Smart Glasses von Meta & Co. droht EU-Verbot

EU-FlaggeFacebook-Mutter Meta und weitere Anbieter propagieren intelligente Brillen (Smart Glasses) mit Kamera und KI-Auswertung als letzten technischen Schrei. Die Geräte übertragen die Aufnahmen an Server und bekommen Informationen zurück. Die Verwendung dieser Geräte wirft aber Fragen der Privatsphäre auf. Immer mehr Aufnahmen landen ungewollt im Internet, und Betroffene können sich nur schwer gegen solche Aufnahmen wehren. Zum 1. August 2026 ist die Frage entbrannt, dass Smart Glasses in Deutschland oder sogar in der EU verboten werden sollen.

Das Konzept der Smart Glasses

Die intelligente Brillen (Smart Glasses) mit Kamera können die Umgebung des Trägers aufnehmen und Fotos oder Videos per Cloud-Anbindung an die Server eines Anbieters wie Meta übertragen. Dort werden die Inhalte per KI ausgewertet und der Träger der Brille bekommt zusätzliche Informationen in den Brillengläsern, die als Display fungieren, eingeblendet. Zudem besteht die Möglichkeit, die Aufnahmen öffentlich zu posten.

Meta Smart Glass-Promotion

Obiger Screenshot von der Meta-Promotion-Seite zur Smart Glass-Brille zeigt solche Informationen. Eine kurze Suche auf Google nach "Meta Smart Glass" zeigt bereits entsprechende Angebote. Und beim China-Mann sind solche Brillen für "wenig Geld" erhältlich.

Meta Smart Glass

Google hatte eine Brille mit Kamera in Entwicklung, stellte diese aber ein. 2019 wurde dann eine virtual Reality-Brille Google Glass Enterprise Edition 2 vorgestellt. Seit dem war es ruhig um das Thema. Mit dem AI-Hype und der Meta-Entwicklung nimmt das Ganze Fahrt auf.

Ein wachsendes Privatsphären-Problem

Dass diese Smart Glasses ein Problem der Privatsphäre darstellen, wurde im Frühjahr 2026 deutlich. Im Beitrag Meta kauft Moltbook – und Metas Rayban Smart-Glasses Videos landen bei Click-Workern in Kenia hatte ich über einen Skandal berichtet.

Meta hat 2025 wohl um die 7 Millionen Rayban Smart-Brillen verscherbelt. Die nehmen über Kameras die Umgebung auf. Die mit den Brillen von Trägern aufgenommenen Videos landeten bei Click-Workern in Kenia.

Die Käufer mit der Brille auf's Klo, tragen diese beim Anziehen und anderen Sachen, die im Schlafzimmer passen. Und die Videos werden zu Meta auf die Server gestreamt. Whistleblower aus Kenia haben nun Medien gesteckt, dass sich Click-Worker in Kenia die Videos zum Training der Meta AI ansehen müssen.

Datenschützer: Verbot in Deutschland /EU notwendig

Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Thomas Fuchs ist für Meta-Dienste in Deutschland zuständig und hat die Meta Rayban Smart Classes ausführlich getestet. Die Brille hat zwar eine kleine LED, die die Aufnahme signalisieren soll. Ein ausführlicher Prüfbericht soll noch veröffentlicht werden.

Meta Smart Glass Datenschutzbewertung

Aber der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Thomas Fuchs sagt laut diesem heise-Beitrag vom 1.8.2026 und diese Beitrag vom 30.7.2026, dass das Aufnehmen von Personen mit den Meta Glasses eindeutig gegen das Datenschutzrecht verstoße. In diesem Tageschau-Artikel vom 2.8.2026 geht die Redaktion ausführlicher auf die datenschutzrechtliche Problematik ein.

Gesetzliche Grundlagen in Deutschland

In Deutschland gibt es bereits jetzt ein gesetzliches Verbot für den Besitz und den Verkauf von Aufnahmegeräten, die als Alltagsgegenstände getarnt sind. Grundlage ist § 8 des Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetzes (TDDDG), siehe auch diesen juristischen Artikel. Weiterhin gibt es im Strafgesetzbuch zwei Paragraphen, die relevant werden. § 201 StGB schützt das "nichtöffentlich gesprochene Wort". Und der "Paparazzi-Paragraph" § 201a StGB betrifft die "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen".

