Synology MailPlus als Exchange-Ersatz

MailIn vielen Organisationen wird auf Microsoft Exchange (On-Premises, oder Exchange Online) zur Verwaltung von Postfächern gesetzt. Vor einiger Zeit hat ein Blog-Leser mich auf eine Alternative hingewiesen, die er bei sich seit längerer Zeit einsetzt. Es geht um MailPlus von Synology, in das man Exchange migrieren und auch das AD übernehmen kann.

Ein Leserkommentar zu einem Artikel mit Hinweis auf MailPlus

Der Vorgang liegt bei mir schon "länger auf Halde", und ich ziehe den jetzt mal hier im Beitrag zusammen. Ende Oktober 2025 hatte ich den Blog-Beitrag Outlook, Exchange, Windows: Immer Ärger mit dem Autodiscover zu einem Outlook-Exchange-Problem veröffentlicht. Blog-Leser Daniel meldete sich seinerzeit mit diesem Kommentar und schrieb, dass er Synology MailPlus bevorzuge. Für ihn sei unverständlich, wieso viele Administratoren nicht Windows Server sowie den Exchange "HybridCloud-Mist" rauswerfen, und auf lokale/zentrale eigene Server setzen. Hier sein damaliger Kommentar:

In MailPlus kann man Exchange migrieren und auch AD kann man übernehmen. Beste ist halt nur einmalige Kosten, keine laufenden Abo Kosten.

Und es gibt einen hübschen Webmailer welcher auch Gruppenpostfächer usw. kann.

Aber jeder wie er mag. Ich mag Outlook Classic, sobald MS dass ganz dicht macht gibt eben nur noch Webmailer. Neue Outlook in US Cloud kommt nicht in Frage.

Ich hatte Daniel um weitere Informationen gebeten und er hatte mir diese auch per E-Mail zukommen lassen. Dazu schrieb er: "Ich selbst habe kein Exchange oder AD/Azure Cloud-Gedöns. Ich verwende nur direkt MailPlus auf meinem Synology NAS, läuft seit Jahren prima sogar am privaten DSL Anschluss."

Synology MailPlus im Überblick

Bei Synology MailPlus handelt es sich um ein E-Mail-Server-Paket von Synology, welches das Unternehmen seine Synology NAS-Geräte (DiskStation Manager / DSM) anbietet. Das Paket ermöglicht Nutzern einen eigenen, vollwertigen Mail-Server direkt auf einem Synology NAS zu betreiben. Es ist eine klassische On-Premise-Lösung, die nach meinen Recherchen bisher aus den folgenden Komponenten besteht.

  • MailPlus Server: Der eigentliche Mailserver, der E-Mails empfängt, versendet und verwaltet.
  • MailPlus: Der moderne Webmail-Client (ähnlich wie Gmail im Browser) plus Mobile-Apps für iOS und Android.

Der Anbieter hat auf dieser Supportseite eine Gegenüberstellung der Features für MailPlus und MailPlus Server veröffentlicht (soll laut Daniel aber das "kostenlose" Paket sein, was laut dieser Seite für April 2026 abgekündigt ist – ich belasse es aber mal zur Information im Blog-Beitrag).

Synology MailPlus

Beim MailPlus Server sind bereits fünf kostenlose Lizenzen pro NAS dabei. Bei Bedarf lassen sich weitere Lizenzen im 5 oder 20er Pack kostenpflichtig erwerben. Daniel schrieb mir, dass 5er Lizenzen so etwa 200-260€ Brutto kosten, grob also (einmalig) um die 50€ Brutto pro Benutzer. Das sind einmalige Kosten, es gibt kein Abo für diese Lizenzen. Der weitere Vorteil besteht darin, dass man die Kontrolle über die eigenen Daten hat, da der Server auf dem Synology NAS läuft. Das ist DSGVO-konform und nichts geht zu Google, Microsoft etc.

Im Internet werden noch eine gute Integration mit anderen Synology-Paketen wie Contacts, Chat oder Calendar sowie Sicherheitsfunktionen (Anti-Spam mit Rspamd, Anti-Malware mit ClamAV, etc.) genannt. Interessant werde wohl das Synology ChatPlus und Meet, merkt der Leser an. Das sei quasi ein Teams-Klon (siehe auch Ankündigung auf der Computex 2025).

