Windows 11: Microsoft setzt auf Mopria lässt Unterstützung für Legacy-Drucker langsam auslaufen

WindowsIch ziehe mal ein Thema in einen separaten Blog-Beitrag heraus, welches Windows 11-Nutzer mit älteren Druckern in Zukunft tangieren dürfte. Microsoft hat damit begonnen, die Unterstützung älterer Druckertreiber in Windows 11 24H2/25H2 auslaufen zu lassen. Microsoft setzt künftig voll auf den Mopria-Standard. Ergänzung: Microsoft hat inzwischen klargestellt, dass bestehende Druckertreiber weiter unterstützt werden.

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Erste Hinweise auf auslaufenden Drucker-Support

Microsoft hat zum 29. Januar 2026 das Preview Update KB5074105 für Windows 11 24H2 – 25H2 veröffentlich. Ich hatte im Beitrag Windows 11 24H2 – 25H2: Preview Update KB5074105 (29. Jan. 2026) darüber berichtet. In den Hinweisen, was sich ändert, war mir nichts aufgefallen.

Windows 11 Druckerunterstützung für Mopia

Mir sind die Tage dann aber Meldungen untergekommen, dass Microsoft bei Windows 11 die Treiberunterstützung für ältere, sogenannte "Legacy-Printer" einstellen werde. Windows Central hat es in diesem Artikel aufgegriffen. Dort heißt es, dass Microsoft die seit langem geplante Bereinigung des Windows 11-Druckstacks vorantreibe. Beginnend mit dem im Preview-Update vom Januar 2026 unterstützt Windows 11 in den Versionen 24H2 und 25H2 keine älteren V3- und V4-Druckertreiber mehr.

Diskussion hier im Blog

Ich habe im Supportbeitrag zum Preview Update KB5074105 für Windows 11 24H2 – 25H2 vom 29. Januar 2026 nachgeschaut und dort keinen Hinweis auf die entfernte Druckerunterstützung gefunden. Blog-Leser Bolko hat aber in diesem Kommentar zum Blog-Beitrag Windows 11 24H2 – 25H2: Preview Update KB5074105 (29. Jan. 2026) darauf hingewiesen, dass das Update KB5074105 "die Installation und Betrieb von älteren V3- und V4-Druckertreibern verhindert". Dürfte aber so zu lesen sein, dass keine neuen Drucker, die ausschließlich V3- und V4-Druckertreiber bereitstellen, automatisch über Windows Update installiert werden können.

Es sollen nur noch die neuen universellen IPP-Druckertreiber, die für Mopria zertifiziert sind, – bei der automatischen Druckerinstallation – funktionieren. Ältere Drucker unterstützen das Internet Printing Protocol (IPP) nicht mehr. IPP ist ein standardisiertes Netzwerk-Protokoll, welches Computern die Kommunikation mit Drucker lokal oder per Internet ermöglicht, ohne dass spezifische Treiber benötigt werden. Das bedeutet, dass Drucker, die kein IPP unterstützen, zukünftig nicht mehr kompatibel mit Windows 11 sind.

Abkündigung bereits im September 2023

Ich habe mal hier im Blog gesucht und bin auf den Beitrag Windows: Microsoft setzt auf Mopria-Support; neue Drittanbieter-Druckertreiber (ab 2025) nicht mehr per Windows Update aktualisierbar vom 8. September 2023 gestoßen. Damals hatte Microsoft bereits bekannt gegeben, dass die Verteilung von älteren Druckertreibern über Windows Update auslaufen soll.

Mopria-Standard und IPP Class-Driver

Microsoft hat bereits seit Windows 10 21H2 die Unterstützung für Mopria-konforme Druckergeräte, die über Netzwerk- und USB-Schnittstellen angeschlossen sind, durch Microsoft IPP Class Driver integriert. Dazu müssen die Hersteller einen Microsoft IPP Class Driver bereitstellen, der dann von Microsoft für Windows zur Installation bereitgestellt wird. Das erspart den Herstellern von Druckgeräten (und Scannern) eigenen Installationsprogramme, Treiber, Dienstprogramme usw. mehr bereitzustellen. Neuinstallation und Treiber-Updates werden so vereinfacht.

Mopria ist ein Standard, der eine einfache und nahtlose Möglichkeit zum Drucken oder Scannen auf jedem von Mopria zertifizierten Drucker ermöglichen soll. Das betrifft nicht nur Windows sondern auch Android oder Chromebooks. Definiert wird der Standard von der Mopria Alliance, das ist ein Zusammenschluss von Drucker- und Scannerherstellern sowie Produzenten zugehöriger Software, der "universelle Standards und Lösungen für Scan und Druck" entwickelt. Die Allianz wurde im September 2013 von Canon, HP, Samsung und Xerox gegründet.

Aktueller Zeitplan zur IPP-Umstellung

Im, zum 6. September 2023 aktualisierten, Support-Beitrag End of servicing plan for third-party printer drivers on Windows findet sich der Fahrplan für das Auslaufen des Supports für die alten Druckertreiber. Ich habe gerade mal nachgeschaut, Microsoft hat gemäß nachfolgender Tabelle die Termine leicht angepasst.

Auslaufen Legacy Drucker-Support in Windows 11

Was bereits 2025 umgesetzt werden sollte, greift laut oberer Tabelle erst zum 15. Januar 2026. Ab diesem Zeitpunkt sollen keine neuen Druckertreiber mehr bei Microsoft für die Verteilung per Windows Update eingereicht werden können. Vorhandene Druckertreiber werden noch über Windows Update aktualisiert.

Ab Juli 2026 bevorzugt Windows die IPP-Treiber bei der Druckerinstallation, und ab dem 1. Juli 2027 soll die Installation der Druckertreiber von Drittanbietern nicht mehr zugelassen werden.

Was bedeutet das konkret?

Drucker werden auch weiterhin unter Windows 11 funktionieren – aber irgendwann wird es in Zukunft schwierig, wenn keine Treiber mehr vom Hersteller heruntergeladen werden können, diese aber auch nicht mehr per Windows Update gezogen werden. Microsoft gibt im Support-Beitrag End of servicing plan for third-party printer drivers on Windows in einer FAQ den Hinweis, dass diese Umstellung nur wenige Geräte betreffe. Nutzer sollen sich an die Druckerhersteller wenden und IPP-Treiber anfordern. Nur wenn es keine IPP-Druckertreiber gebe, müsse das Gerät ausgetauscht werden.