Datenschützer für Verbot

Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Thomas Fuchs hält die LED-Signalisierung von Aufnahmen bei der Meta Rayban Smart Glass-Brille nicht für ausreichend. "Das LED-Signal fällt im Alltag einfach nicht genug auf. Wenn man im Park an einer Person mit Meta Glasses vorbeiläuft, kann man nicht oder zumindest nicht ohne große Anstrengung direkt sehen, dass da gefilmt wird", wird Fuchs zitiert.

Wegen der KI-Funktionen der Meta Smart Glasses steht Fuchs im Austausch mit der irischen Datenschutzaufsicht. Diese ist auf EU-Ebene für Meta zuständig und es zeichne sich ab, dass man Meta möglicherweise die KI-Funktionen in der Brille innerhalb der EU untersagen werde. Hintergrund ist, das in den Aufnahmen der Brillen eben auch Dritte ohne ihr Wissen zu sehen sein könnten. Und diese Aufnahmen dürfen nicht einfach für das KI-Training genutzt werden.

Derzeit ist es für Betroffene Dritte, die ohne ihr Wissen heimlich gefilmt werden, schwer, bis unmöglich, ihre Rechte durchzusetzen und Aufnahmen löschen zu lassen. Daher wird ein Verbot des Verkaufs und des Besitzes dieser Geräte angestrebt. Laut diesem heise-Artikel prüft die Bundesnetzagentur aktuell das weitere Vorgehen.

Meta Smart Glass EU-Bann

Mir ist zum 1. August 2026 obiger Tweet auf X untergekommen, der das mögliche Verbot in Deutschland thematisiert. Dort wird darauf verwiesen, dass eine deutsche Entscheidung auch auf die gesamte EU Einfluss habe. Wenn die Brille in Deutschland nicht datenschutzkonform ist, ist sie es auch nicht in der EU. heise hat im oben verlinkten Artikel die Thematik kurz angerissen und verweist auf diesen Politico-Beitrag. Die Politik und Juristen sind aufgeschreckt, weil eine weitere Überwachungstechnik droht.

Der Europäische Datenschutzausschuss (European Data Protection Board), in dem Datenschutzbehörden aus ganz Europa vertreten sind, hat die Erstellung eines Berichts über Smart-Brillen in Auftrag gegeben, der noch im Sommer 2026 fertiggestellt werden soll, wie die Vorsitzende Anu Talus gegenüber POLITICO erklärte.

Die französische CNIL mahnt in diesem Artikel vom 29. Juli 2026 zur Vorsicht vor Smart Glasses. Die Verbreitung dieser Smart-Brillen stelle eine neue Herausforderung für den Datenschutz dar und werfe tiefgreifende ethische und gesellschaftliche Fragen auf. Die CNIL warnt vor diesen Risiken, und stellt einen Aktionsplan vor. Die Renew Europe forderte im Namen der slovakischen EU-Parlamentsabgeordneten Progresívne Slovensko in dieser Pressemitteilung Maßnahmen und fragt die EU-Kommission in einem Brief, was man gegen entsprechende Verstöße gegen die EU-Datenschutzregeln (GDPR) tun könne.

Ich könnte mir vorstellen, dass ein Verbot des Verkaufs und des Besitzes dieser Geräte in Deutschland und in der EU kommt. Die in Foren aufgeworfenen Gegenargumente wie "Smartphones und Kameras können doch auch Aufnahmen anfertigen" und "die Brillen sind für blinde Menschen ein Segen", da gäbe es doch auch kein Verbot, sind Scheinargumente. Smartphones und Kameras sind keine getarnten Aufnahmegeräte, sondern vom Zweck her zur Anfertigung von Fotos und Videos als bekannt vorauszusetzen. Eine Meta Rayban Smart Glass oder ähnliches sind von normalen Brillen kaum zu unterscheiden. Und für blinde Menschen gibt es entsprechende medizinische Hilfsmittel, die einer Sonderregelung unterliegen. Diese bieten dann auch nicht die Funktion, Aufnahmen an Meta-Server zur KI-Auswertung zu übertragen und im Internet zu posten.

PS: Auf Google Play gibt es die App Nearby Glasses für Smartphones, die solche Brillen über deren Bluetooth-Kennung detektieren und warnen soll. Die App hat schon über 100.000 Downloads. Es gibt also Bedarf an einer Regulierung. Oder wie seht ihr das?

