World Backup-Day: BSI ruft zur Datensicherung auf; Wiederherstellung von Identitäten

AmazonAm heutigen 31. März ist wieder "World Backup-Day", an dem auf die Bedeutung von Datensicherungen hingewiesen werden soll. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erinnert an dieses wichtige Thema und ruft zur Datensicherung auf. Ein möglicherweise "vergessenes" Thema ist die Sicherung der "Systemkonfigurierung". Und auch die Wiederherstellung von Identitäten  wird zu einem wichtigen Teil der Krisenbewältigung.

Das BSI ruft zur Datensicherung auf

Hintergrund dieses Aufrufs sit, dass laut dem Cybersicherheitsmonitor 2025 nur ein Fünftel der Internetnutzerinnen und -nutzer regelmäßig ein Backup anlegen. Zum World Backup Day am 31. März ruft das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) daher Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, wichtige Daten zu sichern. Dabei ist eine Datensicherung keine komplizierte Maßnahme: Die meisten Betriebssysteme führen Anwenderinnen und Anwender durch den Prozess.

"Ob Familienfotos, Kontakte oder Dokumente – auf unseren Computern, Smartphones und Tablets sind unzählige wichtige Daten gespeichert. Erleidet das Gerät einen technischen Defekt, gehen diese jedoch verloren. Dasselbe kann im Falle eines Cyberangriffs oder durch menschliche Fehler der Nutzenden geschehen. Daher lohnt es sich, die Daten mithilfe eines Backups zu sichern." meint Marie Menke, Expertin für Verbraucherschutz beim BSI.

Ein Backup kann sowohl in der Cloud als auch auf einem physischen Speichermedium, beispielsweise einer externen Festplatte, erfolgen, schreibt das BSI. Um den Cloud-Anbieter auf Seriosität zu überprüfen, reicht oft schon eine einfache Recherche per Suchmaschine, glaubt das BSI.

Wer sich für ein physisches Speichermedium entscheidet, sollte dieses an einem anderen Ort aufbewahren als z. B. dem Computer, dessen Daten gesichert werden sollen. So ist für Ernstfälle wie Einbruch oder Brand vorgesorgt, schreibt das BSI. Man hat daher das Dokument Anleitungen zur Erstellung einer Sicherheitskopie mit weiteren Informationen für verschiedene Geräte und Betriebssysteme zusammengestellt und veröffentlicht.

Persönlich bin ich bezüglich obiger Hinweise doch etwas gezwittert. Es wäre gut, wenn mehr Leute ein Backup anlegen würden. Andererseits nervt es mich, dass Google-Apps unter Android ständig meine Fotos in der Cloud ablegen wollen. Ich habe die Fotos-App dagegen durch eine Open Source-Variante ersetzt und sichere Fotos lokal auf Festplatten. Andererseits stelle ich beim Umzug von Android-Geräten immer wieder fest, was dann doch nicht gesichert und manuell umkopiert werden muss. Wie haltet ihr das mit "diesem Backup"?

Auch die Konfiguration sichern nicht vergessen

Rob Edmondson, Principal Technologist, Microsoft 365 von CoreView weist noch auf ein anderes Problem bzw. einen möglicherweise "blinden Fleck" hin: Unternehmen sichern ihre Daten, vergessen möglicherweise dabei aber systematisch ihre Konfigurationen in das Backup einzubeziehen. Besonders dramatisch sei das in Microsoft-365-Umgebungen, die heute das operative Rückgrat der meisten Unternehmen bilden, schreibt Edmondson.

Microsoft 365 umfasst mehr als 10.000 individuelle Konfigurationselemente. Jede davon kann zudem Varianten aufweisen. So verfügt eine größere Microsoft-365-Umgebung schnell über 100.000 einzigartige Konfigurationen. Eine manuelle Wiederherstellung ist in der Praxis kaum leistbar.

Wer hier im Krisenfall nur seine Daten parat hat, steht trotzdem vor einem Scherbenhaufen. Man kann sich den Tenant wie ein Glas Wasser vorstellen: die Daten sind das Wasser, die Konfigurationen das Glas. Nur wenn dieses (noch oder wieder) vorhanden ist und keine Risse hat, kann es das Wasser sicher bewahren.

