Neue Entwicklung im Hinblick auf HostEurope und deren Migration der E-Mail-Server zu Microsoft 365. Ein Leser hat mir zum 19. Februar 2026 eine "Migrationsankündigung" von HostEurope per E-Mail zukommen lassen, und ein weiterer Leser hat es im Kommentarbereich des Blogs mitgeteilt: Die Migration auf MS 365 ist (vorerst) gestoppt.
Kurzer Rückblick auf 2025
Ich hatte im März 2025 den Beitrag HostEurope wechselt auch zur Microsoft 365/Cloud hier im Blog. Inhalt war, dass – nach Domain Factory – auch HostEurope mit seinem Mail-System zur Microsoft 365/Cloud migriert. Für Domainfactory-Kunden war seinerzeit schnell klar, dass dies nicht nur deutlich teurer würde, sondern auch zu technischen Problemen führte. Die meisten Kunden dürften sich schlicht auch noch DSGVO-Probleme aufgehalst haben, da die Frage, wo die Daten (bei MS 365) liegen.

Seinerzeit hatte mich ein Leser über obige Mail informiert, und geschrieben, dass der GoDaddy-Ableger HostEurope seine eigenen E-Mail-Server rauswirft und die Infrastruktur für Mails auf Microsoft 365 und die Microsoft Cloud umstellt. Weitere Leser hatten sich mit ähnlichen Mitteilungen bei mir gemeldet. Bei HostEurope sollte es, so meine Erwartung, mit den Kundenerfahrungen nicht anders als bei DF sein. Nun ist ein Jahr vergangen, wie steht es um die Sache?
HostEurope rudert zurück und stoppt Migration
Zum 19. Februar 2026 hat sich ein anonymer Blog-Leser im Diskussionsbereich des Blogs gemeldet und schrieb: "Nach meiner Information stoppt Host Europe die Migration zu M365. Da es hier auch Thema im Blog war, kann das ggf. nochmal aufgegriffen werden. Der Stopp wird mit Kundenfeedback argumentiert." Auch Leser Tim Tim B. hatte mir zum 19. Februar 2026 eine Mail mit nachfolgender Information geschickt.

Unter dem Titel "Wichtig: Update zu Hosting- und E-Mail-Migrationen)" teilt HostEurope dem Kunden mit, dass es eine Änderung gebe. Man schreibe nun dem Kunden, um diesen über ein wichtiges Update bezüglich der Hosting- und E-Mail-Migrationen zu informieren. Seit Anfang 2025 sei ja angekündigt, dass man auf Microsoft 365 migriere.
Es heißt, im Laufe des Jahres 2025 habe man bei den Hosting- und E-Mail-Migrationen gute Fortschritte erzielt. Während dieser Zeit habe man sich konsequent auf die Kundenerfahrung konzentriert, auf Kundenfeedback gehört und erkannt, dass einige Produkte und Kundenumgebungen zusätzliche Überlegungen erfordern.
Vor diesem Hintergrund haben habe HostEurope entschieden, alle weiteren Hosting- und E-Mail-Migrationen vorerst zu stoppen, während man die nächsten Schritte evaluiert. Konkret gilt:
- Alle Produkte, die noch nicht migriert wurden, verbleiben auf der Classic Hosting-Plattform und sind derzeit nicht mehr für eine Migration eingeplant.
- Das zuvor kommunizierte Datum für die Abschaltung der Plattform (30.04.2026) ist nicht mehr gültig.
- Dieses Update betrifft ausschließlich Produkte der Kundennummer, bei denen eine Migration ausstehend ist, heißt es. Es sei keine Aktion durch Kunden erforderlich, sagt Host Europe.
Im Klartext: Da scheint es bei einigen Leuten gehörig gerumpelt zu haben, und HostEurope dürfte einige Kunden verloren haben. Obiger Text liest sich für mich so, dass das nur ein vorübergehender Stopp ist und das Vorhaben der Migration irgendwann doch noch durchgezogen wird. Der Ratschlag, den ein anderer Leser geben hat, lautet: "Alles von dort wegmigrieren, baldmöglichst, die haben das generelle Vorhaben garantiert nicht aufgegeben." Ich selbst bin im Oktober 2024, nach über 10 Jahren, bezüglich des Webhosting für die Blogs von Host Europe weg gegangen und habe es nicht bereut.
