CISPE reicht EU-Wettbewerbsbeschwerde gegen VMware by Broadcom ein

VMwareDie Cloud Infrastructure Service Providers in Europe (CISPE) haben jetzt eine offizielle Wettbewerbsbeschwerde Broadcom wegen der Geschäftspraktiken bei VMware bei der EU-Kommission eingelegt. Die CISPE fordert ein sofortiges Handeln der EU-Kommission. Ergänzungen: Noch einige Insights nachgetragen.

Es ist ein Konflikt, der schon lange schwebt. Die Cloud Infrastructure Service Providers in Europe (CISPE) sehen sich durch die Geschäftspraktiken von Broadcom nach der VMware-Übernahme massiv beeinträchtigt. Bereits im April 2024 hatte ich im Beitrag VMware plant zwei Cloud Foundation-Releases, können die es reißen? CISPE-Beschwerde eingereicht berichtet, dass die CISPE einen Brief an, für Monopolpolitik zuständige hochrangige Politiker der Europäischen Kommission, geschickt hat. Dort wird die Lizenzpraxis von VMware by Broadcom beklagt. Die CISPE hat noch im Mai 2025 starke Preissteigerungen bei VMware beklagt (siehe CISPE: VMware hat Preise um 800 bis 1500 % erhöht). Alle paar Monate hörte man die Klagen der CISPE über unfaire Software-Lizenzierungspraktiken von Broadcom, die das Cloud-Ökosystem in Europa verzerren.

CISPE legt EU-Beschwerde ein

Zum 19. März 2026 hat die Cloud Infrastructure Service Providers in Europe (CISPE) jetzt offiziell Beschwerde gegen die Geschäftspraktiken von Broadcom bei der EU-Kommission eingelegt und forderte sofortiges Handeln der Kommission. Das geht aus der Mitteilung CISPE Files Competition Complaint Against Broadcom, Urges Immediate EU Action von letzten Donnerstag hervor.

Der Vorwurf der CISPE lautet, dass die "Schikanen von Broadcom" die Existenz europäischer Cloud-Anbieter bedrohen. Dies ist bereits die zweite Beschwerde des CISPE gegen einen marktbeherrschenden US-Anbieter. Der Vorwurf der CISPE lautet, dass Broadcom versucht, den europäischen Cloud-Markt durch unfaire Software-Lizenzbedingungen zu kontrollieren.

Angesichts der Dringlichkeit und Schwere der Lage fordert die CISPE einstweilige Maßnahmen, um den anhaltenden Missbrauch durch Broadcom zu stoppen. Hintergrund der neuen EU-Beschwerde sind die jüngsten Maßnahmen von Broadcom. Im Januar 2026 kündigte Broadcom die Beendigung seines VMware Cloud Service Provider-Programms in Europa an. Dies sei zu Preiserhöhungen, Produktbündelungen und Forderungen nach Vorauszahlungen sowie Mindestverpflichtungen hinzugekommen, schreibt die CISPE. Die neuen Auflagen basieren "auf potenzieller" statt tatsächlicher Nutzung, argumentiert die CISPE. Das führe insgesamt zu einer Kostensteigerung von mehr als 1.000 Prozent.

Diese einseitige Entscheidung Broadcoms habe, bis auf eine winzige Minderheit handverlesener Partner, alle anderen aus Anbieter ausgeschlossen und verwehrte den meisten europäischen CSPs den Verkauf von VMware-Produkten, lautet der CPISPE-Vorwurf. Infolgedessen werde Kunden der Zugang zu und die Auswahl an VMware-Software vorenthalten, und viele Anbieter sehen einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen über Nacht wegfallen führt die CISPE in der Liste der Vorwürfe gegen Broadcom auf.

Diese jüngste Maßnahme von Broadcom wird viele europäische CSPs zum Marktaustritt zwingen, argumentiert die CISPE. Außerdem werde sie in einigen Märkten virtuelle Monopole schaffen, in denen Anbieter vollständig von Broadcom abhängig sind. Man sei davon entfernt, Europas "Sovereign Cloud" aufzubauen, wie Broadcom behauptet, schreibt die CISPE.