Jeder zweite IT-Verantwortliche geht laut CoreView fälschlicherweise davon aus, dass Microsoft Backups der M365-Tenant-Konfigurationen erstellt – oder ihr Backup-Anbieter. Diese sichern jedoch in aller Regel nur die Daten, jedoch keine Konfigurationen. Dieser Unterschied ist keine Kleinigkeit. Vielmehr handelt es sich um ein strukturelles Missverständnis, das im Ernstfall ganze Betriebe lahmlegen kann.

Was sind Tenant-Konfigurationen überhaupt? Es sind die Einstellungen, die festlegen, wer auf was zugreifen darf, welche Sicherheitsrichtlinien gelten, wie Conditional-Access-Regeln und Multi-Faktor-Authentifizierung konfiguriert sind, wie DLP-Policies greifen und wie Applikationsberechtigungen vergeben wurden. Kurz: Tenant-Konfigurationen sind das Nervensystem einer M365-Umgebung. Fällt es aus, funktioniert nichts mehr, auch nicht die sorgfältig gesicherten Daten.

Konfigurationen sind außerdem ein bevorzugtes Angriffsziel. Microsoft selbst hat in seinem Digital Defense Report 2024 allein für den Monat Mai rund 176.000 Fälle von gezielten Manipulationen von Systemeinstellungen dokumentiert. Angreifer deaktivieren Audit-Logs, lockern Zugriffsregeln oder unterwandern DLP-Richtlinien. Wer keine Konfigurations-Backups hat, bemerkt solche Manipulationen oft erst dann, wenn es zu spät ist. IT-Verantwortliche stehen dann vor der Aufgabe, Tausende von Einstellungen manuell zu rekonstruieren.

Backup bedeutet im Jahr 2026 nicht mehr nur Datensicherung. Es bedeutet auch, die gesamte Betriebsumgebung – inklusive aller Konfigurationen – widerstandsfähig und wiederherstellbar zu halten.

Wiederherstellung von Identitäten zur Krisenbewältigung

Der größte GAU in der IT ist der Fall, dass Daten plötzlich weg sind. Und es gibt eine immer größere Wahrscheinlichkeit, dass jede Organisation das nächste  Ziel eines Cyberangriffs sein kann, bei der Daten verschlüsselt oder gelöscht werden. Gut, wenn Backups vorhanden und nicht manipuliert sind.

Ein Backup ist aber dann nutzlos, wenn damit keine Wiederherstellung möglich ist. Angesichts von Cyberbedrohungen, die sich durch den zunehmenden Einsatz von KI laufend weiterentwickeln, müssen Unternehmen eine saubere Recovery-Umgebung schaffen, mit der sie kritische Systeme schnell, sicher und außerhalb der Kontrolle von Angreifern wiederherstellen können. Darauf weist Sean Deuby, Principal Technologist bei  Semperis hin.

Backup-Strategien von gestern passen nicht mehr zu den verteilten Umgebungen von heute. Wer hochgradig widerstandsfähig sein will, muss Backup und Recovery als untrennbare Einheit denken.

Wiederherstellungsstrategien müssen vor allem die zugrunde liegende Infrastruktur, die das Funktionieren des Unternehmens ermöglicht, berücksichtigen. Allen voran  sind dies Identitätssysteme, die für den Zugriff, die Kontrolle und das Vertrauen in der gesamten Organisation von zentraler Bedeutung sind.

Die Wiederherstellung von Identitäten wird zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Krisenbewältigung. Denn wenn Identitäten verloren gehen oder nicht verifiziert werden können, beeinträchtigt die daraus resultierende Störung nicht nur die technische Wiederherstellung, sondern erschwert auch zusätzlich die Kommunikation, Koordination und Entscheidungsfindung. Da Unternehmen nach einer Kompromittierung darauf angewiesen sind, Identitätssystemen weiterhin vertrauen zu können, unterscheidet sich deren Wiederherstellung von anderen Workloads.