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MVP: 2013 – 2016





ich habe auch einen Kunden migriert zu all inkl.
"Während dieser Zeit haben wir uns auf die Kindenerfahrung konzentriert."
Das Wort "diese" bezieht sich auf 2025.
Das Wort "haben konzentriert" ist Vergangenheitsform.
Und was bitte ist eine Kundenerfahrung im Gegensatz zu Kundenzufriedenhei?
"KI-übersetztes Marketingschwurbelsprech ohne Substanz" lautet mein Bauchgefühl. 😉
> Und was bitte ist eine Kundenerfahrung im Gegensatz zu Kundenzufriedenhei?
Jepp, ein deutlicher Hinweis, dass der Absender aus dem angloamerikanischen Sprachraum kommt, wo die "User Experience" (UX) unserem deutschen Begriff der Kundenzufriedenheit mitbeinhaltet. Der deutsche Übersetzer (vermutlich eine KI) übersetzt "Kundenerfahrung" obwohl der Kontext eher von Kundenzufriedenheit wäre. Kann man nichts machen Softwarefehler. Die entsprechend sicher in beiden Sprachen fähigen Mitarbeiter hat man längst entlassen oder wahrscheinlicher: Diese sind längst von selbst geflüchtet.
Marketing Blabla… der wahre Grund dürfte eher bei weglaufenden Kunden, höheren eigenen Kosten durch diverse "Preisanpassungen" seitens Microsoft sein und der Feststellung, dass die bisher angenommenen Lebenszyklen für Hardware in Anbetracht der aktuellen Preise verlängert wird. So wie ich mitbekommen habe, ist es mittlerweile günstiger ein AR15 Sturmgewehr in den Staaten zu kaufen als 64 GB RAM.
Ach so noch ein Gedanke: DSGVO Sorgen sind IMHO unbegründet. GoDaddy als US Unternehmen wird auch ohne Mailumstellung umfassend und großzügig Daten herausgeben müssen, sollte bei derem HQ jemand vorbeikommen und mit einem FISA-Zettel rumwedeln.
Ich denke, dass Go-Daddy/HE/DF sicher Verträge mit sinnvoller Laufzeit abgeschlossen haben.
Ich gehe eher davon aus, dass es Probleme gibt mit trivialen Dingen. Z.b. IMAP/SMTP Basic/Auth.
Die Dienste sind halt nicht Feature gleich.
Und auch wenn es hier im Blog die Leute unverständlich finden. Es gibt von der EU Kommision einen Angemessenheits Beschluss zur USA (und vielen anderen Staaten), damit ist die DSGVO kein Thema.
Wie naiv will man sein.
bzgl DSGVO:
Das mag formal stimmen, denn die EU braucht ja auch eine Rechtsgrundlage, warum sie bei jeder Anschaffung eines Betriebssystems, eines Office Pakets und neuerdings auch eines Cloud-Anbieters gegen Europäisches Ausschreibungsrecht weiterhin verstoßen kann… ;)
Darüber hinaus: Visa/MasterCard haben auch formal DSGVO konform gearbeitet. Dennoch sieht man nun, das Kritiker der US Regierung diese Dienste abgestellt bekommen haben.
Und wie du korrekt schreibst: Viele hier im Blog sind anderer Auffassung, entsprechend wechseln sie….
Was hat das mit der DSGVO zu tun? Dass jemand auf die Bann-Liste der USA kommt, und deshalb Unternehmen die Beziehungen zu den Personen kappen müssen?
Die EU könnte diesem Treiben übrigens ein Ende bereiten. Tut sie aber nicht, weil der Internationale Straftgerichtshof, selbst in der EU eine extrem schwache politische Lobby hat.
Und relevant ist nunmal nur formal.
Abhängigkeiten zu managen, ist ansonsten eines der Kerngeschäfte der IT.
Ich habe im Vorgriff auf die Migration von HE zu 365 viele (aber nicht alle) Kunden zu All-Inkl migriert. Und bei den verbleibenden habe ich mich schon gewundert, ob da noch was passiert. Das erklärt es jetzt.