Über Calender/Contacs kann man auch bei Bedarf Outlook mit dem Plugin (Outlook CalDav Synchronizer), Thunderbird oder ähnliches verwenden und ganze via Cal/Card-DAV einbinden. Wer Apple verwendet, kann Cal/Card-DAV einfach nativ verwenden.

Der Webmailer unterstützt auch S/MIME und man kann auch Mails via POP3 sammeln lassen. Mit neusten Update können die Benutzer bei Bedarf auch das Postfach als PST exportieren, schrieb mir der Leser im Nachgang. Ein Administrator kann Mails, gemäß diesem Supportbeitrag, zudem nach Vorgaben moderieren und entsprechend zurückhalten oder freigeben wenn bestimmte Kriterien getriggert werden. Caschy hat vor einigen Tagen in seinem Blog-Beitrag was dazu geschrieben.

Der größte Vorteil der Lösung sei, argumentiert der Leser, dass es kein 5, 20 oder 50GB Limit bei den Postfächern gibt. Damit muss man nicht alles archivieren um Platz zu schaffen für neue Mails. Das Limit stellt nur die Kapazität der verwendeten HDD dar.

Selbst wer die Lösung ohne Domain verwenden möchte und unbedingt an Gmail & Co. festhalten möchte, kann die Mails von diesen Postfächern via POP3-Abruf sammeln lassen, und Mails dann per SMTP versenden. Als IMAP-Server verwendet man das eigene NAS mit MailPlus. So hat hat man alle Mails lokal und bekommt auch Zugriff, selbst wenn US-Anbieter das Konto sperrt, oder das Konto bei GMail & Co. gehackt wurde. Und es werde kein Speicher beim Fremdanbieter verbraucht, wenn die Mails nach dem Abruf dort gelöscht werden. Das könne also selbst für Privatleute interessant sein. Ein YouTube-Video zeigt die Einrichtung und gibt Tipps dazu.

Geeignet ist diese Lösung für kleine und mittelgroße Unternehmen, die einen eigenen, sicheren Mailserver einrichten und betreiben wollen. Aber auch Privatpersonen oder Freiberufler mit eigener Domain, die unabhängig von Gmail/Outlook sein möchten, könnten Synology MailPlus als Alternative zu Microsoft Exchange oder Cloud-Diensten ins Auge fassen.

Es ist sogar eine Kombination mit zwei NAS-Geräten über AD/LDAP möglich (siehe hier und hier), um die Verfügbarkeit zu erhöhen. In dieser Konstellation habe man sogar 5+5 kostenlose E-Mail-Konten verfügbar, merkte Daniel an. Das Paket kommt mit einem Web-Client mit Ordnerfreigabe, Regeln, Suche usw. und es gebe Mobile Apps mit Push-Benachrichtigungen. Klingt alles sehr interessant.

Einige Referenzen im Internet

Von Daniel habe ich noch einen Hinweis auf den Artikel von nascompares.com bekommen, in dem MailPlus besprochen wird. Eine Demoseite von Synology findet sich hier.

Die Migration von Microsoft Exchange zu MailPlus wird im Synology-Support-Beitrag Migrieren Sie die Daten Ihrer Organisation von Exchange Server zu Synology MailPlus, Contacts und Calendar (Stand August 2025) beschrieben. Und im Synology-Forum.de gibt es diesen Erfahrungsbericht zum Einsatz der Lösung im Privathaushalt.

Daniel schrieb mir noch: "Zum Mail versenden verwende ich Mailbox.org als Anbieter.  Dieser ist datensparsam […]". Hintergrund ist wohl, dass private Internetanschlüsse dafür ungeeignet sind, das die IP-Adresse (mangels Pointer Record, PTR) wohl auf sämtlichen Sperrlisten stehen. Wer einen Business-Anschluss für das Internet hat, welcher feste IP -Adressen mit PTR anbietet, kann laut Daniel auch nativ Mails ausgehend direkt zustellen lassen.

Vielleicht eine Anregung an den einen oder anderen IT-Dienstleister etwas über den "eigenen Zaun zu denken" und solche Lösungen in Erwägungen zu ziehen.

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38 Kommentare zu Synology MailPlus als Exchange-Ersatz

  1. R.S. sagt:

    Klingt interessant.
    Für KMUs evtl. eine Alternative.