Ich kann aktuell nicht so richtig abschätzen, wie groß die Menge betroffener Drucker  wirklich ist und wann das Ganze wirklich greift. Fakt ist, dass die Inhalte des Preview Update KB5074105 vom 29. Januar 2026 zum 10. Februar 2026 im Rahmen des Patchday auf alle Maschinen mit Windows 11 24H2 – 25H2 verteilt werden. Dort werden Drucker mit älteren V3- und V4-Druckertreiber zwar weiter funktionieren. Aber Probleme, dass die Drucker sich bei Neuinstallationen nicht mehr ab Windows 11 24H2 automatisch (per Windows Update) in Betrieb nehmen lassen, sind irgendwann in Zukunft imho vorprogrammiert. Es ist vermutlich keine schlechte Idee, sich Druckertreiber für vorhandene Geräte lokal zu sichern, um bei Neuinstallationen eine Quelle zu haben.

Klarstellung durch Microsoft

Ergänzung: Microsoft hat inzwischen klargestellt, dass bestehende Druckertreiber weiter unterstützt werden. Gegenüber Windows Central hat Microsoft Ende Februar 2026 über einen Sprecher folgende Stellungnahme abgegeben:

"Windows has not ended support for legacy printer drivers. If your printer works with Windows today, it will continue to work, and no action is required. As of Jan 15, 2026, legacy drivers submitted to Windows Hardware Quality Labs and published to Windows Update will only be approved on a case-by-case basis, as described in the End of Servicing Plan for Third-Party Printer Drivers on Windows on Microsoft Learn"

Für Nutzer ändert sich also erst einmal nichts. Wenn ein Drucker unter Windows 11 bisher funktionierte, wird der auch weiterhin unterstützt. Nur Hersteller von Druckertreibern, die Updates für ältere Treiber seit dem 15. Januar 2026 bei den Windows Hardware Quality Labs einreichen, stehen vor dem Problem, dass ältere Treiber dann nur noch per Einzelfall-Entscheidung per Windows Update verteilt werden.

Grund der Konfusion – auch hier im Blog – war eine Aktualisierung der Windows-Roadmap, die besagte, dass Windows die Druckertreiber V3 und V4 nicht mehr unterstützen wird. Hier hat Microsoft gegenüber Windows Central erklärt, dass diese Aktualisierung der Windows-Roadmap unrichtig war und inzwischen entfernt wurde.

Ähnliche Artikel: 
Windows 11 24H2 – 25H2: Preview Update KB5074105 (29. Jan. 2026)
Windows 11 24H2 – 25H2: Probleme mit Preview Update KB5074105 (29.1.2026)

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58 Kommentare zu Windows 11: Microsoft setzt auf Mopria lässt Unterstützung für Legacy-Drucker langsam auslaufen

  1. Anonym sagt:

    Wann hören die Leute auf, dem ständigen Windows Update hinterherzurennen und nutzen nachhaltig einfach weiter ihre Hardware?

    • FriedeFreudeEierkuchen sagt:

      Was willst du uns damit sagen? Wir sollen auf Windows Updates verzichten?

      • Anonym sagt:

        Stichworte:
        – ESU
        – LTSC

      • Steter Tropfen sagt:

        Wenn Updates dazu führen, dass man tadellose Hardware nicht mehr nutzen kann, dann sind sie jedenfalls fragwürdig.
        Lassen wir uns doch nicht durch immer neue Unsicherheits-Vorwände dazu prügeln, ständig etwas neues zu kaufen, das wir eigentlich gar nicht brauchen. Der dadurch angerichtete Schaden dürfte mittlerweile größer sein als der von abstrakten Sicherheitslücken.

  2. Christian Krause sagt:

    Klingt für mich als kann man weiterhin einen TCP/ip Druckerport (jetdirect, LPR oder eben ipp/http) erstellen und dann einen Treiber des Herstellers einbinden. Das war ja ohnehin immer die sauberste Lösung, einen Netzwerkdrucker langfristig stabil zu betreiben, wenn man smb/cifs (Druckerfreigabe) vermeiden wollte, wofür es aus meiner Sicht bei kleinen Unternehmen gute Gründe gibt.

  3. ks sagt:

    Erkenne nur ich Widersprüche zwischen obigem Artikel und Microsofts "End of servicing plan for third-party printer drivers on Windows"?

    "July 1, 2027 …
    Existing third-party printer drivers can be installed from Windows Update or users can install printer drivers by using an installation package provided by the print device manufacturer."

    "Q: Will Windows prevent installation of new printer drivers?
    A: Windows will continue to allow vendor-supplied printer drivers to be installed via separate installation packages."
    "Q: Will installation of Microsoft-signed printer drivers already released to the market be prevented from installing on Windows?
    A: Existing printer drivers can be installed on Windows PCs, even after the end of servicing."
    "Q: Does Microsoft have plans to remove existing features supported by v3 and v4 printer drivers as part of the end of servicing plan?
    A: There are no plans to disable print features specifically related to the legacy printer driver platform."

    Basiert der Artikel wirklich auf dem Kommentar eines Lesers, der sich auf eine Quelle (Winfuture) bezieht, die sich auf eine Quelle (Windows Central) bezieht, die die (Ur-)Quelle Microsoft falsch zitiert?
    (Meiner Erfahrung nach darf man allerdings auch bei Microsofts Angaben weder Konsistenz noch dauerhafte Stabilität erwarten.)

    • Tommy sagt:

      Danke für die Klarstellung – ich sehe hier auch einiges an verbreiteten Fehlinformationen

    • Günter Born sagt:

      Magst Du und der Folgekommentator spezifizieren, wo ihr "einige Fehlinformationen" im Beitragstext identifiziert habt? Ich kann derzeit wirklich nicht erkennen, wo ihr euch dran stört. Aber ich korrigiere gerne den Text, wenn dieser an einer Stelle missverständlich formuliert oder falsch ist.

      • Luzifer sagt:

        Also wenn ich das richtig verstanden habe: gibt es lediglich keine alten Druckertreiber über Windows Update… installieren kann man aber selbst weiterhin alte Druckertreiber, eben nur nicht durch Windows Update!

