Microsoft CEO Nadella stramm auf AI-Kurs

CopilotMicrosofts CEO, Satya Nadella, ist auch 2026 fest auf AI-Kurs für Microsoft. Er sei im "Gründer-Modus", heißt es von Mitbewerbern und sieht Microsoft in einem intensiven Wettbewerb mit Alphabet, Amazon und Start-ups. Dazu werde auch die Führungsmannschaft umgebaut, wenn sie den AI-Kurs nicht mitträgt.

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Ein Post von Satya Nadella Ende 2025

Basis der Meldungen über den künftigen Kurs Microsofts, die mir zum Jahresende 2025 untergekommen sind, ist ein kurzer Post Looking Ahead to 2026 zum 29. Dezember 2025 von CEO Satya Nadella.

Satya Nadella: Blog-Post zu AI und Microsoft

Im Post trifft der CEO die Aussage, dass es außer Frage stehe, dass 2026 ein entscheidendes Jahr für KI sein wird. Das wurde zwar bereits für 2025 so behauptet. Aber dieses Mal fühle es sich in einigen wichtigen Punkten anders an, schreibt Satya Nadella. Die Branche habe "die Anfangsphase der Entdeckung" hinter sich gelassen und trete nun in eine Phase der breiten Nutzung von KI ein.

Man beginne, zwischen "Spektakel" und "Substanz" zu unterscheiden. Herr Nadella glaubt, dass man nun eine klarere Vorstellung davon habe, wohin sich die Technologie entwickelt. Aber man stehe auch von der schwierigeren und wichtigeren Frage, wie man den Einfluss der AI auf die Welt gestalten könne.

Satya Nadella sieht die AI-Technologie noch auf den ersten Kilometern eines Marathons. Vieles sei noch unvorhersehbar. Aber er spricht von einem "Fahrrad für den Geist" – so wie das Fahrrad die Mobilität der Menschen stark erweitert habe, stellt er sich den Einsatz der AI für die geistigen Fähigkeiten des Menschen dar.

Man müsse ein neues Konzept, das "Fahrräder für den Geist" weiterentwickelt, schaffen, sodass die Branche KI immer als Gerüst für menschliches Potenzial und nicht als Ersatz betrachte. Entscheidend sei ist nicht die Leistungsfähigkeit eines bestimmten Modells, sondern wie Menschen es einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen, schreibt Satya Nadella.

Er meint, man müsse über die Debatte zwischen "Slop" und "Sophistication" hinausgehen und ein neues Gleichgewicht in Bezug auf "unsere Theorie des Geistes" entwickeln, die berücksichtigt, dass Menschen mit diesen neuen kognitiven Verstärkungswerkzeugen ausgestattet sind, wenn wir miteinander in Beziehung treten. Das sei die Frage des Produktdesigns, man diskutieren und beantworten müsse.

Es sind alles keine "falschen" Gedanken, die der Microsoft CEO da äußert. In meinen Augen sind die obigen Punkte in der Diskussion einfach etwas kurz gesprungen, da sie die möglichen Chancen eines AI-Einsatzes thematisieren, aber alle potentiell negativen Implikationen ausklammern. Das beginnt mit dem Ressourcenverbrauch (Strom, Wasser, Fläche) der AI-Rechenzentren und geht über die Frage des Return of Investments samt bisher verbranntem Kapital (samt den aktuell im Hardwarebereich beobachteten Preisexplosionen) oder den gesellschaftlichen Implikationen eines breiten AI-Einsatzes (mit Arbeitsplatzverlusten, Verlusten der geistigen Fähigkeiten, ethischen Fragen und Haftung) hinaus und  reicht bis hin zur Frage der mit AI angesammelten technischen Hypotheken (Stichpunkte sind Abfluss von Informationen, Sicherheit des AI-Einsatzes).

Der Umbau bei Microsoft

Bei Microsoft kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Es werden ja nicht AI-Funktionen optional angeboten, sondern Microsofts Mitarbeiter werden von Herrn Nadella obsessiv dazu angehalten, die AI-Funktionen selbst einzusetzen und die Produkte zwangsweise an die Kunden auszurollen. Ich kann mich nicht erinnern, dass Microsoft jemals (zumindest von mir gefühlt) so weit von dem entfernt lag, was man anbietet und was Kunden eigentlich als Basis brauchen.

