Windows Media Player kann keine CD-Metadaten mehr anzeigen

WindowsIch trage mal eine Information nach, die mir bereits die Woche unterkam, aber auf Dez. 2025 zurück geht. Microsoft hat wohl seine Server, die Media-Daten für Audio-CDs (Musik-CDs) ausliefern, abgeschaltet. Damit kann der Windows Media Player nicht mehr nach Alben und CD-Titeln und Audio-Track-Titeln suchen und diese anzeigen.

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Audio-CD-Wiedergabe im Media Player

Es war eine nette Funktion im Windows Media Player, die viele Leute genutzt haben. Als die Rechner noch mit CD- und DVD-Laufwerken ausgestattet waren, konnte man eine Audio-CD in diese Laufwerke einlegen.

CD Meta-Daten im WMP 12

Der Windows Media Player war über eine Internetverbindung in der Lage, die Informationen zu Album-Titel, Bild, Interpret sowie den Audio-Tracks zu ermitteln und bei der Wiedergabe im Fenster des Player anzuzeigen.

Dazu wurde jeweils eine Anfrage an einen Meta-Daten-Server gestellt, die eine ID der Audio-CD enthielt und so die benötigten Daten, sofern vorhanden, abrufen könnte. Habe ich gerne genutzt – aber heutige Desktop-PCs haben meist kein DVD-Laufwerk mehr – die Leute streamen heutzutage.

Internetmeldungen, dass Meta-Daten fehlen

Auf reddit.com gab es Anfang Dezember 2025 den Thread Anyone else's Media Player having trouble updating album info online?, in dem der Thread-Starter über Probleme berichtet, die er mit dem Windows Media Player und Audio-CD-Meta-Daten hat. Der Versuch, eine Audio-CD auf seinem Windows-Rechner in MP3-Dateien zu rippen (das kann der WMP), endete damit, dass die MP3-Dateien der Audio-Track keine Albuminformationen enthielten.

Man kann die Option Albuminformationen online suchen im WMP verwenden, die laut Poster bisher einwandfrei funktionierte. Dieses Mal habe er aber die Fehlermeldung "Wir konnten keine Verbindung zum Dienst herstellen" im Windows Media Player erhalten. Auch der Windows Media Player Legacy streikte mit der Meldung "Die Webseite existiert nicht mehr". Der Thread-Starter fragte, ob andere Nutzer auch Probleme mit dem Windows Media Player und Audio-CD-Meta-Daten hätten.

Es gibt im Thread weitere Benutzer, die das beobachtete Verhalten bestätigen. Ein Nutzer schrieb kurz vor Weihnachten, dass Microsoft die Server zum Ausliefern der Meta-Daten abgeschaltet habe. Als Workaround wird vorgeschlagen, die Track-Titel und ggf. Album-Titel manuell einzutragen.

Auf Microsoft Learn gibt es zum 20. Dezember 2025 den Thread How can I view CD metadata in Media Player zum gleichen Thema. Auch dort bestätigen andere Betroffene das Problem, ohne dass es eine Erklärung gibt.

Auf Facebook ist mir ein Post untergekommen, der von einem "Weihnachtsgeschenk" Microsofts berichtet.

Microsofts Christmas Present!

Microsoft has discontinued the online CD metadata service that Windows Media Player (both legacy and the newer app) used to automatically fetch track names, artist info, and album art. The service stopped working for users 25th December 2025,
Details of the Discontinuation

Reason: Microsoft decided to discontinue the service due to the decline in physical CD usage and expired licensing agreements with metadata providers.

Impact: When you insert an audio CD into your computer, Windows Media Player now typically displays generic labels like "Track01.cda", "Unknown Album", and "Unknown Artist" because it cannot connect to Microsoft's servers for the information.

No Official Fix: Microsoft has not released an official fix or statement regarding the outage of the service and recommends using alternative software

Damit ist dann wohl alles gesagt, die Zahl der Leute, die das noch genutzt haben, ist wohl einfach zu klein, damit sich der Betrieb der Server lohnt. Inzwischen bin ich bei The Register und GHacks auf Artikel gestoßen, die das auch thematisieren und bestätigen.

