eRechnung: Stand Sept. 2026, Rechnung-Fertig 1.8.0 veröffentlicht

Von der DATEV war kürzlich zu vernehmen, dass viele Firmen in Deutschland bezüglich der eRechnung hinterherhängen. Zum 8. September 2026 hat Martin Pyka die Version 1.8.0 seiner eRechnungs-Anwendung "Rechnung-Fertig" veröffentlicht. Für mich war das Anlass, nochmals die Thematik zusammen zu fassen und einen Überblick zum Stand zu geben.

eRechnung in Deutschland und Frankreich

Zuerst ein kurzer Blick auf das Thema eRechnung und die Verpflichtung für Firmen, solche Rechnungsformate zu unterstützen.

Pflicht zur eRechnung in Deutschland

In Deutschland gibt es seit dem 1.1.2025 eine Verpflichtung für Unternehmen, elektronische Rechnungen im ZUGFeRD- und XRechnung-Format im Business-to-Business-Bereich (B2B) ausstellen zu müssen. Für kleine Firmen gibt es allerdings Übergangsregelungen. Ich hatte die vielen Details, auch für Übergangsfristen, die es zu beachten gibt, im Blog-Beitrag ZUGFeRD und XRechnung: Bestandsaufnahme und Überblick – Teil 1 aufgezeigt.

Seit Anfang 2026 müssen alle Unternehmen eRechnungen, beispielsweise im ZUGFeRD- oder XRechnung-Format entgegen nehmen können. Lösungen, um solche eRechnungen anzeigen zu können, habe ich im Blog-Beitrag Lösungen zum Empfang und Erzeugen von ZUgFeRD-Rechnungen – Teil 2 skizziert. Wie man eine eRechnung prüft (validiert), ist im Beitrag Meine Pleite mit ZUGFeRD-eRechnungen und der Validierung – Teil 4 angerissen.

Fristen eRechnung in Deutschland
Fristen eRechnung in Deutschland; Quelle IHK Darmstadt Rhein Main Neckar

Bei Umsätzen unter 800.000 Euro gilt die Pflicht, eine eRechnung zu erstellen und zu versenden, erst ab dem 1. Januar Jahr 2028. Aber zum 1.1.2027 greift die nächste Stufe der E-Rechnungspflicht für Unternehmen mit Umsätzen über 800.000 Euro.

Frankreich hat eRechnungs-Pflicht seit 1. Sept. 2026

Frankreich hat die Pflicht zur Ausstellung elektronischer Rechnungen (E-Invoicing) im eRechnungs-Format zum 1. September 2026 festgeschrieben.

  • 1. September 2026: Alle in Frankreich umsatzsteuerlich registrierten Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können. Große Unternehmen und mittelgroße Unternehmen (ETI) sind verpflichtet, inländische B2B-Rechnungen elektronisch auszustellen sowie das E-Reporting für B2C- und grenzüberschreitende Umsätze zu bedienen.
  • Ab 1. September 2027: Die Ausstellungspflicht für E-Rechnungen und das E-Reporting werden auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Kleinstunternehmen ausgeweitet.

Ausführliche Informationen und amtliche Hinweise stellt die IHK Südlicher Oberrhein zur Verfügung. Auf X sind mir im August 2026 einige Posts, wie der Nachfolgende, untergekommen, die sich über die eRechnungs-Pflicht in Frankreich echauffieren.

Frankreich-eRechnung

Der Hintergrund ist zwei Sachverhalten geschuldet. Einmal müssen französische Unternehmen ihre eRechnungen über eine zugelassene Plattform übermitteln und empfangen. Da gibt es also Abhängigkeiten. Gleichzeitig erlebt Frankreich seit Frühjahr 2026 sozusagen "eine Kernschmelze", was Hacks von staatlichen Organisationen betrifft. Obiger Tweet greift dies auf, weil es die Befürchtung gibt, dass die Plattformen zur Erfassung der eRechnungen ebenfalls gehackt werden und so die wirtschaftlichen Verbindungen französischer Unternehmen öffentlich werden. Aber zurück zu Deutschland und der eRechnungspflicht.

