Noch ein kurzer sonntäglicher Infosplitter zum Aufregen. Vor ein paar Tagen haben wir das Urteil des BGH zu Rundfunkgebühren vernommen (siehe Rundfunkgebühr ist rechtens). Nun rollt die nächste Posse: Die Landesmedienanstalten wollen künftig elektronische Programmführer und Navigationshilfen auf Smart-TV-Geräten, Smartphones oder Set-Top-Boxen kontrollieren. Rundfunkangebote müssten dort überall chancengleich auffindbar sein. Details findet ihr bei heise.de im Artikel Medienanstalten wollen digitale Programmführer regulieren oder bei Golem.de im Artikel Regulierung für Sendersortierung von Smart-TV und Settop-Box
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…der ist doch echt ein Knaller, oder?
Der Sachverhalt ist mir nicht ganz klar. Es geht anscheinend um das Programmieren der Sender in der Fernbedienung. Mein Fernseher ist schon etwas älter und es gab damit keine Schwierigkeiten. Hat sich da etwas geändert? Wo ist das Problem? Wenn das freundlicherweise mal jemand kurz erläutern würde!?
Grüße
Mein Verständnis ist momentan, "man will Einfluss nehmen" (Stichwort ist Diskriminierungsfreiheit für Anbieter bzgl. Oberflächen und Senderlisten – siehe Positionspapier). Geändert hat sich m.W. noch nichts. Und manche Positionen in dem Papier könnte man ja durchaus bedenken (z.B. dass Google, Facebook, Zattoo etc. keine Präferenzen für eigene Angebote hegen und den Mitbewerb von einer Plattform ausschließen dürfen – das geht in Richtung Kartellrecht). Aber wenn man Oberflächen regulieren will, könnte der Schuss nach hinten los gehen – muss man beobachten – daher die Kurzmeldung.
Danke für den Hinweis. Es ist immer wieder von ominösen Plattformen die Rede. Das scheint eine recht komplexe Materie zu sein.
Grüße
Mein digitaler Receiver von Schwaiger hat eine vorprogrammierte Senderliste die mir von der Reihenfolge der Programme her so gar nicht gefällt. Darum habe eine eigene Senderliste erstellt und abgespeichert.
Ich vermute, dass es nur um die bei der Auslieferung eingestellte Senderliste geht, damit die privaten Sender sich nicht einkaufen können und damit die öffentlich rechtlichen Sender auf die letzzen Plätze verschoben werden. Die selbst angepasste und verwendete Senderliste wird davon nicht betroffen sein.
"Ich vermute, dass es nur um die bei der Auslieferung eingestellte Senderliste geht, damit die privaten Sender sich nicht einkaufen können und damit die öffentlich rechtlichen Sender auf die letzzen Plätze verschoben werden."
Wohl nicht so ganz. Es scheint weitere Problemfelder zu geben.
Grüße
Also ich habe aus Kostengründen den Sat Receiver abgeschafft es werden nur noch DVDs geliehen und sonst nichts mehr da kann mir dann auch keiner mehr reinreden was ich denn für einen Sender sehen soll. Wenn es dann keine DVDs mehr gibt wird das Filmvergnügen ganz abgeschafft ist meist nur Zeitvertreib.
für Zeit die man auch anders nutzen kann.
Ich bin der Meinung es soll doch jeder sehen was Er oder Sie für richtig halten, eine Senderliste braucht man sowiso nicht einfach die richtige Nummer auf der Bedienung eintippen und schon hat man das was man möchte.
Schon witzig wohin wir uns bewegen (lassen). So ganz ernst nehmen die Herrschaften es nämlich nicht mit der Informationsfreiheit, der Informationspflicht und dem Bildungsauftrag. Da kann man anprangern und protestieren. Es ändert nichts an der Situation. Aber wehe, das Staatspropagandafernsehen wird in irgendwelchen Senderlisten nicht wie gewünscht angezeigt. Dann muss an allen Ecken und Enden reguliert werden.