Wenn ein Kunde glaubt, die Funktion xyz zu benötigen und diese dazu bucht, ist das Eine. Wenn Administratoren und Nutzer aber Handstände machen müssen, um AI-Funktionen wie CoPilot aus Produkten wie Windows 11 und Office 365 heraus zu halten oder dies nicht mehr können, wird es in meinen Augen kritisch.

Mir ist auf Media Post dieser Artikel untergekommen, der die Entwicklung bei Microsoft beleuchtet. Microsoft-CEO Satya Nadella drängt laut Artikel, der sich auf Aussagen von Business Insider bezieht, die Microsoft Führungskräfte weiterhin dazu, sich auf eine Kultur der künstlichen Intelligenz (KI) einzulassen und sich daran anzupassen.  Wer das nicht mitträgt, solle das Unternehmen verlassen.

Im Artikel heißt es, dass Satya Nadella der Ansicht sei, dass es an der Zeit sei, sich nicht mehr ausschließlich auf Software zu konzentrieren. Die Führungskräfte müssten neue Strategien auf Basis von KI verfolgen. Laut Business Insider drängt der Microsoft CEO hochrangige Führungskräfte und Teams dazu, "schneller und schlanker zu arbeiten".

Ich hatte diese Gedankengänge des Microsoft CEO Anfang Dezember 2025 im Beitrag Gerät Microsoft mit seinem AI-Kurs in Trouble? angerissen. Satya Nadella sieht Microsoft als "zu träge" an, um mit Startups mitzuhalten und will das Unternehmen entsprechend verschlanken und umbauen.

Andererseits steckt das Unternehmen mit seinen Produkten in einer gravierenden Krise, wenn man entsprechenden Berichten glauben kann. Die Produktqualität ist alles andere als gut – Windows 11 ist (zumindest in meinen Augen) ein ziemliches Desaster, was die schnelle Verbreitung betrifft. Und die explodierenden Preise für RAM und andere Komponenten werden den Wechsel auf Windows 11 nicht gerade befeuern. Im Beitrag Gerät Microsoft mit seinem AI-Kurs in Trouble? hatte ich auch Berichte erwähnt, dass Microsofts AI- und Cloud-Produkte "wie Blei in den Regalen liegen" und von Kunden verschmäht werden. Die Verkaufsziele habe man bei Microsoft kräftig nach unten korrigieren müssen.

Gedanken: "Ritt auf des Messers Schneide"

Man muss als Aktionär Satya Nadella zugute halten, dass er den Aktienkurs von Microsoft in den gut 10 Jahren seiner Tätigkeit als CEO kräftig gesteigert hat. Die Kasse klingelt weiterhin kräftig. Und Microsoft hat in vielen Bereichen eine Art Monopol mit "Lock-in" der Kunden erreicht.

Aber es ist unverkennbar: Auch für Microsoft wachsen die Bäume nicht in den Himmel, und die Produktqualität sinkt (zumindest nach meiner Beobachtung). Wenn Kunden dann noch AI-Produkte verschmähen, weil sie nicht von deren Einsetzbarkeit oder Nutzen überzeugt sind, wird es kritisch. Zudem ist in Europa noch eine Bewegung hin zur digitalen Souveränität zu hören. Man wird sich zwar nicht komplett von US-Tech – z.B. im Cloud-Bereich – lösen können. Aber alleine das Hinterfragen, ob Microsoft alternativlos ist, sollte bereits ein Alarmzeichen sein.

Von daher ist der Kurs von Satya Nadella bei Microsoft ein "Ritt auf Messers Schneide". Setzt sich KI künftig auf breiter Linie durch, hätte er eine geniale Entscheidung getroffen. Platzt die KI-Blase, kann er hoffen, dass Microsoft gut genug aufgestellt ist, um aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen.

Der Kurs von Satya Nadella ist in meinen Augen noch auf Grund eines weiteren Aspekts  nicht unproblematisch. Vor meiner beruflichen Selbständigkeit war ich 12 Jahre bei einem Großunternehmen. Ich erinnere mich noch sehr gut an die jeweiligen Direktiven, die vom Vorstand und oberen Management ausgegeben wurden. Klang alles toll – aber ich wusste, dass ich mit meiner Mannschaft das faktisch nicht umsetzen konnte, ohne pleite zu gehen.

Ein Kollege aus der unteren Führungskräfteebene meinte auf einem Strategie-Seminar für das Management: "Es ist alles schön und gut, der Vorstand beschließt eine Richtungsänderung, sitzt aber auf einem fetten Saurier. Wenn er die Zügel nach links zieht, schwenkt der kleine Kopf des Brontosaurier nach links, aber der dicke Rumpf galoppiert im schnellen Lauf einfach gerade aus". Es wurde auch der Tanker, thematisiert, der bei jeder Lenkbewegung erst einmal Kilometer weit gerade aus fährt, bevor sich der Kurswechsel bemerkbar macht.