Deutsche Firmen hinken hinterher

Inzwischen machen sich Branchen-Insider Sorgen, dass viele kleiner Firmen in Deutschland die Umsetzung der eRechnungs-Pflicht verschlafen und bisher keinerlei Vorkehrungen zur Umsetzung getroffen haben. Im Beitrag ZUGFeRD: Viele Firmen unvorbereitet, Rechnung-Fertig 1.6 veröffentlicht hatte ich Anfang Juni 2026 erwähnt, dass es nur noch wenige Monate bis zum 1.1.2027 seien. Dann greift die nächste Stufe der E-Rechnungspflicht, und Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz müssen eRechnungen ausstellen.

  • Aber ein Drittel der Unternehmen hatte bis zum Juni 2026 noch nie eine elektronische Rechnung verschickt.
  • Nur 42 Prozent der Unternehmen versenden bislang regelmäßig E-Rechnungen an Geschäftskunden.

Immerhin haben 25 Prozent der Unternehmen zumindest versucht, eRechnungen zu erstellen und zu verschicken. Im Juli 2026 kam dann eine "Mahnung" der DATEV, die ja für Steuerberater und Unternehmen Software für steuerliche Aspekte anbietet. Laut DATEV Chef Robert Mayr steht "bei einem Großteil insbesondere der kleineren Mittelständler das Thema eRechnung nach wie vor nicht im Fokus". heise hatte dies in diesem Beitrag angesprochen.

Höchste Zeit für die eRechnungs-Umsetzung

Wer sich bisher nicht mit dem Thema auseinander gesetzt hat, für den wird es "höchste Eisenbahn". Als "kleiner Fisch" muss ich persönlich zwar seit dem 1.1.2026 eRechnungen empfangen können. Das ist erstens aber kein Problem, ich habe mir die benötigte Software zur Anzeige der eRechnung besorgt (siehe Lösungen zum Empfang und Erzeugen von ZUgFeRD-Rechnungen – Teil 2). Zweitens tangiert mich das Thema "eRechnungen" empfangen faktisch nicht, da ich bisher nur Rechnungen mit Kleinbeträgen unter 250 Euro erhalte. Diese Rechnungen dürfen auch zukünftig auf Papier erstellt werden.

Trotzdem habe ich die Pflicht zum Empfang von eRechnungen zum Jahresanfang 2026 genutzt, um meiner Infrastruktur auch das Erstellen dieser eRechnungen zu ermöglichen. Meine Ansätze und Pleiten habe ich in der am Artikelende aufgeführten Beitragsreihe nachgezeichnet.

Diese Entscheidungen müssen getroffen werden

Firmen im Mittelstand und mit DATEV-Anbindung dürften das Thema eRechnung im ZUGFeRD- oder XRechnung-Format über die verwendete Buchhaltungs-Software abwickeln. Wer als Kleinstunternehmen oder Freiberufler vor der Frage einer Umsetzung der eRechnungs-Pflicht steht, muss verschiedene Entscheidungen treffen. Bei meinen Recherchen zum Jahresanfang haben sich folgende Ansätze herauskristallisiert.

  • Es gibt Lösungen, die versprechen, eine eingereichte PDF-Rechnung per KI zu analysieren und daraus eine "E-Rechnung" im ZUGFeRD-Format zu machen. Auf diese Ansätze würde ich nicht setzen, das kann nur schief gehen.
  • Eine Lösung, bei der eine PDF-Rechnung eingereicht wird, und der Nutzer die Rechnungsdaten manuell in ein Formular eintippt. Aus dem Ganzen wird dann eine E-Rechnung im ZUGFeRD-Format erzeugt.
  • Eine Cloud-Lösung, die verspricht, das komplette Rechnungswesen zu übernehmen und am Ende die erforderlichen E-Rechnungen zu erzeugen und zu verschicken.
  • Eine on-premises Lösung, die das Erzeugen von E-Rechnungen, ggf. mit Hilfe von LibreOffice oder Microsoft Office, übernehmen kann.