Die EU-Beschwerde der CISPE fordert daher einstweilige Maßnahmen, da nicht nur den europäischen Cloud-Anbietern, sondern einem gesamten Ökosystem – einschließlich Partnern sowie Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors, die auf die Virtualisierungssoftware von VMware angewiesen sind – unmittelbarer und irreparabler Schaden entsteht. Die CISPE fordert mindestens Folgendes:

  • Die sofortige Aussetzung der von Broadcom beschlossenen Beendigung seines VCSP-Partnerprogramms und die Wiederaufnahme europäischer Cloud-Dienstleister, damit diese weiterhin VMware-Produkte verkaufen können.
  • Die Wiedereinführung des „White-Label"-Programms, das 2025 von Broadcom gestrichen wurde und das es KMU und kleineren Cloud-Anbietern zuvor ermöglichte, VMware-Software als Teil ihrer Cloud-Lösungen anzubieten.

Schließlich ist CISPE der Ansicht, dass im Rahmen dieser einstweiligen Maßnahmen ausdrückliche Schutzmaßnahmen gegen Vergeltungsmaßnahmen seitens Broadcom erforderlich sind und dass ein System von Geldbußen durchgesetzt werden muss, um die Einhaltung dieser Bedingungen sicherzustellen.

CISPE steht mit diesen Bedenken nicht allein da. Die EU-Wettbewerbsbeschwerde stützt die Beschwerde  von Voice e.V., die viele der größten IT-Kunden in Deutschland vertritt und im Mai 2025 eingereicht wurde. Sie spiegelt auch die Bedenken vieler Verbände und einzelner Unternehmen auf dem gesamten Kontinent wider – von denen viele so stark von Broadcoms VMware-Software abhängig sind, dass sie direkte Vergeltungsmaßnahmen befürchten. Es bleibt nun abzuwarten, was die EU-Wettbewerbskommission diesbezüglich unternimmt.

Blick hinter die Kulissen

Ergänzung: Mir ist aus dem obigem Umfeld noch eine Information zugegangen und ich konnte Hintergrundinformationen einsehen. Meiner Interpretation nach steht die CISPE derzeit an einem entscheidenden Knackpunkt im EU-Wettbewerbsverfahren. Es gibt, auf Grund einer CISPE-Beschwerde, den Fall AT.40924 im EU-Wettbewerbsverfahren. Es handelt sich um eine kartellrechtliche Untersuchung der Europäischen Kommission gegen Broadcom im Zusammenhang mit der Übernahme von VMware.

Nach der CISPE-Beschwerde muss Broadcom wohl mit einer 200-seitigen Erwiderung reagiert haben. Inhaltlich wird die Broadcom-Erwiderung als "substanzlos" bezeichnet (teilweise seit reines Propektmaterial im Schriftsatz enthalten gewesen), aber als Indiz gewertet, wie ernst Broadcom die CISPE-Vorwürfe des wettbewerbswidrigen Verhaltens nehme. Diese 200-seitige Erwiderung wird so interpretiert, dass Broadcom damit demonstrieren will, wer mehr Anwälte und Geldmittel in diesem Verfahren habe. Denn jede dieser Seiten müsse durch die Gegenseite geprüft werden und es sei eine Antwort erforderlich. Durch die schiere Menge an Material würde Broadcom sich Zeit erkaufen. Es wird so interpretiert, dass Broadcom damit demonstrieren will, wer mehr Anwälte und Geldmittel in diesem Verfahren habe.

Und es gibt noch eine weitere Einschätzung, die mir so nicht klar war, aber zwischen den Zeilen verschiedener Dokumente durchschimmert. Die EU-Kommission scheint die VMware-Übernahme durch Broadcom durchgewunken zu haben, obwohl es ernsthafte Warnungen und Gegenstimmen gab. Jetzt steht die EU-Kommission durch die weiterhin bestehende Klage von CISPE auf Rücknahme der Genehmigung zur VMware-Übernahme durch Broadcom stark unter Druck.