Unternehmen sollten einen stärker integrierten Ansatz in Betracht ziehen, der die Kompromittierung von Identitätssystemen (wie Active Directory, Entra ID, Okta, Ping Identity) als Teil der Wiederherstellung berücksichtigt. Dies ist entscheidend, um ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken, Störungen zu reduzieren und sich im Falle eines Angriffs effektiver zu erholen.

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57 Kommentare zu World Backup-Day: BSI ruft zur Datensicherung auf; Wiederherstellung von Identitäten

  1. User sagt:

    Und wie Sichere ich die Konfigurationen von Microsoft 365?
    Welche möglichkeiten bietet Microsoft dazu, kennt sich da jemand aus?

    • Phadda sagt:

      Gibt etliche Anbieter Onprem/SaaS, welche via API/Graph sichern können, was MS für eine Sicherung vorgesehen hat. Beispiel mit Keepit, kommt aus Dänemark, betreibt somit DSGVO konform ohne Nutzung von Hyperscalern und sichert alles zB in FFM RZ. Natürlicht gibt es auch Hyperscale basierte Dienste wie Quest oder AvePoint.
      Lokale Lösungen gibt es auch wie Veeam oder ähnliche Anbieter.

      • Henry Barson sagt:

        Er meinte wohl eher, in welchem der etlichen Admin-Portale er einfach "die" XML-Datei herunterladen kann, aber das scheint es wohl nicht zu geben, wenn als Antwort nur irgendwelche Drittanbieter-Problemverlagerungs-Vorschläge angeführt werden.

        • MaxM sagt:

          Es gibt eine MS-eigene Backup-Lösung:
          *ttps://office365itpros.com/2026/03/11/microsoft-365-backup-file-restore/

          Diese ist aber unserer praktischen Erfahrung weniger umfangreich und doppelt so teuer wie die Lösungen von Drittanbieter.

          Ich werfe noch Commvault-Cloud-Backup für MS365 in den Ring, mit deren Lösung wir selbst arbeiten, allerdings nicht 100%ig davon überzeugt sind :-(

        • Phadda sagt:

          Selbst dokumentieren in welcher Form auch immer oder 3rd Party Tools wie "Microsoft365DSC". Von MS selbst gibt es kein "M365 Tenant Dump" Funktion, imho.
          Nur bringt so ein KonfigDump nichts, wenn die ganzen Bindungen mit Identitäten aus dem Entra ID verknüpft sind, daher musst das Entra ID auch mit sichern, in welcher Art und Weise auch immer.

          • Henry Barson sagt:

            Deshalb schrieb ich auch von den etlichen Admin-Portalen. Ein großer Haufen Fäkalien und alle paar Jahre wird wieder noch ein Kuhfladen drangeflanscht.
            Selbst einen DC kann man nicht mehr einfach nur mit Kopien oder Snapshots sichern, wenn man den Systemstatus nicht mitsichert … ach wie schön und einfach waren doch die Zeiten, als ntdsutil auf ntds.dit gereicht hat.

            Wie will man bei diesen MS-internen und/oder auch 3rd-Party-Problemverlagerern eigentlich eine Testwiederherstellung durchführen, ob das was da gesichert wurde auch Sinn ergibt und konsistent ist, wird da ein ein neuer Tenant inkl. aller DNS-Einträge erstellt, oder wie muss man sich das vorstellen?
            Bei VMs einfach in einer abgekapselten Umgebung zu sagen, ja fährt hoch, das reicht – ist für mich ebenso unbefriedigend.

            • Phadda sagt:

              Mit Microsoft365DSC kannst sowas automatisieren. Gibt auch Firmen die machen das "Permanent" um auch zu sehen was MS da undokumentiert ändert :D Azure Tenants hochziehen/löschen kannst dann auch automatisieren. Das es Ausmaße annimmt ist auch klar. Ein Disaster Recovery macht jeder mal durch und das kontinuierlich, oder besser wäre es mal zu machen :D

              • MaxM sagt:

                Danke für den Hinweis.
                *ttps://microsoft365dsc.com/ scheint aber nur der "Configuration-Dokumentation" zu dienen.

                Von der Möglichkeit eines Restore (teilweise, komplett) lese ich dort (leider) nichts.

