Noch ein kleiner Infosplitter für Software-Entwickler unter der Leserschaft. Die Organisation Software Feedom Conservacy (SFC) fordert in diesem Aufruf alle FOSS-Entwickler auf, ihren Code nicht mehr auf GitHub zu hosten. Durch effektives Marketing hat Microsoft Entwickler von Free and Open Source Software (FOSS) davon überzeugt, dass GitHub der beste (und sogar einzige) Ort für die Entwicklung von FOSS ist. Als proprietäres Tool mit Geschäftsgeheimnis sei GitHub jedoch das genaue Gegenteil von FOSS. Indem Entwickler weiter auf GitHub bleiben, bringen etablierte FOSS-Gemeinschaften Neulinge auf diese proprietäre Plattform – und vergrößern damit die Reichweite von GitHub und schränken die Vorstellungskraft der nächsten Generation von FOSS-Entwicklern ein. Etwas ähnliches gab es schon mal mit SourceForge. Die Kollegen von Golem haben einen Artikel zum Thema verfasst – und auch bei Dr. Windows wird das hier angesprochen.
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Tippfehler: Freedom
Ja, gleich 2x.
"Feedom" erinnert ein wenig an sie SM-Spielart "Findom" 😮
Sie haben den mMn wichtigeren (dringenderen?) Aspekt ausgelassen, Herr Born:
Microsoft trainiert eine AI zur Codeherstellung (u.A.) mit den Github Sourcen (siehe den Abschnitt "Viele offenen Fragen zu Copilot" bei Golem).
Zumindest teilweise könnte das gegen die Lizenzbestimmungen der jeweiligen OSS verstossen – noch eher dann, wenn "Copilot" kommerziellen Code erstellt.
Copilot selbst ist meiner Meinung nach gedeckt. Aber Programme, die von Copilot erzeugt werden, haben keine gültige Lizenz und verletzen meine Urheberrechte als Autor, der GPL-Software auf Github hat.
GPL-Software kann übrigens jeder auf Github hochladen, nicht nur der Autor. Von daher kann man nicht von einer automatischen Einwilligung ausgehen. Viele Projekte, die ihre eigenen Repositories haben, sind auf Github als Mirror verfügbar.
Auch zu beachten ist, daß die SFC und andere Organisationen seit Jahren bei Github fragen, wie das lizenzrechtlich gedacht ist, aber keine Antworten kriegen.
Interessant: Amazon hat zeitgleich auch so etwas gemacht, aber viel weniger Presse gekriegt. Der Code Whisperer von Amazon gibt im Unterschied zum Copilot von Github bei jedem erzeugen Codeschnipsel die Quelle und die Lizenz an, damit der Programmierer das ordentlich zuordnen kann.
Hier sieht man diesen Reference Tracker im letzten Screenshot:
https://aws.amazon.com/blogs/machine-learning/introducing-amazon-codewhisperer-the-ml-powered-coding-companion/
Wahrscheinlich ist die KI von Amazon eh viel besser. Man muß nur mal Cortana mit Alexa vergleichen.
Copilot selbst ist meiner Meinung nach gedeckt. Aber Programme, die von Copilot erzeugt werden, haben keine gültige Lizenz und verletzen meine Urheberrechte als Autor, der GPL-Software auf Github hat.
GPL-Software kann übrigens jeder auf Github hochladen, nicht nur der Autor. Von daher kann man nicht von einer automatischen Einwilligung ausgehen. Viele Projekte, die ihre eigenen Repositories haben, sind auf Github als Mirror verfügbar.
Auch zu beachten ist, daß die SFC und andere Organisationen seit Jahren bei Github fragen, wie das lizenzrechtlich gedacht ist, aber keine Antworten kriegen.
Interessant: Amazon hat zeitgleich auch so etwas gemacht, aber viel weniger Presse gekriegt. Der Code Whisperer von Amazon gibt im Unterschied zum Copilot von Github bei jedem erzeugen Codeschnipsel die Quelle und die Lizenz an, damit der Programmierer das ordentlich zuordnen kann.
Hier sieht man das im letzten Screenshot:
https://aws.amazon.com/blogs/machine-learning/introducing-amazon-codewhisperer-the-ml-powered-coding-companion/
Wahrscheinlich ist die KI von Amazon eh viel besser. Man muß nur mal Cortana mit Alexa vergleichen.
Irgendwie sind deine Antworten im Moderationsbereich gelandet – wohl wegen des Links – habe das jetzt bereinigt und den ersten Post als Kommentar freigegeben.
Ich habe es auch gemerkt, aber war nicht sicher. Danke!
Das hat gar nichts mit Microsoft zu tun. Github war schon immer schlecht und hat die zentrale Idee von Git, nämlich Dezentralität, ad absurdum geführt.
Das wundert mich nicht. Das ist eben die Salamitaktik der GAFAM. Gutmütige Menschen, in diesem Fall Entwickler und Programmierer, auf eine angeblich freie Plattform zu ködern, diese zu verriegeln, und sich dann die Rechte über die frei entwickelte Anwendungen zu sichern. Das nenne ich wie beim Schach: en passant. Und die gutmütigen Menschen gehen dann mit ein paar Peanuts oder sogar gar nichts nach Hause.
Damals nach Bekanntgabe der anstehenden Übernahme bereits alle github Accounts gelöscht… keine Träne danach verweint.
ich hatte die mal finanziell unterstützt bis sie plötzlich sagten sie haben "Sage Sharpe" eingestellt die sich davor noch "Sarah Sharp" nannte. Wie sie eigentlich heisst wissen wir nicht. Die hat im Linux Projekt soviel zerbrochen das ich keine Fragen mehr habe.