        • ks sagt:

          ACK.
          (learn.microsoft.com/en-us/windows-hardware/drivers/print/legacy-printer-driver-submission-process beschreibt übrigens den Prozess und die Bedingungen für Hersteller, um auch Legacy-Treiber noch durchzubekommen.
          Für Hoffnungen auf weitere Unterstützung – kundenfreundliche Hersteller vorausgesetzt – können die Bedingungen eine Orientierung bieten.)

          • Anonym sagt:

            Ich verstehe es auch so, dass man "alte" Treiber vom Hersteller weiter runterladen und installieren kann. Windows 11 entfernt übernächstes Jahr dann nur die integrierten Treiber und inkludiert ausschließlich Mopria.

            Mopria funktioniert dann out-of-the-box und andere Protokolle müssten dann nachinstalliert werden.

            Das ist für mich in Ordnung. Bei Linux und Apple ist es ja bereits jetzt schon ähnlich.

          • Tommy sagt:

            Genau so sieht es aus. Finde es auch prinzipiell richtig – Treiber gehören für mich sowieso nicht in die Windows Update Verteilung.

      • Damiel sagt:

        Ich habe es mittlerweile selbst mal ausprobiert: eine Neuinstallation von Windows 11 25H2 mit dem ganz neuen Update KB5077181 genommen, die noch nie zuvor einen Drucker gesehen hat. Daran mit USB-Kabel einen uralten Kyocera FS-2020DN (Baujahr ca. 2012?) angeschlossen, der kein IPP oder Mopria kann.

        Ergebnis: Windows hat binnen Sekunden vollautomatisch den Drucker mit einem V4-Treiber von Kyocera installiert, der auch als neues Verzeichnis in C:\Windows\System32\DriverStore\FileRepository aufgetaucht ist.

        Das ganze ist m. E. einfach nur eine Falschmeldung. Microsoft hat angekündigt, keine komplett neuen Legacy-Druckertreiber mehr in die Verteilung per Windows Update aufzunehmen, das ist alles. KB5074105 hat damit überhaupt nichts zu tun, außer dass es in zeitlicher Nähe erschienen ist.

        Korrigiert werden sollte daher "Microsoft […] beendet Unterstützung für Legacy-Drucker", "Microsoft hat damit begonnen, die Unterstützung älterer Druckertreiber in Windows 11 24H2/25H2 zu entfernen" und alle weiteren ähnlichen Formulierungen in "Microsoft nimmt keine komplett neuen Legacy-Druckertreiber mehr in die Verteilung per Windows Update auf". Formulierungen wie "Es sollen nur noch die neuen universellen IPP-Druckertreiber […] funktionieren" und die kompletten letzten zwei Absätze sollten komplett gelöscht werden.

  4. Stefan sagt:

    Das ist wirklich verwirrend. Ich nehme an Mopria ist ein Druckertreiber Standard wie V3 und V4? Es hört sich an, als ob dieser nur noch die Verbindung per IPP zulässt, obwohl das verwendete Netzwerkprotokoll bisher nie Teil des Standards war. Nicht ein einziger unserer Drucker (mehrere hundert) steuern wir per IPP an, sondern nur RAW. Die meisten sind V4 Treiber.
    IPP ist auch (leider deprecated) MS Serverdienst, der Drucker für Clients per HTTPS zur Verfügung stellen konnte.

  5. Micha sagt:

    Wie kann man den Prüfen, welcher Treiber Type aktuell verwendet wird?

    Ich glaube nicht, das bei einem alten Drucker einfach ein Softwareupdate ausreichen wird. Auf der Mopria Alliance Hompage steht, man benötigt einen dafür Zertifizierten Drucker.

    Andererseits finde ich den KX Treiber 8.5.2405.0 aus dem Jahr 2024 für meinen Kyocera Mita FS-1010 wirklich gut strukturiert und bedienbar. Er bietet mir viele Optionen, inklusive einer voll funktionsfähigen Druckvorschau, die exakt das anzeigt, was ausgedruckt wird. (was der Mozilla Firefox teilweise nicht hin kriegt)

  6. Mark Heitbrink sagt:

    möchte jemand, der sich darüber aufregt "mimimi, aber mein alter Drucker …", im Firmenumfeld über Print Nightmare reden? die Gründe warum der spooler Dienst auf allen Servern ausgeschaltet werden muss und wie leicht es ist über den Druckertreiber/Druckserver die Ransomware zu verteilen?

    Wie geil ist das denn bitteschön? in der Security Baseline 25H2 sind schon jetzt die Policies für IPP drucken integriert. unter anderem ist es möglich SSL zu erzwingen.

    das ist evtl nicht Kleinkunden freundlich, aber der Endkunde kann weiterhin seinen Drucker per USB oder an der Fritzbox betreiben.
    es geht um Enterprise.

    ihr müsst euch schon einigen, was MS tun soll. entweder sollen sie sicherer werden, oder weiterhin den alten Schrott supporten, damit der 10 Jahre alte Mist noch funktioniert. Security! .. aber bitte nicht bei mir…

    Es ist vielleicht für einige erschreckend, aber der Endkunde, war nie der Zielkunde von Microsoft, wenn es um Ausrichtung und technische Lösungen ging. Es ging immer um Enterprise, Firmen größer 10.000 seats
    Wenn man das immer wieder als Basis nimmt, erklärt es ganz viel. Natürlich nehmen sie gerne das Geld von Einzelpersonen, aber diese entscheiden nicht über das Produkt

    • Tomas Jakobs sagt:

      Danke dass Du Printnightmare aus 2021 erwähnst.
      https://blog.jakobs.systems/blog/20210630-window-drucker-dll/

      Das allein ein schönes Beispiel, wie strukturell kaputt Windows mit Legacy an allen Ecken und Kanten ist.

      Für Private war es sowieso schon immer besser, auf reine USB Geräte zu verzichten und besser Geräte mit Ethernet zu betreiben. Kleine Printserver oder Raspi oder zur Not eine Fritzbox sind kein Aufwand. Der Zwang, einen ganzen Rechner nur für einen Ausdruck oder Scan am MFP extra hochfahren zu müssen, hat mich daheim bereits vor 25 Jahren genervt.