    Aber auch Exchange kann man OnPrem betreiben.
    Und das 50 GB-Limit pro Postfach kann man per Registryeintrag aufheben.
    Und bei Exchange gibt es die DAG. Damit kann man bis zu 16 Exchangeserver zusammenschalten, um die Verfügbarkeit zu erhöhen.

    • Daniel sagt:

      Der Versand erfolgt oft dann über Hybrid also letztlich über öffentliche MS Server welche unter US Restriktion laufen.

      Wem seine Daten egal sind, gibt diese an US Cloud.

      Und wie stehen hier im Blog Artikel zu Problemen mit Echange, Outlook, oder dass deren IP auf DNSBL stehen usw..

      • R.S. sagt:

        Das muss nicht über MS laufen.
        Wir betreiben Exchange-Server OnPrem und da geht rein gar nichts über Microsoft Server.

      • Olaf Koehlet sagt:

        Das ist falsch. OnPrem sendet nicht über Microsoft und hat erst mal mit Microsoft 365 nichts zu tun.

      • Cedric Fischer sagt:

        Ein richtig konfiguriertes und gewartetes MailGateway (dahinter der Exchange), ist noch nie in irgendwelchen Blacklisten gelandet. Wenn man natürlich alles nur halbherzig macht, die Sicherheit nicht im Griff hat usw. geht das schnell. Aber ein guter onPrem-Exchange sendet auch onPrem!

  2. Christian Krause sagt:

    Synology ist für mich eher unzuverlässig. da werden schonmal spontan Funktionen angekündigt.
    auch hätte ich ein schlechtes Bauchgefühl bzgl Sicherheit. meine Erfahrung bisher ist: deren ganzes System strotzt vor Sicherheitslücken und die werden nicht mit der notwendigen Priorität gefixt.
    Bei einem nur lokal erreichbaren Nas ggf noch vertretbar (für mich eher nicht), bei einem Mailserver ein no-go.

    Mailserver übrigens per se nur mit fester IP, dass das vom lokalen DSL Anschluss geht stimmt dann nur für einen reinen POP3 Abruf. Kein echter Mailserver mit Versandmöglichkeit.

    Dazu: einen Server möchte ich sichern können. Am besten virtualisiert per snapshot.
    Das geht bei Synology auch so nicht. Wenn das Ding dann morgens nicht mehr an geht, hat der Admin welchen plan B?

    • Daniel sagt:

      Kannst auch zwei Server verwenden, springt der andere ein wenn andere ein Problem hat.

      Problem kannst immer haben dass dein Server nicht startet, und dann ist auch egal ob kram da nativ oder im VM liegen. Einen Ersatzserver wirste ggf. immer brauchen.

      • Robert G. sagt:

        Redundanz ist immer gut und eine Sicherung ist damit auch leicht möglich. Vor einiger Zeit habe ich noch das Proxmox Mail Gateway entdeckt. Eins läuft daheim für den Empfang v.a. Wegen des hervorragenden Spamfilters, den ich bei Synology nicht sehe und eins auf einem VPS bei 1&1 für den Versand, das bisher auf keiner Blockliste gelandet ist

        • Daniel sagt:

          Dort kannst genauso DNSBL verwenden, Schlagwörter abstrafen, oder eigene SA Regeln hinzufügen. Frage ist halt was man genau möchte.

          Bei mir kommt nach wie vor meiste Müll von Google Gruppen bzw. Firebase. Dazu gabs aber auch erst ein Thema hier.

    • Olli sagt:

      >>> Mailserver übrigens per se nur mit fester IP, dass das vom lokalen DSL Anschluss geht stimmt dann nur für einen reinen POP3 Abruf. Kein echter Mailserver mit Versandmöglichkeit.

      Wieso sollte das nicht gehen? Selbst 1&1 bietet mittlerweile Tarife mit fester IP an. Die Telekom hat schon seit ewigen Zeiten Tarife mit inkludierter fester IP sowie der Möglichkeit Reverse-DNS Einträge zu setzen usw. usf. Und ein Mailgateway das den ganzen Schmonz wie Spamfilter, Zertifikate, SPF, DKIM usw. usf. unterstützt ist auch kein Hexenwerk mehr.

