Zimmer und Garten im Ryokan

Wohnen auf traditionelle Art in einem Ryokan (旅館, heißt laut Wikipedia wörtlich: Reisegasthau) ist schon etwas besonderes. Daher möchte ich noch ein paar Sätze dazu verlieren und kurz beschreiben, was mir von meinem Zimmer und dem Haus so in Erinnerung geblieben ist.

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Ich hatte es ja im Beitrag Gaijin-San im Ryokan … anklingen lassen: Im Ryokan ist man nicht mit Hausschuhen, sondern mit Lederslippern unterwegs, um die auf den Gängen ausgelegten Reisstrohmatten (vor Schmutz und Beschädigungen) zu schützen. Je nach Ryokan kann auch ein traditionelles Frühstück angeboten werden (siehe Japanisch frühstücken mit Anleitung).

Das Zimmer im Ryokan betritt man durch eine papierbespannte Schiebetür. Dann werden die Lederslipper ausgezogen und man läuft im Zimmer auf Socken einher. Mein Zimmer hatte an der rückwärtigen Wand eine weitere Schiebetür, über die es in den Sanitärbereich mit Toilette, Ofuru (Bad) und Waschbecken/Dusche ging. Dort stand dann ein paar Toilettenslipper für den Sanitärbereich, die man dann an und beim Verlassen des Nassbereichs wieder ausziehen musste, um im Zimmer auf Socken herumzulaufen. Gaijins bekommen das aber nicht immer auf die Reihe, wie ich im Beitrag Gaijin-San im Ryokan: Mit den Toiletten-Slippern im Frühstücksraum?  verraten habe.

Ryokan Zimmer

Hier ein Blick in mein Zimmer im Ryokan (obiges Foto wurde von einem Dia abfotografiert, daher nicht sonderlich scharf). Der Boden ist mit Tatami-Matten aus Reisstroh ausgelegt, an den Wänden hingen Kalligraphien, alles sehr geschmackvoll eingerichtet. Geschlafen wird auf dem Boden auf traditionellen Futons, wie in obigem Foto gezeigt. Ich war ja zuerst skeptisch, ob das geht. Aber ich habe seelig gepennt und auch die mit Reis gefüllten Kopfkissen waren gar nicht mal so schlecht.

In diesem WikiPedia-Artikel gibt es weitere Fotos von Micha L. Rieser aus einem Ryokan – und auch diese japeneseguesthose.com-Seite, diese Seite und hier halten weitere Fotos bereit. Eine “Gebrauchsanleitung” für den Ryokan habe ich hier gefunden.

In meinem Zimmer stand noch ein niederer gelackter Tisch, auf dem immer eine heiße Thermoskanne Wasser und eine Tasse stand. Dort konnte ich mir dann japanischen grünen Tee aufgießen. Bei diesem Aufenthalt habe ich japanischen grünen Tee lieben gelernt. Was mich aber besonders begeistert hat: Das zweistöckige Haus war um einen winzigen Innenhof gebaut, in dem ein japanischer Garten untergebracht war. Ging man vom Zimmer in den Frühstücksraum, konnte man durch Glasscheiben Blicke in diesen Garten werfen. Hier noch einige Impressionen.

Japanischer GartenJapanischer Garten


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