Microsoft Publisher-Support endet im Oktober 2026 – Dateien ggf. nicht mehr zugreifbar

Im Oktober 2026 endet der Support für den Microsoft Publisher, was bekannt ist. Nutzer von Microsoft 365 verlieren ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, auf ihre Publisher-Dateien zuzugreifen.

Die Secure-Boot-Zertifikate laufen ab. Was sollen Admins tun? Kostenloses eBook » (Sponsored by IT Pro)

Publisher erreicht Oktober 2026 das Supportende

Der Microsoft Publisher ist eine Desktop-Publishing-Anwendung von Microsoft, dessen  Schwerpunkt auf Seitenlayout und Grafikdesign als auf Textgestaltung und Korrekturlesen liegt. Das Programm war Bestandteil größerer Microsoft Office-Pakete und Abonnements – wobei ich nicht sagen kann, wie breit die Nutzung war (Adobe war nach meiner Einschätzung nach mit Pagemaker und InDesign der Platzhirsch).

Dass der Microsoft Publisher im Oktober 2026 aus dem Support fällt, ist eigentlich länger bekannt. Ich hatte dies beispielsweise im September 2024 im Beitrag Microsoft Office 2024 LTSC für Windows und macOS freigegeben am Rande erwähnt. Dort hieß es, dass der Microsoft Publisher in Office LTSC 2024 fehlt. Hintergrund sei, dass der Microsoft Publisher im Oktober 2026 aus dem Support fällt (siehe).

MC716267 Publisher EOL

Von Microsoft wurde zum 11. November 2025 im Microsoft 365-Message Center im Artikel MC716267 – Microsoft Publisher will no longer be supported after October 2026 an das Supportende erinnert. Dort hieß es lapidar: "Microsoft Publisher wird nach Oktober 2026 nicht mehr unterstützt. Bis dahin können Benutzer es mit den aktuellen Funktionen weiterhin verwenden. Der Support für die unbefristete Version von Publisher endet im Oktober 2026. Derzeit sind keine Maßnahmen erforderlich, aber Microsoft sucht nach modernen Möglichkeiten, um gängige Publisher-Szenarien in anderen Anwendungen zu realisieren." Konkret ist am 13. Oktober 2026 Schluss mit dem Support.

Von Publisher-Files abgeschnitten?

Auf X hat ein Blog-Leser mich auf den nachfolgenden Post aufmerksam gemacht, der eine deutliche Botschaft aufweist: "Ab Oktober 2026 ist kein Zugriff mehr auf Publisher-Dokumente mehr möglich."

Kein Zugriff auf Publisher-Dokumente mehr ab Okt. 2026

Hier muss man aber in die Details gehen und die FAQ im Dokument Microsoft Publisher will no longer be supported after October 2026 durchgehen. Dort heißt es:

Support for the perpetual version of Publisher will end on October 1, 2026, when Office LTSC 2021 reaches end of support. Microsoft 365 subscribers will not be able to access Publisher from that date forward.

Kritisch wird es für Abonnenten von Microsoft 365, da ab dem 13. Oktober 2026 kein Zugriff mehr auf den Publisher gegeben ist. Sprich: Die Nutzer können dann auch nicht mehr auf ihre Publisher-Dokumentdateien zugreifen. Dazu heißt es in der FAQ:

In October 2026, Microsoft Publisher will reach its end of life. After that time, it will no longer be included in Microsoft 365 and existing on-premises suites will no longer be supported. Microsoft 365 subscribers will no longer be able to open or edit Publisher files in Publisher. Until then, support for Publisher will continue and users can expect the same experience as today.

Microsoft empfiehlt, vorhandenen Dateien vor dem 1. Oktober 2026 in ein anderes Format (z.B. PDF) zu konvertieren. Denn nach diesem Datum können Nutzer laut Microsoft diese Dateien nicht mehr in Microsoft Publisher öffnen oder bearbeiten.

Was mir unklar ist: Wer eine Kauflizenz von einem Office-Paket mit dem Publisher besitzt, müsste auch nach dem Oktober 2026 auf seine Publisher-Dokumente zugreifen und diese öffnen können. Der obige Sachverhalt zeigt aber erneut, auf welch wackeligen Stuhl sich die Leute mit proprietärer Software und Abonnement-Modellen setzen.

Dieser Beitrag wurde unter Office, Problem abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

23 Kommentare zu Microsoft Publisher-Support endet im Oktober 2026 – Dateien ggf. nicht mehr zugreifbar

  1. Keine Option sagt:

    Ich habe mir gerade eine Datei erstellt und schau ob ich im Herbst die Datei noch öffnen kann. Wird die E5 Lizenz dann billiger, wenn MS was raus nimmt. Ich frag ja nur.

  2. R.S. sagt:

    Naja, muss man eben eine ältere Version von Publisher installieren, wenn man es nicht eh schon installiert hat.
    Publisher wird weiter funktionieren.

    • noway sagt:

      Nur, wenn man kein 365 hat. Ich hab's ausprobiert. Das konnte erst installiert werden, nachdem Office 2016 deinstalliert war. Man braucht also einen extra Rechner mit einem alten Office.