                • Phadda sagt:

                  Hier ein Link für Tenant Clone "*ttps://www.youtube.com/watch?v=jNJuGyX7WzE" und es ist kein klassisches "Restore" zu finden "*ttps://microsoft365dsc.com/user-guide/get-started/deploying-configurations/#deploying-the-configuration", evtl. hilft das weiter.

              • MaxM sagt:

                @Phadda: Danke für die untenstehenden Links zu Microsoft365DSC – sehr interessant.

                Zum Clonen in einen Testtenant scheint das eine gute Lösung zu sein – die Kommentare zeigen jedoch eine gewisse Vernachlässigung der Dokumentation bzw. von neuen Features z.B. des im Video erwähnten Dependency-Managers (wegen zuerst User, dann Gruppen clonen).

                IMHO ist das komplette (!) Backup/Restore eines Tenants (wegen der Vielzahl der Objekte, der gegenseitigen Abhängigkeiten, der teilweise nicht vorhandenen API-Möglichkeiten …) eine "Mission impossible". Da sollte man auch keine Wunderlösungen von Drittanbieter erwarten.

            • MaxM sagt:

              zu "Testwiederherstellung".
              Das Restore ist nur im eigenen Tenant möglich – und die Erfahrung – in diesem Fall mit Commvault Backup for AzureAD – zeigt, dass die Attribute der Backup-Objekte unvollständig sind, Änderungen nicht erkannt werden und somit ein konsistenter Restore – dazu noch von voneinander abhängigen Objekte – praktisch nicht funktioniert :-(

          • Froschkönig sagt:

            Die M365 Landschaft und deren Backup/Restore-Prozess selbst dokuemntieren ist gut. Aber das sollte dann nicht gerade in Sharepoint-Online passieren… Musste letztens meine Kollegen fragen, ob das ein sinnvoller Ansatz ist…

    • JanM sagt:

      Ein Backup "der M365 Konfiguration(en)" ist gerade in Preview: https://learn.microsoft.com/en-us/entra/backup/overview

  2. Anonym sagt:

    Ich mag vielleicht eher die Ausnahme sein aber ich mache keine Backups und stehe offen dazu.
    Als mal was "wirklich" "wichtiges" weg war, war es nur mehr Arbeit wieder daran zu kommen und erst Jahre später habe ich es dann mal gebraucht.
    Und wie oft wurde schon zu Analogzeiten Fotos gemacht und dann ein paar mal für einen Diaabend wieder heraus geholt und seit wie viel Jahren verstauben diese Bilder jetzt irgendwo?
    Sind Backups wirklich so wichtig oder machen wir uns dadurch noch abhängiger von dieser ganzen Technik?
    Ich weiß ein kezerischer Gedanke auf einem EDV Blog.
    P.S: Ich rede als Privatperson und nicht jemand von Firma X, da sind Backups wichtig!

    • Günter Born sagt:

      Kann man als Individuum so sehen und halten. Das Problem sind die Leute, die sich keine Gedanken machen. Wenn es der Teufel will, könnten die SSD, wo die Fotos meiner letzten Jahre gespeichert sind, die Grätsche machen. Und dann fällt das Backup auf dem Foto-Ordner der zweiten SSD auch noch aus, und die zwei Festplatten mit weiteren Sicherungen sterben auch. Dann wäre mein digitales Foto-Leben im digitalen Nirvana. Aus dem Fundus bediene ich mich immer wieder für meinen diversen Blogs …

      Gerade musste ich leider feststellen, dass der neue Besitzer von borncity.com, trotz Zusage, offenbar das Backup des Blogs hier nicht geklärt hat (Du kannst nicht genug aufpassen). Hab den Leuten, als das vorige Woche bei einer Frage in anderem Zusammenhang, offensichtlich wurde, diese Klärung in die Agenda geschrieben, warte aber noch auf Antwort. Ich versuche jetzt selbst eine Notsicherung, die schon seit fast 3 Stunden läuft. Auf meinen eigenen Webservern erzeuge ich in bestimmten Abständen Backups (war früher in 5-10 Minuten erledigt), damit bei einer Katastrophe nicht alles weg ist. Solche Zustände sind imho leider das Normal bei manchen Instanzen.