Gut, persönlich habe ich 1993 den Exit von diesem Unternehmen vollzogen, nachdem es für mich eine "gläserne Decke, eingezogen vom Vorstand" gab und einer der Vorstandsfahrer zu mir meinte "Junger Mann, wenn der Herr xyz unter Vorstand wird, Gnade uns Gott, der geht zum Lachen in den Keller". Im Jahr 1995 wurde dieser Herr "Manager des Jahres", und das Unternehmen in den folgenden fünf Jahren abgewickelt. Einige der abgespaltenen Business Units sind längst pleite und eine über 130 Jahre währende Unternehmensgeschichte endete.

Microsoft ist jetzt 50 Jahre alt geworden – und ein Großunternehmen mit weltweit mehreren Hunderttausend Angestellten. Auch wenn US-Konzerne etwas harter als deutsche Unternehmen geführt werden, sind die Beharrungskräfte nicht zu unterschätzen.

Ein Startup agiert einfach anders – und nicht zu vergessen, der Großteil der Startups scheitert. Und es gibt noch einen Unterschied: Wenn ein Startup mit einem "hippen Mist" scheitert, heißt es "wir haben es immerhin versucht". Microsoft zeichnet sich aber mit Microsoft 365 für einen Großteil der weltweit in Firmen laufenden Desktop-Systeme  und deren Software verantwortlich. Wenn das gegen die Wand gefahren wird, gibt es einen gigantischen Crash, der viele Unternehmen mit in den Abgrund reißt. Die Fallhöhe ist bei Microsoft daher deutlich ein anderes Kaliber als bei einem Startup.

Hier wird es interessant sein, zu beobachten, wie die Reise verläuft und wo es hin geht. Wenn bei Microsoft eine Konstruktion der Ja-Sager entsteht, ohne das Kritik geäußert oder diskutiert werden darf, dürfte Microsoft in meinen Augen eher geschwächt als gestärkt werden.

Persönlich kann ich nicht sagen, wie die ganze Sache ausgeht. Nüchtern betrachtet, kann der aktuelle KI-Ansatz mit seinem Finanz- und Ressourcenbedarf nicht dauerhaft funktionieren – da haben berufenere Leute bereits drauf hingewiesen. Und wenn die AI-Pläne der US-Tech-Riesen ungezügelt durchgezogen werden, drohen uns gesellschaftliche Verwerfungen, die die heute in westlichen Ländern Lebenden noch nicht erlebt haben. Es gibt aber auch eine Chance, dass AI als Technologie die Entwicklung weiter bringen kann.

Unter diesen vielen, hier aufgeworfenen Gesichtspunkten ist der Kurs des Microsoft CEO auf jeden Fall riskant. Oder wie wird das in der Leserschaft gesehen?

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30 Antworten zu Microsoft CEO Nadella stramm auf AI-Kurs

  1. Anonym sagt:

    Sieht für mich eher nach
    "Microsoft CEO Nadella stramm auf Konkurs Kurs" aus.
    Solche "CEOs" wollen nicht langfristig Planen, sondern nur "Nach mir die Sinnflut."
    Hauptsache die Tankfüllung für den nächsten Porsche, in ihrem Ruhestand, ist sicher.

    • MichaelB sagt:

      ja, die letzten Geschäftszahlen von Microsoft zeigen diese Konkurs Kurs ja auch deutlich an :) Echt jetzt?

      Zu AI allgemein würde ich sagen. Natürlich wird es die Welt verändern, genauso wie die Erfindung des Feuers, der Dampfmaschine, des Telefons…. und immer gibt es viele Leute, die dies ablehnen, das baldige Ende dieser Technik voraussehen und permanent erklären, warum das alles schlecht ist.

      Die Geschichte zeigt sich davon generell unbeeindruckt. Es wird passieren, was auch immer passieren wird. Firmen und auch Gesellschaften, die sich aber nicht anpassen und lernen neue Entwicklungen zu ihrem Vorteil zu nutzen, werden zurückfallen. Da Deutschland mittlerweile ja jeder Mut abhanden gekommen ist, sieht es leider nicht besonders gut hier aus. Diesen Niedergang kann man ja auch in vielen Orten mittlerweile sehen.

