Kurze Frage an Leser, die bei der Telekom sind und dort die Protokolle CalDAV und CardDAV (z.B. zur Kalendersynchronisation) nutzen. Ein Blog-Leser hat mich informiert, dass die CalDAV und CardDAV bei der Telekom "seit Tagen gestört seien". Es ist kein Einzelfall, da ich noch andere Betroffene gefunden habe. Ist das bei euch ein Thema?
Zur Einordnung: CalDAV und CardDAV
Es handelt sich bei CalDAV und CardDAV um standardisierte Netzwerkprotokolle. WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning) ist ein auf HTTP/HTTPS basierendes Netzwerkprotokoll zum Remote-Zugriff auf Server und Cloud-Speicher. Per WebDAV lassen sich entfernte Verzeichnisse und Dateien remote wie lokale Ordner bedienen, ohne sie vorher vollständig herunterladen zu müssen.
CalDAV ist ein standardisiertes Netzwerkprotokoll zur geräteübergreifenden Synchronisation und Verwaltung von Kalendern. Es basiert auf WebDAV und ermöglicht es, Termine, Aufgaben und Kalenderdaten sicher über das Internet abzugleichen, sodass Nutzer auf allen Endgeräten stets den gleichen Stand haben.
CalDAV und CardDAV bei Telekom gestört
Blog-Leser Klaus R. hat sich zum 12. Juli 2026 bei mir per E-Mail gemeldet und schrieb: "Seit einigen Tagen funktionieren CalDAV und CardDAV bei der Telekom nicht mehr. Wer nicht in der Community liest, erfährt nie den Grund. Laut den Posts dort sind Angriffe auf die Dienste schuld und die Telekom hat sie sicherheitshalber abgeschaltet.
Eine Info an die Kunden gab es nicht."
Der Leser hat mir dann den Link SyncPlus CalDAV/CardDAV: HTTP 403 Forbidden seit gestern in die Telekom-Community geschickt. Der Thread-Startet schreibt, dass seit dem 3. Juli 2026 Nachmittags der SyncPlus-Server spica.t-online.de nicht mehr erreichbar sei.
Zugriffe über den DAV Client (Android) als auch der direkte Aufruf der Server-URL im Browser gibt HTTP 403 Forbidden zurück. Betroffen seien alle Kalender und Kontakte. Die Zugangsdaten sind korrekt, das T-Online-Konto ist normal erreichbar. Der Betroffene fragte, ob jemand das Problem habe oder weiß ob T-Online Wartungsarbeiten an den SyncPlus-Servern durchführt?
Die Antwort lautet, dass Aufgrund technischer Einschränkungen die Synchronisation von Kontakten und Kalendern über Sync Plus (CardDAV / CalDAV) derzeit bis auf Weiteres nicht mehr zur Verfügung steht. Die Telekom arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung und bitten um Verständnis.
Ergänzung: Leser Adrian hat mich auf diesen Telekom-Forenthread hingewiesen, wo ein Supporter schreibt:
leider gibt es derzeit keinen Workaround (mehr). Der aktuelle Stand ist: Aufgrund technischer Einschränkungen steht die Synchronisation von Kontakten und Kalendern über Sync Plus (CardDAV / CalDAV) derzeit bis auf Weiteres nicht zur Verfügung. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung und bitten um Verständnis. Meine Kolleg*innen haben hier bereits über die Einschränkungen informiert und es wird noch an einer Lösung gearbeitet, daher hab bitte noch Geduld.
Ergänzung vom 31.7.2026: CardDAV / CalDAV sollten wieder funktionieren, siehe Telekom: Funktionieren CalDAV und CardDAV bei euch seit 31.7.2026 wieder?.



MVP: 2013 – 2016





Beste Lösung IMHO (kostet aber 1€ pro Monat pro Account): Konto bei Posteo eröffnen. Oder die Infrastruktur selbst auf einem Raspberry oder einem (gebrauchten) Thin-Client wie einem Fujitsu Futro S720 (oder größer) selbst hosten.
Warum nochmal 12€ extra zahlen, wenn die Infrastruktur beim eigenen Provider schon vorhanden ist?
Ich habe diese Lösung im Bekantenkreis u.a. auch dafür genutz, dass das Telefonbuch zwischen mehreren Smartphones und der Fritz!Box abgeglichen wird.
