Mozilla verlängert den Firefox 115-Support für Windows 7/8.1 bis August 2026

MozillaDie Entwickler von Mozilla haben Nutzern von Windows 7 SP1 und Windows 8.1 erneut so etwas wie eine Gnadenfrist für den Firefox-Browser spendiert. Eigentlich wäre im März 2026 der Support für den Firefox 115 abgelaufen. Jetzt wurde der Supportzeitraum vorerst auf August 2026 verlängert.

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Bisherige FF-Supportpläne für Windows 7/8.1

Sowohl Windows 7 (SP1) als auch Windows 8.1 sind längst aus dem Support durch Microsoft gefallen. Windows 7 SP1 konnte noch mit Trick bis Januar 2026 über Sicherheitsupdates abgesichert werden. Aber für Windows 8.1 war das längst nicht mehr der Fall. Nur der auf Windows 8.1 basierende Windows Server 2012 R2 erhält noch bis Oktober 2026 Sicherheitsupdates von Microsoft im Extended Security Update (ESU) Programm.

Daher hatten die Mozilla Entwickler bereits vor Jahren darauf hingewiesen, dass es irgendwann keine Aktualisierungen mehr für den Firefox-Browser für diese Betriebssystemplattformen mehr geben wird. Ich hatte bereits im Mai 2023 im Blog-Beitrag Firefox wechselt unter Windows 7, 8 und 8.1 zum Extended Support auf diesen Sachverhalt hingewiesen.

Derzeit wurde angekündigt, dass für Windows 7, 8 und 8.1 nur noch der Firefox-Browser in der Version 115 ESR als Extended-Support-Version unterstützt werde. Es ist der letzte Entwicklungszweig für diese Plattformen und seit dieser Zeit gab es nur noch Sicherheitsupdates im 115er ESR-Entwicklungszweig für die genannten Betriebssysteme.

Der Support für den Firefox 115er ESR war durch das Mozilla-Team mehrfach für Windows 7/8.1 verlängert worden. Eigentlich sollte nun im März 2026 auch Schluss mit dem Firefox 115 ESR sein, wie ich, unter Verweis auf die Mozilla-Erklärungen, im alten Blog-Beitrag Firefox 115 ESR: Windows 7/8.1-Support bis März 2026 schrieb.

Firefox 115ESR EOL

Und es sah auch so aus, dass nun "das Ende der Fahnenstange" erreicht sei. Im Blog-Beitrag Windows 7/8.1: Ist der Firefox 115.32.1esr die letzte Version? hatte ich obigen Screenshot der Mozilla-Pläne für den Firefox veröffentlicht, der März 2026 als End Of Life für den Firefox 115 ESR vorsieht.

Mozilla verlängert den 115ESR-Support bis August 2026

Es deutet sich an, dass es weiterhin die Notwendigkeit gibt, den Firefox als Browser in der noch unter Windows 7 und Windows 8.1 lauffähigen Version 115 ESR zu supporten. Ein Blog-Leser hat mich in diesem Kommentar auf diesen Beitrag von Caschy hingewiesen (danke).

Firefox 115ESR EOL

Die Mozilla-Entwickler haben auf dieser Webseite einen revidierten Zeitplan für die ESR-Entwicklungsstränge des Firefox veröffentlicht. Das End of Life-Datum (EOL) für den Support der Firefox 115 ESR wurde dort auf den 15. September 2026 verschoben. Es gibt als sechs weitere Monate Support für diese Browser-Version, die noch auf Windows 7/8.1 läuft.

In einer Anmerkung im Seitenkopf heißt es von den Entwickler: "Wir haben beschlossen, den Support für ESR 115 nur für Windows 7/8.1 und macOS 10.12-10.14 bis August 2026 zu verlängern. Wir werden diese Entscheidung im Juli 2026 neu bewerten und dann alle Aktualisierungen zum Ende der Lebensdauer von ESR 115 bekannt geben." So ganz spontan schoss mir der Titel eines Films "Hunde, wollt ihr ewig leben" durch den Kopf.  Aber für Nutzer von Windows 7/8.1 und macOS 10.12-10.14 ist das natürlich eine gute Nachricht.

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16 Kommentare zu Mozilla verlängert den Firefox 115-Support für Windows 7/8.1 bis August 2026

  1. noway sagt:

    Auch deshalb halte ich Firefox und seinen Derivaten die Treue (bei mir geht es um alte Macs).

  2. Daniel sagt:

    Da bekommt der Windows 7 Reserve-Notebook noch eine Gnadenfrist bevor er Linux verpasst bekommt.

  3. Anonym sagt:

    Sehr schön. Nach dem immer noch tadellos laufenden Windows 7 wird es hier kein Windows mehr geben. Wieviele Stunden/Tage/Wochen Update Horror das schon gespart hat, unbezahlbar. Und der alte Scanner/Drucker des Nachbarn, der ab Win 11 dort tot war, funktioniert hier nachhaltig weiter.

  4. Red++ sagt:

    Es ändert jedoch, nichts an der Tatsache das irgendwann mal Schluss ist!

    Und je eher man sich mit einem neuen System vertraut macht, umso besser versteht man es auch, wenn es so weit ist.

    Ich habe 2021 meine Systeme auf Linux umgestellt, hatte damals Zeit genug um mich darauf vorzubereiten, einige laufen im Multiboot mit Windows und Linux und andere ganz auf Linux, ich komme da mit mittlerweile ganz gut klar, im Switsch zwischen den beiden Betriebssystemen.
    Es gibt zwar immer noch einige Programme, die mir fehlen und wo ich noch keine Ausweichmöglichkeit gefunden habe aber es wird besser, da immer mehr Leute, die ich kenne, von Microsoft weg gehen.