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47 Kommentare zu Smart Glasses von Meta & Co. droht EU-Verbot

  1. Daniel sagt:

    Ich persönlich finde das Verbot richtig. Bei Handys oder Digitalkameras weiß man dass man gefilmt werden kann. Wenn man das nicht möchte kann man entsprechende Schritte unternehmen. Bei den Smart Glasses kann man nicht unbedingt erkennen ob es eine normale Brille ist oder ob man da gerade gefilmt wird. Normale Aufnahmen auf öffentlichen Plätzen empfinde ich da noch nicht so als Problem aber es gibt auch Situationen wo man überhaupt nicht gefilmt werden möchte. Da wären zum Beispiel das Baden am Strand wo man ja normal nur leicht bekleidet ist und es gibt nicht nur Modelmaße und niemand möchte dass diese Bilder und Videos irgendwo auftauchen. Aber auch für Firmen die ein Geheimhaltungsinteresse haben sind solche Smart Glasses problematisch. Klar kann man in sensiblen Bereichen ein Handyverbot aussprechen. Aber ein Brillenverbot wird schwer realisierbar sein denn Brillenträgern die Brille zu verbieten halte ich für unmöglich, ich trage übrigens selbst so ein Seheisen.

    • mw sagt:

      Das Verbot ist in Firmen durchaus durchsetzbar. So wie Dein Smartphone einen Kleber über die Kamera bekommt, so bekommt auch Deine Brille einen Kleber über die Kamera. Der dürfte i. d. R. zu groß sein und deshalb auch einen Teil Deines Brillenglases bedecken. Mal ganz zu schweigen, wie das aussieht damit rumzulaufen. Dann mußt Du die Spionagebrille eben zuhause lassen und eine normale Brille tragen, wenn Du Zugang zu bestimmten Bereichen wie z. B. R&D haben willst. Manchmal mußt Du auch Dein Telefon einschließen, dann eben auch die Kamerabrille. Läßt sich ganz easy durchsetzen, wer nicht kooperiert, bleibt vor der Türe.

      • R.S. sagt:

        Ein Kleber vor die Kamera reicht aber nicht, denn diese Teile haben auch ein Mikrofon eingebaut.

        Und es gibt diese Teile afaik nicht mit optischen Gläsern.
        Ergo kann man in Firmen solche Brillen leicht verbieten ohne Träger von optischen Brillen zu beeinträchtigen..

        Und es gibt schon länger Methoden, mit denen man selbst versteckte Lochkameras rel. schnell finden kann.

    • noway sagt:

      In meinem dünnen Drahtgestell kann man unmöglich eine Kamera verstecken, da sieht man sofort, dass es sich nur um eine Brille handelt.

  2. kai sagt:

    Es ist eher ein Spionagegerät.
    Diese Datenbrille erinnert uns irgendwie an das Spielzeug für Kinder "My Friend Cayla" die ja auch Verboten wurde die ja die Umgebung Abgehört hat und mit KI Ausgewertet hat um so Antworten zu können.
    Die Brille ist nur noch Problematischer da diese auch eine Kamera hat und dies ein Alltagsgegenstand ist wo die Leute nicht von ausgehen das die damit Ausspioniert werden…
    Auch wenn es gute Möglichkeiten gibt diese zu nutzen ist es dennoch so das die Datenverarbeitung irgendwo auf der Welt wo unbekannte Zugriff auf die Daten haben sehr Problematisch….

  3. Wolf789 sagt:

    Big brother is watching you.
    Deine Brüder u. Schwestern jetzt auch.
    Nur noch zum K..
    Irgendwie hatten wir – ältere – uns das mit der EDV anders vorgestellt u. auch anders geplant u. umgesetzt. Jetzt is' es IT (??) u. KI(???) ;-(

    • aus dem Rhein-Main Gebiet sagt:

      Deswegen heißt es doch:
      EDV := Elektronische Daten Verarbeitung
      IT := Idiotischer Terrorismus
      KI := Katastrophale Idiotie

      Ja, die EDV (neudeutsch IT) hat sich gewandelt, bzw. wandelt sich weiter. Ob es zum Guten ist, wage ich zu bezweifen.

      Das hat auch nicht nur mit den Smart Glasses zu tun, sondern auch mit vielen Sicherheitslücken und den vielen schlampigen Umsetzungen in vielen Unternehmen.