    • Hansi Meier sagt:

      Im Grundsatz wäre es löblich, wenn die Druckeransteuerung Herstellerübergreifend standardisiert und sauber in Windows integriert wäre. Ist schon lange überfällig.

      Bisherige Bestrebungen waren aber nicht wirklich vertrauensbildend. Der ganze Printer-Stack ist ein riesiges Gebastel. Die Automatisierung mit Einstellungen wie Fächer, Duplex etc. funktioniert nur über die ältesten Schnittstellen/Auflistungen herstellerübergreifend zuverlässig. Hoffe MS ist ausnahmsweise dazu in der Lage bei Printern (wieder) robusten Code zu erstellen UND den notwendigen Funktionsumfang zu bieten. Am besten mit nem Wrapper damit die alten Schnittstellen funktionieren und mit Ihnen vermutlich tausende von Branchen-Lösungen.

    • Stefan Kanthak sagt:

      (Gruppen-)Richtlinien zur Beschränkung der Server/Hosts, von denen Druckertreiber automatisch bzw. von unprivilegierten Nutzern installiert werden dürfen, existieren seit dem letzten JAHRTAUSEND, d.h. Unternehmen mit nicht völlig unfähigen Administratoren waren vor PrintNightmare gefeit.

      • Stefan sagt:

        Aus Performancegründen setzt man GPOs nach dem Prinzip "so viel wie nötig, so sparsam wie möglich ein". Es ist also nicht selbstverständlich dass sie etwas vorab konfiguriert ist.

  7. Bolko sagt:

    1.
    Es spielt auch eine Rolle, wie lange die Zertifikate gültig sind, mit denen die alten "V3" und "V4" und "Universal" Treiber signiert wurden, denn Windows 11 akzeptiert keine Treiber mehr, deren Signatur ungültig ist und Microsoft wird im Normalfall auch keine Fremdtreiber mehr neu signieren.

    2.
    Wenn ein Drucker PostScript kann, dann sollte er eigentlich automatisch auch IPP können, aber in der MOPRIA Datenbank stehen manche PostScript-fähige Drucker nicht drin.
    Wurden diese Modelle vergessen oder gibt es noch ein zusätzliches Kriterium für IPP-Fähigkeit, welches diesen Druckern fehlt?

    Laut Wikipedia existiert IPP schon seit 1999 und IPP wird auch von CUPS in Linux benutzt.

    Postscript gibt es seit Anfang der 1980er Jahre, also noch vor IPP erfunden wurde.
    Allerdings dürften derart alte Drucker heute nicht mehr im Einsatz sein, weil sie längst verschlissen sind.

    Die Drucker der letzten ca 20 Jahre, die Postscript können, sollten auch IPP können.

    3.
    Warum trägt HP die IPP-fähigen Drucker (laut "System Administrator Guide"-PDF) nicht auch in die MOPRIA-Datenbank ein und warum steht bei den "IPP-fähigen Universal"-Treibern weiterhin ein "V3" im PDF?
    Beispiel "HP Laserjet 4050n" (steht bei MOPRIA nicht drin):

    mopria. org/de/certified-products

    Laut "System Administrator-Guide" von HP kann er aber IPP mit den "V3 Universal" Treibern:

    support. hp. com/us-en/product/setup-user-guides/hp-universal-print-driver-series-for-windows/503548

    HP sollte also mal die MOPRIA-Datenbank besser pflegen und fehlende Geräte dort eintragen.

    4.
    Microsoft wollte eigentlich die Treiber-Datenbank bei Windows-Update bereinigen und ca 20 GB Treiber entfernen.
    Wie aber soll das funktionieren, wenn angeblich die alten Treiber weiter vorhanden bleiben?
    Laut FAQ soll diese Änderung nur für Windows 11+ und Server 2025+ gelten, aber nicht für Windows 10 LTSC. Die alten Treiber bleiben dann also doch in der Windows-Update-Datenbank drin und es kömnen keine 20 GB Treiber gelöscht werden.

    5.
    Gilt "IPP" auch für die Scanner- oder FAX-Funktion oder nur für die Drucker-Funktion?
    Werden Multifunktionsdrucker also mit IPP-Treibern auch scannen und faxen können oder braucht es dafür einen zusätzlichen Treiber?

    • Kevin S. sagt:

      Zu 5. Ich denke, hier ist nur das Drucken via IPP gemeint. Als gute Scanlösung habe ich mit dem Open Source Tool NAPS2 gemacht.

    • ARC4 sagt:

      Also Mopria ist viel mehr als nur IPP. IPP ist "nur" das Kommunikationsprotokoll, was auch Mopria nutzt. Also nur weil etwas IPP kann, ist es nicht gleich Mopria konform.

      Ungültige Zertifikate verhindern zwar die Installation vom Druckertreiber sobald das aber im Trusted Store ist, funktioniert's auch weiterhin. Warum ich das weiß, ohne hier Herstellernamen nennen zu wollen, aber da gibt's mindestens einen Hersteller, der aktuelle Druckertreiber mit "kaputten" Zertifikaten ausliefert.

    • Bolko sagt:

      Punkt 5 ist in der FAQ beantwortet:

      Q: Will multi-function devices (print, scan, fax) work over IPP?

      A: Yes, they will.  For network devices, the Print and Fax endpoints will work via IPP and IPP Fax Out, respectively, while the Scan endpoint will work via WS-Scan or eSCL.  For USB devices, the endpoints will only be accessible when the USB interface is in IPP Over USB mode which means IPP for Print, IPP Fax Out for Fax, and only eSCL for Scan.

      learn. microsoft. com/en-us/windows-hardware/drivers/print/end-of-servicing-plan-for-third-party-printer-drivers-on-windows

      Sind dann also auch TWAIN Treiber für Scanner überflüssig?

      Wie schaltet man das USB interface in diesen "IPP Over USB mode" um?
      Im Gerätemanager sehe ich so eine Einstellung nicht.
      Gibt es da Registry-Einträge?

      • R.S. sagt:

        Wie nutzt man diverse Sachen im MFP-Treiber wie z.B. Scan to PDF, Scan to TIFF, etc.?
        Es gibt viele MFPs, die dafür Tasten am Gerät haben.