Spannend fand ich die  Informationen, dass Broadcom seine Lizenzpolitik u.a. mit Microsofts 365- und Office-Suites rechtfertigt. Das dürfte kein Zufall sein, da die Abo-Politik von Microsoft, Oracle, Citrix und Co. den Markt umkrempelt und bereits zu gravierenden Preissteigerungen geführt habe. Die CISPE erwartet, dass man in 1–5 Jahren vor Bündelungen und Preisexplosionen bei allen diesen Abo-Anbietern stehen werde – da gilt es die Kuh zu melken, wie es nur geht – und die "Kuh ist ja immer noch willig".

Der CISPE geht es im aktuellen Fall um mehr als um den Broadcom / VMware-Fall. Es gehe um faire Wettbewerbsbedingungen, und es geht darum, zu verhindern, dass dieser Fall sich künftig bei einem anderen Anbieter wiederholt. Wenn der Broadcom-Fall verloren gehe, stelle das einen Dammbruch für diverse Unternehmen dar, mit unfairen Geschäftsgebaren den Markt zu beeinflussen. Dieser Fall sei Einzelfall, sondern ein Präzedenzfall für die gesamte digitale Infrastruktur, argumentiert die CISPE. Ohne Widerstand werde Vendor Lock-in zum Standard – und europäische Anbieter und Nutzer verlieren die Kontrolle über die eigene IT-Infrastruktur.

Das relativiert auch ein wenig den in nachfolgenden Kommentaren erwähnten Kommentar An alle VMware-Admins die gerade flennen … im heise-Forum. Inhaltlich kann ich nicht beurteilen, ob der Kommentar korrekt ist. Sofern zutreffend, wäre das die Blaupause für den Exit, also die Abstimmung mit den Füßen. Aber unter obigem Kontext sehe ich die CISPI-Beschwerde vor der EU-Kommission weiterhin als wichtig und gerechtfertigt an, um den Wildwest-Methoden großer Tech-Konzerne etwas entgegen zu setzen. Genau für diesen Zweck wurden die Wettbewerbskommissionen ja geschaffen.

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25 Kommentare zu CISPE reicht EU-Wettbewerbsbeschwerde gegen VMware by Broadcom ein

  1. mw sagt:

    Die Cloud Provider haben sich von VMware abhängig gemacht und beschweren sich nun, daß ihnen das auf die Füße fällt. Klar ist das Geschäftsgebahren von Broadcom absolut zu mißbilligen, aber irgendwie sind die Cloud Provider auch selbst schuld. Es war auch abzusehen, daß die Enshitification immer weiter voranschreitet. Sicherheit bieten langfristige Verträge ohne Kündigungsmöglichkeit seitens des Anbieters. Einen Plan B hatten die jetzt jammernden Provider wohl nie. So wie tausende Microsoft Kunden, denen auch von heute auf morgen ihre Dienste ausgeknipst werden können, keine Plan für den Fall der Fälle oder für eine Resilience haben. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

    • rpr sagt:

      Dazu kommt dann das man weder Personal , Geld noch Material hat einen Plan B umzusetzen.
      Nicht das es schon seit Jahren Tools gibt die Multicloud & on-premise ermöglichen.
      Wie immer:
      Dummheit, Gier und Überheblichkeit und schon hat man das Desaster.

    • Fritz sagt:

      Große Cloud-Provider haben sich nie abhängig gemacht.

      AWS (Amazon) setzt schon seit Urzeiten eigene Lösungen ein, Azure (Microsoft) intern auch relativ viel Linux und Container, alternativ Hyper-V.

      Beide haben zwar auch VMware im Portfolio gehabt (etwa als VMware on AWS), aber eher als Nischenprodukt und schon seit Jahren nicht mehr buchbar.

