Google musste bei der KI-gestützten Suchfunktion "Ask Photos" nach unzähligen Beschwerden der Nutzer nachgeben. Die Google Fotos-Funktion bekommt in den USA eine Funktion, um die KI-gestützte Suchfunktion "Ask Photos" abzuschalten. Allerdings scheint Google bei der angedachten Entwicklerregistrierung für Android-App zu tricksen.
KI-Fotosuche wird abschaltbar
Die KI-gestützte Suchfunktion "Ask Photos" ist wohl 2024 in den USA in Google Fotos ausgerollt worden (siehe diesen Beitrag). Ad-hoc weiß ich nicht, ob es auch in Europa in der Google Fotos-App enthalten war. Gemäß nachfolgendem Tweet ist die KI-Suche in Google Fotos mit Abstand das schlechteste Suchprodukt, das Google jemals veröffentlicht hat.
Jedenfalls sind viele Benutzer nie mit der Funktion warm geworden und es hat wohl massive Beschwerden gegeben. Es gab wohl in den Optionen eine Möglichkeit, die AI-Suche abzuschalten. Aber am Ende des Tages scheint Google sich geschlagen zu geben.
Die Verantwortliche für Google Fotos, himrit ben-yair, gab in obigem Tweet bekannt, dass man eine neue Funktion einführe, mit der Nutzer selbst entscheiden können, ob sie die schnelle klassische Suche oder die intelligenten Ergebnisse von "Ask Photos" verwenden möchten- Aus dem Tweet geht auch hervor, dass man Feedback erhalten habe, dass die Nutzer mehr Kontrolle über die Art der Ergebnisse wünschen, die sie bei der Suche in Google Fotos sehen. Merke: Google "hört" auf seine Benutzer.
The Verge berichtete zum 10. März 2026 in diesem Artikel über diese neue Entwicklung. Ein Nutzer schrieb auf BlueSky, es sei bemerkenswert, dass KI-gestützte Suchfunktionen so schlecht implementiert sind und eine derart schlechte Benutzererfahrung bieten, dass Unternehmen Notlösungen wie Schaltflächen zum Deaktivieren hinzufügen müssen, um zu verhindern, dass die Nutzer das Produkt komplett den Rücken kehren. Heißt: Die Abstimmung mit den Füßen kann schon Wirkung zeigen.
Der Ratschlag dieses Nutzers lautete: "Ein Unternehmen mit einem Wert von mehreren Milliarden Dollar sollte vielleicht die Benutzererfahrung testen und überprüfen, ob sie den Kunden tatsächlich gefällt." Das könnte man auch anderen US-Tech-Unternehmen in die Agenda schreiben.
Ich selbst habe wissentlich nie mit "Ask Photos" Berührung gehabt. Wegen der notorischen Nachfrage, ob meinen Fotos vom Android-Gerät in den Google-Cloud gesichert werden sollen, habe ich vor einiger Zeit eine alternative Android-App für die Foto-Verwaltung installiert. Ich hatte Anfang März 2026 im Beitrag Digital Independence-Day (März 2026): Android-Apps von Google ersetzt skizziert, welche Apps ich aus dem FDroid-Store einsetze.
Trickst Google bei der Entwicklerregistrierung?
Google plant, dass alle Android-App-Entwickler sich gegenüber dem Unternehmen identifizieren müssen, um die App künftig noch unter zertifizierten Android-Geräten ausführen zu können. Ich hatte das Thema im August 2025 im Beitrag Google verlangt von Android-App-Entwicklern eine Identifizierung angesprochen und Details genannt.
Nach massiven Protesten schien es, dass Google nachgeben könnte. Ich bin im Beitrag Android-Entwicklerregistrierung: Google rudert ein bisschen zurück darauf eingegangen. David Xanatos hatte mich zum 11.3.2026 per E-Mail diesbezüglich kontaktiert und schrieb: "Leider scheint es, dass Google da nur ablenkt und nichts macht". Er hatte in der E-Mail den Link zum offenen Brief auf keepandroid.open.org sowie den Artikel An Open Letter Opposing Android Developer Verification vom 24. Februar 2026 (hatte ich schon im Blog angesprochen) mitgeschickt. Inzwischen gibt es auch eine Petition Stop Google from limiting APK file usage auf change.org – hat erst ca. 65.000 Unterschriften.





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