Unter Windows ließ sich der Microsoft Support and Recovery Assistant (SaRA) von Administratoren als Befehlszeilenprogramm zum Diagnostizieren von Fehlern in Microsoft 365-Umgebungen verwenden. Microsoft hat diesen Assistenten aus Sicherheitsgründen aus Windows entfernt. Als Ersatz diesen nun GetHelpCmd.exe.
Microsoft Support and Recovery Assistant (SaRA)
Der Microsoft Support and Recovery Assistant (SaRA) ließ sich im Rahmen einer Diagnose verwenden, um z.B. mittels des Robust Office Inventory Scan (ROIScan) Informationen über die Installationen von Microsoft 365-Apps zu erfassen.

Administatoren half das von Microsoft zum Download angebotene Befehlszeilenprogramm dabei, Informationen über die Computereigenschaften, die installierten Produkte, die Produkteigenschaften, Installationsquellen, Lizenzierung (OSPP), Patch-Erkennung und den Status von Funktionen zu erfassen.
Verfügbar war das Befehlszeilenprogramm als Download zur Ausführung ab Windows 7, und demnach noch für Windows-Systeme ab Windows Server 2012 praktisch einsetzbar. Ich habe mal beim Schreiben hier im Blog gesucht und hier oder hier Hinweise gefunden, dass das Tool nicht mehr funktioniert oder verschwunden sei.

Versuchte man Informationen zum Befehlszeilenprogramm bei Microsoft abzurufen oder das Tool herunterzuladen, gelangt man ggf. zur Microsoft Seite Command line version of Get Help (siehe obiger Screenshot). Dort gibt es die Einblendung, dass der Microsoft Support and Recovery Assistant (SaRA) veraltet seit. Es findet sich der Verweis auf GetHelp bzw. das Programm GetHelpCmd.exe. Blog-Leser Martin B. hat dies zum Beispiel im Januar 2025 in diesem Kommentar angesprochen.
Das im Artikel genannte SaRA-Tool funktioniert nicht mehr wie gewohnt, sondern verweist jetzt auf "Get Help"-Routinen (siehe Microsoft 365 troubleshooters). Nette Idee, wenn die wenigstens funktionieren würden.
Bei der Routine "Problembehandlung für die Microsoft 365-Bestandsüberprüfung" läuft die Inventarisierung von Office bei mehreren Systemen auf den Fehler: Der Remotename konnte nicht aufgelöst werden: 'outlookdiagnostics.azureedge.net'… bzw. liefert keine Ergebnisdatei, echt schlecht gemacht.
So richtig begeisternd klingt das Ganze allerdings nicht – ich selbst habe das Tool mangels Microsoft 365 nie benötigt.
SaRA.exe wurde aus Windows entfernt
Über verschiedene Meldung auf Internetseiten bin ich darauf gestoßen, dass Microsoft nun ganz offiziell zum 31. März 2026 im Beitrag Microsoft Support and Recovery Assistant (SaRA) command-line utility removal from Windows bekannt gegeben hat, dass dieses Tool aus Windows entfernt wurde.
Dort heißt es, dass das Befehlszeilenprogramm SaRA.exe nicht mehr unterstützt werde, um die Sicherheit und Robustheit der (Microsoft 365-)Umgebung zu gewährleisten. Microsoft hat das SaRA-Dienstprogramm offiziell aus allen Windows-Updates entfernt, die am oder nach dem 10. März 2026 für Windows Versionen veröffentlicht wurden, die noch im Support sind. Das gilt für Server-Betriebssysteme ab Windows Server 2008R2 bis Windows Server 2025 und für die Clients mit Windows 10 und Windows 11.
Es wird angegeben, dass Administratoren in Zukunft GetHelpCmd.exe als Ersatz ausführen sollen, um die benötigten Hilfestellung zu erhalten. Das Befehlszeilentool Get Help sei ein eigenständiges, für den Unternehmenseinsatz geeignetes Diagnosetool. GetHelp lässt sich von Administratoren zur Fehlerbehebung bei bestimmten Windows-Client-Problemen verwenden, die sich auf Microsoft 365-Apps wie Microsoft Teams und Microsoft Outlook auswirken. Get Help wird über die Befehlszeile oder über ein Skript wie PowerShell ausgeführt.
Microsoft gibt Sicherheitsgründe an, dass das SaRA-Dienstprogramm entfernt wurde. Alle Szenarien, die mit dem Dienstprogramm SaRA.exe ausgeführt werden konnten, würden auch von GetHelpCmd.exe unterstützt.



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