Führt Microsoft demnächst MS 365 A7-Pläne für AI-Bots ein und lässt Firmen zahlen?

CopilotIch habe es lange im Hinterkopf gehabt und eine vage Erinnerung, bereits vor einigen Monaten von Mary Foley gelesen zu haben, dass Microsoft darüber nachdenkt, die Nutzung von AI-Agenten  für Kunden Lizenz-pflichtig zu machen. Die Tage gab es dann Berichte, dass Microsoft eine E7-Lizenzstufe als Abonnement einführen könnte, bei dem pro KI-Agent eine monatliche Lizenzgebühr fällig wird. Die Agenten werden dann wie User in der Lizenz berücksichtigt.

Die Berichte (Gerüchte) besagen, dass Microsoft plane, KI-Agenten wie Mitarbeiter zu lizenzieren – und entsprechend zu berechnen. Denn KI-Agenten sollen ja als digitale Mitarbeiter fungieren. Dazu benötigen sie Identitäten, E-Mail-Konten, Teams-Zugriff und Richtlinienkontrollen. Alle diese Funktionen sind derzeit lizenzmäßig an Abonnements für einzelne Benutzer gebunden und werden auch so abgerechnet.

Da ist es dann naheliegend, die Kosten für KI-Agenten auf die Unternehmen umzulegen – irgendwo muss das Zeugs ja finanziert werden. Laut Mary Jo Foley, Analystin bei Directions on Microsoft, erwägt Redmond eine neue Microsoft 365-Abonnementstufe,  die noch informell als E7 bezeichnet wird. Das Ganze wurde zum 2. März 2026 im Beitrag Microsoft 365 E7: A New Agent-Centered Subscription Plan Expected Soon veröffentlicht.

Der vorgeschlagene E7-Plan soll Microsoft 365 Copilot und Agent 365 – sowie Entra-Features, die derzeit nicht in der Microsoft 365 E5-Stufe enthalten sind – umfassen. Agent 365 ist derzeit als Preview-Dienst zur Verwaltung und Steuerung von KI-Agenten in Unternehmensumgebungen verfügbar.

Das Ganze nimmt wohl konkrete Formen an, da Unternehmen damit beginnen, KI-Agenten neben menschlichen Mitarbeitern einzusetzen. Es gibt zwar bereits Microsoft 365 E5 plus Copilot, was bestimmte Dienste abdeckt. Aber Microsoft 365 E7 würde dann alles in einer einzigen SKU bündeln. Es wäre dann die erste neue Abonnementstufe für Unternehmen, die Microsoft seit 2015 bei MS365 einführt.

Microsoft braucht mutmaßlich dringend Einnahmen im KI-Segment, da Akzeptanz für den Microsoft 365 Copilot durch für die Lizenz zahlende Kunden bislang eher bescheiden ist. Ich hatte im Beitrag Microsoft, die Milliarden AI-Investitionen und die 3% Copilot-Zahlkundschaft erwähnt, dass es nur ca. 3 % der 450 Millionen Copilot-Nutzer sind, die wirklich für eine Lizenz zahlen.

Im Sommer 2026 wird es dann Preiserhöhungen für Microsoft 365-Pläne geben (siehe Microsoft 365: Preise steigen 2026, KI sei Dank). Da könnte man auch gleich einen Microsoft 365 E7-Plan mit raus schieben, der alles mit KI auch noch umfasst. Schließlich muss Microsoft reagieren – wenn die Auguren Recht behalten, werfen die Firmen ja dank KI Millionen Beschäftigte raus. Die Kontroller haben sicher im Voraus berechnet, wie viele User-Lizenzen Microsoft dann in seinen MS365-Plänen verloren gehen, denn die Firmen haben ja weniger Mitarbeiter. Das muss dann natürlich anders kompensiert werden.

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4 Kommentare zu Führt Microsoft demnächst MS 365 A7-Pläne für AI-Bots ein und lässt Firmen zahlen?

  1. Luzifer sagt:

    Naja irgendwie müssem die Millionen Investitionen ja wieder reinkommen… auch für ein "2 Big 2 Fail Unternehmen". Erst überall den Shice reindrücken, kostenlos anfixen und dann abkassieren… ein altbewährtes Prinzip!
    Ganz sicher wird es da massenhaft Unternehmen geben die das mit Handkuss latzen werden… KI Agents sind halt der heiße Shice!

    War doch vorhersehbar…

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    Die Kontroller haben sicher im Voraus berechnet, wie viele User-Lizenzen Microsoft dann in seinen MS365-Plänen verloren gehen, denn die Firmen haben ja weniger Mitarbeiter.
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    Nicht wirklich… ob da nun Menschen als Mitarbeiter zählen oder doch nur KI-Agents, spielt ja keine Rolle pro "Mitarbeiter " wird eine Lizenz fällig… nur ne Definitionssache was ein Mitarbeiter ist. In einer vollautomatisierten Fertigungslinie braucht der Roboter ja auch schon eine Lizenz für das BS.
    Oder kriegt hier jemand die embedded Lizenz Gratis? Ist ja bei der CPU auch nicht anders, da wird auch schon fleissig nach Kernen lizenziert.
    MS ist ja nicht blöd!

    • noway sagt:

      Zumal viele "Entscheider" nur "effizient" und "modern" hören, dann "dabei sein" wollen, sich für "lästige Details" ohnehin nicht interessieren, sich darauf freuen, die "lästigen Bedenkenträger" aus der IT loszuwerden – und ohnehin höchstens die ersten zwei Seiten der bunten Broschüre überflogen haben… ach nee, das ist ja schon zu lang, deshalb haben sie es sich von einer KI zu einem knackigen Dreizeiler zusammenfassen lassen.

  2. Anon sagt:

    Also wie gut AI-Agents bei der Arbeit sind sollten doch alle durch die Fast-Food Experimente kennen….
    Wenn ich demnächst ein Stahlwerk anschreiben kann und dort ne KI im vertrieb/verkauf/einkauf die Sachen ab arbeitet und möglichst noch Verträge zusammenklabautert wird es lustig. Vor allem im Ami-land…
    Die grenzen sind nur von der Kreativität abhängig.
    So etwas wie ne klausel ala "dieser vertrag sieht eine Lieferung pro jahr mit laufzeit 25 jahre vor, jedes Jahr wird der initial vereinbarte preis um 25% gesenkt, falls der vertrag abgebrochen wird gehts zu XY arbitration und Schadensersatz" einbauen stelle ich mir lustig vor, und leider als realistisch.

  3. Admin im Mittelstand sagt:

    Wenn es eine extra Lizenz ist muss man die ja nicht buchen. Der Vorteil wäre man müsste sich nicht mehr darum kümmern den ganzen Kram aus dem System zu kratzen. Der Funktioniert dann einfach nicht mehr. Und wenn sie auf die Idee kommen von einem Lizenzkosten zu kassieren für zwangsbeglückte Produkte müsste man die ja deaktivieren können. Ansonsten gilt, nicht bestellte Ware wird nicht bezahlt. Wäre meine Wunschvorstellung.

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