      • Daniel A. sagt:

        Liegt daran, dass seit Office 2019 nur noch C2R Installationen verwendet werden und alles davor MSI war. Und man kann nicht beides benutzen, da meckert der Installationsassistent sofort. Den Spaß hatten wir an ein paar Plätzen wo Visio verwendet wurde, das hatten wir nur in der 2016er lizenziert. Gab dann Probleme mit der Installation von Office 365, das ließ sich nicht installieren, solange Visio noch installiert war.

      • R.S. sagt:

        Nö.
        Seit Windows 10 ist Hyper-V standardmäßig dabei.
        Muß man nur installieren und dann eine VM installieren und da dann die gewünschte Software installieren.
        Ich habe hier noch einige ältere Software, für die es keinen Ersatz gibt, in einer VM mit Windws XP installiert. Neuere Windows-Versionen werden von der Software nicht unterstützt.

        Man braucht also keinen weiteren Rechner.
        Und Rechner mit Windows XP oder neuer kann man einfach mit dem Programm disc2vhd in eine VM konvertieren.

        • noway sagt:

          Gut, das ist Definitionssache… ist eine VM ein weiterer Rechner oder nicht. Physisch nicht, von der Nutzung her doch irgendwie schon. Office 2010 und 2016 konnte man noch parallel betreiben. Es ist auf jeden Fall nur eine Lösung für fortgeschrittene Nutzer.

          Ich habe halt auch kein auf XP aktiviertes Office 2010, nur eins auf 10. In meiner leichtgewichtigen XP-VM (POS 2009) habe ich es nicht aktiviert bekommen. Da ist es simpler, den 10-Laptop so zu lassen… wenn ich mal Zeit und Lust habe, schaue ich mal, ob ich eine VM von ihm machen kann.

        • MM sagt:

          "disc2vhd": Wenn damit die Software von Sysinternals gemeint war, dann heißt sie "disk2vhd".
          Zu finden hier: https://learn.microsoft.com/de-de/sysinternals/downloads/disk2vhd

  3. Gänseblümchen sagt:

    Ich finds schade. früher habe ich den tatsächlich ab und zu benutzt, es gibt nicht mehr viele Desktop-Publishing-Software, und wenns einigermaßen gut sein soll, wirds richtig teuer, Adobe und QuarkXpress halt. Man kann das freie Scribus verwenden, aber mich hat das nicht so begeistet, den MS-Publisher finde ich intuitiver zu benutzen. Wenn ich es mal wieder brauchen würde, müsste ich Publisher aus meiner Office 2007 Lizenz installieren, das sollte wohl noch funktionieren. Auch kostenlos bekommt man das Affinity 3 von Canvas, das kann auch DTP, habe ich mir installiert wegen Foto-Bearbeitung, aber bisher benutze ich weiterhin noch mein Affinity-Photo 2, mit dem 3er habe ich mich noch nicht so sehr befasst, weil es eben neben der wirklich guten Fotobearbeitung viele Sachen kann, die ich eigentlich nicht (so oft) brauche, DTP und Vektorgrafik, das Programm erschlägt einen funktional geradezu…

  4. noway sagt:

    Ja, das ist wieder so eine lustige Aktion von Microsoft, um den Leuten das Leben schwer zu machen. Zuerst haben sie Publisher künstlich kastriert (die letzte Version, die CMYK unterstützt hat, war die in Office 2010), vermutlich um Adobe einen Gefallen zu tun, nun streichen sie es ganz. Wir haben das für einfache Layouts hier durchaus verwendet, gerade, weil es alle im Office-Paket hatten, das wird ab Oktober dann ersatzlos wegfallen. Bestimmt kommt dann irgendein KI-Slop in der US-Cloud, der ja sooo viel besser und bequemer ist. Copilot, mal mir mal ein Organigramm… nein.

    MS 365 und ältere 32Bit-Office-Pakete kann man übrigens nicht parallel installieren und Office 2010 ist auch nicht mehr aktivierbar, damit nicht mehr neu installierbar, selbst wenn man eine legale Lizenz hat. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

    LibreOffice soll Publisher-Dateien auch öffnen können (habe ich noch nicht ausprobiert, wie gut das ist) – ansonsten habe ich aus der Windows 11-Aussonderungsaktion einen alten Laptop mit Windows 10 und einer aktivierten Office 2010-Installation zurückbehalten. Der bleibt so.

    Die beste einfache, CMYK-druckereikompatible Layout-Software für Leute, die keine Grafikdesigner sind, war m.E. übrigens Pages 08 von Apple. Auch nicht zu vergleichen mit dem Pages von heute. Auch das habe ich noch, auf einem MacBook von 2008, das hoffentlich noch lange lebt, ansonsten müsste ich mir auf dem Liebhabermarkt ein Ersatzgerät besorgen.

    Ich habe mich in Scribus eingearbeitet, aber dieses Programm ist an Grausamkeit kaum zu übertreffen. Für ein- und denselben Flyer brauche ich damit dreimal so lange wie in Pages 08 und der in Pages 08 sieht trotzdem besser aus.