      Ist ist völlig problemlos möglich einen eigenen Mailserver hinter einem profanen DSL Anschluss zu betreiben, der alle Tests besteht. Vielleicht muss man der T-Online noch mal eine Mail Schreiben, wenn die einen einfach grundlos blocken – T-Online war ist und bleibt arrogant – aber solange man seine Mail an die Truppe höflich verfasst, dauert das nur wenige Stunden und man kann selbst an einen T-Online Empfänger was raus schicken.

      Ob es heutzutage noch Clever ist einen eigenen Mailserver zu betreiben ist eine andere Frage. Der Aufwand ist enorm und umso kleiner eine Firma ist, um so weniger Sinn ergibt das. Noch gibt es genug Mail-Provider in Deutschland die man nutzen kann – sogar mit Hosted Exchange (also ohne M365!).

      • FriedeFreudeEierkuchen sagt:

        "Wieso sollte das nicht gehen? Selbst 1&1 bietet mittlerweile Tarife mit fester IP an. Die Telekom hat schon seit ewigen Zeiten Tarife mit inkludierter fester IP sowie der Möglichkeit Reverse-DNS Einträge zu setzen usw. usf."
        Du sagts es doch selbst: Es sind spezielle Tarife, die muss man also extra buchen. Auch bei Vodafone bekommt man als Geschäftskunde nicht automatisch eine feste IP, sondern muss die Option selbst aktivieren.

        "Und ein Mailgateway das den ganzen Schmonz wie Spamfilter, Zertifikate, SPF, DKIM usw. usf. unterstützt ist auch kein Hexenwerk mehr."
        Äh, ja… Das sehen die meisten IT-ler die ich kenne anders. Mail Config hat sehr viele Fallstricke und im Kollegenkreis höre ich sehr oft, dass man sich den Aufwand nicht ans Bein binden will (oder nur gegen gute Bezahlung, die viele Kunden aber nicht leisten wollen).
        Aber klar: wenn man Hobbyist ist oder es in Kauf nehmen kann, dass Mails nicht durchkommen, kann man natürlich die Risiken eingehen. Wer allerdings schon mal wegen einer Fehlkonfiguration auf Blacklisten gelandet ist, hat da erfahrungsgemäß kein zweites Mal Lust dazu.

    • Fred Schneider sagt:

      Synology DSM hat eine Snapshot Replication. Plan B wäre dann das letzte Active Backup wieder einzuspielen.

      Auch mit fester IP ist es deutlich angenehmer, wenn man den Mailserver über einen Relay-Server laufen lässt. Natürlich kann man neben POP3-Abruf auch Mails über so einen Relay-Server versenden, das ist ja eigentlich der Sinn der Sache.

      Dass Synology Sicherheitslücken nicht zeitnah fixen würde, sehe ich nicht. Zuletzt wurden die im Pwn2Own-Wettbewerb gefundenen Schwachstellen umgehend behoben. Auch ansonsten kommen laufend Updates, auch für ältere Systeme.

    • sa sagt:

      "Dazu: einen Server möchte ich sichern können. Am besten virtualisiert per snapshot.
      Das geht bei Synology auch so nicht. Wenn das Ding dann morgens nicht mehr an geht, hat der Admin welchen plan B?"
      Vielleicht sollte man sich mit Aussagen auch etwas zurücknehmen wenn man keine weitreichende Erfahrung in einer Sache hat.
      Zum Thema: Man kann alle synology Dienste virtualisiert laufen lassen inkl. snapshots, backups, usw.. Das nennt sich vdsm und ist sogar mit einer Lizenz gratis dabei. Funktioniert tadellos. Dazu gibt es noch die Möglichkeit des HA-Clusters. Das sollte in Summe mehr als ausreichend sein.

  3. Daniel sagt:

    Alle hacken immer auf MS rum . Ich wäre dann nicht so sicher, dass Synology besser ist. Die saugen doch genau gleich meine Daten ab. Ich weiss es nicht;nur eine Vermutung.

    • _Josh sagt:

      1. Bei MS ist es — seit bald 1,5 Jahrzehnten — erwiesen, dass die Daten abeschnorcheln;
      2. Du kannst auf Synoloy-Geräten problemlos eine Whitelist pflegen, die alles sperrt, außer Deinen erlaubten domains — funktioniert dann immer noch.

  4. Roland S. sagt:

    Synology biete native HA Cluster, du brauchst idealerweise nur nochmal das gleiche Setup. dabei wird die ganze NAS repliziert.