Die muss ich gerade alle vertrösten in der Hoffung, dass die Telekom den Dienst wieder freischaltet.
Oder doch zu Google umziehen. Da funktioniert das nativ und ohne Störungen.
"Warum nochmal 12€ extra zahlen, wenn die Infrastruktur beim eigenen Provider schon vorhanden ist?"
Weil Dein Provider ungeeignet ist. Erstens bietet er keine Verschlüsselung von Adressbuch und Kalender (vgl. https://posteo.de/hilfe/wie-funktioniert-die-verschluesselung-von-adressbuch-und-kalender) und zweitens hat seine Infrastruktur nicht im Griff und kommuniziert dabei nicht mal anständig mit seinen Kunden.
"Oder doch zu Google umziehen. Da funktioniert das nativ und ohne Störungen."
Oh ja, ganz toll. Termine und Adressen von Freunden und Bekannten einem US-Konzern zum Fraß vorwerfen (die Datenschutzbestimmungen von Google diesbezüglich hast Du ja bestimmt gelesen).
Ganz abgesehen davon, dass es schon der Anstand gebietet, eine Genehmigung von den Menschen einzuholen, deren personenbezogene Daten Du bei Google speichern willst (und wenn die Daten nicht rein persönlicher oder familiärer Tätigkeiten zuzuordnen sind, bist Du dazu sogar rechtlich verpflichtet).
E-Mail-Postfach beim ISP. LOL. Das ist ja peinlicher als mit 40 noch bei Mutti wohnen. Bin seit einigen Jahren auch zufriedener Posteo-Kunde. Wer alles gratis und vom "Marktführer" will, darf sich aber gern auch woanders umschauen. Einziger Wermutstropfen bei Posteo ist vielleicht, dass man keine eigene Domain mitbringen kann.
Ernsthaft – man muß Beiträger anderer sowie die Beiträger selbst mit "ekelhaft(en)" deklarieren?
@GB:
Mein Beitrag könnte dann selbstredend gern im Zuge einer Moderation mit entsorgt werden.
Eine Folgebeiträge gelöscht, da der Thread vom obigen Problem WebCAL doch weit weg mäandert und es nun unschön wird – auch wenn die Überlegungen nicht unbedingt von der Hand zu weisen sind. Danke für euer Verständnis.
CalDAV = WebDAV + iCalendar Dateien (ics)
CardDAV = WebDAV + vCard Dateien (vcf)
Standards gibts da schon lange keine mehr dank 75839394885848399392 Erweiterungen in der Nutzung.
"Warum nochmal 12€ extra zahlen, wenn die Infrastruktur beim eigenen Provider schon vorhanden ist?"
Weil sie nicht zuverlässig oder gar nicht funktioniert. Meine Lösung: Nextcloud-Instanz bei einem Managed Nextcloud Provider. Kostet nur geringes Geld, wenn man keine großen Datenmengen ablegen will.
"Oder doch zu Google umziehen. Da funktioniert das nativ und ohne Störungen."
Wie war das mit der Datenunabhängigkeit von USA? Möchte ich, dass alle meine Kontakte und Verabredungen offen auf US-Servern liegen? Um den Preis einer Kugel Eis zu sparen?
Dann ist aber Ihre erste Lösungsempfehlung genauso inkonsistent – es ist egal gegenüber wem und aus welchem (Pseudo-)Grund man sich abhängig macht, auch eine Managed NC-Instanz bei einem Provider stellt eine Abhängigkeit dar! 🙄
"Möchte ich, dass alle meine Kontakte und Verabredungen offen auf US-Servern liegen?
Manche Menschen interpretieren da eben keinerlei sich für sie ergebende Benachteiligung hinein und weisen dem eben auch keine moralisch-ethische Disqualifizierung zu. 🤷♂️
Das stimmt so nicht, die Abhängigkeiten sind eben nicht gleich schlimm. Natürlich kann jeder Anbieter einer "Managed"-Lösung von heute auf morgen Preise erhöhen, Datensauereien betreiben oder sonstwie ätzend werden, das stimmt. Bei einer freien Software wie Nextcloud kann ich dann aber einfach den Anbieter wechseln. Ist unwillkommene Mehrarbeit, ja, aber ich muss nich plötzlich meine gesamten Workflows und Strukturen auf ein anderes Produkt umstellen inklusive Umschulung aller beteiligten Personen, so wie es *zwingend* und ausnahmslos bei MS365 und Konsorten abläuft.