        • Fritz sagt:

          MFP-Geräte nutzen dafür aber nicht den PC oder den Druckertreiber. Entweder die Scans werden auf ein definiertes Share (per SMB, http://FTP...) geschrieben oder per Mail versendet.

          • R.S. sagt:

            Nö.
            Macht z.B. mein altes MFP nicht.
            Nach dem Scan poppt am PC ein Fenster auf, in dem abgefragt wird, wie das gescannte Dokumentz heißen soll und wo man es speichern will.
            Die Tasten am MFP funktionieren nur, wenn die MFP-Software auf dem PC installiert ist.

    • Froschkönig sagt:

      "Die Drucker der letzten ca 20 Jahre, die Postscript können, sollten auch IPP können."

      Na da bin ich mal gespannt, mein privat fleißigster Drucker ist ein Brother HL-1450, per USB am Heimserver angeschlossen (der hat noch kein Ethernet oder WLAN, sondern außerdem Centronics), druckt alle paar Wochen mal ein paar Seiten, ist ansonsten per vorgeschalteter per Zigbee geschalteter Steckdose aus. Der kann PCL und Postscript (nennt sich da BR-Script), und wer sich die einst mit Windows 8.x und 10 ausgelieferten Treiber für eine ganze Latte Brother-Drucker aus der Zeit aufgehoben hat (oder im Internet, nicht mehr im MS-Catalog, auch nicht bei Brother, gefunden hat), kann mit diesen Druckern immer noch unter Windows 11 drucken. Die sind unverwüstlich. Meiner hat jetzt 25 Jahre auf dem Buckel und druckt immer noch wie am ersten Tag, der hatte außer gelegentlichem Papierstau noch nie eine Panne, und Trommel und Toner Vorrat hab ich auch noch. https://www.pcwelt.de/article/1128662/brother-hl-1450.html

      Ich bin mal gespannt, wie lange es noch geht. Ich wollte den Drucker nicht wegen fehlendem Treiber killen, sondern sehen, wann er tatsächlich kaputt geht.

      Deswegen wäre es schön, wenn der Sachverhalt hier nochmal sauber recherchiert wird, denn es gibt unterschiedliche Aussagen:
      – Microsoft stellt Support in Windows für ältere Drucker(treiber) komplett ein.
      – Microsoft stellt Verteilung von Treibern für ältere Drucker über Win-Update und MS-Catalog komplett ein.

      Bei letzterem gab es schonmal eine "Riss", nämlich damals als Windows 10 den Support für SHA1-signierte Treiber verlor, wurde dann auch schon mal "aufgeräumt". Da sind dann sicherlich so einige Drucker auf dem Müll gelandet. Aber wer den Treiber noch (installiert) hatte, konnte weiter drucken.

      Ich finde diese Bevormundung allerdings unterirdisch, aus Nachhaltigkeitsgründen sollte man die Dinger laufen lassen können, solange sie nicht die Funktion wegen Defekt einstellen. Ein 600dpi Schwarzweißlaser ist immer noch gut genug! Selbst 300dpi ist noch Ok. Und besonders schnell muss der im Privathaushalt auch nicht sein.

  8. Kevin S. sagt:

    Wäre es eine Möglichkeit, den alten Drucker via Printserver (Router etc.) oder CUPS im Netzwerk freizugeben, und mit einem Win 11 Client den Auftrag an den Server (Cups etc.) zu schicken, damit dieser den entsprechend umwandelt. Danke für den Artikel…

  9. Anonym sagt:

    Dieses Mopria unterstützt automatisch Universal Print, oder?

  10. Bolko sagt:

    Eigentlich sollten alle Drucker, die keine GDI-Drucker sind, eine Postscript-Datei annehmen und verarbeiten können, denn "driverless printing" gibt es schon seit ca 2010 bei Linux (CUPS) und bei Apple (AirPrint).
    Reine GDI-Drucker sind aber längst ausgestorben und normale Drucker haben eine Firmware, die problemlos mit Postscript umgehen kann.

    Das Problem lag immer nur bei Windows, weil Windows den Druck selber berechnen wollte und mittels eines Treibers an den Drucker schicken wollte, anstatt einfach die Postscript-Datei an den Drucker zu schicken.
    Durch diese "GDI-Fähigkeit" (eher Verkrüppelung) konnten die Druckerhersteller Funktionen in der Firmware einsparen und die Drucker billiger machen. Dadurch waren sie aber auch inkompatibel mit Apple und treiberloses Drucken funktionierte nicht.
    Dieses absichtlich durch proprietären Mist inkompatibel machen, um Kunden und Hersteller exklusiv an Windows zu binden, ist ein Markenzeichen von Microsoft.
    Diese Gängelei sollte man aber nicht mitmachen und auf echte Standards setzen.

    • R.S. sagt:

      Das ist nicht Schuld von Microsoft, sondern der Druckerhersteller.
      as kann Microsoft dafür, wenn Druckerhersteller die Durckerfirmware verkrüppeln, so das die nur unter Windows funktionieren?

      Um GDI-Drucker habe ich immer einen weiten Bogen gemacht.

      Und die Druckertreiber, die es in der Microsoft Datenbank gibt, sind auch verkrüppelt.
      Beim Druckertreiber meines Druckers fehlen bei dem Microsoft Druckertreiber viele Funktionen, die der Legacy-Treiber, direkt vom Druckerhersteller noch hat.
      Man kann also mit dem Microsoft-Treiber gar nicht alle Möglichkeiten des Druckers ausschöpfen.
      Beim Druckerhersteller gibts übrigens den Legacy-Treiber auch schon seit sicher 2 Jahren nicht mehr zum Download. Es wird auf den Microsoft-Treiber verwiesen.
      Zum Glück hatte ich noch die Installationsdateien des Legacy-Treibers und habe den intalliert.

      • Fritz sagt:

        Das liegt auch daran, daß die Implementation von Standardsprachen (Postscript, aber auch PCL5) für die Druckerhersteller lizenzpflichtig ist.

        Zudem unterstützen diese Implementationen keine bidirektionale Kommunikation, wie sie gewünscht wird um Tintenfüllstände, Papierformate und generell erweiterte Fehlermeldungen jenseits von "Druckt nicht" zurückzugeben.