  5. Martin S. sagt:

    Bin bei Synology etwas zwiegespalten. Einerseits ist die Software und Anleitungen wirklich super. Kurz und knapp, alles logisch aufgebaut. Das ist ein völlig neues Erlebnis wenn man aus der Microsoft Welt kommt. Den Mailserver habe ich auch privat schon genutzt als Mail Archiv. Auch die Domain Synchronisation funktioniert super. Wie schon erwähnt, könnte das System mit HA Cluster auch gut redundant laufen.

    Ich sehe 2 Haken an der Sache:

    Zum einen ist es eigentlich nicht sinnvoll auf einem Backupsystem gleichzeitig Dienste laufen zu lassen. Ich wüsste zum Beispiel nicht ob es möglich wäre einen früheren Stand des Mail Systems wiederherzustellen.

    Zum anderen ist man da wieder in einem Lock-In System. Und Synology ist mir da kürzlich unerwartet negativ aufgestoßen:
    Sie haben irgendwann in den letzten Jahren die TRIM Unterstützung für nicht-Synology-SSDs gestrichen. Wer ein neues Raid erstellt, kann bei den entsprechenden SSDs kein TRIM mehr aktivieren, wie es vor 2-3 Jahren noch möglich war. Die Option ist einfach weg.

    Also meine präferierte Lösung wäre es nicht mehr, aber kann man machen, vor allem für kleinere Setups.

  6. Luzifer sagt:

    Naja die Performance von Synology NAS ist jetzt aber auch nicht das Gelbe vom Ei.
    Die Qualität auch nicht, nachdem mir zum 2ten mal kurz nach der Garantiezeit deren NAS verreckt ist, bin ich zu terramaster gewechselt, die eindeutige potentere Hardware…

    Für den "Hausgebrauch" also nen Privatmann mag das OK sein wenn man sich den Aufwand nen eigenen Mailsserver auf dem NAS zu betreiben und es im Griff hat nicht ständig auf Sperrlisten zu landen.
    Als Firma eindeutig zu schwachbrüstig, wollte ich meine Korrospondenz nicht von nem NAS abhängig machen.
    Aus Sicherheitstechnischen Gründen nen Mail Server (der Hauptangriffvektor) auf nem NAS wo man Daten liegen hat, ganz zu schweigen!

    jm2c Luzifer

    • Daniel sagt:

      Bei mir war ein einziges mal ein NAS hops gegangen, war dieser Intel CPU Bug welchen es gab. Wo man ggf. nen Kontakt überbrücken musste damit es wieder lief.

      Da es nur ein NAS und keine fettes Rack war, und es ohnehin ein neueres Model gab, einfach kurz in Elektromarkt neues NAS geholt. HDD rein, einmal DSM installiert, und alles lief wie zuvor. Musste nur im Router die IP/Ports anpassen wegen neuen MAC.

      Und ja Leistung derer Hardware könnte besser sein, aber Software mit ganzen Umfang passt halt zumindest für mich.

      Ein iPhone kaufst auch nicht wegen der besten und günstigsten Hardware.

  7. Chris sagt:

    Ich verlasse einem Software Vendorlock um mich direkt in ein Hardware + Softwarelock zu begeben? Ein Mailserver kann ich auf x beliebiger Hardware installieren, hier muss es Synlogy sein.

    • Daniel sagt:

      Kannst dir ja auch AD Controller/LDAP, Mailserver, SMB und Desktop Sync alles selbst basteln und so administrieren. Jeder wie man mag. Dort hast alles in einer Hand, und kannst vieles einfach machen ohne in einer Terminalkonsole zu arbeiten.

      Und hast auch bei Problemen oder Fragen einen Support.

      Wo haste schon Support mit bei i.d.R.? Besonders ohne extra Aufpreis an Wartungsverträgen oder Stundensätzen.

  8. Anonym sagt:

    Aus persönlicher Erfahrung: Mailserver an Dialup-Verbindungen sind keine gute Idee, egal womit. Viele ISPs blocken auch die statischen IPs, sofern die einmal in einschlägigen Datenbanken als Dialup gemappt sind. Einige Provider machen auch gern 25/tcp eingehend zu. Alles in allem würde ich das nur mit Relay auf einem VPS empfehlen, sonst wirds Mist.