      • M.D. sagt:

        Wobei SSDs ja nicht zur Langzeitarchivierung empfohlen werden. Wenn man die mal zwei bis drei Jahre in einer Schublade vergisst, ist die Gefahr ziemlich groß, dass die Daten in nicht unerheblichem Maße nicht mehr lesbar sind, weil viele Zellen die Spannung nicht gehalten haben. Wenn man SSDs zur Archivierung zweckentfremdet, muss man sie regelmäßig an Strom hängen, damit das nicht passiert.

        Festplatten sind (waren?) da unempfindlicher. Wobei ich da auch gerade ein verlässliches Modell suche. Bevorzugt etwas im 2.5"-Format. Leider gibt es da wohl nur noch Platten mit SMR-Aufzeichnung, die auch bei nicht-24/7-Verwendung (es gibt tatsächlich Leute, die sowas in ein NAS einbauen, rund um die Uhr betreiben und sich über Ausfälle und andere Probleme wundern …) nach zwei bis drei Jahren ausfallen.

        Das verlässlichste Backup- und Archiv-Medium ist wohl immer noch das Tape, für den privaten Bereich aber leider *viel* zu teuer.

        • Dan sagt:

          WD Black gibt es auch als 2,5" noch mit CMR. Privät wären auch M-Discs eine Alternative, zur Archivierung.

        • Anonym sagt:

          Ich kenne jemanden, der fällt unter die Kategorie DAU. Der versteht den Unterschied zwischen einer HDD und SSD nicht, selbst wenn man ihm beide geöffnet zeigt.
          Dann gab es letztens das große Gejammer weil 2TB an Bildern weg waren. "Die waren doch gut gesichert", auf einer SSD und ohne zweite Sicherung.
          Da hilft auch so ein Weltsicherungstag nicht und da wird der sicherlich keine Ausnahme sein.

    • Anonym sagt:

      Weg ist weg. Woher soll ich jetzt schon wissen, was ich irgendwann mal aus der Konserve holen möchte, ich fotografiere seit 1999 digital…? Meine gebrechlichen Ü80-Eltern machen sich selbst regelmäßig einen "Diaabend" am Computer, um sich die (teilweise gescannten) Bilder ihrer Reisen anzuschauen. Von meiner jetzigen Perspektive auch noch kein abendfüllendes Programm ;)

      Gar nicht mal so selten werden statt eines Backups ja auch Daten auf ein neues, größeres Medium gezogen, um den aktuellen und kommenden Daten/Bildern Platz zu bieten. Und schon hat man sowas wie ein Backup in Form der alten Festplatte, das man dann nur noch finden muss, falls man es doch mal braucht… Und das dann hoffentlich keine SSD war ;)

      • mw sagt:

        Die 100 Jahre alten Bilder im Album meiner Großeltern sind immer noch sehr gut zu betrachten. Ggf. mal nachfixieren, um den Silberschleier zu entfernen. Die Aufgewahrung hat keine großen Anforderungen und die Terabytes an digitalen Bildern heutzutage schaut sich doch keiner mehr an. So erstelle ich 2-3 Alben mit analogen Ausbelichtungen und gut ist. Allerdings sind die im Drogeriemarkt geprinteten Bilder nicht sehr beständig, da braucht es dann doch einen professionellen Anbieter.

  3. Neo sagt:

    Das gute BSI mal wieder :)

    Backup ist ja schön und gut, aber wie siehst mit nem Restore-Test aus? Wie viele der Kommentatoren hier testen dies regelmäßig?

    Zum Thema Android(Foto)Backup:

    FolderSync Pro, synct planmäßig oder manuell entsprechende Ordner zum NAS oder sonstigem Speicher im lokalen Netzwerk.

    Für Android selbst, NeoBackup – in meinem Fall mit Rootzugriff damit man wirklich alles sichern kann.

