Windows Server 2025: Berechtigungsprobleme beim (Hyper-V-) Inplace-Upgrade

WindowsSeit Februar 2026 gab Hinweise zu Berechtigungsproblemen beim Zugriff auf Laufwerk C:\ bei Samsung Geräten mit unter Windows 11. Nun hat mir Blog-Leser Martin Feuerstein vor einigen Tagen seine Erfahrungen mit einer Umstellung von Hyper-V Server 2019 auf Windows Server 2025 geschildert, wo er in ähnliche Berechtigungsprobleme gelaufen ist. Ich ziehe mal seine Beobachtungen sowie das obige "Samsung-Berechtigungsproblem" zu einem Beitrag zusammen. Vielleicht erspart es anderen Administratoren einiges an Fehlerdiagnose.

Rückblick auf diverse Probleme aus Blog-Beiträgen

Im Kontext des nachfolgend beschriebenen Sachverhalts bei der Migration von Hyper-V Server 2019 auf Windows Server 2025 möchte ich kurz an einige Blog-Beiträge erinnern, die ich in den letzten Monaten veröffentlicht habe.

Hyper-V Server 2019 Inplace-Upgrade-Experimente

Im Dezember 2025 hatte ich hier im Blog den Beitrag Hyper-V-Server 2019 auf Windows Server 2025 Standard veröffentlicht. Es ging um das Thema Inplace-Upgrade von Hyper-V Server 2019 auf Windows Server 2025 Standard. Der Hintergrund ist, dass Hyper-V Server 2019 ist als Standalone-Produkt zur Virtualisierung ausgelaufen ist. Die betreffende Funktionalität findet sich nun als Hyper-V-Rolle in Windows Server 2022 und Windows Server 2025.

Wer nun einen Hyper-V Server 2019 durch Windows Server 2022 oder Windows Server 2025 und Hyper-V-Rolle ablösen will, hat ein Problem. Eine Migration von Hyper-V Server 2019 zu Windows Server 2022 oder Windows Server 2025 per Inplace-Upgrade wird von Microsoft offiziell nicht unterstützt.

Blog-Leser Martin Feuerstein hatte in einer Laborumgebung mit dem Thema gespielt und festgestellt, dass ein Inplace-Upgrade von Hyper-V Server 2019 auf Windows Server 2025 möglich ist. Er hat einige Erfahrungen gesammelt, die ich in obigem Beitrag hier im Blog geteilt habe. War zwar ein etwas akademischer Ansatz, den man nur als "Notnagel" verwenden sollte, spielt aber im nachfolgenden Kontext wieder eine Rolle.

Das "Samsung"-Berechtigungsproblem in Windows 11

Und es gibt noch ein Thema, was relevant wird. Seit Februar 2026 gab es diverse Berichte, dass Benutzer von Samsung-Geräten unter Windows 11 24H2 und 25H2 Probleme haben, auf ihr Systemlaufwerk C: zuzugreifen. In einigen Fällen können Benutzer laut Fehlerberichten, aufgrund von Windows gemeldeter Berechtigungsfehlern zudem keine Berechtigungen erweitern, Updates deinstallieren oder Protokolle erfassen.

Ich hatte im Blog- Beitrag Windows 11 24H2/25H2: Feb. 2026 Update KB5077181 kann Zugriff auf C: blocken auf entsprechende Nutzerberichte aus verschiedenen Ländern verwiesen und ausgeführt, dass Microsoft sowie Samsung das Problem untersuchen. Hintergrund sind Berechtigungsprobleme auf NTFS-Laufwerken.

Mitte März 2026 wurde dann bekannt, dass Microsoft zusammen mit Samsung eine kürzlich aktualisierte Samsung-App als Verursacher ausgemacht habe. Diese App wurde dann temporär aus dem Store entfernt. Zudem veröffentlichte Microsoft eine Reparaturanleitung für betroffene Nutzer, um die NTFS-Berechtigungen so anzupassen, dass Zugriffe auf C:\ wieder möglich sind. Ich hatte seinerzeit im Beitrag Windows 11 24H2/25H2: Neues zu blockiertem Laufwerk C:\; Samsung-App aus Store entfernt berichtet.

Plötzlich Berechtigungsprobleme unter Windows Server 2025

Blog-Leser Martin Feuerstein hatte mich zum 2. April 2026 per E-Mail mit dem Betreff "Hyper-V-Inplace-Upgrade, Samsung-NTFS-Fehler" kontaktiert und schrieb: "Letztes Jahr hatte ich ja zu wilden Spielchen mit Inplace-Upgrades von Hyper-V-Server zu Server 2025 Standard berichtet. Zu der Zeit hatte ich aber nur mit einer Testumgebung rumgespielt." Gemeint ist der im Blog-Beitrag Hyper-V-Server 2019 auf Windows Server 2025 Standard beschriebene Sachverhalt.

Erste Probleme beim Upgrade auf Server 2025

Nun war der Leser damit beschäftigt, einige seiner Umgebungen auf Windows Server 2025 "upzugraden". Das erste Upgrade einer Hyper-V Server 2019 Produktivumgebung auf Windows Server 2025 per Inplace-Upgrade hat Martin Feuerstein Mitte März 2026 durchgeführt.