Bei allen Online- bzw. Cloud-Lösungen steht sofort die DSGVO-Problematik im Raum, und Rechnungen sehe ich als besonders sensibel an. Weiterhin macht man sich mit Online- und Cloud-Lösungen von einem Anbieter sowie von Abonnements abhängig.

Persönlich habe ich für mich entschieden, dass ich keine Cloud-Lösungen und keine Abonnements verwenden will, sondern die Kontrolle auf meinen Rechnern behalten möchte. Eine große ERP-Lösung kommt für mich als kleiner Freiberufler nicht in Frage. Nach einigen Tests und Recherchen, sowie einem Schlenker, bei dem ich mit Fakturama gegen die Wand gefahren bin, habe ich Anfang 2026 eine passende Lösung für mich gefunden.

Schnelle Lösung für Kleinunternehmen und Freiberufler

Ich habe mich ja seit Anfang 2026 intensiver mit der Thematik beschäftige und mir sind eine Reihe Lösungen für eRechnungen untergekommen. Hier ein Abriss für Leser und Leserinnen, die als Kleinunternehmen oder Freiberufler schnell eRechnungen im ZUGFeRD-Format erstellen möchten.

PDF24-eRechnung

  • Wer nur ein halbes Dutzend eRechnungen im ZUGFeRD-Format pro Jahr erstellen möchte, kann sich PDF24 ansehen (siehe diesen Kommentar). Gemäß obiger Abbildung gibt es eine Option zum Erstellen einer eRechnung, wobei die Rechnungsdaten in Formularen eingetippt werden können. Für viele Rechnungen pro Monat ist der Ansatz in meinen Augen aber zu aufwändig. Ich habe PDF24 Anfang 2026 (seinerzeit allerdings in der Online-Version) für zwei eRechnungen als Notnagel verwendet, weil das genutzte Fakturama keine validierbaren ZUGFeRD-Rechnungen erzeugte und ein Kunde diese dann zurückwies.
  • Blog-Leser Waldemar Friesen hat sich eine eigene eRechnungs-Software erstellt, die es ermöglicht, alle erforderlichen Positionen selbst zu gestalten. Die Diskussion findet sich in diesem Kommentar, das Programm, welches unter Windows läuft und kostenfrei ist, kann auf der GitHub-Seite von FRechnung bezogen werden. Die Software habe ich aber nie selbst eingesetzt, sondern nur kurz angesehen. Könnte aber für Spezialfälle, die von anderen Anwendungen nicht abgedeckt werden, von Interesse sein.
  • Vom Anbieter Prodaro gibt es das Rechnungsbüro, das unter Windows läuft und eRechnungen unterstützt (siehe diesen Kommentar). Das Programm ist als kostenlose Testversion verfügbar und wird auch als Rechnungsdruckerei von Markt+Technik in verschiedenen Varianten angeboten. Ein Blog-Leser hat sich in diesem Kommentar positiv zur Prodaro-Lösung ausgelassen. Ich wollte das Programm, von dem ich sogar eine lizenzierte Version von Markt+Technik besitze, testen und detaillierter vorstellen. Allerdings bin ich beim Test in einer virtuellen Maschine gescheitert (mein Fehler) und stehe wegen der im Programm verwendete Begrifflichkeiten (aus dem kaufmännischen Bereich) etwas mit der Lösung "auf Kriegsfuß". Wer eine Lösung für seine Buchhaltung sucht, und mit den kaufmännischen Fachbegriffen vertraut ist, sollte einen Blick drauf werfen, da auch ein DATEV-Export möglich ist.
  • Nutzer von Apple-Geräten wie iPhone und Mac können sich Qwit der encoder GmbH anschauen. Ich bin über diesen Artikel bei heise auf die Software gestoßen, kann aber keine Aussagen treffen, ob das was taugt.
  • Persönlich verwende ich das nachfolgend erwähnte Programm Rechnung-Fertig, um meine eRechnungen im ZUGFeRD-Format seit Jahresanfang zu erstellen. Die Lösung ist für mich intuitiv nutzbar, kommt mit LibreOffice zur Generierung der Dokumente aus, und ließ sich von den Office-Vorlagedateien schnell für meine Bedürfnisse anpassen.