  4. User sagt:

    Hallo Phadda
    Diese Tools sind mir bekannt, aber diese sichern ja "nur" die Mailboxen, Daten etc.
    Welches Programm sichert auch die Connectoren bei EXO oder die Sharepoint Freigaberichtlinen und weiter Konfigurationen?
    (So verstehe ich den Aufruf von Microsoft)

    • MaxM sagt:

      Für die Tenant-Config (Connectoren, Transport rules, Tenant-Einstellungen …) gibt es von MS (noch) nicht sehr viel. Hier der 1. Ansatz:
      *ttps://office365itpros.com/2026/03/23/entra-id-backup-and-recovery/

  5. KlausB sagt:

    Da ich cloud-less unterwegs bin, ist mein Backup mit allen Programmen und deren Einstellungen und denen von Windows sehr einfach: c'tWIMage. Macht aus C: ein Installationsmedium. Auch praktisch beim Umzug auf anderen Rechner / andere Festplatte. Backup installieren, dann ist alles so wie zuvor.
    Nachteil: Es dauert.
    Meine Dateien stehen auf D:, hier greift ein versionierendes Backup.

    • Froschkönig sagt:

      Umzug auf anderen Rechner? Platte/SSD aus dem alten PC raus, in den neuen PC rein, am MS-Account anmelden, fertig.

      Und Daten hat man nicht auf dem C-Laufwerk, sondern auf einer extra Platte, und das kann auch eine mit rotierenden Scheiben sein, das macht sich in der Performance kaum bemerkbar.

      (Und für den Notfall hat man im Schrank eine fertig geclonte SSD liegen, lässt sich mit Samsung Magician leicht erstellen, wenn das Zielmedium auch eine Samsung SSD ist.)

      • Anonym sagt:

        1. Cloud-less. Also nichts mit Microsoft Konto.
        2. Man kann ein Laufwerk "teilen" dann hat man eine Festplatte mit C und D oder eine zweite Festplatte als Laufwerk D.
        3. Lesen Setzen sechs.

        • Froschkönig sagt:

          Echt??? Boah, man kann partitionieren… (Was habe ich die vielen Jahre immer bloß nur mit fdisk gemacht…)

          Mehrere Partitionen auf einem physischen Laufwerk betrachte ich als Notlösung, wenn kein weiteres Laufwerk einbaubar ist. Das hat nämlich diverse Nachteile.

  6. Ben sagt:

    "Wie haltet ihr das mit "diesem Backup"?"

    Alle Geräte sichern am Abend (bzw. am PC auch bei shutdown) die Daten auf einen zentralen Netzwerkspeicher.
    Bei Tablets & Smartphones werden zudem all Daten älter als X Monate vom Gerät entfernt und außerdem ziehen sich die Geräte neue Date aus entsprechenden Ordnern (wie etwa die aktuellste Keepass-Datenbank).

    Verzögert werden die Daten vom NAS automatisch weiter gesichert:
    Ein 2. NAS zieht sich die Daten vom 1. NAS und speichert diese versioniert.
    Außerdem wird eine Cloud-Sicherung bei einem Anbieter in Deutschland durchgeführt, aber nur mit ausgewählten Daten / Ordnern / Dateitypen.
    Am Wochenende wird zudem auf mehrere externe HDDs in Rotation gesichert (ebenfalls versioniert) und ein Datenträger verbleibt außer Haus. Ist der einzige manuelle Schritt im Bakupkonzept.
    Zudem werden Daten nirgends im Klartext gespeichert.

    Über alle Sicherungsvorgänge gibt es entsprechende Benachrichtigungen per Mail. Via Auto-Filter und Farben kann ich so dann am nächsten Tag schnell und zuverlässig sehen, ob es irgendwo Probleme gab. War alles OK, dann müsste ich X Mails mit grüner Schrift haben.

    • ThBock sagt:

      Am PC mache ich einmal im Monat ein Backup des Systems & der Daten. Auf verschiedene Festplatten + Magenta Cloud. Danach ein dist-upgrade. feddich. Seit 10 Jahren.
      Ich würde maximal 4 Wochen verlieren, das ist für mich OK. Aber nur privat halt.

    • Luzifer sagt:

      besser als nix! Nur ein NAS ist kein Backup! Eine Malware und deine NAS sind genauso futsch wie deine zu sichernde Daten!
      Die Platten inkl. Rotation passen dann (vorrausgesetzt die hängen nicht ständig im System)

      NAS für Hochverfügbarkeit + Platten als Backup… ;-P

      Dann gilt natürlich immer: Kein Backup — kein Mitleid! 365 Tage im Jahr.