Das war gerade just zum Zeitpunkt, als ich im Beitrag Windows 11 24H2/25H2: Neues zu blockiertem Laufwerk C:\; Samsung-App aus Store entfernt berichtete, dass Microsoft das Problem mit Berechtigungen beim NTFS-Volume von Laufwerk C:\ als Problem der Samsung-App identifiziert zu haben glaubte. Lief im Grund auf "Gefahr erkannt, Samsung-App als Verursacher gekickt, Gefahr gebannt" hinaus.

Martin schrieb mir dazu: "Wollte schon drunter [gemeint ist, unter dem Blog-Beitrag] kommentieren, dass das kein Samsung-exklusives Problem ist". Hintergrund war, dass er beim Upgrade eines Hyper-V Server 2019 auf Windows Server 2025 die NTFS-Berechtigungen reparieren musste. Seinerzeit hatte er das Ganze aber nicht genauer untersucht und keine Screenshots zur Dokumentation erstellt.

Nächster Upgrade auf Server 2025 mit kaputten Berechtigungen

Es schaut so aus, dass es bei der Umstellung auf Windows Server 2025 per Inplace-Upgrade in bestimmten Szenarien zu Berechtigungsproblemen kommt. Martin Feuerbach hat einen zweiten Hyper-V Server 2019 auf Windows Server 2025 umgestellt. Dieses Mal hat er aber die auftretenden Berechtigungsprobleme analysiert und dokumentiert.

Martin schrieb dazu. "Ich hatte nun einen zweiten Hyper-V-Server umgestellt und bin in das gleiche Problem mit falschen Berechtigungen gelaufen." So sahen die Berechtigungen nach dem Upgrade von Hyper-V-Server 2019 auf Server 2025 Standard für Laufwerk C:\ laut Martin aus:

Windows Server 2025: Kaputte NTFS-Berechtigungen

Auffällig war, so Martin, dass keine bekannten Benutzer/Gruppen, sondern nur SIDs, in der Liste der Berechtigungseinträge für Laufwerk C:\ auftauchten (erinnert an den obigen Samsung-Fall). Er hat dann auf einem zweiten Windows Server 2025 die Berechtigungen für das Laufwerk C:\ kontrolliert und bekam folgendes gezeigt:

Windows Server 2025: Korrekte NTFS-Berechtigungen

Auf diesem anderen Windows Server 2025 gibt es diese Berechtigungen für Benutzer und Gruppen, obwohl dieser Windows Server 2025 ebenfalls von einer älteren OS-Version per Inplace-Upgrade aktualisiert worden war.

Martin schrieb mir dazu: "Ich hatte die NTFS-Berechtigungen auf dem betroffenen Server für die lokale Gruppe 'Benutzer' schon nachgebaut". Aber aus Neugierde führte er nochmals die Anweisungen aus dem Microsoft Support-Beitrag Recovery steps: Samsung Galaxy Connect or Samsung Continuity Service might cause loss of access to the C: drive zum Restaurieren der NTFS-Zugriffsberechtigungen für das Laufwerk C:\ aus. Dadurch wurden neue Berechtigungen für "Authentifizierte Benutzer" hinzugefügt, und nebenbei auch der Inhaber des Root-Verzeichnisses wieder auf "TrustedInstaller" korrigiert:

Windows Server2025: Korrigierte NTFS-Berechtigungen

Martin Feuerstein stellte an dieser Stelle die Frage: "Ob Microsoft in dem Artikel nun falsche ACLs hinausposaunt hat anstelle des Standards bei der Installation? Und warum unterscheiden sich die lokalen SIDs zwischen Hyper-V-Server 2019 und Server 2025 Standard bzw. anderen Windows-Servern mit GUI, die auf Server 2025 aktualisiert wurden?"

Auch RDP-Verbindungen wegen Berechtigungsproblemen unmöglich

Martin Feuerstein schrieb mir zudem, dass noch hinzu kommt, dass auch RDP-Verbindungen aufgrund der falschen Berechtigungen nicht möglich waren. Er bekam folgenden Fehlerdialog:

RDP-Fehler

Erst als er die Berechtigungen für Laufwerk C:\ korrigiert bzw. repariert hatte, waren auch RDP-Verbindungen wieder möglich.

Windows Server 2025: RDP-Fehlereintrag

In der Ereignisanzeige stieß er dann auf Einträge mit der Ereignis-ID 1000 (Application-Error), verursacht durch den Windows Desktop-Manager (dwm.exe). Es schaut für mich so aus, als ob da noch irgendwelche Bugs unter der Haube stecken, die bei Inplace-Upgrades oder Updates zuschlagen.

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13 Kommentare zu Windows Server 2025: Berechtigungsprobleme beim (Hyper-V-) Inplace-Upgrade

  1. IT-Aussteiger sagt:

    Gibt es auch nur ein Upgrade oder Update, daß bei MS noch glat durchgeht? Mir tun die Admins die in der öffentlichen Verwaltung sind eigentlich nicht mehr leid .. klingt böse, verstehe es mittlerweile nicht mehr …

    • Daniel A. sagt:

      Wobei man hier fairerweise sagen muss das MS ja ein Windows-Upgrade von einem Hyper-V per In-Place Upgrade explizit nicht supported. Wenn man das trotzdem macht und dann in Probleme läuft kann man das meiner Meinung nach nicht MS anlasten. Die werden schon wissen, warum sie das nicht supporten.