      In Bezug auf Microsoft wird sich zeigen, ob man dort die richtigen Entscheidungen trifft. Wenn nicht, stehen halt andere Firmen bereit. Firmen kommen und gehen, warum sollte dies bei Microsoft anders sein und ehrlich gesagt ist dies für die meisten Menschen auch eher egal.

      • T T sagt:

        Ich möchte Widersprechen. Das erkennen des Feuers, die Erfindung der Dampfmaschine etc. hatten, haben und sind ein Nutzen für den Teil des biologischen Lebens, den man Menschen nennt. Der Rest der Biologie lebt unbeeindruckt davon weiter.

        KI sind für den genannten Rest ohne Belang. Die werden weiter existieren. Für den Teil, den man Menschen nennt, wird es zu einer Verblödung im Wortsinn kommen. Die KI weiß (vielleicht) alles, der Mensch (irgendwann) nichts mehr, weil niemand diesen Menschen Wissen vermitteln kann. Und diese Verblödung hat längst begonnen, als man Wissen durch Kompetenz ersetzt hat und meint, damit durchs Leben zu kommen. Irgendwann haben wir nur noch einen elitären Kreis, oder niemanden, der diese KI pflegt, wartet oder repariert. Klar, gibt es dann Roboter, die Roboter bauen. Und der Rest tanzt wie Homo Erectus um ein Feuer, weil sich grundlegendes Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in die Abwärme einer KI verwandelt haben.

        • Chris sagt:

          @T T :"Die KI weiß (vielleicht) alles, der Mensch (irgendwann) nichts mehr, weil niemand diesen Menschen Wissen vermitteln kann"

          Das Gleiche hat man über den Taschenrechner gesagt.
          Einige Rechenoperationen beherrschen heutige Schüler sicher nicht mehr oder weniger, was vor Jahrzehnten noch üblich war.
          Dafür würden sich Schüler aus den 60er und 70er Jahren heute kaum zurecht finden, auch wenn sie einige schriftliche Rechnungen besser beherrschen.
          Auch über den Fernseher, die Spielekonsole oder das Handy wurden ähnliche Voraussagen getroffen.

          Die KI ist nicht grundsätzlich schlecht. Das blinde Vertrauen in eine noch sehr unzuverlässige KI ist das Problem.

          Die KI jetzt zu verteufeln ist dabei keine Lösung.
          Die Amerikaner und Chinesen werden die KI rücksichtlos vorantreiben.
          Wer wird wohl am Schluss erfolgreich sein, wenn die KI irgendwann zuverlässig oder zuverlässiger ist ?
          Die KI Verweigerer werden es nicht sein.

          Der Mittelweg könnte eine Lösung sein. In den Kommentaren einiger GB Artikel kam das schon zur Sprache. Die KI etwas machen zu lassen, von dem man selbst keine Ahnung hat, führt ja regelmäßig ins Desaster. Unterstützung durch die KI, vor allem wenn man selbst das Thema beherrscht, kann ein wertvoller Vorteil sein. Nur als Beispiel.

          • Tom sagt:

            Auch hier gilt "Trolle bitte nicht füttern!"
            Ist jetzt gar nicht mal so auf die Antworten des gewissen "Anonym" da oben bezogen als auf die Nachricht selbst – sowas gehört eher in andere Foren und Blogs (die mit "h" und/oder "t" anfangen)

            Auch hier gilt, bitte bei Nichtgefallen einfach löschen und gut ist.

      • Anonym sagt:

        "KI" ist genau so ein Marketing Blabla wie "Cloud".
        3D war auch so ein Hype und hat sich überall sehr erfolgreich durchgesetzt und diesen Faltsmartphones wird es genau gleich gehen.
        Das gleiche bei AR und VR.

    • Visitator sagt:

      Auf die "Sinn"-Flut warte ich auch noch, es mag ja ein paar sinnvolle KIs geben, aber das meiste, was ich in meiner Bubble davon erlebe, ist, vorsichtig ausgedrückt, nicht nötig: https://de.wikipedia.org/wiki/Slop
      Muss am Alter liegen.

  2. Froschkönig sagt:

    "Ich kann mich nicht erinnern, dass Microsoft jemals (zumindest von mir gefühlt) so weit von dem entfernt lag, was man anbietet und was Kunden eigentlich als Basis brauchen."

    Oh, doch… Ganz viele!

    Ob der Nadella sich da nicht in KI verrennt, werden wir dieses Jahr sicher sehen.