      Betroffen sind eher die mittelgroßen Cloud-Provider ohne eigene Virtualisierungsstrategie, die voll auf VCF bzw. früher Cloud Director gesetzt haben. Diese waren von Anfang an erklärtermaßen Ziel der Aquisition und zukünftige Melkkühe.

      Den on-premise-Nutzern wird die aktuelle Beschwerde nichts nutzen, die sind außen vor, wenn sie nicht überflüssigerweise Cloud-Produkte buchen.
      Eine Strategie, die auch Oracle schon vor 10 Jahren gefahren hat.

    • Günter Born sagt:

      Bin nicht so sicher, ob alle deine Schlussfolgerungen so zutreffen. Man darf mich nicht als Referenz nehmen, da ich da keine praktischen Aktivitäten drin habe. Aber mir wurde mehrfach erzählt, dass es da auch häufiger von Kunden/Anbietern Konformitätsanforderungen gab, die VMware-Lösungen vorschreiben, da nur diese zertifiziert sind. Da haben sich alle Seiten über Jahre in ein Lock-in-Szenarios hinein treiben lassen.

      • Luzifer sagt:

        Ist aber auch so eine Sache wo man sich reindrängen hat lassen weil man unbedingt mitmischen wollte und den Hals nicht voll kriegte!

        Ich bin ein kleines Licht mit 30 Angestellten in ner Nische… hab mir da meine Platz erkämpft und ganz bewusst auf manche Branchen verzichtet! und verkaufe auch nur innhalb der Bundesrepublik, eben weil mir die Auflagen sonst nicht gefallen! Mus nicht überall mitmischen wenn mir die Bedingungen nicht gefallen, kann trotzdem ganz gut davon Leben!

        Diese Abhängigkeiten sind sehr wohl selbstverschuldet, man kann nämlich auch ablehnen! Man muss nicht jeden Auftrag nehmen!
        Wenn die Bedingungen Scheiße sind lehn ich ab!
        Genauso wie Cloud / KI, brauch ich nicht, gibts hier nicht! Nennt man Rückgrat zeigen!
        Für ne Yacht hats halt so nie gereicht… aber das Haus ist groß voll smart und bezahlt und in der Garage stehen drei klassische Sportwagen.
        Mir reichts! Mein letzes Hemd das ich tragen werde hat keine Taschen… schulden tu ich niemanden was. erben gibt es keine, zumindest keine offiziellen… wie viele kleien Luzifers das aus der jugendlichen "Samenspende" existieren weis ich nicht… will ich auch nicht wissen ;-P

        nen guter "Kollege" hat sich mit Automotive eingelassen… käme mir nie im Traum unter solche Knebelverträge. Muss nicht sein.

        Diese Entscheidunge haben mich so auch vor NIS2 bewahrt (wobei das nen ziemlicher Krampf war: ob oder ob nicht)… obwohl die sowieso recht gut aus Eigeninteresse umgesetzt sind.

  2. Jürgen-Michael Radtke sagt:

    Ein Plan B für eine so tief verankerte Infrastrukturkomponente ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Die Provider, denen hier "Jammern" unterstellt wird, betreiben eine Anzahl vom VMs, die wesentlich größer ist, als sie es vielleicht in einem RZ eines Anwenderunternehmens ist.

    Neben dem Validierungsaufwand zur Sicherstellung, dass nach der Umstellung alles noch funktioniert, kommt dann halt noch der Migrationsaufwand für Tausende oder Zehntausende VMs.

    Dazu kommt, dass Broadcom mit seinem Handeln es einigen in Europa tätigen Partnern wie z.B. Dell unmöglich gemacht hat, langfristige Verträge mit ihren Kunden zu erfüllen. Klar, kann man den Klageweg einschreiten, das dauert im Zweifelsfall aber Jahre.

    Ich kann verstehen, dass selbst die CSPs sich beschweren, die einen Plan B haben, eine zweite Plattform bereits heute betreiben und das Knowhow dafür haben. Die Migrationsaufwände alleine zur Ausführung des Planes B dürften das Business für Jahre belasten.