Sicherlich wäre die Welt noch ein großes Stück besser, wenn im Volk breite IT-Kompetenz herrschen würde und jeder sein Zeug selbst betreiben könnte. Als Realist und Pragmatiker erkennt man aber an, dass wir von diesem Zustand sehr weit entfernt sind.
So so, Abhängigkeit in sich ist also nicht "gleich schlimm" – was soll das bedeuten?
JEDE Abhängigkeit ist doch wohl prinzipiell schlimm, oder? 🤔
Ich hab's eigentlich hinreichend begründet. Aber ich kann weder Leuten helfen, die nur schwarz oder weiß kennen, noch denen, die keiner einfachen Argumentationslogik folgen können.
Nein, Sie bilden sich nur ein es "ausreichend" begründet zu haben – meine Nachfrage steht eher für Gegenteiliges! 😉
Und übrigens gibt's eben auch kein Anspruchsrecht darauf, dass Menschen abseits von "schwarz und weiß" für sich entscheiden! 🤷♂️
Btw.:
"Einfache Argumentationslogik" ist eine absolut individuell-subjektive Zuweisung und eben nicht allgemeinverbindlich.
Der Diskussionszweig sollte jetzt auslaufen – danke für das Verständnis.
Ja, ich habe durchaus Verständnis – meinetwegen "räumen" Sie diesen Beitragsstrang gern auf, aber ich fänd's eigtl. schon wichtig mal grad' solcherlei Unverständnisse – die sich ja offensichtlich durch die (mit)lesende Bevölkerung ziehen – aufzulösen, zumal hier ja aus der Quere (nicht "queer"!) auf meinen initialen Antwort-Beitrag an @Frank M. reagiert wurde.
Danke für ebengleiches Verständnis.
Liegen unsere Daten nicht längst alle da? Meine Kontaktdaten befinden sich in zig Adressbüchern im Bekannten und Verwandtenkreis. Und wenn man es Android und iOS nicht vorab radikal verbietet, dann legen die Kontakte standardmäßig in ihren eigenen Clouddiensten ab.
Und die wenigsten Nutzer wissen das. Freuen sich aber, dass nach einem Gerätwechsel alle Daten direkt wieder da sind.
Der Dienst hat bei der Telekom über Jahre problenlos funktioniert. Was mich so ärgert ist, dass sie es nicht für nötig hielten, zumindest die Kunden, die die Funktioen nutzen über die Störung/ Abschaltung zu informieren.
Und bei Google habe ich noch nicht mitbekommen, dass es nicht funktioniert. Apple erlaubt sich schon mal einen Schnitzer.
USA: Ist doch fast allen schnuppe, es schicken die Leute (ich nicht) doch auch alle Daten zu MS/OneDrive, Google, WhatsApp, SM XY you name it.
T-Online.de hat seit über zehn Jahren rein garnichts mehr mit der Telekom zu tun!
Wenn die Leute sich beim Forum unter telekom.de beschweren und keine Antwort erhalten wundert mich das nicht.
Hier ein Auszug aus dem Impressum von t-online.de.
t-online ist ein Angebot der Ströer Content Group
Ströer Digital Publishing GmbH
Ströer-Allee 1
50999 Köln
Geschäftsführung: Marc Schmitz, Sven Scheffler, Tobias Fella
Amtsgericht Köln, HRB 88226
Sitz der Gesellschaft ist Köln
USt.-IdNr. DE247856515
E-Mail: t-online@stroeer.de
Tel.: +49 69 921017-610
Ströer wickelt Ströer Digital Publishing ab.
Quelle: https://kress.de/news/beitrag/146557-stroeer-wickelt-stroeer-digital-publishing-ab.html
Laut Northdata:
Verschmelzung: Ströer Digital Group GmbH, Ströer Digital Publishing GmbH · Nicht mehr Gewinnabführung: Ströer Digital Publishing GmbH
Quelle: https://www.northdata.de/?id=6610793508634624
Ich denke es werden einfach Kosten eingespart.
Das gilt für das Webangebot nicht für den Mail Service.
Jein.
Das Geschäftsmodell ist ähnlich wie hier im Blog. Die Portalseite mit allen bunten Bildchen wird von Ströer (die Firma, die neben Degesta auch für einen großen Teil der Außenwerbng im öffentlichen Raum verantwortlich ist) betrieben.