  4. Steter Tropfen sagt:

    Langsam wird mir klar, warum diese potthässlichen schwarzen Nana-Mouskouri-Brillengestelle überhaupt zur Mode gemacht wurden. In einer dünnen hellen Fassung kann man keine Kamera verstecken. Objektive müssen schwarz sein, weil sie ja Licht schlucken.
    Zu beobachten war das (in zwei Schüben), noch bevor es überhaupt die Technik für derartige Cams gab. Aber scheinbar denken die ganz und gar nicht harmlosen Leute, die hinter den künstlich gehypten Modetrends stecken, sehr weit voraus. Zuckerberg und der Telekom-Chef machen's vor, hunderttausende Lemminge äffen's nach. (Wie kann man nur freiwillig wie Tim Höttges aussehen wollen???)
    – Warum wohl grassiert Schwarz als Modefarbe auch in der (Innen-)Architektur?

  5. Tim B. sagt:

    Es dürfte wohl trotz Verbot genug Leute geben, die sich eine solche Brille besorgen werden und nutzen. Hier könnte nur ein Verbot über IP-Lokalisierung des Nutzers halbwegs durchzusetzen sein aber auch da gibt es genug Dinge wie VPN u.ä. um das zu umgehen.

    • Visitator sagt:

      Zum Spionieren/Spannen geht es auch ohne Netz, da hilft imho kein BT-Scanner oder IP-Lokalisierung, bei Idealo gesehen:
      "Spionagekamera-Brille mit Video-Digital-Camcorder, unterstützt TF-Karte mit bis zu 32 GB, modische 1080p Brille mit versteckter Kamera, tragbarem Videoaufnahmegerät"

      Man kann ja bald nicht mehr aus dem Haus gehen:
      Tesla-Wächter hier, Camholes da …

  6. SArmstrong sagt:

    Ich finde diese Technologie inakzeptabel. Eigentlich wäre ich nur für ein Verbot in der Öffentlichkeit; aber es wird wohl keiner Leute auf der Straße ansprechen und dann was (verprügeln?). Es muss also ganz weg.

    Dass die EU da etwas tun wird glaube ich aber – rein gefühlsmäßig – nicht. Es wird in Brüssel immer dann interessant, wenn man Bußgelder verhängen kann.

    • Luzifer sagt:

      und wer da mit spionieren will oder Leute durch Filmen blossstellen will, nimmt bei Verbot eben die Knopfloch Kamera oder die Kugelschreiber Cam… ist doch nix Neues und gibts seit ca 2 Jahrzehnten… dazu Verbote… Mord, Vergewaltigung, usw. ist auch verboten, verhindert es diese Taten?

      Idioten gibt es immer und überall… da helfen keine Verbote!

      Und die sinnvollen Anwendungen werden dadurch verhindert…Ich nutze solche AR Brillen zum Besipiel im Service…. gibts Probleme bei der man den Herstellerservice braucht sieht der First Level Support genau was unsere Techniker vor Ort sehen, können direkt Bauteile an der Maschine markieren oder Schaltpläne etc. einblenden… so redet man nicht aneinander vorbei!

      Bei Verbot nicht mehr möglich.
      Anstatt sich also die Idioten zur Brust zu nehmen, drangsaliert man die Allgemeinheit! Gibt doch schon genug Gesetze die da Handhabe bieten, setzt die halt auch mal durch!

      • User007 sagt:

        Hmm…
        Ich denk', dass trotzdem ein Verbot ja erstmal die rechtliche Basis für ein juristisches Vorgehen dagegen darstellt und ist insofern zwingend unabdingbar! 🤷‍♂️
        Für Einsatzmöglichkeiten im gewerblichen Bereich sollte/muß es entsprechend klar definierte Bestimmungen geben.

        • Luzifer sagt:

          Dagegen brauchen wir keine neuen "Gesetze und Verbote" … die gibt es bereits, man muss die "alten Gesetze" halt auch mal durchsetzen!

          Wir haben 100 von Gesetzen und Verboten die kein Arsch jucken weil sie nicht geahndet werden, sehr sinnvoll. Not!

          Das Filmen von Personen ohne Erlaubnis ist bereits verboten, vollkommen unabhängig mit was für einer Cam das gemacht wird!

          Also ahnde es auch!

          • R.S. sagt:

            Filmen und Fotografieren sind Antragsdelikte, d.h. die Strafverfolgungsbehörden verfolgen die nur, wenn man eine Anzeige macht.