Mich würden die offiziellen Zahlen interessieren, wie viele Verträge da in 2025 gekündigt wurden…
Alleine schon die Aussage "zusätztliche Überlegung erfordern" sagt schon sehr viel aus.
Ich war 21 Jahre bei Hosteurope und diese Umstellung hat mich zur Kündigung bewegt.
In dem Zuge habe ich meine Domains und Mail-Postfächer und die von Kunden ebenfalls zu all-inkl migriert und alles bei Hosteurope gekündigt.
Domainfactory hat seine 365-Mailmigration übrigens auch gestoppt.
Schon zuvor war es möglich, sich mit deren Ticketsystem für eien OptOut zu entscheiden, was mittlerweile auch im FAQ verankert ist.
Am 03.02. wurde gemailt, Kernzitat:
"Im Laufe des Jahres 2025 haben wir bei unseren Hosting- und E-Mail-Migrationen gute Fortschritte erzielt. Während dieser Zeit haben wir uns konsequent auf die Kundenerfahrung konzentriert, auf Kundenfeedback gehört und erkannt, dass einige Produkte und Kundenumgebungen zusätzliche Überlegungen erfordern.
Vor diesem Hintergrund haben wir entschieden, alle weiteren Hosting- und E-Mail-Migrationen vorerst zu stoppen, während wir die nächsten Schritte evaluieren. Dabei bleibt unser Fokus darauf gerichtet, unseren Kunden eine konsistente und zuverlässige Erfahrung zu bieten.
– Alle Produkte, die noch nicht migriert wurden, verbleiben [,,,]. Es ist keine Aktion Ihrerseits erforderlich.
– Produkte, die noch nicht migriert wurden, sind derzeit nicht mehr für eine Migration eingeplant."
(Betrifft mich nicht, aber ich dachte es passt hier her.)
Ja guten Morgen, sowohl DomainFactory als auch HostEurope sind GoDaddy.
Vielleicht kann man ja den Artikel anpassen und die Drei in einem Atemzug nennen.
Wenn ich bei HostEurope oder Domainfactory wäre, würde ich pauschal den OptOut kommunizieren.
Bei DF ist das hier: https://www.df.eu/de/support/df-faq/e-mail/migration/migrationsprozess/#accordion-28405
Bei HE ist das hier: https://www.hosteurope.de/faq/migration/email-migration/allgemeines#7
…..übrigens war bis (sehr grob) vor einem Jahr bei DF die Informationslage weniger transparent und die Ankündigungen lasen sich immer so als gäbe es keinen Ausweg. Ich schreibe das hier dazu damit keiner auf die Idee kommt, das wäre schon immer korrekt aufgezäunt gewesen…
Kommt bei uns zu spät, von 5 Servern sind schon 4 bei Hetzner. Kosten dort weniger, die Server laufen flüssiger, wir mussten nur ein paar Adressen ändern – z.B. für die Datenbanken. Und der Support ist deutlich besser und schneller.
Too little, too late. Ich habe 5 Kunden geholfen, von DF und HE wegzugehen (meist zu Hetzner), und alle sind dort glücklich. In einigen Fällen wurde sogar Geld gespart, und ein Webdesigner hat mir sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass bei Hetzner diesbezüglich eh alles viel einfacher sei (kann ich nicht beurteilen, ich kümmere mich nur um Technik + das E-Mail-System).
Das sind Kunden, die abwanderten und nicht zurück kommen – warum sollten sie? Wenn mein Erleben nur halbwegs repräsentativ für kleine ITler ist, dann haben die schlauen M365-Fans tausende zahlende Kunden verloren. Ob aus technischer Unwissenheit oder Profitgier kann ich nicht beurteilen. Klarer Fall von selbst in den Fuß geschossen.
Ganz genau, es ist zu spät, ich bin auch längst bei Hetzner :)
Als ich zu all-inkl gewechselt bin, habe ich 10 Euro/Monat gespart, hatte bessere Performance, und vor allem Support, der mir was bringt (war der Grund für mich, von HE weg zu gehen).
es kann nur das Thema Kosten sein, funktionale und technische Gründe sprechen klar für Exchange Online, aber es hat eben seinen Preis. Es gibt scheinbar genügend Kunden, die sich mit steinzeitlichem IMAP/SMTP zufriedengeben, das gibt es nun mal deutlich billiger. Da haben sich die Anbieter wohl verrechnet.
