25 Jahre Wikipedia

Kleine Erinnerung: Die Wikipedia als Online-Enzyklopädie wird heute 25 Jahre alt. Als der Internetunternehmer Jimmy Wales und der Projektentwickler Larry Sanger in den USA am 15. Januar 2001 die Online-Enzyklopädie Wikipedia gründeten, konnte niemand ahnen, wie sie damit das Internet und die Art wie wir Wissen nachschlagen, verändern würde.

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Heute ist die Wikipedia durch politische Angriffe, Manipulationen der Artikel, KI und auch nachlassende Bereitschaft, Inhalte zu verfassen, bedroht. Markus Beckedahl weist in nachfolgendem Post auf dieses Jubiläum hin.

25 Jahre Wikipedia

Das ZDF hat in diesem Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Die Finanzierung der Wikipedia scheint zumindest zu laufen – in diesem Artikel heißt es, dass Amazon, Meta und Microsoft (neben Google) für den Zugriff auf die Wikipedia-API zahlen – die Wikimedia-Meldung gibt es hier. Bleibt die Frage, ob die Wikipedia weitere 25 Jahre überlebt, oder ob die KI diesen Ansatz letztendlich killt.

StackOverflow

Bei der Plattform StackOverflow sehen die Abrufzahlen dramatisch aus. Stack Overflow ist eine Plattform, auf der Nutzer Fragen stellen können – Antworten gibt es dann von der Community Obiges Bild, welches gerade im Internet geteilt wird, zeigt die monatlichen Abrufzahlen der Seite. Die hatten signifikante Abrufzahlen bis zum Start von ChatGPT in 2024. Seit dem ist die Plattform quasi tot.

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9 Antworten zu 25 Jahre Wikipedia

  1. S. sagt:

    ich bin gespannt, was passiert wenn niemand mehr Wikipedia aktualisiert. Woher nimmt die KI dann das breite aktuelle Wissen. Denn momentan kommt auch viel von dort.

    • Felix sagt:

      Aber warum sollte das passieren? Wer auf Wikipedia Einträge schreibt, will sein Wissen einfach weitergeben, denn man wird dafür ja nicht bezahlt.
      Menschen die ihr Wissen weitergeben wollen wird es immer geben, viele davon sind z.B. Lehrer oder Trainer sowohl Hauptberuflich oder auch nebenbei.

  2. Froschkönig sagt:

    Und 30 Jahre USB 1.0! Artikel bei Heise.

  3. Froschkönig sagt:

    Zur Wikipedia: Ich mag sie, als ehemaliger Autor einiger Artikel allerdings mit gemischten Erfahrungen. Man findet dort vieles und über die Jahre pendeln sich auch Artikel zu umstrittenen Themen meist zu einem ausgewogenen Gesamtbild, weil die Bearbeiter mit extremen Ansichten zum Thema irgendwann das Interesse an dem Artikel verloren haben und dann einer daher kommt und alles wieder glättet, längst können sich diese Exremisten dann schon an anderen neuen Themen austoben. Aber in der Form wie Wikipedia ist, sehe ich in ihr keine gute Zukunft. Die Wikipedia muss noch internationaler werden, und das kann sie mittels KI. KI in einer Form, wo KI ihre Stärke hat. Nämlich in dem es zu jedem Thema nur noch exakt einen Artikel gibt, und nicht mehr in 815 bis 4711 Sprachen. Das heißt, eine KI müsste alle Artikel zu einem Thema in allen verschiedenen Sprachen zu einem neuen Artikel in nur noch einer Sprache zusammen fassen. Besucher und Autoren sehen per automatischer Übersetzung aber den Artikel automatisch in ihrer bevorzugten Sprache und können ihn in der Sprache auch bearbeiten (was dann wieder rückübersetzt wird). Denn bisher ist es so, dass die verschiedenen landessprachlichen Artikel zum selben Thema teils sehr unterschiedlich sind, sich teils sogar wiedersprechen.

    • Bernd sagt:

      Widersprechen…

      Wikipedia mag für gewisse Themenkomplexe ja ganz nett sein, aber bei gesellschaftlichen Themen kann man es nicht als neutrales "Nachschlagewerk" verwenden.

  4. Grimeton sagt:

    KI wird unser aller Untergang.

    Dabei ist das Problem nicht die KI sondern ihre Herren. Man wird Wissen nicht mehr online finden weil KI dieses Wissen auf Geheiß ihrer Herren nicht mehr weitergeben wird.