        • Stefan sagt:

          Diese Bidirektionalität wird doch durch SNMP abgedeckt. Finde ich auch sinnvoller. So wird die Kommunikation immer vom Server/PC aus initialisiert. Ich möchte Druckernetzen in Firewalls nicht erlauben müssen, ihre Druckserver erreichen zu können. ;-)

    • Froschkönig sagt:

      GDI-Drucker sind doch schon lange Geschichte und wurde längst durch PCL und Postscript abgelöst! Das ist eine Technik, die übrigens einst ATARI erfunden hat. Die Idee schon beim SLM 804 (ab etwa 1988) und später SLM 605 (nur ein neues Druckwerk) war, dass der Drucker selbst strunzdumm ist, und über seine Schnittstelle zeilenweise reine Pixeldaten bekam. Das sparte eine weitere leistungsfähige CPU und RAM (im Drucker). Ein i8085 8 Bit-Prozessor zur Bedienung der Schnittstelle reichte dann. Der Seitenaufbau erfolgte dann auf dem ST Computer, der dafür mindestens 2 MB RAM brauchte, 1 MB für den Druckerpuffer, der Rest für Betriebssystem, Treiber und Software. Es gab da dann Treiber für eine Epson-FX- und Diabolo-630-Emulation, und einige Software konnte den Drucker sogar selbst mit Rohdaten ansteuern. Und im Vergleich zu GDI (was ja bei Windows das Grafiksubsystem ist, über das auch die Bildschirmausgabe in ein Fenster gesteuert wird) gab es das GDOS-Paket, was den gleichen Zweck hatte, ein Programm musste garnicht mehr wissen, ob es jetzt eine Ausgabe in ein Fenster oder auf einen Drucker machte, der einzige Unterschied war die Gerätenummer. NeXT hats umgekehrt gemacht, da sprach wie der Drucker dann auch der Monitor "Display-Postscript", was aber nur ging, weil die NeXT Computer zwei CPU-Generationen schneller waren.

    • Andy sagt:

      Man darf aber nicht vergessen, daß unter "Drucker" z.B. auch 15 Jahre alte Großformat-Plotter und Folienschneidemaschinen fallen, die man nicht so gerne ersetzt. Da arbeitet man lieber mit XP, als daß man mal so locker ne Million auf den Markt wirft.

  11. Peter sagt:

    Was mich stört ist, dass ich nicht sehe, wie man Vorgaben für die User machen soll bei Nutzung von Mopria. Fachnutzung, Skalierung, Doppelseitig, Speichern. Als das geben wir hier vor und das scheint mit Mopria nicht zu funktionieren.

  12. Bolko sagt:

    Aus der MOPRIA-FAQ:

    Drucken über 3G oder 4G mobile Datenverbindung funktioniert nicht.

    WLAN braucht mindestens die Spezifikation 802.11.

    mDNS wird zur automatischen Erkennung des Druckers mittels "Wi-Fi Direct" benötigt.
    Wenn mit dem Smartphone das Drucken nicht funktioniert, dann muss man sich aus dem lokalen WLAN (Router) ausloggen und sich direkt mit dem WLAN des Druckers verbinden.
    "Wi-Fi Direct" via Router scheint also manchmal Probleme zu bereiten.

    Im WLAN werden die Drucker mit MOPRIA-Zertifikat angezeigt.
    Manchmal wird ein Drucker auch mehrfach angezeigt, falls er zusätzlich Funktionen wie "Google Cloud Print" kann.

    Ein Netzwerkkabel funktioniert, aber ein USB-Kabel funktioniert normalerwiese nicht, weil der USB-Port normalerweise nicht im "IPP Over USB"-Modus ist. Wenn man den Modus des USB-Ports wechselt, dann geht es auch mit einem USB-Kabel.

    Ab Android 4.4 (KitKat) wird MOPRIA unterstützt (Oktober 2013).

    mopria. org/PDFs/Mopria_FAQs_DE.pdf

    learn. microsoft. com/en-us/windows-hardware/drivers/print/end-of-servicing-plan-for-third-party-printer-drivers-on-windows

  13. Sandra sagt:

    Wenn ich das hier richtig lese, wird MS aufhören, neue Druckertreiber auf V3/V4 Basis via Windows Update zu verteilen.

    In vielen Unternehmen hat man ja Windows Print Server und die Benutzer drucken via diese Server (sie sprechen den Drucker nicht direkt an). Viele Kunden von uns haben auf den Druckservern noch V3/V4 Treiber installiert. So wie ich das FAQ von MS lese, wird das auch weiterhin funktionieren. Ich kann auch weiterhin das Druckertreiber Setup vom Hersteller mit V3/V4 Treibern ausführen.

    Also sehe für bestehende Drucker nicht so das Problem. Aber vielleicht habe ich das auch nicht richtig verstanden. Morgen kommen ja die neuen Updates raus (Februar 2026), dann werden wir mal testen.

  14. Bolko sagt:

    Im Microsoft-Blog stand vor zwei Jahren folgendes:

    "IPP has been implemented in Windows 10 for network printers since 2018. With Windows 11, we are adding IPP over USB to widen hardware support using IPP."

    techcommunity. microsoft. com/blog/windows-itpro-blog/what%E2%80%99s-new-in-windows-11-for-universal-print/2499026

    Soll das bedeuten, dass es "IPP over USB" bei Windows 10 gar nicht gibt?
    Kann man das irgendwie nachrüsten oder per Registry einschalten?

  15. Bolko sagt:

    Im Windowsforum steht ein Artikel, wer von der Umstellung betroffen ist, mit welchen Befehlen man das analysieren kann und wie man auf MOPRIA bzw IPP migrieren kann:

    – Home users and small businesses relying on older USB-bound printers or multifunction devices that shipped drivers only as legacy V3/V4 packages and have no modern replacements or Print Support Apps. Some printers may still print, but scanning or finishing features may degrade.

    – Enterprises with large fleets of specialized printers (label printers, POS printers, industrial printers) that rely on vendor kernel drivers or custom vendor ports. Those environments must inventory and plan vendor-driven remediation.