> steinzeitlichem IMAP/SMTP zufriedengeben
IMAP kann extrem viel (und wenn man z.B. Dovecot am laufen hat, ist man ja sehr frei in der Config). Ich wüsste nicht was proprietäre Protokolle mehr an Funktionalitat haben? Public Namespaces (==Öffentliche Ordner), ACLs, Server Side Search…. Bitte mal konkret benennen, was IMAP nicht kann.
die Diskussion ist so alt, wie es Exchange oder Notes gibt.
Exemplarisch führe ich dann immer den verzweifelten Vermögensverwalter aus dem Jahre 2003 an: "wie bekomme ich denn jetzt Kontakte, Kalender, empfangene und gesendete Mails 1:1 auf Notebook und PC synchronisiert, ich blicke nicht mehr durch".
Das gilt heute umso mehr, Smartphone, Browser, fat Client: oberste Prio hat die Integrität, Vollständigkeit und Relevanz der Daten.
Mit Steinzeitprotokollen unmöglich, ein sinnloses Unterfangen.
Ich gebe hier den Kollegen Recht: wer damit leben kann und auch nur Teilmengen seiner Daten an den Geräten akzeptiert, der fährt mit IMAP/SMTP günstiger und daher führt natürlich die Migration zu M365 zum gegenteiligen Effekt. Es wird teurer.
Wobei 2-3€/ Monat für einen einfachen Plan OK sind, vor allem in Anbetracht der Zeitersparnis beim E-Mail und Kalenderhandling.
Wenn ich M365 mit EXO haben will, kann ich das auch direkt von Microsoft haben, da brauche ich keine DF oder HE dazwischen.
Genau das! Sicherlich hat Exchange seine Daseins-Berechtigung, aber wenn man bei einem Hoster POP/IMAP einkauft, dann möchte man auch POP/IMAP haben. Ansonsten kauft man direkt beim Hersteller (MS), dazu braucht's kein HE.
Und werden jetzt die bereits zu M365
migrierten Kunden, die deswegen Mehrkosten haben, wieder zurück migriert?
Geht laut HE nicht.
Hatte gestern Nachgefragt und die Antwort erhalten das es nicht möglich ist.
Anhand von Visa/MasterCard sieht man nun, das Kritiker der US Regierung diese Dienste abgestellt bekommen haben. Das ist eine neue Situation, die es so bisher nicht gab. Kritiker haben immer davor gewarnt, die Mehrheit hat aber nicht damit gerechnet, dass sowas passiert. Das hat viele jetzt wachgerüttelt. was ist wenn con heute auf Morgen die M365 Instanz abgestellt wird?
m.E. passt das zeitlich sehr gut zusammen und wird mit ein Grund bei dieser Entscheidung sein.
Egal wie und warum man Dienste auslagert. Natürlich sollte man eine Datensicherung haben.
IMAP kann auch abgeschaltet werden, wenn es ein US Hoster in Europa ist.
IMHO sollte man POP/IMAP generell verbieten, aber das ist nur meine persönliche Meinung;-)
Hast du auch eine Begründung dafür, warum man das generell verbieten sollte?
weil Steinzeit;-)
3G wurde schon abgeschaltet, fehlen noch POP3/IMAP;-)
War natürlich ein Scherz:-)
Die Amis verstehen das EU/DE Geschäft nicht, die haben gerade Ihren Wallmart Moment.
Ganz so richtig ist das mit den NPO's nicht. Microsoft bietet verschiedene Pakete an. Das E1 ist kostenfrei, man muss sich allerdings als NPO registrieren mit seinem Freistellungsbescheid.
Allerdings gibt es dann andere technische Hürden wie die Administrierung des Tenants, was allerdings mit Unterstützung eines IT-Dienstes aus den vereinseigenen Reihen machbar ist oder über Stifter Helfen zu erwerben ist.
Tipp: Stifter Helfen als auch Goodstack.io haben einige Rabatte und kostenlose Anwendungen für NPOs (=Vereine). Auch die Dachorganisationen bieten einige Konditionen an. Die deutsche Stiftung für Ehrenamt ist auch ein Blick wert. https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/