      • Günter Born sagt:

        Bin bzgl. der Aussage bei dir – was aber im Hintergrund als Gedanke nagt: "Wo kann das Problem noch zuschlagen?" – nicht umsonst hat Martin auf das Samsung Berechtigungsproblem in Bezug auf Updates hingewiesen.

      • Anonym sagt:

        Wo steht das? https://learn.microsoft.com/de-de/windows-server/get-started/perform-in-place-upgrade

        "Wenn Ihr Computer nach dem Funktionsupdate nicht wie erwartet funktioniert und Sie technische Unterstützung benötigen, können Sie sich an den Microsoft-Support wenden."

        Ps. Zwei RDS sowie zwei Hpyerv 2019 auf 2025 hochgezogen, keinerlei Probleme.

        • JanM sagt:

          Ein In-Place Upgrade von Hyper-V Server auf einen Windows Server 2022/2025 mit aktivierter Hyper-V Rolle ist halt was anderes.

          Hier wäre noch eine zusätzliche Frage, ob man vom Hyper-V Server der zwangsweise ein "Core" ist auf einen Windows Server 2022/2025 mit Desktop Experience upgradet. Dann wäre es AFAIK sogar doppelt unsupported. ;)

          • Anonym sagt:

            Der Hyper-V-Server 2019 ist ja nur ein 2019er mit einer einzigen zugelassenen Rolle (eben dem Hyper-V) aber ja, kann sein das es daran liegt. Die GUI lässt sich ja beim Core nachinstallieren, das sollte also kein Problem sein.

        • Daniel A. sagt:

          Das habe ich aus Günters Artikel entnommen, ich habe keinen Hyper-V und das dementsprechend nicht separat geprüft. Laut https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/get-started/upgrade-migrate-roles-features kannst du Hyper-V nur mittels eines "Cluster OS Rolling Upgrade process" durchführen.

          Aber der Artikel von MS, den du verlinkt hast ist auch nicht vollständig. Da steht nämlich z.Bsp. nicht drin, dass ein In-Place Upgrade nicht supported ist, wenn ein Exchange installiert ist. Und das weiß ich definitiv, da das Thema war bezüglich Upgrade Exchange 2019 zu SE (das ging In-Place, aber nur der Exchange selber, nicht das Windows).

          • JanM sagt:

            In dem von dir verlinkten Artikel ist ein Artikel drüber (https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/get-started/perform-in-place-upgrade) in den Vorbereitungen beschrieben:

            Knowledge of: The Microsoft server applications that are supported on Windows Server. See Microsoft server applications compatibility for Windows Server.

            Wenn man dem Link folgt, findet man bspw. Exchange und dort wird dann verlinkt, dass Exchange nicht für ein Server OS In-Place Upgrade freigegeben ist. :)

            • Anonym sagt:

              Ah, stimmt, ist mir nicht aufgefallen.

              Das mit dem Hyper Cluster-Upgrade betrifft ja nur die Cluster, wenn man die Server Standalone betreibt ists ja egal.

              Stimmt, Exchange ist "eigen". Interessant ist auch das Druckerdienste nicht in-place-upgrade-fähig sein sollten. Hab auch vor einiger Zeit einen stand-alone 2012R2 (AD/DNS/DHCP/File/Print) auf 2019 hochgezogen, ohne Probleme.

  2. Adrian Weyler sagt:

    Moin, kann ich so bestätigen, habe auch Berechtigung/Zugriffsprobleme (NTFS) gehabt nach einem Inplace Upgrade auf meiner Testmaschine.
    Upgrade auf Frischen Standalone HyperV (1) 2019 -> 2025 (inoffiziell) oder (2) 2019-> -2022 -> 2025. Lief alles nicht so toll wie bei einer Frischen Installation.

  3. Martin S. sagt:

    Am besten:
    einfach 0patch installieren und nicht mehr upgraden :D

    • Nordnavigator sagt:

      Na ja, oder zumindest der Software etwas mehr Zeit zum Reifen geben. ;-) 2025 ist für mich noch zu neumodisch, bei mir ziehen in diesem Jahr die letzten Kunden von Server 2016 auf 2022(!) um. Bislang bin ich mit dieser Strategie ganz gut gefahren, es ist halt nicht immer alles brandneue auch besser. Vor allem nicht bei MS.

  4. R.S. sagt:

    Best Practice ist eine Neuinstallation des OS und kein Inplace-Upgrade.
    VMs auf einem anderen Laufwerk als C:\ hosten, alle VMs herunterfahren und dann eine Neuinstallation des OS machen.
    Danach in Hyper-V die VMs wieder einbinden und starten.

    Falls die VMs keine Downtime erlauben, dann schiebt man die per Livemigration temporär auf einen anderen Host.

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