      Täglich; wöchentlich, monatlich hängt vom eigenen "Datenbedarf" ab… macht keinen Sinn täglich zu sichern wenn sich wichtige Daten nur wöchentlich/monatlich ändern…

  7. Grimeton sagt:

    Die anderen 36[45] Tage im Jahr ist Kein-Backup-Kein-Mitleid-Tag.

  8. TBR sagt:

    Soweit relativ gut und hoffentlich auch verschlüsselt.
    "Ein 2. NAS zieht sich die Daten vom 1. NAS und speichert diese versioniert."
    Ich würde hier mit extra Jobs arbeiten udn nicht "kopieren".

    Wie sieht es mit Bandsicherungen aus? Cloud-Sicherungen sind relativ, wie lange dauert aus der Cloud ein Restore "Bandbreite"? Immutable Backups auf einem separaten Storage? Wie lange wird ein Restore aller wichtigen Systeme ca. dauern?
    Das sind Fragen, die du für dich beantworten solltest.

  9. Gast sagt:

    "Zeit ist Geld" Ein Backup, auf einem Windows-Client der nur zum "Surfen im Web" genutzt wird und auf dem keinerlei Daten gespeichert sind/werden, ist überflüssig. Eine 25H2 Neu-Installation ist deutlich schneller als ein Backup.

    • Froschkönig sagt:

      Das schreibst du so in deinem jugendlichen Wahnsinn… Die ganze Software richtest du auch innerhalb von Minuten ein? Was ist mit deinen geilomaten Partyurlaubsfotos vom Hotelpool und Screenshots vom gerade explodierenden Endgegner in Level 764 deines Lieblings-Shooters? Was ist mit gekauften Lizenzen, die du nur in beschränkter Anzahl aktivieren kannst, usw.?

  10. Bernd Bachmann sagt:

    Ich habe vor kurzem mein erstes Android-Gerät (Onyx Boox Note) in Betrieb genommen und erstaunt festgestellt, dass dort — anders als bei Apple — anscheinend keine Möglichkeit für ein System-Backup (also Betriebssystem, installierte Applikationen und deren Konfigurationen) vorgesehen ist. Daten-Backup ist kein Problem; mache ich wie gewohnt mittels FreeFileSync zum PC.

    Übersehe ich etwas? Hat jemand einen Tipp?

    • R.S. sagt:

      Das geht afaik nur mit Google-Account auf Google One.
      Da hast du aber nur 15 GB Speicherplatz.

      Das wird für Daten nicht reichen.

      • Bernd Bachmann sagt:

        Danke. Ich bin zwar aktuell Google-frei unterwegs und wollte es eigentlich auch dabei belassen, und Cloud-Backups sind ohnehin nicht mein Fall, aber wenn das tatsächlich die einzige Möglichkeit ist, schaue ich mir das mal an.

        Daten-Backup brauche ich nicht; dafür habe ich eine Lösung. Und ein Full-System-Backup des iPhone, mit ca. fünfmal so vielen installierten Apps, ist etwa 3GB groß; mit 15 GB sollte ich also gut hinkommen.

  11. Tom sagt:

    Für WINDOWS nutze ich "Easeus Todo Backup" in der freien Version, das monatlich ein inkrementelles und alle drei Monate ein komplettes Backup der WINDOWS-NVMe komprimiert auf eine andere im Computer vorhandene HDD schreibt. Reicht (für mich) völlig aus, habe ich bisher nicht einmal nutzen müssen – aber wie heißt es so schön "Besser haben als brauchen!" und mit der dazugehörigen freien ISO von "ETB" im Notfall wieder komplett herstellbar.

    Für LINUX nutze ich TIMESHIFT im alltäglichen Gebrauch und am Jahresende wird mittels RESCUEZILLA das gesamte System komprimiert auf eine externe HDD gesichert und das jeweilig letztjährige Backup davor von der externen HDD gelöscht. Gleiches geschieht mittels RESCUEZILLA für das WINDOWS-System von der NVMe.