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18 Antworten zu Windows Media Player kann keine CD-Metadaten mehr anzeigen

  1. Daniel sagt:

    Ist mir auch schon aufgefallen, war eigentlich ganz nett so mit Boardmitteln fix ne CD als flac oder mp3 zu speicher. Dann halt nun nero burning, hat auch eine Funktion zu, Online Dienst oder CD-Text. Kann man immer auswählen bei jeder CD welche Option man möchte.

    • Anonym sagt:

      Kann dir zu diesen Zwck fre:ac empfehlen. Benutze ich schon wirklich lange um aus CDs FLACs für den LMS zu machen. Hatte auch mal Kontakt zum Entwickler, netter Kerl der das Problem praktisch sofort gelöst hat :)

    • Martin F. sagt:

      Nutze dazu auch Nero in Version 2014. Audiograbber wäre eine andere Alternative oder aber das nachträgliche Tagging mit Mp3tag.

      Fre:ac ist auch ein guter Tipp, muss ich mir mal anschauen.

  2. Luzifer sagt:

    Also zur Musikwiedergabe und auch Filmwiedergabe habe ich noch nie die windowseigenen Programme benutzt… sind mir zu "rudimentär!
    Winamp; VLC; Playerfab; PowerDVD… ja nicht alle kostenlos, dafür um längen besser!
    Dann natürlich noch die Rippers Dreamteams: Fuchs (ja leider tot); Dachs; Affe und Biber.
    Einen 4k Ultra BluRay Brenner hab ich immer noch in meinen Rigs!

    Tangiert mich also lediglich pheriphär… die Abschaltung.
    War so ähnlich wie der Internet Explorer, nett das es ihn gab, nutzte man aber doch nur bis man was ordentliches installiert/runtergeladen hatte ;-P Da sieht der Edge schon anders aus.

    PS
    ************************************
    Man kann die Option Albuminformationen online suchen im WMP verwenden
    ************************************
    Dazu gabs nen Tweak der die Abfrage umleitete auf ne beliebige (bessere) Musik Tagger Datenbank z.B MusicBrainz etc.
    Da ich wie gesagt den Mediaplayer nicht nutzte interessieret mich das aber nicht… google sollte das aber noch auspucken.

  3. Matthias sagt:

    Ich bin auch noch jemand, der noch ein DVD-Laufwerk im Rechner hat, auch wenn das immer seltener zum Einsatz kommt.
    So ein bis zwei Mal im Jahr rippe ich auch noch eine Audio-CD, auch wenn ich neue Musik nur noch digital kaufe.
    Dazu benutze ich aber schon ganz lange nicht mehr den WMP. Von welchem Provider auch immer die Metadaten kamen, ich fand die immer grottenschlecht. Gerade bei älteren oder weniger mainstreamigen Alben war das lückenhaft und von Fehlern durchsetzt.
    Mittlerweile nehme ich Exact Audio Copy fürs Rippen bzw. mp3tag im Nachgang, beide in Kombination mit gnudb. Da ist fast alles drin und das Albumcover lade ich mir dann halt manuell herunter und füge es hinzu.
    Also alles in Allem ist die Abschaltung aus meiner Sicht kein großer Verlust.

    • Anonym sagt:

      Im Gegenteil ich habe immer als erstes das Aktualisieren von Meta-Dateien deaktiviert weil einem der WMP sonst so gerne die Tags mit seinem Mist überschrieben hat.

  4. Fabian sagt:

    Was ist aus dem ursprünglichen Blog hier geworden ??

  5. Froschkönig sagt:

    Irgendwie schade aber auch nicht schlimm. Audio-CDs am PC abzuspielen um sie zu hören ist jetzt nicht mehr so das Killerfeature. Ganz am Anfang musste man dazu noch ein extra Audiokabel vom Laufwerk zur Soundkarte verlegen und die Kunden bestanden darauf. Am PC spielt man aber schon länger eher in irgendeiner Form MP3 und ähnliche Formate ab weil man dazu keinen physischen Datenträger mehr braucht. Also, einmal CD als MP3 gerippt oder irgendeinen Streamingdient genutzt und fertig. Da die Tage des alten Mediaplayer eh gezählt sind, war das zu erwarten, das zugehörige Mediacenter ist ja auch leider schon lange weg. Und warum hat auch Microsoft eine eigene CD-Datenbank gepflegt, wo es doch die CDDB gibt?