    • Visitator sagt:

      Microsoft ärgert mich schon seit Office 2003, als PhotoDraw weggefallen ist.
      Zum Glück gibt es virtuelle Maschinen. Mal sehen, wie lang ich die noch für alte Software nutzen kann.

      Publisher-Dateien in LibreOffice sehen mehr oder weniger zerpflückt aus, soweit ich das probiert habe.

      • noway sagt:

        Das hatte ich befürchtet (und deshalb habe ich es wohl auch noch nicht ausprobiert). Wie soll LibreOffice auch ein proprietäres Format vernünftig einbinden – und wenn, dann werden sie ihre Anstrengungen wohl eher auf Word fokussieren als auf Publisher.

      • Bernie sagt:

        Zu:
        "Publisher-Dateien in LibreOffice sehen mehr oder weniger zerpflückt aus, soweit ich das probiert habe."
        Das kann ich an dieser Stelle nicht bestätigen, hängt aber vermutlich auch von der Komplexität der .pub-Dateien ab.

        Wir hatten Dezember 2025 ein neues Rollout unserer Clients mit Office 2024 LTSC (zuvor Office 2016 inkl. MS Publisher).
        Der First-Level-Support hat dann zahlreiche Anrufe erhalten, dass .pub-Dateien nicht mehr geöffnet werden können.
        OK, das ganze haben wir unterschätzt und uns war nicht bewusst, dass der Publisher so oft genutzt wurde.

        Als Alternative bieten wir seitdem über unsere UEM-Lösung LibreOffice Draw an.
        Bisher keine negativen Rückmeldungen, aber wie erwähnt die Komplexität der .pub-Dateien ist wohl entscheidend.

      • Visitator sagt:

        Das "Zerpflückt" liegt wohl auch an folgenden Faktoren
        – alte Dateien, vermutlich mit Publisher 87 oder 2000 erstellt
        – mit altem Druckertreiber erstellt (der Druckertreiber hat nach meiner Erfahrung Einfluß auf den Umbruch, Text umfließt viele Bilder und geht über mehrere Textboxen. Ich hatte früher schon mit ein und demselben Drucker Probleme, nur weil der Treiber geändert wurde)
        – Mit Schriftarten erstellt, die nicht mehr vorhanden (MS Office ist nicht mehr installiert) und nicht im Dokument eingebunden sind

        Ich habe schon eine Weile nicht mehr mit Publisher gearbeitet, wollte neulich aber ein archiviertes Dokument noch einmal ausdrucken.
        Selbst mit Publisher 2000 in einer VM habe ich es nicht hinbekommen.

        Es ist gut möglich, dass andere Leute mit neueren Dokumenten viel weniger Probleme haben.

    • MM sagt:

      "Office 2010 ist auch nicht mehr aktivierbar". Stimmt, aber es läuft auch ohne, wenngleich mit einem roten Titelleistenbalken. Doch für gelegentliche Verwendung kann man damit leben…

      • noway sagt:

        Es schaltet also nicht nach einer gewissen Zeit Funktionen ab? Dann tu ich es mir in meine VM auf dem Linuxrechner.

      • noway sagt:

        Danke für den Hinweis – ich hatte es tatsächlich noch in der VM, Aktivierungszeitraum abgelaufen, ich musste einen Dialog wegklicken, oben ist der rote Balken – aber ich konnte mein Dokument bearbeiten. Für einmal alle zwei, drei Monate reicht mir das.

  5. Markus sagt:

    Banale Publisher Dateien kriegt LibreOffice Draw recht gut auf. Was allerdings in Richtung Broschüre oder stark verspielter Gestaltung geht (zb TextArt), wird z.T. verwürfelt.
    Ich wage auch mal die Prognose, dass in 10 Jahren Powerpoint verschwindet. Für Broschüren, Designs und Präsentationen sind Canva & Co stark im Kommen … die junge Generation gibt sich kein Powerpoint mehr.

    • Bernie sagt:

      Sehe ich auch so.
      Wobei die Nutzung von Canva ein Canva-Konto erfordert.
      Im "Unternehmensumfeld" (z. B. Behörden) von daher leider nicht umsetzbar.

    • noway sagt:

      Der Trend geht klar dort hin – alles schön in der EU-fernen Cloud. Und wenn man das nicht will… ach, alle wollen das! So bequem! Und mit KI! Leider. Es kann und will ja kaum noch jemand etwas selbst machen.

      .pub-Dateien mit Libre Office Draw werde ich aber doch mal probieren. An sich ist Draw ja ganz ok. Und Flyer haben wir mit Publisher auch fast nie gemacht.

Antworte auf den Kommentar von Bernie Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hinweis: Bitte beachtet die Regeln zum Kommentieren im Blog (Erstkommentare und Verlinktes landet in der Moderation, gebe ich alle paar Stunden frei, SEO-Posts/SPAM lösche ich rigoros. Kommentare abseits des Themas bitte unter Diskussion. Kommentare, die gegen die Regeln verstoßen, werden rigoros gelöscht.

Du findest den Blog gut, hast aber Werbung geblockt? Du kannst diesen Blog auch durch eine Spende unterstützen.