    Ich glaube die meisten Leute unterschätzen komplett die Gefahren welche KI für unsere Gesellschaft und auch das Untereinander der internationalen Staaten bedeutet. Denn KI ist ein sehr mächtiges Instrument für die, die es ohne Einschränkungen nutzen können, was nur sehr sehr wenige sein werden.

    Und dann machen wir uns auch noch permanent über die Kunst der KI lustig…

    $0.02

  5. Schwarzes_Einhorn sagt:

    "… nachlassende Bereitschaft, Inhalte zu verfassen…"

    Ja, DAS wundert mich gar nicht, so oft, wie ich schon geflucht hab, wenn ich etwas ändern oder einfügen wollte. Technisch ist der ganze Mist so umständlich, daß der normale 08/15-Nutzer schnell an den Grenzen von Geduld und Können ist. Und dann läßt man es halt.

    Die Idee von Wikipedia an sich finde ich allerdings nicht schlecht, auch wenn es nicht perfekt ist und nie sein wird.

    • Froschkönig sagt:

      Der technische Teil der Bearbeitung ist doch genauso einfach wie hier einen Kommentar zu schreiben. Der schwierige Teil ist die "soziale Komponente".

  6. A.B. sagt:

    Es ist wie bei Datenbanken bzw. Datensammlungen: Shit-in -> Shit-out
    Folgerichtig gilt dann auch: Nothing-in -> nothing-out.

    Genau dieses alte und ewige Gesetz lässt mich auch am wirtschaftlichen Nutzen des ganzen KI-Booms zweifeln, wenn alle Mitarbeiter denken, sie brauchen nur noch Daten aus der KI abzugreifen bzw. aufbereiten zu lassen, aber keiner kümmert sich mehr um die (Firmen-spezifischen) Quell-Daten an sich.

    …Im Internet wie z.B. bei der Wikipedia mag die Datenzuverlässigkeit bei "google-barem" Allgemeinwissen (noch) der Fall sein, besonders bei privater KI-Anwendung, die deshalb kostenlos gut nutzbar ist. Aber intern in Firmen gab es schon immer die Tendenz, bei der Prüfung und Pflege von Quelldaten eher zu "sparen":
    Mülldaten werden nicht oder nicht zeitnah gelöscht, sondern von den Mitarbeitern wird stattdessen erwartet, bei ihrer daily work mit "gesundem Menschenverstand" zu erkennen, welche einzelnen Daten aus dem ganzen Haufen die richtigen sind und welche er davon benötigt.

    Mit Einführung von KI müsste eigentlich die Erkenntnis in den Firmen kommen, dass man die durch KI eingesparte Arbeitszeit dazu nutzen sollte, um die Datenquellen an sich umso mehr (manuell) zu überprüfen und zu pflegen/upzudaten, damit danach der qualitative KI-Output auf Basis dieser Firmendaten umso größer wird (und nicht veraltet oder widersprüchlich)…
    Aber anscheinend werden die Mitarbeiter eher immer mehr zu passiven KI-Konsumenten: Es werden weder die Inputdaten ausreichend erzeugt+gepflegt, noch der KI-Output kritisch überprüft.
    Kein Wunder, werden die Mitarbeiter doch von den Firmen quasi dazu gezwungen, weil sie ihre eingesparte Arbeitszeit (geschätzt wird 10-20% pro Mitarbeiter !) durch andere, firmenspezifische Aufgaben verwenden sollen anstatt zur (angeblich nur "unproduktiven") Datenpflege.

    Es wird derjenige als Gewinner des KI-Booms hervorgehen, der auch die Hoheit über qualitativ hochwertige Quelldaten hat. Nicht nur über das beste LLM.
    In Firmen intern kann man die nötige Spezialdaten-Pflege "anordnen". Aber im Internet kann man niemanden zwingen, weiter wie bisher z.B. an der Wikipedia mitzuschreiben…

    Studien besagen, dass IT-Firmen wie z.B. SAP dabei ganz vorne liegen werden, weil sie schon jahrzehntelang qualitativ hochwertige Firmendaten einsammeln und verarbeiten. Und diese jetzt auch von ihrer KI als optimales Trainingsmaterial verwenden können.

    Ich hoffe zwar sehr, dass die Wikipedia niemals als wichtige, selbstkorrigierende "Source of Truth" im Internet aussterben wird und ihre hohe Datenqualität beibehalten wird. Aber ich befürchte, dass viele Nutzer in den kommenden Jahren immer mehr zu reinen Konsumenten werden.
    Quasi analog zu vielen Programmierern, die sich jetzt vieles nur noch per KI generieren lassen statt selbst von der allerersten Codezeile an Hand anzulegen.

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