    Linux mit Mozilla Firefox und Thunderbird eignen sich hervorragend mit Windows zu Synchronisieren.

    • Fi(lmgu)cken sagt:

      Es ist IMMER irgendwann Schluss.

      Jedenfalls bin ich froh, dass der FF ESR noch bis Jahresmitte unterstützt wird, so kann ich den Wechsel auf Windows 10 noch weiter rausschieben :D

    • Luzifer sagt:

      Naja das Problem ist ja nicht das OS an sich, wer ein Windows sauber aufsetzen und nutzen kann kann auch ein Linux aufsetzen und nutzen… das Problem ist die mangelnde Software welche unter Linux nicht existiert!
      Ein OS ist nur ein OS! Die Software macht den Nutzen eines Rechners aus…
      und da schauts halt abseits 08/15 mau aus unter Linux.

      • Anonym sagt:

        Es kommt drauf an, was man drauf macht…

        "Das gibt's da nicht", es aber gar nicht zu verwenden, ist ein gern vorgeschobener "Verhinderugsfall"… Manche Sachen sind einfach nur anders, aber nicht schlechter. Wer es gar nicht erst testet, kann auch kein fundiertes Urteil fällen.

      • Red++ sagt:

        Na ja ganz so schlimm ist es ja nun nicht, die Distros bringen zum Teil alle schon eine Menge an Software mit, als Browser ist Firefox bereits vorinstalliert, mit dem E-Mail-Client Thunderbird und der Office-Suite LibreOffice sind weitere bekannte Programme für den schnellen Einstieg vorhanden.
        Aber bei speziellen Programmen, die man über Jahre hinweg unter Windows benutzt hat, Hapert es eben unter Linux.
        Es gibt Notlösungen und Lösungen, momentan bin ich immer noch am herum switchen, weil ich noch ganz nebenbei meine 90 Jährige Mutter an 4 Tagen 8 Stunden die Woche Pflege da bleibt nicht so viel Zeit zum Testen.

        • Red++ sagt:

          Ich muss jedoch sagen ich habe auf meinem vor 11 Jahren gekauften PC mit einem Intel Core i7-6700K mit 32 GB RAM neben Windows 11 ein Linux Mint installiert und mit Handbrake https://handbrake.fr/ mal getestet wie sich Windows gegenüber Linux beim Umwandeln von Videos schlägt und war überwältigt, dass es unter Linux viel schneller geht, obwohl die Hardware dieselbe ist.

      • Ottilius sagt:

        Immer der gleiche pauschale Müll.

        Wenn es für dich und deine kleine Welt nicht passt, ok. Für andere passt es, also akzeptier es endlich!

      • AlexT sagt:

        Im Prinzip kann man ein Alt-Windows samt diverser Windows Software recht sicher in einer VM (z.B. VirtualBox oder VMWare) ohne Netzzugang betreiben.

        Allerdings klappt das leider nicht mit jeder Software, und es ist dann immer noch vorteilhaft, potentiell verseuchte Dateiformate wie Word, Excel, PDF zu scannen, bevor man sie in die VM importiert.

    • Anonym sagt:

      Diese Logik mit "lieber jetzt gleich machen als später" ist nicht einleuchtend, es gibt ja keinen Bonus für eine frühere Umstellung. Wenn die Zeit gekommen ist, gibt es vielleicht sogar ein besseres Angebot, und frühere Probleme wurden korrigiert.

      Abgesehen davon bin ich auch schon seit Jahren mit Linux unterwegs und kann es nur empfehlen! Man sollte es einfach mal angstfrei probieren: Bootstick erstellen, eine externe Festplatte dranhängen (die man auch unter UEFI booten kann) oder zur Not eine VM (würde ich aber nicht empfehlen), Mint oder Ubuntu für den Anfang in einer Roh-Installation drauf (dauert was, 10-20 Minuten?) und dann kann's losgehen! Evtl. ist das Eintippen des WLAN-Schlüssels die erste Herausforderung (ggf auf separaten USB-Stick), aber Browserprofile konnte ich seinerzeit einfach rüberkopieren, fertig.

      Backup ist aber sicherlich nicht verkehrt, falls man sich aus Unkenntnis was zerschießt.

  5. R.S. sagt:

    Macht noch Sinn, da ja Server 2012 und 2012 R2 und damit inoffiziell auch Windows 8 und 8.1 bis einschließlich Oktober 2026 Updates per ESU erhalten.

    • Red++ sagt:

      In gewisser Weise schon, aber man kann auf den Windows Server eben nicht all das machen, was man auf einer Pro machen könnte, zudem braucht man auf einem Server auch noch eine Lizenz und wenn mehrere damit arbeiten sollen brauchst du auch noch ein paar mehr.
      Insofern ist das keine echte Lösung!

      Setzt euch doch einfach eine VM auf mit Linux und testet die Dinger einfach selbst, oder sucht eich eine eigene Distro https://distrosea.com/de/

  6. Steter Tropfen sagt:

    Kann es sein, dass MS-Copilot jetzt ältere Firefox-Versionen ausgrenzt? Ich habe es mit mehreren (auch portablen, ganz unmodifizierten) Firefox-Browsern der 115er-Reihe versucht, statt einer Antwort liefert Copilot nur die Weisheit „Es liegt an uns und nicht an Ihnen". Zum Glück brauche ich den nicht ernsthaft. Mit einer uralten Vivaldi-Version funktioniert er jedenfalls noch, es sollte also nicht an meinem Rechner, dem DNS oder der IP liegen.

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