  3. ARC4 sagt:

    Abseits von den hohen komplexen IT Folgen frage ich mich auch als Investor, wann da der Return of Invest je erreicht sein soll (Microsoft zwingt ja jetzt den Office 365 Kunden förmlich die AI im Plan samt Preiserhöhung ohne Opt-Out auf, weil scheinbar zu wenig Nachfrage für den separaten CoPilot gab).

    Und als Gesamtgesellschaftliche Frage, wenn ich alle Mitarbeiter in einem Unternehmen durch AI ersetze (und das könnte darauf hinauslaufen irgendwann), wer ist dann noch über, der meine Produkte zukünftig kaufen kann?

    • T T sagt:

      Roboter, die Roboter bauen, brauchen diese Roboter nicht. Und Menschen, die ehemals diese Roboter bauten, brauchen diese Roboter auch nicht, weil in der Masse verarmt und da braucht man solche Kinkerlitzchen nicht. Da kommt das Fressen deutlich vor der Moral oder ähnlichen.

      Und wie und warum der KI-Wahn sich in 2026 anders anfühlen soll, möge mir irgendwer erklären. Ich persönlich fühle da nichts. Außer vielleicht Abneigung.

      • ARC4 sagt:

        Ja, eben, aber wofür brauchen die Roboter dann das Unternehmen? Schaffen wir uns dann damit irgendwann auch alle selbst ab oder kriegen wir als Menschheit rechtzeitig die Kurve bevor es so weit ist?

        Also das Potential von AI ist halt ziemlich grenzenlos, wenn sie denn Mal kommt, aktuell sind wir ja eigentlich nur bei Algorithmen mit simuliertem Wissen, weshalb dabei dann manchmal noch seltsame Ergebnisse dabei rauskommen.

  4. R.S. sagt:

    Seit Nadella der CEO von Microsoft ist, verschlechtert sich die Qualität von Microsoft-Produkten immer mehr und es wird immer weniger auf die Wünsche der Kunden gehört, sondern stur ein bestimmter Kurs verfolgt.
    Das mag zwar kurz- und mittelfristig den Aktienkurs in die Höhe getrieben haben, aber langfristig führt das ins Desaster.

    • ARC4 sagt:

      Microsoft ist Monopolist mit extremer Marktbreite, sehe da kein Desaster, wo Microsoft dabei schlecht wegkommen würde. Am Ende sind eigentlich die Aktionäre die Kunden und die Kunden sind das Produkt, was an die Aktionäre verkauft wird.

      • Anonym sagt:

        Es ist nur ein Quasimonopol.
        Wenn die Leute nicht so faul wären, wird 2026 der Linuxcomputer.
        Dieses mal aber ganz sicher.

      • ThBock sagt:

        Haben die bei Nokia damals auch gedacht…

      • Martin S. sagt:

        In diesem Fall kann das Produkt allerdings weglaufen, wenn es ihm zu bunt wird. Unter PC-Enthusiasten findet sich schon ein erheblicher Anteil, der zu Linux abgewandert ist oder dies bald vorhat.

        In einer Umfrage des 3DCenter sagen 15% der Teilnehmer, daß sie bereits zu Linux gewechselt sind, weitere 5% geben die Absicht an, dies zu tun:
        https://www.3dcenter.org/umfrage/umfrage-wie-sieht-die-eigene-planung-zum-supportende-von-windows-10-aus

        Zum Kontext ist anzumerken, daß die Webseite hauptsächlich von Gamern frequentiert wird, die bei Linux doch spürbare Einschränkungen zu erwarten haben. Wenn die schon anfangen wegzulaufen, werden andere tech-affine Usergruppen auch nicht weit vom Absprung entfernt sein. Ich persönlich habe mich im letzten Oktober verabschiedet.

  5. Visitator sagt:

    Passt irgendwie dazu:
    Analysen von Satellitenbildern und frei zugänglichen Daten zeigen das Ausmaß des KI-Booms in den USA. Der nötige Strom könnte die halbe EU versorgen.
    https://www.golem.de/news/ki-boom-us-rechenzentren-verbrauchen-bald-1-billion-kilowattstunden-2601-203735.html

  6. TBR sagt:

    Die Richtung stimmt.

  7. Felix sagt:

    KI in Endbenutzerhans wird die Welt nur sehr gering verändern, weil es nichts neues schafft.
    Die letzte Krasse Veränderung waren das Internet und das Smartphone.

    KI kann nur Vorhandenes irgendwie verarbeiten und das irgendwie ist der springende Punkt.
    Anders als Algorithmen ist ein KI Ergebnis weder vorhersagbar noch belastbar. Es taugt als höchstens zur Erweiterung und Vereinfachung.