            Es gibt auch Offizialdelikte.
            Die werden von den Strafverfolgungsbehörden ohne Anzeige verfolgt.
            Bzw. die müssen sogar lt. Gesetz ab Bekanntwerden von den Strafverfolgungsbehörden verfolgt werden.
            Dazu gehören z.B. Mord, Totschlag, Körperverletzung, Diebstahl, Betrug, etc.

            Man sollte also mal in die Gesetze schauen, was ein Antragsdelikt und was ein Offizialdelikt ist.

            • Luzifer sagt:

              Und das tut was zu Sache? Wenn der jenige der unerlaubt gefilmt wird das nicht zu Anzeige bringt, ist das seine Sache!

              Wenn es ihn stört kann er es anzeigen und dann wird auch dagegen vorgegangen… real simple!

              Idioten können dich auch mit dem Handy aufnehmen, also verbieten!
              Autos können wie sich in Berlin wieder zeigte als Waffe benutzt werden, also verbieten!

              Verhindert halt nur rein gar nix.

              • User007 sagt:

                Hmm…
                Also, weil ein gewisser Teil sich eh nicht um klassisch festgeschriebene Gesetze sowie Bestimmungen oder gar ungeschriebene Gesellschaftskonventionen schert, sollte also gänzlich auf Verbote bzw. regulierende Bestimmungen/Gesetze verzichtet werden?
                Damit würde einfach nur bequemstmöglich vor der durchgeführten Ungesetzlichkeit kapituliert, so dass sich, wie bei so vielen anderen Gelegenheiten, auch einfach eine gesellschaftliche Toleranz etablieren kann, die dann wiederum letztlich zur Legitimierung gewandelt benutzt wird! 🤷‍♂️

                "Verhindert halt nur rein gar nix."
                Und wie sollte dazu eine unabdingbar zwingend benötigte Lösung aussehen?

      • Tobias sagt:

        Dann stellt man noch ein "Knopfloch & Kugelschreiber Kamera Verbotszone" Schild auf und auch dieses Problem ist gelöst.

      • Steter Tropfen sagt:

        Es geht um eine Durchsetzung des bestehenden Verbots von Kameras, die als „Alltagsgegenstände" getarnt sind. Brille = Alltagsgegenstand. Stirnkamera ≠ Alltagsgegenstand. Heimlich kann man damit nicht filmen und alles ist gut.

  7. xx sagt:

    Sinnlose Verbote die sich nicht durchsetzen lassen.
    Aber Hauptsache jemand hat hier etwas geregelt.

    • Schnicke sagt:

      Ein Verkaufsverbot lässt sich schon umsetzen. Sicher, ein paar Leute werden sich so ein Ding im EU-Ausland besorgen. Aber weil das von ein paar umgangen wird dann lieber ohne Verbot laufen lassen, oder wie?

      • R.S. sagt:

        Es ist ja nicht nur ein Verkaufsverbot im Gespräch, sondern auch ein Besitzverbot.
        Wenn das so kommt und jemand mit so einem Teil erwischt wird, dem wird das Teil eben beschlagnahmt und er bekommt ein Bussgeld.

        • Schnicke sagt:

          Noch besser, danke für die Info.
          Die jüngeren Generationen werden von den Tech-Bros schon genug dazu erzogen, die eigene Privatsphäre zu missachten. Das muss nicht noch auf Unbeteiligte ausgeweitet werden.

        • xx sagt:

          manche Dinge hören sich in der Theorie besser an..

          Also muss ich wenn ich in Zukunft eine massivere Brille tragen will, einen Polizisten nachweisen, dass diese keine Kamera hat? Wie?

          Aber wenn ich mir einen Unitree Roboter kaufe, der neben mir her geht.. das ist dann ok?

          Wo ist hier die Grenze? Eine Rückfahrkamera im Auto ist OK? die kann auch aufzeichnen.

          Wie gesagt sinnlos.
          Ich bin keines wegs ein Freund von dieser Art von Technik. Aber ich finde, Verbote die nicht sinnvoll umsetzbar sind.. sind sinnlos.