    • Stephan sagt:

      Wenn man von einem Produkt abhängig ist, braucht man einen Plan B. Ansonsten könnte man ja auch auf Backups verzichten.

      Ich habe auch kein Mitleid!

  3. robbi sagt:

    Recht so.

    Fast die gesamte Branche braucht angesichts semimafiöser Geschäftspraktiken
    (monatliche Schutzgel…Entschuldingung…Schutzgebühr…achne Abo heißt das wohl) kräftig eins auf die gierigen Gichtfinger.

    Besonders die Glücksritter mit der Volxsgesundheit……

  4. Hansie Meier sagt:

    Geht es nur mir so, dass ich die Mehrzahl der Antworten ziemlich befremdlich finde? Nicht jeder kann wählen oder kann es sich leisten zu wählen. Was hätte man als Alternative nehmen sollen? Microsoft? Das gleiche Problem. XEN, mittlerweile auch, selbst Orchestra wurde jetzt schon in eine Suite gepackt, Preisspirale jederzeit möglich. Also alle zu ProxMox oder was? Da herrscht das gleiche Risiko.

    Dazu gab es kein einziges Konstrukt welches einfach jeden Workload abbilden konnte. Sprich quasi Monopol. Von mir aus ein Tripol, machts nicht besser. Wie MS bei den OS. Für solche Player müssen andere Marktspielregeln gelten. Klar grössere Firmen können verschiedene Infrastrukturen laufen lassen, für Kleinumgebungen ist eine schon sehr teuer. Sprich da sollte schon alles machbar sein, das hat VmWare geboten.

    Beim Mieterschutz sind jeweils auch alle zuvorderst dabei, wenn Mieten plötzlich 20% und mehr teurer werden, ohne das renoviert wird. Auch da hängen Schicksale dran, wenn da plötzlich nur noch der Markt spielen kann. Das ist unlautere Geschäftspraktik und grenzt an Wegelagerei, wenn Angebote quasi von Heute auf Morgen so krass umgebaut werden. Just my 2cts.

      • Luzifer sagt:

        +1 ;-P sehr treffend beschrieben…

      • Hansi Meier sagt:

        Das ist einfach zu kurz gedacht in jeder Hinsicht. Schaut man kann das weiterspinnen wie man möchte. Sowohl Geschäftlich als auch Privat. Mehrgleisigkeit = zu hohe Kosten = nicht konkurrenzfähig. Schön wenn man als Dienstleister auf das richtige Pferd gesetzt hat, welches das ist, weiss man im Voraus nicht. Wird ein Player zu gierig, sind staatliche Institutionen grundsätzlich dazu da, dem Raubrittertum Einhalt zu gebieten. Nicht unbedingt um den Dienstleister zu schützen, sondern den Endkunden! Nur funktioniert das über dem Teich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht (mehr).

        Zum Artikel: Gerade für ProxMox stimmt es einfach nicht. Punkt. Auch hier steckt eine Firma dahinter. Wer garantiert, dass bei steigender Verbreitung plötzlich – wie so oft – die Entwicklung der freien Software weitergeht? Niemand.
        Auch VmWare war mal verhältnissmässig "offen". MS hat Piraterie in den Anfängen fast schon aktiv gefördert für die Verbreitung. Java war quasi "frei" jetzt ein Desaster, Sicherheitstechnisch, Lizenzmässig usw.

        Stichwort MS: Wie soll ich mich von MS lösen wenn sämtliche Branchenlösungen (egal welche Branche), CAD-Software usw. nur auf MS laufen? Richtig: Unmöglich. Teilweise selbst für Konzerne. KMU fressen die ganzen Pillen oder geben auf. Ziel erreicht (das einzig worin sich die Big eining sind). Spinnen wir es weiter, fast sämtliche Maschinen haben als Unterbau der Steuerung mittlerweile Windows.

