ganze beginnt mit der stabilen Version von Chrome 153, die am 8. September 2026 veröffentlicht werden soll. Dieser Release-Zyklus gilt für alle Plattformen – Desktop, Android und iOS. Es gibt keine Änderungen für die Dev- und Canary-Kanäle, heißt es noch.

Ich weiß nicht, wie es der Leserschaft geht. Beim auf Chromium aufbauenden Edge glaube ich zu erkennen, dass nicht mehr ausgiebig getestet werden kann und sich die Bugs in den Releases eher häufen. Giert von euch jemand nach 14-tägigen Feature-Updates beim Google Chrome-Browser und dessen Derivaten? Sicherheit und Stabilität wären meiner Einschätzung nach wichtiger als Featuritis. Oder liege ich da falsch und alles wird besser?

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6 Kommentare zu Google will mit Chrome ab Sept. 2026 zum 2-Wochen-Release-Zyklus

  1. mw sagt:

    Vierwöchige Releases sind schon eine Qual. Wenn es sich lediglich um Bugfixes handelt geht das noch, aber die Featuritis kennt wohl keine Grenzen. Alle 2 Wochen neuer Schnickschnack ist einfach nur grausig. Da lob ich mir die ESR Versionen von Firefox. Ich weiß gar nicht, warum die Menschen auf Chrome und Edge fliegen, wie Mücken auf Sch….ße. Ein Grund mehr Chrome und Edge zu meiden wie die Pest. Ein guter Browser braucht nicht andauernd neuer Features. Kommt wohl vom alten Spruch "wenn ein Produkt noch nicht kaputt ist, hat es noch zu wenige Features".

  2. Steter Tropfen sagt:

    Ziel dürfte wohl eher sein, damit die unabhängige Konkurrenz endgültig aus dem Feld zu schlagen: Schon der Firefox kämpft damit, alle Features, die Google für Chrome raushaut, in seinen Browser zu integrieren. Ganz zu schweigen von alternativen Browser-Projekten wie Palemoon, der inzwischen nur noch mit ausgewählten Seiten funktioniert. Und wenn erstmal eine populäre Seite wie Youtube ein paar Tage nicht korrekt angezeigt wird, hagelt es sofort negative Nutzerbewertungen im Stil von „Taugt nichts, hat mit zu vielen Seiten Probleme" und der Browser verliert weitere Nutzer.

    Normal ist das nicht. Wer braucht denn schon alle zwei Wochen neue Funktionen für seine Website? Aber viele Webdesigner sind einfach hirnlos und scheren sich überhaupt nicht um Kompatibilität (ja nicht mal um Funktionalität) – siehe z.B. ZDF-Mediathek. Die verbauen stur, was ihnen Google eingibt …und garnieren es ggf. mit einem Warnpopup „Sie nutzen einen veralteten Browser, damit kommen Sie bei uns nicht weit. Also laden Sie sich schleunigst HIER den aktuellen Chrome runter."

    • mw sagt:

      Dem kann ich nur zustimmen. Chrome und Edge sind für den DAU und Michel gedacht. Nur im embbeded Geschäft und bei Software Entwicklern ist das nicht förderlich. Zudem sollte ein Browser das tun, was er im Namen trägt. HTML anzeigen und das absolut normkonform. Der ganze JS Mist ein Geschwür, das nicht mehr zu kontollieren ist. Für Allerweltsnutzer ist der Browser längst ein Multimedia User Interface geworden inklusive Digital Restriction Management. Wie wäre es denn mit einem pure HTML Modus? Google hat selbstverständlich kein Interesse sein Werbegeschäft zu torpedieren und mit YT gleich auch noch die Möglichkeit andere Browser bei vielen DAUs auszuschließen. Und dann gibt es noch saublöde IT Abteilungen, die nur Edge in ihrer Microsoft Blase zulassen.

  3. Daniel A. sagt:

    Ich sehe das auch eher kritisch. Bug- und Sicherheitsfixes dürfen gerne in einem kürzeren Zyklus erscheinen, aber neue Features reichen meiner Meinung nach auch alle halbe Jahre. Dann würde man vielleicht auch nicht so viele Bugs einbauen, die man dann fixen muss.
    Bin mal gespannt, wie sich das auf die Chromium Engine auswirkt, ich verwende selbst den Vivaldi, der basiert ja auch auf Chromium.

  4. noway sagt:

    Ich giere nach ESR-Versionen, an denen sich möglichst wenig ändert. Und nach Webseiten ohne Javascript, Cloudflare und ähnlichem Trara, das Leistung kostet.

    Ich habe neulich mal einen Test gemacht (mit Aquafox auf einem historischem PowerPC-Mac, aktuelles SSL/TLS kann er, sonst aber eigentlich nichts), was man überhaupt noch ohne den ganzen Bloat ansurfen kann. Nicht viel, Günters Blog ging aber :)

  5. WLanHexe sagt:

    Absolut irre… Ich nutze schon seit Ewigkeiten Firefox in den ESR Versionen und bin damit echt zufrieden. Was soll ich denn aller 14 Tage mit einen Haufen neuer Features? Ein Grund für mich mehr, bei Firefox ESR zu bleiben. Ich will einfach nur einen Browser und kein Featuremonster.

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