    – Managed devices running Windows in strict security modes (e.g., Windows 11 S Mode or environments that enable Windows Protected Print Mode). In WPP, Windows blocks driver installers and will actively remove non-IPPs, which can break legacy workflows if vendors haven't provided Print Support Apps or IPP-compliant features.

    windowsforum. com/threads/windows-11-ends-legacy-v3-v4-printer-drivers-ipp-inbox-class-driver.400347/#post-957500

    • Stefan sagt:

      Danke für den Hinweis zu den Special Printers. Das ist in der Tat ein Problem, dass nicht einfach zu lösen sein wird. Und gerade auf diesen Drucker basieren viele Firmeninterne Prozesse.

  16. Sebastian sagt:

    Zitat: "Ab Juli 2026 bevorzugt Windows die IPP-Treiber bei der Druckerinstallation, und ab dem 1. Juli 2027 soll die Installation der Druckertreiber von Drittanbietern nicht mehr zugelassen werden."

    Ich höre im Hintergrund ganz leise ein paar Business-Kasper bei HP weinen.
    Wie bloß soll man der Kundschaft denn in Zukunft seine räudigen, sinnlosen Zusatzprogramme unterjubeln und die Cloud-Zwangsverdongelung durchsetzen?
    Denkt denn niemand an den Aktienkurs?!?!?

  17. Bernd sagt:

    Das ist ja alles schön und gut für gewöhnliche A4 Drucker. Wenngleich auch da das bereits mehrfach genannte Argument der Nachhaltigkeit greift. Aber was ist mit speziellen Druckern? Sowas wie hochpreisige Drucker für Kartonetiketten, Paketaufkleber oder auch Bon-Druckern für Kassensysteme? Ich glaube IPP Treiber sind da weder vorhanden noch sinnvoll.

    Insofern wäre auch hier die Frage, ob die Änderung nun lediglich bedeutet, dass keine Treiber mehr per Windows-Update verteilt werden oder ob auch verfügbare Legacy-Treiber der Hersteller nicht mehr installiert werden können.

    Gibt es hierzu eine definitive Information? Ich wäre sehr dankbar für eine Quelle dazu!

  18. TomTomBon sagt:

    Moin Moin,

    Also,
    die letzte Info die wir letztes Jahr bekommen hatten war, das MS ab Januar 2026 keine neuen Drucker Treiber mehr verifiziert und zertifiziert.
    ABER
    der Betrieb mit "alten" Treibern weiterhin Problemlos klappt.

    MS hat leider das Druckertreiber Wirrwarr angeheizt, nicht entwirrt :-(

    Es gibt (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)
    – klassische v3 Treiber
    Wie in der Kyo Welt der KX 8.x (6 ist aktuell).
    Die haben den Vorteil das die Hersteller alles rein packen was der Drucker kann.
    Leider auch bei manchen Herstellern, Ich denke da an HP :-( , Sachen die mit dem Drucken nicht ganz so viel zu tun haben..
    Es gibt dann auch noch die von MS WHQL Zertifizierten Versionen, die MS in den Update catalog aufgenommen hatte.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Windows_Hardware_Quality_Labs
    Die sollen jetzt aber auch entfernt werden.
    Bisher aber nicht sooo schlimm alles, denn man musste als Anwender "nur" die Treiber des Herstellers bekommen. Wie gut man die bekommt liegt am Anbieter dann :-)

    Vorteil v3:
    Der Treiber erstellt aus den Daten die er bekommt ein "Bild" für den Drucker, eine abreihe von Anleitungen, wie er das Papier behandeln soll.
    Also Anleitungen der Art "ziehe eine Linie von Position 25/17 nach 36/108 in Farbcode 156/239/24.
    Oder Hefte die Ausgabe, etc.

    Nachteil:
    Der PC braucht Zeit, je nachdem was gedruckt wird, um das "Bild" zu erstellen. Zudem ist der Druckdatenstrom je nach Treiber Version recht groß..

    – Im Zuge von Printnightmare hat MS die v4 Druckertreiber massiv voran getrieben.
    Die werden von MS entwickelt, können aber durch Zusatz Programme nachträglich "optimiert" werden.
    In manchen Kontexten liefen die v4 Windows bezogen besser.
    Performance seitig waren sie aber immer schlechter, siehe Nachteil.

    Nachteil:
    v4 Treiber arbeiteten immer mit "XPS", d.h. das der Treiber aus den Daten erst eine XPS erstellt hat.
    Diese wird dann zum Drucker geschickt, und der Drucker "entschlüsselt" diese wieder in das Druckbild.

    Vorteil:
    Die Druckdatenströme waren im Verhältnis zu v3 SEHR klein :-)
    Was besonders bei kleinen / schlechten Anbindungen von Vorteil ist.

    Nachteil:
    Es ist durch den Prozess langsamer.
    Erst wird eine XPS erstellt, dann wird die versendet. Und dann muss der Drucker erst einmal die Daten entpacken…
    ;-)

    IPP / WDS Treiber:
    An sich war dies "nur" das Protokoll wie kommuniziert wird. So wie RAW oder LPR über TCP/IP.
    Aber MS ist halt MS…
    IPPS hat den Vorteil das es vereinheitlicht ist. Das war aber RAW und LPR auch. Nur konnte man je nach Anwendungsfall vorher wählen was man will/braucht bzw manchmal war der andere Weg bei Problemen ein Workaround..

    Ein echter Vorteil ist, das es ein "driverless" System ist wie Airprint oder Avahi.
    Bzw MS hat Mopria entsprechend einverleibt, wenn auch nicht offiziell.
    Aber früher war Mopria gedacht als Alternative zu Airprint von Druckerhersteller, um Apple die Stirn zu bieten.
    Jetzt hat es sich MS halt auf die Fahne geschrieben. Und wird wahrscheinlich entsprechend durch Gelder vieles in seinem Sinne regeln.

    Wie auch immer.

    Für den Heim Bereich / Drucken vom Handy ist dies gut und wahrscheinlich in ~ 1 Jahr gut anwendbar.
    (Nachdem die Anfangsprobleme behoben sind.)
    Nur
    Es ist auch nur gedacht für den Hausgebrauch.
    Solange nicht UWX Apps aus dem MS Store des Drucker Anbieters installiert sind, kann man NUR sagen ob man Farbe / Schwarz Weiß will, und welche Anzahl an Kopien.
    Ok, auch ob man mit 600 oder 300 dpi Drucken will, aber wer macht die Einstellung noch?