Es gibt noch einige weitere Ansätze, um eRechnungen im ZUGFeRD-Format zu erstellen. Rolf Masfelder hat z.B. eine Lösung auf Open Source-Basis auf GitHub eingestellt (siehe diesen Kommentar bei heise). Dann gibt es eine Java-App easy-erechnung auf GitHub, um Rechnungen als Factur-X, ZuGFeRD und X-Rechnung erzeugen und validieren zu können. Beide Lösungen habe ich aber nie ausprobiert.

Thomas Rudolf hat im April 2025 diese Anleitung veröffentlicht, um eine E-Rechnung unter LibreOffice im ZUGFeRD- und XRechnung-Format zu erstellen. Von Robert Großkopf gibt es ebenfalls eine für LibreOffice gestrickte Lösung, die hier kurz diskutiert wird. Einige Ansätze hatte ich im Rahmen meiner Recherchen zum Jahresanfang – teilweise ergebnislos getestet.

Ich bin aber am Ende des Tages bei Rechnung-Fertig gelandet. Denn bei der eRechnung zählt, wie schnell ich eine Lösung für eigene Zwecke zum Laufen bekomme und wie gut der Entwickler auf Änderungen und mögliche Probleme reagiert. Hier bin ich bisher mehr als zufrieden – da selbst schnitzen, hätte mich deutlich überfordert oder zumindest viel zu viel Zeit gefressen.

Mein Weg mit Rechnung-Fertig

Seit Februar 2026 verfolge und begleite ich die Entwicklung der Windows-Anwendung Rechnung-Fertig von Martin Pyka, teilweise mit Vorschlägen, was man ändern oder ergänzen sollte. Ich hatte die Lösung Anfang März 2026 detaillierter im Blog-Beitrag Rechnung-Fertig, eine Lösung für eRechnung (ZUGFeRD und XRechnung) – Teil 5 vorgestellt.

RechnungFertig Vorlagen

Was mir besonders gut (neben der intuitiven Handhabung) gefällt, ist der Umstand, dass das Programm nicht installiert werden muss und sich sowohl mit LibreOffice als auch mit Microsoft Office verwenden lässt. Ich verwende die Anwendung mit LibreOffice und habe mir die entsprechenden Rechnungsvorlagen von den mitgelieferten Template-Dateien für meine Zwecke abgeleitet.

rechnungfertig.de

Die Software Rechnung-Fertig wird auf der gleichnamigen Webseite angeboten. Es ist eine Testversion herunterladbar, mit der sich Rechnungen erstellen lassen. Diese sind aber mit einem Lizenzhinweis versehen. Die Lizenz kostet 40 Euro – Details lassen sich auf dieser Seite nachlesen.

Anmerkung: Die Software wird vermutlich nicht für jeden Nutzer passen. Mir gefällt das Programm recht gut, es ist  für mich intuitiv nutzbar, und ich begleite dessen Entwicklung mit Vorschlägen. Daher stelle ich das Projekt zyklisch hier im Blog mit neuen Versionen vor. Einerseits in der Hoffnung, dass der Entwickler profitieren kann. Andererseits helfen die Informationen vielleicht einigen Lesern bei ihrer Entscheidung in Sachen eRechnung. Ich bin abseits verschiedener Hinweise zur Entwicklung nicht an diesem Projekt beteiligt und habe, über die mit am Jahresanfang überlassene Programmlizenz, auch keine finanziellen Vorteile.

Programmanpassungen in den letzten Monaten

Was ich seit Jahresanfang beobachten kann: Martin Pyka ist recht rührig, was Anpassungen der Software betrifft. Das lässt sich sich auch auf der Seite mit den Change-Logs erkennen.