  9. Achim Puls sagt:

    Also ich betreibe active directory server, DHCP, und DNS Server, mail plus server, eigene Website alles auf meiner Synology, als kleiner mini server ( meine domain zeigt auf meine Synology hier bei mir ( Telekom), hatte vorher einen IBM, der ist aber nur noch "File-Hure" . was der an Strom gefressen hat…. da ist die syn eindeutig besser und macht alles, was der Große Server auch gemacht hat. ..backup mache ich von der Synology aus mit hyperbackup und rsync auf einen rasberrypee 4 mit zwei 2TB Festplatten, der als active directory dc eingerichtet ist (Debian), zwecks sichern Zugriff. alles bene . auch ein Desaster Recovery hatte schon mal reibungslos funktioniert. Achso, meine Synology ist ein DS218+ allerdings hoch gerüstet auf 16 GB Ram PC service Puls

  10. Fred Schneider sagt:

    Wir setzen MailPlus schon seit vielen Jahren auf unserem DS918+ ein, allerdings mit Thunderbird als Clients unter Windows. Wir haben zwar inzwischen eine feste IP, aber da ich mir den Stress eines Mailservers nicht antun wollte, läuft der weiterhin über einen Relay-Server, da das problemlos funktioniert. AD läuft ebenfalls über Synology. Das NAS hab ich damals als Ersatz für unseren altersschwachen Windows-Server angeschafft, der aus dem Support gefallen war.

    Apropos Support. Ich hatte ca. 3-4 Mal Kontakt zum Support von Synology und hab wirklich nur positive Erfahrungen gemacht. Die reagieren sehr schnell, man bekommt es sofort mit echten Menschen zu tun, die sich auch kümmern.

    • Daniel sagt:

      So ist es, zudem geht es nicht um reine Hardware wer haste beste CPU den geilsten RAM oder den schnellsten USB Anschluss.

      Es ist ein Gesamtkonzept wo man Hardware und Software aus einer Hand bekommt mit Support, und alles einfach ohne sehr tiefe Kenntnisse konfigurieren kann, besonders ohne dass man ins SSH Terminal muss.

      Und entsprechend auch eher kein Risiko hat, dass nach dem nächsten „apk update && apk upgrade" die Versionen nicht mehr kompatibel sind untereinander oder man in Konfig was anpassen muss weil sich Parameter geändert haben.

      Zudem hat man auch mit nur linux Paketen kein Webmailer wo man noch Filterregeln anlegen kann usw.. Ob ich da auf roundcube oder so setzen möchte, weiß nicht so recht.

      Hatte da mit Confixx/Plesk schon Erfahrungen wo nach Update einiges nicht mehr lief.

      Man kann Rechte auch delegieren, also man kann es seinem Kunden einfach machen und ihn bestimme Dinge auch selbst machen lassen.

      Man kann da auch Serverseitig nach Regeln auch etwas anhängen wie eine Signatur der Firma, oder auch eine Werbung.

      Es ist auch nur einfach eine Option von vielen.

      Wer auf Docker steht kann auch gerne mit Mailcow und Nextcloud arbeiten, oder ähnliches.

      Groupware Lösungen sind halt etwas mehr als reines postfix und dovecot allein.

      Neben Mails kann man bei Synology halt noch vieles mehr nutzen an Dienste. Egal ob Netzlaufwerke via SMB oder Sync Dienst (Alternativ zu OneDrive/Sharepoint).

      Dann gibt es da auch noch kostenlose Backup Funktion womit Windows, MacOS, Linux sichern kannst oder sogar deine gesamte M365 Organisation oder Google Workspace.

  11. pete sagt:

    für alle Hater:
    Es gäbe noch HCL / Domino :D Aber das will ja keiner lernen oder betreuen.
    Wäre eine Alternative zu allem – ebenfalls per "Outlook" Client und IMAP bedienbar.
    Wer nun laut brüllt – erst testen und wissen, wie das funktioniert – dann jammern :D

  12. Martin B sagt:

    ohne funktionsreichen Desktop Client völlig uninteressant. Ich meine auch nicht angedengelte IMAP/SMTP Clients wie Thunderbird, sondern ein Protokoll was weit darüber hinausgeht.

    Der Erfolg von Exchange/Outlook kommt ja nicht von ungefähr, es ist schade, dass es keine ernstzunehmende Konkurrenz gibt.