Das ursprüngliche Kernangebot (Mails mit Adresse @t-online.de) verantwortet aber weiter die Telekom. CalDAV und CardDAV gehört dazu.
Ich habe Kalender und Kontakte komplett selbst mit Open-Source-Software umgesetzt. Dadurch bin ich bei CalDAV und CardDAV nicht von einzelnen Anbietern abhängig. Die Lösung läuft stabil – und auf dem System wären bei Bedarf sogar noch Kapazitäten für weitere Nutzer vorhanden. ;-)
Moin, ich kann bestätigen, dass es nicht funktioniert. Na zum Glück habe ich nicht so viele Termine, aber es ist nervig. Ich bin von MS und seinem Kalender weg, da der nicht ordentlich funktionierte und zur Telekom. Jetzt geht es hier genau so weiter. Na, ich habe zum Glück noch einen Kalender aus Papier.
Alles was auf WebDAV basiert ist seit jeher gestört, da WebDAV als Protokoll zahlreiche Probleme hat, unter anderem eine ungenaue Spezifikation.
Die Telekom soll bei ihren Kernkompetenzen bleiben.
Mein DSL-Anschluss läuft super, Mobilfunk meistens sehr gut, von anderen Diensten kann man das nicht immer behaupten …
Stand 18. Juli, mehr als geschlagene 2 Wochen nach dem ersten Auftreten: immer noch geht nichts.
Unglaublich. Und das nennen die "Business". Im Ernst.
Diese Störung der <Dienste Card/Caldav bei der Telekom funktionieren wenn ein Mobilfunk oder Internet vertrag bei der telekom hat.Mit meinem Spartphone mit T-Mobile Vertrag funktioniert alles. Durch meinen Internet Wechsel zu Glasfaser mit O2 geht nichts mehr auf dem PC oder Laptop. Nutze ich mein Smartphone als Mobilen Hotspot und pc als Wlan client funktioniert auch alles. habe bei mail.de eine Email für Card/Caldav eingerichtet. 99 cent pro Monat gehen IO.
Ist zwar schon ein paar Tage her …
Ich habe auf unserem NAS Baïkal als CardDAV und CalDAV -Server installiert.
https://github.com/sabre-io/Baikal
https://github.com/ckulka/baikal-docker
Läuft seit einigen Monaten.
Alle Kontakte usw. sind von Goggle weg.
Kleines Update: Am 22.07. hat die Telekom ihr Kunden dann doch mal per Mail informiert, dass der Dienst aktuell nicht verfügbar ist, er es aber bald wieder sein soll.
Über wesentliche Entwicklungen will man die Kunden auf dem Laufenden halten.
Ich bin bereits vor 14 Tagen zum Google-Kalender umgezogen
– Export Telekom
– Import Google
– Windows Desktop / Android SmartPhone in Echtzeit, ist ja der gleiche Kalender
– Aufwand: < fünf Minuten, Kosten: Null
Da ich wg. E-Mail (noch) an die Telekom gebunden bin, beobachte und beteilige ich mich an dem Forum "Telekom Hilft"
Um es kurz zu machen: Trauerspiel, Verhöhnung der Kunden mit Sprechblasen, ja sogar Drohungen und Bestrafung.
"Geduld" "Respekt" "Wir arbeiten mit Hochdruck…" "Wir haben doch bereits mehrfach mitgeteilt…" "Verweis auf Forumsrichtlinien"
Der Gipfel: 20 Tage Forumsausschluss wg. "Respektlosigkeit" (Majestätsbeleidigung)
In der "Urteilsbegründung": "Sie haben jetzt 20 Tage Zeit, darüber nachzudenken"
Kein Scherz! – Dieser Laden einfach nur noch marode, das Personal, sie nennen sich selbst infantil "Teamies", nur noch unterirdisch.
Leitspruch "Telekom Hilft ist kein Kanal, sondern eine Haltung"
Nachdem die Telekom die Störung scheinbar nicht in den Griff bekommt, bin ich mit den Kontakten und Kalendern auf meine vorhandene lokale NAS umgezogen. Damit liegen keine Daten mehr auf externen Servern. Ich habe allerdings noch keine Lösung für die automatische Übertragung der Geburtstage aus den Kontakten in einen Kalender.