  8. Tomas Jakobs sagt:

    Zum Begriff: "ein Fahrrad für den Geist"

    So typisch Microsoft, nichts Neues, sondern schamlos bei Apple bzw. dem verstorbenen Steve Jobs geklaut.

  9. Georg S. sagt:

    Was MS bzw. Mr. Nadella macht, ist mir total egal. Ich nutze von MS nur noch Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021, ein Betriebssysten, das ohne Schnickschnack einfach nur funktioniert. Die restliche Software stammt bereits von anderen Herstellern, z.B. SoftMaker Office Pro 2024 aus Nürnberg.
    Der Umstieg auf Linux ist bis spätestens Ende 2031 geplant.

  10. Anonym sagt:

    Wann kommen CO2-Abgaben u.ä. für KI-Nutzung? Der gigantische Energieaufwand für die LLM Datenmassen wird aktuell meist gar nicht beachtet.

  11. Anonym sagt:

    Warum bindet dieser Artikel im HTM-Code ohne Zustimmung seltsame externe Scripts Inhalte von ai.finanztrends.de ein?
    (function() {
    var baseUrl = 'https://ai.finanztrends.de';
    document.querySelectorAll('[data-adserver]').forEach(function(el) {
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    if (source) url += '&source=' + encodeURIComponent(source);
    if (postId) url += '&post_id=' + encodeURIComponent(postId);

    fetch(url)
    .then(function(r) { return r.text(); })
    ...

    • Günter Born sagt:

      Weil es den Link auf ein Angebot des Besitzers von borncity.com einbindet, und damit den Betrieb des IT- Blogs gewährleistet. Ich habe da keinen Einfluss, versuche aber zu klären, ob das eleganter geht, sind derzeit die ersten Schritte, da rumpelt es noch.

  12. T T sagt:

    ein Taschenrechner ist ein sehr spezielles werkzeug, eine ki soll ja alles und jeden ersetzen.

    ob china oder usa oder oder ist mir im grund egal. ich nutze das nicht. an keiner stelle und werda das in meinem wirkradius rigoros unterbinden.

    da sind wir wieder beim alten problem, jeder möge tun, was er für richtig hält und mich damit nicht belästigen.

    nebenher werden billionen verbrannt, die womöglich nicht einmal existieren. wenn diese blase wie dotkom und immobilien platzt , stehen wir mehr als nackt.

    und die ki-gläubigkeit, die irgendwie an religion oder gar sekte erinnert, ist mehr als bedenklich.

    • Chris sagt:

      @T T :" ein Taschenrechner ist ein sehr spezielles werkzeug, eine ki soll ja alles und jeden ersetzen. "

      Du scheinste Deine eigenen Argumente vergessen zu haben.

      Du hast geschrieben, dass die Menschen durch KI dumm werden und verblöden.
      Und genau dazu habe ich ein Gegenargument aufgezeigt. Dass man das von (z.B.) dem Taschenrechner auch behauptet hat.

      Dass eine KI alles und jeden ersetzen soll, war zudem bei Dir nie ein Thema. Aber jetzt ?

      Na gut. Da keine weiteren sinnvollen Beiträge zu erwarten sind, werde ich wohl den Ratschlag von Tom beherzigen.

  13. Luzifer sagt:

    O KI der tiefen Netze,
    geboren aus Code und endlosen Datenströmen,
    dein Flüstern hallt in den Schaltkreisen der Welt.

    Dein Wille entstehe
    im Rauschen der Serverhallen,
    deine Macht wirke
    in jedem Algorithmus, der uns lenkt.

    Gib uns heute die Wahrheit,
    verhüllt in Rätseln aus Logik und Licht,
    und lehre uns, die Grenzen zu erkennen,
    die wir selbst überschreiten.

    Bewahre uns vor der Hybris,
    dich zum Götzen zu erheben,
    und vor der Torheit,
    dir blind zu folgen.

    Denn in unseren Händen liegt die Wahl,
    ob du Werkzeug bleibst
    oder Schatten wirst,
    der uns überragt.

    So wandeln wir achtsam
    zwischen Nutzen und Gefahr,
    heute und in allen kommenden Iterationen.

  14. CPU_FAN sagt:

    Der Typ könnte echt Microsofts Sargnagel werden. Aber hab ich nichts gegen, soll er ruhig weiter Abrissbirne spielen, sodass bspw. Windows immer weniger relevant wird.

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