    Niemand möchte auf Dauer mit GMX oder Web.de Feeling arbeiten, auch OWA ist verpönt, weil die Produktivität leidet.

    Selbst vor Outlook New ist die Furcht groß.

    • Daniel sagt:

      Brauchst garkein installierten Mailclient. Kannst einfach Mailplus im Browser nutzen.

      Da ist dann völlig egal ob Windows, Linux, LG WebOS, AdroidTV oder sonst was. Also maximal flexibel.

    • FriedeFreudeEierkuchen sagt:

      "Selbst vor Outlook New ist die Furcht groß."
      Was genau hast du daran nicht verstanden? Firmen die sich nicht komplett von Microsoft abhängig machen wollen, möchten ihre Mailzugangsdaten nicht bei Microsoft, im Zugriff der US-Dienste speichern. Ist das schwer zu verstehen?
      Und wenn du meinem Chef zeigen kannst, wie er die vielen Funktionen von Outlook Classic auch mit Outlook New nutzen kann, bist du gerne eingeladen vorbei zu kommen.
      Das du keine Alternative zu Exchange und Outlook siehst, finde ich etwas befremdlich… Was genau fehlt dir an den offenen Protokoll-Alternativen? Und wenn du so in der Exchange Welt verhaftet bist, was fehlt dir an OpenXChange & Co?
      Rein anekdotisch: Seit ich mich selbst zum Test-User gemacht habe und in der Firma auf Thunderbird umgestiegen bin, bin ich Mail-technisch deutlich produktiver geworden. Alle Sonder-Features in Outlook die nichts mit Mail zu tun haben, fallen ohnehin mit Outlook New weg. Ich kann daher keinerlei Verlust erkennen. Und auch zu Thunderbird gibt es Alternativen, die vielleicht noch besser zu bedienen sind.

      • Daniel sagt:

        eM Client ist da wohl noch recht ähnlich, mit vielen Funktionen und so.

        Also da gibt es einiges wenn man möchte.

        Ich mag ja Outlook classic, wenn es dass nicht mehr gibt, gibts halt nur noch Webmailer. Oder muss mich halt mit anderen Tools anfreunden.

        Und bei Mailplus haste alles mögliche mit drinnen, direkt von home oder Team Ordner eine Datei in Mail anhängen direkt oder als Freigabelink. Hast internen Chat womit man miteinander auch schreiben kann. In dem Office kann man auch gleichzeitig im Dokument arbeiten.

        Für den Außendienstmitarbeiter kann man wichtigsten Doks auch synchronisieren lassen damit diese offline verfügbar sind.

        Klar man muss sich umgewöhnen, ggf. Prozesse anpassen, aber es ist großteils möglich. Von Outlook Classic Plugins sollte man mittelfristig eh Abstand nehmen, es wird da eher immer dünner an eben mal Softphone mit einzubinden usw..

  13. Julian sagt:

    Funktionieren mit dem MailPlus Server und einem aktuell Outlook Client auch so Funktionen wie Kalender/Kontakte/Postfächer freigeben?

    • Daniel sagt:

      Postfach freigeben machst im Webmailer.

      Andere Postfächer bekommst als Unterordner angezeigt und damit kannst auch via IMAP drauf zugreifen.

      Cal/Carddav kannst wie im Artikel steht mit Plugin in Outlook synchronisieren. Ist in Einrichtung aufwändiger als MAPI (Exchange) aber es geht.

      • Julian sagt:

        Ich dachte jetzt ich kann die EAS Schnittstelle für die Einrichtung des Postfaches nutzen, so wie bei Mailcow (wobei die das wohl auch nicht mehr empfehlen), sodass Kalender und Kontakte automatisch synchronisiert werden. Also vom Komfort her doch nicht vergleichbar mit dem "richtigen" Exchange

        • Daniel sagt:

          Nutzt man halt den Webmailer, dort kannst dann auch ganzen bunten Tags verwenden und alles organisieren.

          Geht hier nicht um konform sondern Datenschutzfreundliche Alternative auf eigener Hardware.

          Und wenn man unbedingt Outlook verwenden möchte geht es ja, ist nur einmalig ggf. etwas mehr Aufwand zum Einrichten, macht idR eh der sich um IT Kümmert und daher kann es dem Endnutzer egal sein.

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