          • Schnicke sagt:

            Der Unterschied zum Roboter ist, dass den jeder sehen kann. Wenn der mir in den Ausschnitt, unter den Rock oder sonstwohin in sonstwas für Situationen filmen will, bekomme ich das mit. Eine Rückfahrkamera filmt mich auch nicht in der Umkleide oder beim Baden.
            Die Grenze ist da, wo man das Filmen nicht mitbekommt. Ich gehöre aufgrund meines Alters wohl eher nicht mehr zur Zielgruppe von solchen Heimlich-Filmern, aber vor 20 Jahren hätten mir diese Dinger ein sehr ungutes Gefühl bereitet.

            • Luzifer sagt:

              Und wenn dir der Brillenträger unter den Rock linst bekommst du das nicht mit? Ausschnitt ja das wäre unbemerkt möglich… mit jeder anderen Cam aber ebenso. Mit ner richtigen Cam und Teleobjektiv sogar garantiert unbemerkt.

              Bei der Altersgruppe wäre ich Vorsichtig… ich habe schon viele Fetische gesehen ;-p

              • Schnicke sagt:

                Brille "versehentlich fallen gelassen", Vorhang von Umkleide "versehentlich" zur Seite geschoben, Brille "unauffällig" und lässig an der Seite in der Hand halten und und und. Geht mit Smartphone auch, ist aber deutlich auffälliger. Als Frau achtet man schon auf sowas. Macht halt keinen Spaß, ständig in Halbachtstellung zu sein, dann auch noch wegen Brillen.
                Joa, ich trage eh keine Röcke mehr, macht's aber nicht wirklich besser.

  8. Sprühsahne sagt:

    Das Thema hat Dashcam-Potenzial.

  9. Roli sagt:

    Gibt da schon so Ansätze um solche Brillen erkennbar zu machen.
    https://github.com/yjeanrenaud/yj_nearbyglasses

    (ich habs nicht getestet, kann also zur Funktion nichts sagen).

  10. DLRGiker sagt:

    Ich bin Schwimmmeister und erwische regelmäßig "Personen" mit diesen Brillen. Ganz schlimm ist es in der Sauna.
    So gut wie immer werden Frauen gefilmt, natürlich nackt oder oben ohne. Oftmals auch auf der Toilette.
    Auch werden Kameras in Frauentoiletten oft unter dem WC-Sitz montiert, um eine gute Aussicht zu erhalten.
    Diese Kameras sind die Pest. Leider sind die Strafen lächerlich.

    • Daniel sagt:

      Wenn da mal eine Brille "aus Versehen" ins Becken fällt hätte sich das Thema doch auch erledigt. Kann doch mal passieren.

      • DLRGiker sagt:

        Tja, da wäre dann das Thema mit Schadensersatz, Abmahnung usw.
        Nur Ärger für das Bäderpersonal. Und dann wundern sich die Leute, dass das keiner mehr machen will.
        !!!Eine Bitte an euch: WENN IHR SO ETWAS BEOBACHTET -> UMGEHEND BEIM BÄDERPERSONAL MELDEN!

      • peter0815 sagt:

        Dagegen hilft nur ganz fest auf den Ausschaltknopf in der Mitte zu drücken.

        Solange das Nasenbein danach gebrochen ist setzt sich keiner mehr 50-100g darauf. Soviel ist sicher ;)

    • R.S. sagt:

      Diesen Leuten muss man Hausverbot erteilen!
      So etwas geht gar nicht.
      Und für ein Hausverbot braucht es kein Gesetz, da gilt Hausrecht.

      Oder man macht es wie in einigen Schwimmbädern:
      Zu bestimmten Uhrzeiten ist der Zutritt nur für Frauen gestattet, zu anderen Uhrzeiten nur für Männer.
      Es gibt in einigen Städten sogar nach Geschlechtern getrennte Schwimmbäder.

    • peter0815 sagt:

      Öffentliche Schwimmbäder werden da künftig noch das kleinste Problem sein.

      Künftig werden die Gaffer nicht nur selbst gaffen oder zumindest langsamer Fahren müssen, damit sie es mit dem Smartphone in die große weite Welt übertragen können. Man wird künftig keinen weltweiten Blutstropfen oder Streit mehr live im Internet Dank dieser Innovation mehr verpassen können.

      Die eigentliche Grundidee hinter den Displays in den Brillen und der AI dazwischen zu den Kameras ist doch eh, dass man künftig wie vor den Neanderthalern alle und jeden auch wieder nackt sehen kann. Oder?

      Sollten wir deshalb nicht besser die Kleidung wieder verbieten lassen? Bringen eh nichts mehr gegen Smartglasses der übernächsten Generation.

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