    Für allgemeine Daten (Fotos, Dokumente, Musik, Filme, P…romos) werden jeweils zwei externe SSD als auch zwei HDD in einem anderen PC genutzt.

    Nach der "3-2-1-Regel" liegen in der Wohnung meiner Eltern noch diverse (externe)HDD mit 7-ZIP kopiert und passwortgeschützt im Schrank.

    CLOUD: nein danke, kann und darf natürlich jeder handhaben wie er möchte.

    • R.S. sagt:

      Zu "Besser haben als brauchen":
      Brauchen tut man etwas meist, wenn man es nicht hat.
      z.B. der PC stirbt meist, wenn man kein Backup hat.
      Hat man ein Backup, passiert meist nichts.

  12. xx sagt:

    Ein Bekannter von mir hat den Spruch geprägt, den ich immer wieder bei meinen Kunden anbringe.

    Niemand will Backups. Backups kosten nur Geld.
    Jeder will aber eine schnelle vollständige Wiederherstellung.

    Egal wie toll ein Backup aussieht, am Ende geht es nur darum, dass man die Daten welche man braucht, wieder in dem Zeitfenster, das man als akzeptabel erachtet wieder herstellen kann.

    Denn am Ende gilt dann noch der 2. Spruch.. Daten welche nicht gesichert werden, sind per Definition "unwichtig".

    • Carl Breen sagt:

      Der langweiligste Spruch der Welt also? Und obendrein von deinem Bekannten bei Bruce Schneier abgeschrieben und übersetzt.

      Wer kein Backup wollte, hat später auch kein Restore zu wollen.
      So rum wäre es richtig.

      Aber "Computerey" ist ja im Privatumfeld nichts wert und unbezahlte Arbeit.

  13. R.S. sagt:

    In der Firma sichern wir auf LTO-Band.
    Das ist sicher vor Ransomware, wir haben ein mehrstufiges Backupkonzept aus Tagessicherung, Wochensicherung, Monatssicherung und Jahressicherung.
    Die Bänder sind verschlüsselt und werden außer Haus gelagert.
    Und die Bänder sind für eine Langzeitarchivierung geeignet.
    Die garantierte Lesbarkeit von LTO-Bändern liegt bei 30 Jahren.
    Regelmäßig machen wir auch einen Restore-Test.

    Da die Server alle virtualisiert sind, wird mit der Sicherung einer VM auch deren komplette Konfiguration mit gesichert.
    Und die Konfiguration unserer managed Switche, Router, etc. wird bei jeder Konfigurationsänderung in einer externen Datei gesichert und die landet dann beim normalen Backup mit auf dem LTO-Band.
    Für die auf den Clients installierte Software haben wir zentral gespeicherte Installations- und Konfigurationsscripte, die ebenfalls mit gesichert werden.
    Der logische und physische Aufbau des Netzwerkes etc. ist auch entsprechend dokumentiert.
    etc. etc.

    Sollte die Hütte abbrennen, ist die Beschaffung und Installation der Hardware noch das, was am längsten dauert beim Wiederherstellungsprozess.
    Die ganze Software, Konfigurationen etc. ist rel. schnell wieder hergestellt.

    Ich sage immer:
    Wer wichtige Daten hat, hat davon ein aktuelles Backup.
    Wer kein Backup hat, hat per Definition keine wichtigen Daten.
    Die Daten sind demjenigen ohne Backup nicht wichtig genug, um davon ein Backup zu machen.

    • Carl Breen sagt:

      Bei der Bundeswehr sagten wir immer: "Lernen durch Schmerz."

      Ich habe Backups, dennoch ist es mal passiert, das ich die Arbeit von einer Woche verloren habe (ich hatte eine Grippe und einen Fehler gemacht). Die beste Strategie sollte read-only storage besitzen, mehrere Backup-Medien haben und Nutzerfehler unter Fieber inkludieren ;)

      Ich will hoffen ich habe gelernt.

    • robbi sagt:

      Amen.
      So verliert der Pfaffe seine Schäfchen……

      Komisch, mein Bücherregal musste ich noch nie backuppen…….

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