  • Als mir Anfang Februar 2026 die Validierung der generierten ZUGFeRD-Rechnung durch Änderungen brach, und der Kunde die ZUGFeRD-Rechnungen zurück wies, kontaktierte ich den Entwickler. Ich hatte binnen zwei Tagen eine Korrekturversion, die validierbare eRechnungen erzeugen konnte.
  • Wer bestimmte Waren (z.B. Honig) an Supermärkte liefert, wird die Möglichkeit zur vom Handel geforderten Integration von GLN- und GTIN-Nummern in der E-Rechnung zu schätzen wissen.
  • Vor einigen Wochen bin ich an einer eRechnung für Schweden hängen geblieben. Reverse Charge als Verfahren war zwar bereits in meiner Version von Rechnung-Fertig implementiert. Aber die für den Kunden aus Schweden verwendete Anschrift enthielt eine Postleitzahl mit Leerzeichen, worauf die Generierung von ZUGFeRD-Dokumenten scheiterte. Auf meine Nachfrage erhielt ich binnen Stunden die Rückmeldung von Martin "ist bereits in der Version 1.6.1 korrigiert".
  • Zusätzlich teilte mir Martin mit, wie ich meine LibreOffice-Rechnungsvorlage für den Writer so anpassen kann, dass nicht nur die Rechnungstexte in Englisch, sondern die Werte auch mit einer englischen Zahlendarstellung ausgegeben werden können.
  • Im Mai/Juni 2026 gab es dann Änderungen in der eRechnungs-Spezifikation, auf die Martin Pyka wenige Tage später mit Rechnung-Fertig 1.7 reagierte. Seit dieser Version ist eine Validierung gegen die ZUGFeRD 2.5-Spezifikation möglich.

Das sind alles Erfahrungen bzw. Punkte, die die oben erwähnten "Selbstbaulösungen" auf LibreOffice-Basis nicht unbedingt berücksichtigen.

Rechnung-Fertig 1.8.0 erschienen

Zum 8. September 2026 hat mich Martin Pyka per Mail informiert, dass sein Programm Rechnung-Fertig in der Version 1.8.0 vorliegt. Martin schreibt in diesem Blog-Beitrag, dass er sich in diesem Release vor allem Komfort-Funktionen, die schon seit längerem von Nutzern angefragt wurden, gewidmet hat. Im Changelog sind die nachfolgenden Neuerungen aufgeführt.

  • Validierung der Rechnungen gegen ZUGFeRD 2.5.2 geprüft
  • Lieferdatum (BT-72) kann nun explizit angegeben werden und vom Rechnungszeitraum (Endzeitpunkt) abweichen
  • Käufer-Daten können mehr Informationen speziell für die PDF-Darstellung enthalten
  • Rechnungsvorschau öffnet PDF-Viewer nun direkt
  • Im Rechnungsdetails-Bereich kann die Feldsichtbarkeit konfiguriert werden
  • Im Rechnungsempfänger-Bereich kann die Feldsichtbarkeit konfiguriert werden
  • In der Rechnungsliste kann die Anzeige der Spalten konfiguriert werden
  • Käuferdaten können Code-Wort enthalten, das im Rechnungsdateinamen verwendet werden kann
  • Zeichenketten für Rechnungstypen und Länder können für die visuelle Darstellung angepasst werden
  • Rechnungsdateien können in Unterordner für Jahre und Monate abgelegt werden

Zudem führt der Entwickler die nachfolgenden, kleineren Verbesserungen im Changelog der Version 1.8.0 auf:

  • Alle artikelbezogenen Einstellungen sind zentral im Konfigurationsmenü für Artikel abgelegt
  • Überweisungsmethode Standardmässig auf Code '58' gestellt (SEPA-Überweisung)
  • Dateinamen können mit {YY} auch zweistellige Jahreszahlen enthalten
  • Die Angabe von Artikeleinheiten wird explizit geprüft
  • Einstellungsmenü um mehr Voreinstellungen erweitert
  • Speichern-Button bei „Meine Daten" und „Einstellungen" ist nun oben und macht klar erkennbar, wenn ungespeicherte Änderungen vorhanden sind
  • Rechnungstemplates demonstrieren Wenn-Dann-Mechanik
  • Rechnungstypen können für die visuelle Anzeige angepasst werden
  • Slashes werden bei der Eingabe von Rechnungsdateinamen geblockt
  • Rechnungen werden direkt im PDF-Viewer geöffnet

In der Version 1.8.0 von Rechnung-Fertig wurden die nachfolgend aufgeführten Bugfixes vorgenommen.

  • Kleinere Layoutkorrekturen
  • Autocomplete-Fehler bei Einheiten-Eingabefeld behoben
  • BT-39 nur optional in E-Rechnung
  • Probleme mit Leerzeichen in Rechnungsnummer behoben
  • BT-43 explizit als Email-Feld gekennzeichnet
  • Wenn Rechnungszeitraum manuell eingetippt wird, werden die Daten auch bei Seitenwechsel beibehalten

Ich plane die neue Version 1.8.0 die Tage aufzusetzen. Das Ganze reduziert sich für mich darauf, die ZIP-Archivdatei in einen Ordner zu entpacken. Im Anschluss können die Daten samt Lizenz aus der vorherigen Version über eine Import-Funktion übernommen werden. So lassen sich ggf. aktuelle und Vorversion nebeneinander testen. Nach dem Import muss ich bei mir lediglich sicherstellen, dass meine erstellten Template-Dateien für Rechnungen entsprechend abgelegt wurden. Zudem passe ich ein PowerShell-Script zur Erkennung, ob LibreOffice oder Microsoft Office zu verwenden ist, an. Dieser Schlenker ist dem Umstand geschuldet, dass auf meinem System noch ein Office 2000 installiert ist. Diese Konstellation lässt die PowerShell-Erkennung und damit die Rechnungsgenerierung  über LibreOffice scheitern (es wird Word 2000 verwendet, was die Generierung nicht unterstützt).

Einziges, kleines Manko, ist die m.W. bisher auf verschiedene Beiträge verstreute Dokumentation der Programmfunktionen. Im Grunde ist die Bedienung von Rechnung-Fertig zwar selbst erklärend. Man muss einmal die Grundfunktion samt Konfiguration und Anpassung der Rechnungsvorlagen sowie das Anlegen der Stammdaten für Waren oder Leistungen und Konten verstanden haben, um eRechnungen zu erstellen. Aber ich ich stoße immer wieder auf Punkte, wo ich dann auf Nachfrage "ist da und da einstellbar", oder "ist in Version xyz gefixt" als Rückmeldung bekomme. Ein "Schnellstart-Primer", sowie eine Referenz "Wie mache ich das" wären hier sicherlich hilfreich.

Wer noch vor dem Sprung auf eine eRechnungs-/ZUGFeRD-Lösung steht, sollte zumindest einen Blick auf die Testversion von Rechnung-Fertig werfen. Diese ist mit wenigen Mausklicks in Windows heruntergeladen, als ZIP-Archiv in einen Ordner entpackt und kann dann mit den vorhandenen Beispieldaten getestet werden.

Artikelreihe
ZUGFeRD und XRechnung: Bestandsaufnahme und Überblick – Teil 1
Lösungen zum Empfang und Erzeugen von ZUgFeRD-Rechnungen – Teil 2
OpenSource ZUGFeRD-Lösung Fakturama im Hands-on – Teil 3a
OpenSource ZUGFeRD-Lösung Fakturama im Hands-on – Teil 3b
Meine Pleite mit ZUGFeRD-eRechnungen und der Validierung – Teil 4
Rechnung-Fertig, eine Lösung für eRechnung (ZUGFeRD und XRechnung) – Teil 5
ZUGFeRD: Viele Firmen unvorbereitet, Rechnung-Fertig 1.6 veröffentlicht

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