Microsoft "Buy-out": 9.000 Mitarbeiter sollen gehen, der "KI-Druck" nimmt zu

Microsoft will sich von "altgedienten" Mitarbeitern trennen und diesen vor einigen Stunden ein "Angebot, was sie nicht ablehnen können" per Mail gemacht. Es gibt eine Abfindung, wenn die Leute die "Koffer packen" und gehen – Stellenabbau in "modern". Microsoft soll in ein AI-Unternehmen umgebaut werden, ist zumindest mein Eindruck.

Abfindungsangebote für ca. 9.000 Mitarbeiter

Es ist eine Novität in der 50 jährigen Firmengeschichte von Microsoft, die mir vor wenigen Stunden auf X begegnet ist. Es heißt, dass 9.000 Microsoft-Mitarbeiter zum 23. April 2026 per E-Mail ein Abfindungsangebot erhalten hätten, um "in Ruhestand" zu gehen.

Microsoft-Abfindungen

In einem intern verschickten Memo wurde laut Techcrunch altgedienten Mitarbeitern ein "einmaliges" Abfindungsangebot gemacht. Microsofts Personalchefin Amy Coleman soll es so formuliert haben: "Viele dieser Mitarbeiter haben Jahre, in einigen Fällen sogar Jahrzehnte damit verbracht, Microsoft zu dem zu machen, was es heute ist. Für diejenigen, die vielleicht über ihren nächsten Lebensabschnitt nachdenken, bieten wir ein einmaliges freiwilliges Vorruhestandsprogramm an."

US-Mitarbeiter, deren Gesamtdienstjahre zusammen mit ihrem Alter den Wert 70 erreichen oder darüber liegen, haben Anspruch auf den freiwilligen Ruhestand,. Laut Coleman werde dies eine "großzügige Unterstützung durch das Unternehmen" beinhalten. Die Abfindungsangebote sollen Berichten zufolge 7 % der Belegschaft in den USA betreffen, was etwa 8.750 Mitarbeitern entspricht. Laut diesem Artikel sollen Betroffene am 7. Mai 2026 die Details erfahren. Das Unternehmen trennt im Rahmen des jährlichen Vergütungsprozesses zudem Aktienprämien von Barprämien, wodurch Führungskräfte mehr Spielraum erhalten, leistungsstarke Mitarbeiter zu vergüten, heißt es.

Ob das der Start für eine größere Entlassungswelle ist (siehe Gerücht: Microsoft plant Anfang 2026 bis zu 22.000 Entlassungen), bleibt derzeit unklar. Microsoft möchte auf jeden Fall einen Teil der Belegschaft loswerden und zielt vor allem auf langjährigen und damit meist erfahrene Mitarbeiter. Man strebt, meinem Eindruck nach, eine Verjüngung der Mitarbeiter an, die mehr Begeisterung von AI-Slop zeigen.

Abwanderung bei Führungskräften

In den letzten Wochen und Monaten sind ja einige ältere Führungskräfte gegangen. The Verge hat es in diesem Artikel angesprochen. Laut The Verge "scheint es", dass 2026 noch keine Woche vergangen ist, ohne dass ein leitender Microsoft-Manager das Unternehmen verlassen hat. Manche Abgänge haben tiefgreifende Umstrukturierungen in den größten Geschäftsbereichen von Microsoft ausgelöst. Oder erfahrene Mitarbeiter wurden durch neue Gesichter ersetzt. Fluktuation bei Führungskräften ist auch bei Microsoft nichts Neues. Aber The Verge erscheint das Tempo der Abgänge in 2026 bemerkenswert. Das Medium mutmaßt, dass Microsoft Schwierigkeiten habe, Talente zu halten.

Vibe Work in Office, Trennung von OpenAI?

Im Oktober 2025 hatte ich im Beitrag Vibe Coding war gestern, Microsoft macht "Vibe working" in Office über Neuerungen in Office berichtet. Microsoft kündige an, dass man seinen Office-Nutzern KI-Agenten bereitstellen will.

Microsoft Vibe Working in Office

Gestern ist mir obiger Tweet untergekommen, in dem Satya Nadella Neuerungen bei Copilot ankündigt. Der Agent-Modus ist nun allgemein verfügbar und wird standardmäßig in Copilot in Word, Excel und PowerPoint aktiviert. Nutzer sollen einem Agenten Zugriff auf die Arbeitsfläche einer Anwendung geben, so dass dieser die Auswertung durch eine einzige Eingabeaufforderung vornehmen könne. Diese "Segnungen" werden in diesem Beitrag näher beschrieben. Um so etwas umzusetzen, braucht es "frische Köpfe", die da begeistert drauf hüpfen.

Abseits dessen scheint sich auch eine Art Bruch zwischen Microsoft und OpenAI abzuzeichnen. Windows Central hat in diesem Artikel aus einem internen OpenAI-Memo zitiert, wo Unzufriedenheit heraussticht. "Unsere Partnerschaft mit Microsoft war entscheidend für unseren Erfolg. Aber sie hat uns auch daran gehindert, auf die Bedürfnisse der Unternehmen einzugehen, wo sie gerade stehen." wird die heftige Kritik von OpenAI an Microsoft aufgegriffen. Und Microsoft geht derzeit daran, sich aus den Abhängigkeiten von OpenAI zu lösen. Einmal kommen Modelle von Anthropic zum Einsatz. Und Microsoft will Copilot langfristig mit eigenen LLMs ausstatten. Dürfte also derzeit kein besonders gutes Arbeitsklima bei Microsoft herrschen, wenn man dort nicht zu den AI-Stars zählt.

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