    Wenn Ich aber einen vollausgestatteten A3 Kopierer mit 7 Fächern, Heftung, Lochung, Broschüren Erstellung, und und und … habe. Für 50.000€ und mehr.
    Kann Ich ohne die UWX App NICHTS davon nutzen !
    Ausser Kass 1 und Farbe.

    Wie gesagt, die UWX App über den MS Store ist ok.
    Wird wahrscheinlich auch besser.
    Aber man ist verpflichtend an den MS Store, und vor allem die Kommunikation darüber gebunden !
    D.H. immer ein offenes Tor.
    Was Ich, und nicht nur Ich ;-) , bei unser aller Daten relevanten Einrichtungen wie Polizei oder Finanzamt, als kleine Bsp, für SEHR bedenklich ansehe.

    Zum einen kann man bei einem Einbruch in den MS Store und einem entsprechenden Tausch der Apps SEHR viel erreichen.
    Zum anderen muss man als Nutzer immer das Tor dazu offen haben :-(

    Just my cent

    • Günter Born sagt:

      Danke für die Inneneinsichten!

    • LTSC Kämpfer sagt:

      Danke fürs beleuchten.

      Habe heute versucht die großen Apps von Kyocera und Xerox in einer LTSC Offline-Umgebung zu installieren. Nach zig Abhängigkeiten ging es – aber die Apps starten nur kurz und schließen sich wieder. Was für ein MS-Store-Dreck.
      Und: wenn ich es richtig sehe, kann man keine Policies in den ach so tollen Store-Apps konfigurieren a la Secure-Print-per-Pin und SW als Default…

      MS gehört einfach nur noch abgeschafft und abgestraft. Drecksladen. Nur weil sie ihre Treibersicherheit nicht in Griff bekommen.

      • TomTomBon sagt:

        Moin Moin,

        Ich habs noch einmal ausprobiert.
        WPP aktiviert.
        Vorher noch meine 25 Drucker gesichert da die gelöscht werden ;-)
        Und dann über WPP Drucker hinzugefügt.
        Der erste wollte nur die bessere IPP Anzeige unter "More settings", die aber bei einem vollausgestatteten A3 nicht viel bringt.

        Dann eine andere nicht komplett ausgestattete, aber doch 4 Fächer + Finisher.
        Die hatte dann nach 3min das UWX Zusatz Fenster im KX Stil.
        Das Fenster ist fast identisch mit dem von OSX.
        Aber der Hintergrund, warum es die Fenster so gibt, dazu ist ähnlich :-)
        Apple hat es nur früher gemacht als MS.

        Nachdem Ich das Fenster des zweiten Druckers geschlossen hatte, habe Ich wieder den ersten ausgewählt und bin auf "more Settings" gegangen.
        Jetzt war das App Fenster auch da.

        Mit geschätzt 60% aller Funktionen des KX Treibers.
        Die aber in ca 95% der Fälle reichen ;-)

        Aber es ist eine zusätzliche App die schwer kontrollierbar ist.

        • TomTomBon sagt:

          PS

          Mein Sicherungsskript lautet:

          cd/d "c:\TEMP\PrinterBackup-incl-Driver"
          pushd "\\localhost\c$\TEMP\PrinterBackup-incl-Driver"
          %windir%\system32\spool\tools\printbrm.exe -b -NOACL -o force -f PrinterBackup-incl-Driver.cab
          icacls PrinterBackup-incl-Driver.cab /T /C /Reset
          popd
          explorer "c:\TEMP\PrinterBackup-incl-Driver"

          Wiederherstellen der Treiber später aus dem gleichen Ordner:

          cd/d "c:\TEMP\PrinterBackup-incl-Driver"
          pushd "\\localhost\c$\TEMP\PrinterBackup-incl-Driver"
          %windir%\system32\spool\tools\printbrm.exe -R -NOACL -o force -f PrinterBackup-incl-Driver".cab
          popd

          • TomTomBon sagt:

            Kleine Korrektur bei der Wiederherstellung:

            In Win 11 25H2 funktioniert es nicht mehr wenn man mit pushd, und abschließendem popd, arbeitet :-(

            Das letzte mal habe Ich das Skript vor 2 Jahren verwendet.
            Hatte zum Test von WPP das wieder hervor geholt.
            Passte Zeitlich :-)

            Die Sicherung klappt wie angegeben in 25H2.

            Aber ohne pushd klappt es.

            Also zum wiederherstellen nur:

            cd/d "c:\TEMP\PrinterBackup-incl-Driver"

            %windir%\system32\spool\tools\printbrm.exe -R -NOACL -o force -f PrinterBackup-incl-Driver.cab

  19. Luzifer sagt:

    Also sieht es so aus: alte Drucker mit V3- und V4-Druckertreiber können auch nach Januar 2026 genutzt werden. Es werden ab Juli 2027 zwar keine Treiber mehr über Windows Update verteilt. Die Treiber von den OEM-Seiten können aber weiterhin installiert werden, damit diese alten Drucker funktionieren. Man muss sich eben um die Treiber selber kümmern, was sowieso seit jeher empfehlenswert war, da Windows Update Treiber meistens lediglich die rudimentären Funktionen unterstützten.
    Also letztendlich alles beim Alten bleibt. Viel Panik um nichts.

    • Anonym sagt:

      Die Treiber Pakete hin und wieder auch mal runterladen vom Hersteller und archivieren, sonst verschwinden sie einfach ersatzlos wie z.B. bei HP, wenn das Produkt aus deren Sicht "zu alt" ist, mit dem lapidaren Hinweis:

      HP Richtlinie für nicht länger unterstützte Produkte
      Der HP Support kann je nach Produkt variieren. Nachdem der Support für ein Produkt eingestellt wurde, werden die offiziellen HP Support-Inhalte (Artikel zur Fehlerbehebung, Benutzerhandbücher, Videoanleitungen usw.) für das entsprechende Produkt von der HP Website entfernt. Zusätzliche Support-Inhalte können immer noch über HP Communitys oder über Websites von Dritten zur Verfügung gestellt werden. HP übernimmt jedoch keinerlei Verantwortung für die Inhalte von Dritten.

      Kursiv von mir ergänzt, das führt dann zum Download von obskuren Driver Updater Tools und Trojanern usw.

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