    Zum Rippen von CDs benutze ich übrigens CDEX, das wiederum die CCDB benutzt. Solange das nicht verschwindet, ist also alles gut. Und ich kaufe Musik nur in Form von CDs oder sogar LPs. Denn damit "besitze" ich die Musik wirklich und bin nicht davon abhängig, ob es irgendeinen Onlinedienst noch gibt, wo ich für das Hören der Musik mal bezahlt habe. Es ist auch immer ein tolles Ritual, die CD oder LP in das entsprechende Abspielgerät einzulegen, und Musik bewusst zu hören, und dabei vielleicht noch im Albumheft zu blättern. Ähnliches gillt auch für Filme, ich bezahle nicht fürs Streamen sondern für einen Datenträger mit dem Film darauf, bevorzugt BluRay. Wird übrigens auch immer schwieriger, BluRays am PC abzuspielen, auch da ist nichts mehr in Windows integriert, man braucht Software wie WinDVD oder PowerDVD. Multimedia entfernt sich am PC immer mehr von physischen Datenträgern.

    • Carsten C. sagt:

      Konnte man Blurays mit Windows-Bordmitteln abspielen? War dazu nicht immer eine zusätzlich installierte Software wie WinDVD oder PowerDVD notwendig, die den notwendigen Treiber mitbrachte, um verschlüsselte Medien wie Filme auf DVDs oder Blurays wiedergeben zu können?

      • Froschkönig sagt:

        Da gabs mal was im Store.

      • Luzifer sagt:

        gabs den Codec im Store und ansonsten reichte auch nen free Blueray Player zu installieren der die Codecs mitbrachte… dann konnte auch Windows selbst BluRays abspielen, auch wenn man den Free Player weider runterschmiess.
        Oder AnyDVD (mittlerweilen tot) oder Passkey nutzen. Praktisch die kleine Schwester vom Fuchs und Affe, die lediglich die "Treiber" mitbrachten.

        • Carsten C. sagt:

          D.h. man musste auf irgendeinem Weg nachhelfen. Ein unbedarfter Anwender, der ein Bluray-Laufwerk in seinem Rechner fand und einfach eine gekaufte Film-Bluray einlegte, konnte den Film erstmal nicht (will sagen: mit den mit Windows mitgelieferten Programmen) abspielen.

    • Anonym sagt:

      Physische Datenträger bzw. heruntergeladene Dateien kann man schwerer per Abo vermieten als Streaming Only, deshalb soll das lokale alles verschwinden.

      • Luzifer sagt:

        Tja nur besitzt ich da nix ;-P Mieten tue ich nur sehr selten… nix anders ist Streaming, zusätzlich mit gequirlter Kompression und Willkür des "Vermieters".

        Nein Danke!
        In meiner physikalischen Sammlung ist alles zu 100% was ich mag (und keine Scheiße für die man mitzahlt), alles in astreiner Qualität, nix geschnitten oder zenziert, FSK18 ist FSK18 und es bleibt da bis die Hölle zufriert!
        Wenn du es rippst kannst das Orginal auch wieder verkaufen… so hast du ne Library zu Nullkostentarif

        Youtube & Co ist allemal um mal was Neues zu finden, dabei reicht aber locker die Freeversion.

  6. Compeff-Blog.cf2.de sagt:

    Tschuess Mediaplayer. Hab Dich nie zum CD-Rippen benutzt, weil das DigitalRightsManagament des wma-Formats ein Dorn im Auge und das Format mal wieder proprietär war. Als der WMP endlich MP3 konnte (in .ogg rippen kann er bis heute nicht), waren blubberige 128kbit/s eingestellt … da haben sich etliche Leute ihre Sammlung beim Rippen akustisch ruiniert.
    Meine Wahl:
    Früher: winamp, Audiograbber, PowerDVD
    Heute: Aimp, Exakt Audio Copy, VLCplayer

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