        Ich gehe einig, für Dienstleister kann die "Abkehr" funktionieren. Für Produktionsbetriebe ist das alles Wunschdenken auf sehr hohem Niveau.

        Daher kann ich die ganzen Sprüche von Wegen kein Mitleid nicht mehr hören. Wo kommen wir hin wenn Schadenfreude, Dominanz, Macht statt Korrektheit eine Gesellschaft dominieren bzw. sogar einen höheren Stellenwert hat und staatlich geschützt werden. Worauf das hinausläuft, kann man auf der ganzen Welt aktuell beobachten.

        • Jan sagt:

          In Bezug auf VMware wäre Zeit gewesen, eine Exitstrategie zu entwickeln. Es war ja absehbar, was kommen wird. Wer es nicht getan hat – NULL Mitleid!

          • Günter Born sagt:

            Wer mit der Argumentation zu kurz springt, kommt auch nicht ans Ziel. Das NULL Mitleid könnte man sich sparen. Zudem habe ich in obigem Nachtrag einige Insights zusammen getragen, warum das Verfahren der CISPE wichtig ist und geführt werden sollte.

  5. Frank sagt:

    Das beste was es zu der Geschichte zu lesen gibt, ist in den Kommentaren der Heise-News zu dem Thema unter dem Titel "An alle VMware-Admins die gerade flennen: Haltet die Fresse und lest." zu finden.

    Die Beiträge vom User d0c.
    So etwas liest man selten, aber äußert treffend formuliert.
    Die die sich dadurch angesprochen fühlen müssten, werden es vermutlich nicht oder nur im gerigem Maße zur Kenntnis nehmen, weil die eigene Blase viel zu schön ist.

  6. robbi sagt:

    Ach ja das Heiseforum…..

    Die meisten "VMware Admins" haben den Kram nicht auf Eigeninitiative eingeführt.
    Sondern heuern irgendwo an und müssen mit dem klarkommen, was ihnen vorgesetzt wird.
    Administratoren sind im Regelfall keine Entscheider
    Und mal eben neu aufsetzen ist da nicht weil dutzende von weiteren Layern darauf aufbauen.
    Woher die Leute nehmen die so etwas auch IN ECHT beherrschen?
    Wo mal eben die neue Zertifizierung herzaubern?
    Einfach mal für ein paar Monate den Geschäftsbetrieb einstellen?

    Liebe Forennerds:

    Die Welt da draussen ist kein Homelab.
    Und Debian nicht die Rettung der WELT.

    • Jan sagt:

      Wenn man sein Hirn angeschaltet hätte und eine Exitstrategie entwickelt hätte, als die Übernahme durch Broadcom klar wurde – man konnte ja durch vorherige Fälle erahnen, was kommt -, müsste man jetzt nicht herumzetern. Das haben im Heiseforum Einige thematisiert und damit haben sie vollkommen Recht!

      • robbi sagt:

        Der Unterschied zwischen Hobbynerds und Profis (das sind so Leute die damit ihren Kühlschrank füllen):

        Letzteren geht nicht zwingend einer ab wenn sie sich täglich den Kernel kompilieren…..

        • Jan sagt:

          Was hat das mit Kernel kompilieren zu tun? Willst du nicht zugeben, dass die "Hobbynerds" zumindest in diesem anscheinend mehr unternehmisvhe Weitsicht hatten als deine geliebten Profis?

          was nützt der gefüllte Kühlschrank, wenn der Zugriff auf den Inhalt dich in den Ruin treibt?

          • robbi sagt:

            Da ist nix mit geliebt.
            Nur der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

            Erfahrene Profis wissen daher schon längst:
            Realität ist da wo der Pizzamann herkommt.

            Es gibt (ein) Leben ausserhalb der Konsole!

  7. max sagt:

    Was soll man dazu sagen wer nach dem 01.02.2024 micht angefangen hat Alternativen zu suchen, selbst Schuld, kein Mitleid.
    Es hat seinen Grund warum es Arbeitsplatz und nicht Wellnessoase heisst.

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